1) Mutanten mit ehr geringen "Kräften" die größtenteils einfach nur "komisch" aussehen werden als Schlachtvieh missbraucht.
2) Magneto der ja an sich nicht wirklich böse ist sondern nur aufgrund seiner Vergangenheit Radikal, da er weis wozu Menschen fähig sind, wird auf einmal klar als "der Böse" dargestellt der ohne Rücksicht auf Verluste seine Ziele verfolgt(z.B. die Leute auf der Brücke Familien mit Kindern etc.).
3) Der Tod von Cyclops ist vollkommen unspektakulär und auch nicht nachvollziehbar. Es ist sowieso immer Scheisse Hauptpersonen sterben zu lassen aber wenn es denn sein muss, dann wenigstens nur wenn es Dramaturgisch wichtig ist. Das ganze hätte nicht sein müssen, man hätte Jeans zwiegespaltenheit auch anders zeigen können.
4) Es fehlen fast gänzlich die "coolen Sprüche" aus den ersten Teilen.
5) Xaviers tot war ebenso unnötig. Ausserdem ist die ganze Sache mit ihm und Jean etwas widersprüchlich zum zweiten Teil. Dort heisst es noch das sie immer schwächer war wie die anderen, da sie ihren Kräften nicht traute und er ermutigt sie ihren kräften zu vertrauen. Und nun war sie plötzlich schon von Anfang an ein Supermutant und er hat ihr "sperren" eingebaut um ihre Kräfte zu kontrollieren.
6) Die Mutanten die sich der "Bruderschaft" anschließen wurden allesamt im Bereich "Fiese Schlägertypen = Bodensatz der Gesellschaft" oder "Kriminelle" angesiedelt und durch ihre Kämpferischen Fähigkeiten(gemeine Stacheln, Wurfpfeile aus den Unterarmen) wurde nochmal klargestellt das diese Mutanten sowieso nicht fähig sind normal in der Gesellschaft zu leben.
Neben diesen Nebensächlichkeiten stören mich vor allem 3 Dinge:
1) Dieser ganze Quatsch mit dem Heilmittel ist der größte Schwachsinn den ich je gehört habe. Da kämpfen die Mutanten (beider Seiten) Jahrelang dafür friedlich mit den Menschen zusammen zu leben und darum das Anerkannt wird das Mutanten nicht "krank" sind und da entwickeln die MENSCHEN ein Heilmittel und machen daraus eine Waffe der dann direkt erstmal eine der coolsten Mutanten überhaupt ziemlich undramatisch zum Opfer fällt, was den Charakter Praktisch auch sterben lässt (was ist soch eine Zurückgewiesene Frau die dem Feind nun Geheimnisse verrät gegenüber dem was sie vorhher war). Und auch Magneto wird nicht etwa von den X-Men aufgehalten, sondern von dem Heilmittel.
2) Der Abgang von Jean war auch totaler Müll. Die einzige Möglichkeit sie aufzuhalten ist sie zu töten? Was soll das denn bitte. Ok sie hat was böses in sich, aber Wolverine schafft es ja sie zu "zähmen" indem er ihr sagt das er sie liebt, an sich ein sehr schönes Ende, aber warum muss er sie dann Töten? Weil sie die Kraft nicht kontrollieren kann? Also bitte Xavier schaffte es lange Zeit ihre Kräfte zu Kontrollieren und nun wo sie weitaus stärker ist wie er schafft sie selber das nicht? Ich denke das hat er was mit meinem dritten Kritikpunkt zu tun.
3) Die Aussage des Films: Auch wenn mit den Berichten am Ende der Eindruck hinterlassen werden soll in dem Film würde es wie zuvor auch um Toleranz gegenüber anderen gehen, ist die eigentliche Aussage des Films das Gegenteil dessen.
Grundlegend war es ja immer so, dass die Mutanten darum kämpfen Akzeptiert zu werden und immer wieder Probleme mit eben jenen Intoleranten Menschen hatten. Sie wurden als Krank bezeichnet und von ihren Familien verstoßen und so weiter. Das die Menschen nun tatsächlich ein Heilmittel entwickelt haben bedeutet ja, dass sie recht hatten..Mutation wäre hiermit also eine Krankheit. Und jeder der bereit ist seine Kräfte aufzugeben und wieder zum Normalen Menschen zu werden darf dies natürlich tun. Jene die das nicht freiwillig wollen werden dann schlicht als Agressoren gesehen und dafür gibt es dann das Heilmittel in Waffenform mit dem die Menschen am ende auch Magneto besiegen. Nachdem er im ersten Teil alle Menschen zu Mutanten machen wollte(das dies für jene tötlich wäre wusste er ja nicht) und im zweiten Teil alle Menschen töten(nachdem der Gegenversuch alle Mutanten zu töten vereitelt wurde) will er diesmal ja eigentlich nur das Heilmittel zerstören da er befürchtet die Menschen würden die Mutanten zur einnahme zwingen (womit er ja auch recht hat).
Die Menschen wollen also aus den Mutanten wieder normale Menschen machen, da sie die Mutanten nicht akzeptieren, das ist alles andere als Tolerant, aber der Film gibt ihnen mit ihrem Erfolg und der Bösen Darstellung von Magneto in diesem Punkt recht...es ist also gut Leute die anders sind dazu zu zwingen wie alle anderen zu sein auch wenn es heisst das sie dafür einen großen Teil ihrer Persönlichkeit aufgeben müssen(Ja es gibt sogar welche die das Freiwillig machen...wobei es Mystiques Antwort im zweiten Teil auf die Frage wieso sie nicht immer in anderer Gestalt rumläuft um an die Menschen angepasst zu sein eigentlich genau wiedergibt "Weil es normalerweise nicht nötig sein dürfte").
Das selbe dann auch mit dem Abgang von Jean. Natürlich muss Jean sterben denn ihre Kräfte sind ja eine Gefahr für die Gesellschaft und man gesteht ihr nicht zu, das sie ihre Kräfte selber kontrollieren kann.
Also alles in allem eine Ziemlich blöde Message die der Film da verbreitet, die der Message der anderen Filme entgegensteht.