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Atlan, der Titelheld des gleichnamigen Perry Rhodan Spin-Offs, besitzt nicht nur einen Zellaktivator und ist damit beinahe unsterblich, er ist auch ständig unterwegs und erlebt so genug Abenteuer, um bisher mehrere Hundert Heftromane zu füllen. Eigentlich ist er nur bei uns auf der Homepage verlässlich anzutreffen. Und die Reise durchs All mit all seinen Gefahren geht weiter. Wer mit ins Raumschiff einsteigen möchte, der hat jetzt die Gelegenheit, Tickets zu den Sternen zu gewinnen.
Wir verlosen am 20.11. unter allen Leute, die auf unserer Facebook-Seite in der Liste derjenigen stehen, die uns mögen, zweimal den Atlan-Hardcoverband 39: Hetzjagd im Blauen System und zweimal den Atlan-Roman Taucher im Lavastrom.
Also, besucht uns auf unserer Facebookseite!
Euer Clemens


Autor: Clemens Schnitzler
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Die Gewinner unserer Verlosung zur Atlan-Romanreihe stehen fest. Je einmal Hetzjagd im Blauen System haben gewonnen: Daniel Bruns und Hauke Weymann. Je ein Taucher im Lavastrom geht an Thomas Seeling und Bentley Silberschatten. Herzlichen Glückwunsch von uns und viel Vergnügen mit den spannenden Geschichten!
Verlosung verpasst? Es wird sicher nicht die letzte gewesen sein. Am besten behaltet ihr unseren Blog oder unsere Facebookseite im Auge.


Autor: Ulisses
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Nächste Woche erscheint der erste Teil der Das Schwarze Auge-Romanreihe Die Türme von Taladur. Er trägt den Titel Türme im Nebel und wurde von dem beliebten Das Schwarze Auge- und Battletech-Autor Bernard Craw geschrieben, der auch die redaktionelle Leitung der Serie innehat.
Die Leseprobe ist dem ersten Kapitel entnommen. Wir begegnen einigen zentralen Figuren und beginnen gemeinsam mit ihnen die Erforschung eines Geheimnisses, das die Stadt noch lange Zeit beschäftigen wird …
http://Leseprobe zu Türme im Nebel (PDF)


Autor: André Wiesler
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Elfencomic Ist Elfquest noch ein Begriff? Mochtest du die Serie von Wendy und Richard Piny? Fein! hast du die Comics daheim? Falls nicht kannst du jeden Elfquest Comic zumindest online lesen! Das sind auch über 6500 Seiten Elfquest! Links: Elfquest Ich kauf beim Sphärenmeister und Digitales bei DriveThru Copyright © 2008 Dominik für den Rollenspiel [...]

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Zeig der Langewile die Krallen Auch der Scratch-Verlag, welcher Belletristik im Phantastikbereich verlegt macht ein Gewinnspiel in der Adventszeit. Aber nicht nur wegen der Bücher ist das Gewinnspiel interessant sondern auch wegen dem Jahres-Abo der Mephisto welches man gewinnen kann: 1 Jahr Fantasy up-to-date: 1x Jahresabo von MEPHISTO 1x Hörbuch “Schattenwacht-Zyklus: Böses Erwachen” 1 Adventure-Paket: [...]

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Seit heute befindet sich Türme im Nebel, der erste Teil der spektakulären neuen Romanreihe Die Türme von Taladur im Versand und wird den Leser in Intrigen, romantische Verwicklungen und zahlreiche Degengefechte mitnehmen. Bernard Craw, Redakteur der Reihe und Autor des ersten Bandes, verrät in diesem Blogartikel einiges über die Reihe und seine Arbeitsweise.

Bedauerlicherweise hat eine verfeindete Familia es geschafft, Hand an die Druckdaten zu legen und einen Fehler in den Stadtplan einzuschmuggeln. Im Anschluss an den Artikel ist die korrigierte Fassung der Karte zu finden.
Dass jeder Schriftsteller seine eigene Art zu schreiben hat, ist eine Binsenweisheit. Manche Kollegen liegen auf dem Bett, verschränken die Hände hinter dem Kopf und erzählen mit innerer Stimme die gesamte Geschichte. Erst wenn sie am Ende angekommen sind, schalten sie den Computer ein und öffnen die Textverarbeitung. Andere wissen beim Schreiben des ersten Kapitels noch nicht, was im zweiten geschehen wird. Manche machen ein sehr feines Gerüst, bei dem jede geplante Szene eine Beschreibung hat, so lang wie ein Klappentext. Andere haben nur eine Überschrift für jedes Kapitel und zu den Figuren nicht mehr als die Namen festgelegt. Wenn man zu sechst an einer gemeinsamen Geschichte arbeitet, erfordert die Kontinuität zwischen den Einzelbänden, viele Dinge so zu fixieren, dass sie den anderen Beteiligten klar sind. Wenn Daroca im ersten Band als Schönheit gilt, der die Männerherzen zufliegen, sollte sie sich im vierten nicht durch eine besondere Dichte der Warzen auf ihrer Nase auszeichnen, und wenn Unata und Vertoso als sich angiftende Rivalen gezeigt werden, dann muss zumindest eine Erklärung geboten werden, wenn später erwähnt wird, dass sie sich an jedem Rohalstag zum netten Plausch beim gemeinsamen Ausritt in die Weinberge treffen.
Auch in anderer Hinsicht sind viele verschiedene Arbeitsweisen in der Schriftstellerei möglich und in unserem Projekt vertreten. Es gibt die Möglichkeit, eine Geschichte von innen nach außen aufzubauen – ein Thema zu wählen, grobe Orientierungspflöcke einzuschlagen, ein abstraktes Handlungsraster anzulegen, dieses schrittweise anzureichern. Wer das tut, der genießt am Ende der aufwendigen Konzeptionsphase die Freiheit, die Szenen in beliebiger Reihenfolge zu schreiben, denn sie sind fest definiert.
Es ist eine valide Methode.
Ich hatte noch nie Spaß daran.
Ich wandere durch eine Geschichte. Zum Großteil schreibe ich die Szenen in der Reihenfolge, in der sie auch später im fertigen Manuskript stehen werden. Es gibt Ausnahmen, nachträgliche Einfügungen. Das ist so, als würde ich mir selbst die Geschichte erzählen (es fühlt sich für mich tatsächlich so an – ich bin mein erster Leser) und hätte dann eine Frage: »Wie kam es eigentlich dazu, dass Raulo und Zelonso …?« Diese wird dann mit einem charmanten (in meiner eigenen Vorstellung bin ich immer almadanisch charmant) »Gerade wollte ich noch erwähnen, dass …« beantwortet.
Für mich gibt es eine einfache und unspektakuläre Möglichkeit, um festzustellen, ob ich bereit bin, einen Stoff anzugehen. Ich versuche, mir vorzustellen, wie es am Ort der Handlung aussieht, wie es wäre, dort zu sein, in diesem Fall: durch die Straßen Taladurs zu wandern. Wenn mir das gelingt – wenn ich das Hämmern der fleißigen Handwerker hören kann, wenn ich spüre, wie mir die Waden vom vielen Treppensteigen schmerzen, wenn ich den Blick mit Staunen an einem der wuchtigen Streittürme emporgleiten lasse, wenn ich mich an eine Hauswand drücke, um der rasenden Kutsche eines Magnaten Platz zu machen, wenn ich schmunzele, weil eine schöne Domñatella kichernd vorbeihastet, um ihrem Liebsten ein neckisches Versteckspiel zu liefern oder wenn ich vorsichtig zur Seite schaue, um den offensichtlich übel gelaunten Lilienrock mit der Hand am Degen nicht zu reizen – dann bin ich angekommen, und dann muss ich nur noch aufschreiben, was passiert, als sähe ich einen Film vor dem inneren Auge.
Beim letzten Mal sind wir einigen Angehörigen der edelsten Familias der Stadt begegnet, bevor wir uns in der Taberna am Gongplatz einen kühlen Wein gegönnt haben. Vielleicht sind wir dabei etwas zu rasch an denen vorbeigegangen, die es in der Stadt viel zahlreicher gibt: den Fellachen, den einfachen Bürgern. Die Geschicke der Stadt bestimmen jene, deren Wappen den Palacio Torreda zieren, doch solange man die hohen Herren nicht reizt, kann jeder in Almada ein angenehmes Leben führen. Auch das Volk weiß seine Feste zu feiern, und oftmals geht es dabei lustiger zu als auf den gezwungenen Bällen der Nobleza. Man nehme nur die steifen Tänze, die Maestro Peglesto den jungen Adelssprösslingen mit der Rute einbläut, und vergleiche sie mit dem wilden Herumtollen zu den Tönen der Vihuela im Blauen Schiff am Hafen von San Cardasso!
Auch als Bürgerlicher kann man es zu etwas bringen. Erstaunlich, mit welchem Respekt viele junge Magnaten die Kräuterhändlerin Nuerta Escarelli grüßen. Liegt es nur daran, dass sie als Heilerin in die Streittürme gerufen wird? Aber sogar Doloresa Amazetti, die von Ärzten nichts mehr wissen will, seit diese erfolglos versuchten, den entstellenden Unhold aus ihrem Gesicht zu entfernen, begegnet ihr freundlich. Nun ja, jedenfalls auf eine Weise, die man bei Doloresa als Freundlichkeit gelten lassen muss.
Nuerta ist Dom Cavazaros Klientin. Er hat ihrer Familie geholfen, in Taladur Fuß zu fassen – dass sie nicht hier geboren wurde, sondern dem wandernden Volk der Zahori entstammt, sieht jeder, der nicht so blind ist wie Lerico Tandori. Überhaupt sorgt der Dom stets gut für jene, die sich ihm anvertrauen. Doch man muss darauf achten, was man sich wünscht. Laurenzios Mutter etwa weint sich häufig in den Schlaf. Sie weiß: Für ihren Sohn ist das Studium an der Magierakademie zu Punin ein großes Glück, das ohne das Gold des Patrons niemals möglich gewesen wäre – aber ohne sein Lachen ist ihr kleines Haus so schrecklich leer …
Doch wir wollen nicht trübsinnig werden! Freuen wir uns lieber auf Wengrex’ Abschiedsfeier. Der unternehmungslustige Zwerg konnte das Herz der schönen Angrella nicht erwärmen, aber er denkt gar nicht daran, trübsinnig in seinen Humpen zu starren. Er wird hinausziehen in die Welt, der alte Lumino hat den besten Tag dafür geweissagt, und zuvor treffen wir uns alle noch einmal im Teatro. Nicht für ein ernstes Stück, sondern zu Musik und Tanz. Das sollte niemand verpassen!
Bernard Craw
Weitere Informationen zur Taladur-Reihe liefert die Taladur-Homepage.


Autor: Bernard Craw
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Zum Auftakt von Die Türme von Taldur, der neuen Das Schwarze Auge-Romanreihe in sechs Teilen, verlosen wir 3x den ersten Teil Türme im Nebel aus der Feder des bekannten Autors Bernard Craw.
Wer Bernard einmal live sehen möchte, hat am 21.12.2011 dazu die Gelegenheit. Ab 19:15 Uhr liest der Autor in den Räumlichkeiten des Hiveworld in Köln aus dem Taladur-Roman.
Um einer der glücklichen Gewinner des Romans zu sein, müsst ihr uns lediglich die Antwort auf die folgende Frage bis zum 20.12.2011 an die E-Mailadresse preisausschreiben@ulisses-spiele.de senden:

Welche Farbe hat die Wand, von der Alonzo von Zalfor spricht, wenn er (vornehmlich junge) Damen im Teatro herumführt?
Als Tipp: Die Antwort verbirgt sich auf der Homepage der Romanreihe: www.taladur.de


Autor: André Wiesler
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Stammbaum Software Für eine neue Runde hab ich mich mal in Sachen Ahnenforschung umgesehen und bin auf ein nettes kostenloses Ahnenblatt-Programm zur einfachen Erstellung eines Stammbaumes für einen Spielcharakter (oder aber natürlich für den eigenen, persönlichen Stammbaum ) gestoßen. Die Eingabe der Daten ist einfach und leicht verständlich, die Ausgabe des Stammbaumes kann in Textform [...]

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Bereits im Februar 2012 folgt mit »Polychora« eine weitere, brandneue Trilogie mit den Abenteuern des beliebten Arkoniden Atlan.
Für den ersten Roman konnte Achim Mehnert als Autor gewonnen werden. Der Autor hat für die größte Science-Fiction-Serie der Welt bereits mehrere PERRY RHODAN- und ATLAN-Bücher verfasst. Sein Roman »Die geträumte Welt« eröffnet die neue Trilogie, die im Jahr 3126 spielt. In dieser Zeit häufen sich bereits die ersten Anzeichen des Niedergangs des Solaren Imperiums …
Mit dem zweiten Roman geht es dann im Juli 2012 weiter; der Abschlussband ist auf Dezember 2012 terminiert.
Die Exposés zu »Polychora« stammen von Götz Roderer, der zuletzt den sechsteiligen »Monolith«-Zyklus konzipierte.

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Nächste Woche erscheint der Das Schwarze Auge-Roman Khunchomer Pfeffer 2 – Tod auf dem Mhanadi von Eevie Demirtel und Marco Findeisen. Kurzentschlossene haben sogar noch die Chance, an einem Gewinnspiel teilzunehmen.
Während die Abende gegen Ende des Jahres langsam kürzer und die Nächte immer kälter werden, gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als sich von einem spannenden phantastischen Roman in wärmere Gefilde entführen zu lassen. Im Dezember laden euch Marco Findeisen und Eevie Demirtel mit ihrem neuen Das Schwarze Auge Roman Khunchomer Pfeffer – Tod auf dem Mhanadi ein, ihnen erneut ins Land der Ersten Sonne zu folgen. Brütende Hitze, mysteriöse Todesfälle, finstere Verschwörungen und schweißtreibende Verfolgungsjagden erwarten euch, wenn das Gardisten-Duo Deniz und Kasim in gewohnt katastrophal-schnodderiger Manier in den engen Gassen Khunchoms ermittelt. Und diesmal steht weitaus mehr auf dem Spiel, denn nicht nur die ausgesprochen schlechte Laune ihres Hauptmanns macht den beiden Ermittlern zu schaffen. Die Stadt quillt schier über vor Schaulustigen, die zu den prachtvollen Feierlichkeiten anlässlich der Geburt des Khunchomer Prinzen Sheranbil in die Perle am Mhanadiufer geströmt sind.
Die Tage vor dem Höhepunkt der Feierlichkeiten beginnen für Deniz und Kasim mit einer Leiche und enden in einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit …
Noch bis zum Erscheinen des Romans habt ihr die Chance auf eines von drei signierten Exemplaren von Khunchomer Pfeffer – Tod auf dem Mhanadi. Was ihr tun müsst, um am Gewinnspiel Khunchomer Pfeffer II – Bodycount teilzunehmen erfahrt ihr hier.
Und wer es nicht auf eine der Autoren-Lesungen auf der diesjährigen Rat-Con oder dem Dreieicher Rollenspieltreffen geschafft hat, oder die Ereignisse rund um Khunchomer Pfeffer – Tod auf dem Mhanadi im Aventurischen Boten verfolgt, kann sich jetzt mit dieser umfassenden Leseprobe an eine erste Prise Khunchomer Pfeffer wagen.

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Seit heute befindet sich Türme im Nebel, der erste Teil der spektakulären neuen Romanreihe Die Türme von Taladur im Versand und wird den Leser in Intrigen, romantische Verwicklungen und zahlreiche Degengefechte mitnehmen. Bernard Craw, Redakteur der Reihe und Autor des ersten Bandes, verrät in diesem Blogartikel einiges über die Reihe und seine Arbeitsweise.

Bedauerlicherweise hat eine verfeindete Familia es geschafft, Hand an die Druckdaten zu legen und einen Fehler in den Stadtplan einzuschmuggeln. Im Anschluss an den Artikel ist die korrigierte Fassung der Karte zu finden.
Dass jeder Schriftsteller seine eigene Art zu schreiben hat, ist eine Binsenweisheit. Manche Kollegen liegen auf dem Bett, verschränken die Hände hinter dem Kopf und erzählen mit innerer Stimme die gesamte Geschichte. Erst wenn sie am Ende angekommen sind, schalten sie den Computer ein und öffnen die Textverarbeitung. Andere wissen beim Schreiben des ersten Kapitels noch nicht, was im zweiten geschehen wird. Manche machen ein sehr feines Gerüst, bei dem jede geplante Szene eine Beschreibung hat, so lang wie ein Klappentext. Andere haben nur eine Überschrift für jedes Kapitel und zu den Figuren nicht mehr als die Namen festgelegt. Wenn man zu sechst an einer gemeinsamen Geschichte arbeitet, erfordert die Kontinuität zwischen den Einzelbänden, viele Dinge so zu fixieren, dass sie den anderen Beteiligten klar sind. Wenn Daroca im ersten Band als Schönheit gilt, der die Männerherzen zufliegen, sollte sie sich im vierten nicht durch eine besondere Dichte der Warzen auf ihrer Nase auszeichnen, und wenn Unata und Vertoso als sich angiftende Rivalen gezeigt werden, dann muss zumindest eine Erklärung geboten werden, wenn später erwähnt wird, dass sie sich an jedem Rohalstag zum netten Plausch beim gemeinsamen Ausritt in die Weinberge treffen.
Auch in anderer Hinsicht sind viele verschiedene Arbeitsweisen in der Schriftstellerei möglich und in unserem Projekt vertreten. Es gibt die Möglichkeit, eine Geschichte von innen nach außen aufzubauen – ein Thema zu wählen, grobe Orientierungspflöcke einzuschlagen, ein abstraktes Handlungsraster anzulegen, dieses schrittweise anzureichern. Wer das tut, der genießt am Ende der aufwendigen Konzeptionsphase die Freiheit, die Szenen in beliebiger Reihenfolge zu schreiben, denn sie sind fest definiert.
Es ist eine valide Methode.
Ich hatte noch nie Spaß daran.
Ich wandere durch eine Geschichte. Zum Großteil schreibe ich die Szenen in der Reihenfolge, in der sie auch später im fertigen Manuskript stehen werden. Es gibt Ausnahmen, nachträgliche Einfügungen. Das ist so, als würde ich mir selbst die Geschichte erzählen (es fühlt sich für mich tatsächlich so an – ich bin mein erster Leser) und hätte dann eine Frage: »Wie kam es eigentlich dazu, dass Raulo und Zelonso …?« Diese wird dann mit einem charmanten (in meiner eigenen Vorstellung bin ich immer almadanisch charmant) »Gerade wollte ich noch erwähnen, dass …« beantwortet.
Für mich gibt es eine einfache und unspektakuläre Möglichkeit, um festzustellen, ob ich bereit bin, einen Stoff anzugehen. Ich versuche, mir vorzustellen, wie es am Ort der Handlung aussieht, wie es wäre, dort zu sein, in diesem Fall: durch die Straßen Taladurs zu wandern. Wenn mir das gelingt – wenn ich das Hämmern der fleißigen Handwerker hören kann, wenn ich spüre, wie mir die Waden vom vielen Treppensteigen schmerzen, wenn ich den Blick mit Staunen an einem der wuchtigen Streittürme emporgleiten lasse, wenn ich mich an eine Hauswand drücke, um der rasenden Kutsche eines Magnaten Platz zu machen, wenn ich schmunzele, weil eine schöne Domñatella kichernd vorbeihastet, um ihrem Liebsten ein neckisches Versteckspiel zu liefern oder wenn ich vorsichtig zur Seite schaue, um den offensichtlich übel gelaunten Lilienrock mit der Hand am Degen nicht zu reizen – dann bin ich angekommen, und dann muss ich nur noch aufschreiben, was passiert, als sähe ich einen Film vor dem inneren Auge.
Beim letzten Mal sind wir einigen Angehörigen der edelsten Familias der Stadt begegnet, bevor wir uns in der Taberna am Gongplatz einen kühlen Wein gegönnt haben. Vielleicht sind wir dabei etwas zu rasch an denen vorbeigegangen, die es in der Stadt viel zahlreicher gibt: den Fellachen, den einfachen Bürgern. Die Geschicke der Stadt bestimmen jene, deren Wappen den Palacio Torreda zieren, doch solange man die hohen Herren nicht reizt, kann jeder in Almada ein angenehmes Leben führen. Auch das Volk weiß seine Feste zu feiern, und oftmals geht es dabei lustiger zu als auf den gezwungenen Bällen der Nobleza. Man nehme nur die steifen Tänze, die Maestro Peglesto den jungen Adelssprösslingen mit der Rute einbläut, und vergleiche sie mit dem wilden Herumtollen zu den Tönen der Vihuela im Blauen Schiff am Hafen von San Cardasso!
Auch als Bürgerlicher kann man es zu etwas bringen. Erstaunlich, mit welchem Respekt viele junge Magnaten die Kräuterhändlerin Nuerta Escarelli grüßen. Liegt es nur daran, dass sie als Heilerin in die Streittürme gerufen wird? Aber sogar Doloresa Amazetti, die von Ärzten nichts mehr wissen will, seit diese erfolglos versuchten, den entstellenden Unhold aus ihrem Gesicht zu entfernen, begegnet ihr freundlich. Nun ja, jedenfalls auf eine Weise, die man bei Doloresa als Freundlichkeit gelten lassen muss.
Nuerta ist Dom Cavazaros Klientin. Er hat ihrer Familie geholfen, in Taladur Fuß zu fassen – dass sie nicht hier geboren wurde, sondern dem wandernden Volk der Zahori entstammt, sieht jeder, der nicht so blind ist wie Lerico Tandori. Überhaupt sorgt der Dom stets gut für jene, die sich ihm anvertrauen. Doch man muss darauf achten, was man sich wünscht. Laurenzios Mutter etwa weint sich häufig in den Schlaf. Sie weiß: Für ihren Sohn ist das Studium an der Magierakademie zu Punin ein großes Glück, das ohne das Gold des Patrons niemals möglich gewesen wäre – aber ohne sein Lachen ist ihr kleines Haus so schrecklich leer …
Doch wir wollen nicht trübsinnig werden! Freuen wir uns lieber auf Wengrex’ Abschiedsfeier. Der unternehmungslustige Zwerg konnte das Herz der schönen Angrella nicht erwärmen, aber er denkt gar nicht daran, trübsinnig in seinen Humpen zu starren. Er wird hinausziehen in die Welt, der alte Lumino hat den besten Tag dafür geweissagt, und zuvor treffen wir uns alle noch einmal im Teatro. Nicht für ein ernstes Stück, sondern zu Musik und Tanz. Das sollte niemand verpassen!
Bernard Craw

Weitere Informationen zur Taladur-Reihe liefert die Taladur-Homepage.

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Zum Auftakt von Die Türme von Taldur, der neuen Das Schwarze Auge-Romanreihe in sechs Teilen, verlosen wir 3x den ersten Teil Türme im Nebel aus der Feder des bekannten Autors Bernard Craw.
Wer Bernard einmal live sehen möchte, hat am 21.12.2011 dazu die Gelegenheit. Ab 19:15 Uhr liest der Autor in den Räumlichkeiten des Hiveworld in Köln aus dem Taladur-Roman.
Um einer der glücklichen Gewinner des Romans zu sein, müsst ihr uns lediglich die Antwort auf die folgende Frage bis zum 20.12.2011 an die E-Mailadresse preisausschreiben@ulisses-spiele.de senden:

Welche Farbe hat die Wand, von der Alonzo von Zalfor spricht, wenn er (vornehmlich junge) Damen im Teatro herumführt?
Als Tipp: Die Antwort verbirgt sich auf der Homepage der Romanreihe: www.taladur.de

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fate spielmaterial Von Radulf St. Germain welcher schon das Szenario Curse of Samhain geschrieben hat hat nun eine auf FreeFATE basierende Regelmodfikation für den Schiffskampf online gestellt. Segel_und_Kanonendonner will dabei auf die Eigenheiten einer Seeschlacht mit dem Fate-Regelsystem gezielt eingehen ohne allzuviele Regeln für das erzählorientierte Rollenspiel aufzufahren. Radulf dazu: Wir sind gerade dabei in unserer Gruppe [...]

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Mit dem gestrigen Versandbeginn von Khunchomer Pfeffer 2 – Tod auf dem Mhanadi endet auch unser Bodycount Wettbewerb, bei dem es zu schätzen galt, wie viele Personen in unserem neusten Roman ihr Leben lassen müssen.
Die Anzahl und auch die Vielfalt der Einsendungen hat uns im Übrigen sehr überrascht. Nicht weniger als 13 x 3 + 3 Leser haben uns ihre Schätzungen zukommen lassen und ihre Wahl zum Teil abenteuerlich begründet. Von „kein einziger Toter“ bis hin zu „rastullahgefälligen 99 Leichen“ war alles dabei. Viele von euch schienen auch besonders durch kosmologische oder kababylothische Gesichtspunkte zu ihrem Tipp bewegt („korgefällige 9 Tote“, „12, da für Novadis eine unglücksverheißende Zahl“, „3×3x3 Kadaver faulen in den ehrwürdigen Wassern des Mhanadi vor sich hin“, „Die Antwort lautet selbstredend 42!“).
Die genaue Zahl der Toten wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, um euch die Spannung nicht zu nehmen, aber wir können natürlich eröffnen, wer die glücklichen Gewinner sind: Stefan Hieke, Thomas Pummer und Björn Wende haben die genausten Schätzungen abgegeben. Der listige Feqz war euch gewogen und ihr dürft euch jeweils über ein von uns signiertes Exemplar Tod auf dem Mhanadi freuen.
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank für eure rege Beteiligung! Wir wünschen euch wunderbare Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr, vielleicht ja mit einer ordentlichen Prise Khunchomer Pfeffer.
Eevie Demirtel & Marco Findeisen

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Über 100 Teilnehmer sind nach Taladur gereist, haben sich im Teatro umgesehen und erkannt, dass die Wand dort in Gold angestrichen wurde, womit Alonzo nur zu gerne prahlt. Damit haben sie sich für die Verlosung eines von drei Exemplaren von Bernard Craws Roman Türme im Nebel aus der sechsteiligen Reihe Die Türme von Taladur qualifiziert.
Phex war schließlich diesen drei Teilnehmern gewogen, denen wir ganz herzlich gratulieren und viel Lesevergnügen in der Stadt der Treppen und Intrigen wünschen:

Lars Heinbockel
Eva Jakob
Benjamin Bannwinkler

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Online Comic Lust auf einen Webcomic? Daniel Lieskes Worldwormsaga kann ich jedem nur ans Herz legen. Jüngst ist das Zweite Kapitel online gegangen. Im Gegensatz zu anderen Webcomics wird dieser kapitelweise von oben nach unten erzählt. Dadurch ergibt sich neben einem spannenden Panelaufbau allerdings auch eine etwas längere Wartezeit. In Anbetracht der Qualität und der mehrsprachigen Übersetzung aber ein verschmerzbarer Aspekt oder? Die Wormworld Saga bleibt allerdings kein reines Onlineprojekt. Neben einer App-version für padreader vom digitalen Verleger Robot Media produziert gibt es auch bald eine gedruckte Ausgabe. Der Hamburger Tokyopop Verlag, der seinen Wunsch respektierte, dass er seine Geschichten weiterhin zuerst im Internet veröffentlichen will wird pro Albumjeweils zwei Kapitel abdrucken. Diese werden für die Buchform allerings ummontiert und mit Bonus-Material ergänzt. Das erste Album sollte im Sommer/Herbst 2012-Programm von Tokyopop zu finden sein. WormworldSaga ist so ein Ding was sofort auf meiner “Spielen-Muss-Liste„ landet.Hintergründe zu Wormworld gibt’s hier. Mit welchen Regeln würdest du es bespielen?Ich sehe hier in erster Linie eine Sandbox die sich an die Gegebenheiten des Comics hält.Für meinen Teil würde ich eher zu einem narrativ cinematischen Regelwerk greifen.Fate geht, Over the Edge oder The Window.Wie sähen deine Pläne aus? Copyright © 2008 Dominik für den...

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webcomic um Kids, Monster und Abenteuer Mann nehme Kinder, Monster zur Not auch Geister, vielleicht auch nen ordentlichen Schuß 80er schüttle das ganze gut durch und man bekommt Abenteuer. Das solche Runden in denen man Kinder als Charaktere spielt sehr oft zwischen totaler Albernheit und wirklich fießen Szenen pendelt macht es umso spannender und zumindest für mich und meine Runde spielenswert. Neben dem schon vorgestellten großartigen WebComic Wormworld habe ich noch Paranatural gefunden. Wer also ein wenig Inspiration für genau solche Rollenspielrunden sucht wird hier vielleicht fündig für seine Kleine Ängste, Monsters and other Childish Things oder Grimm-Runde Copyright © 2008 Dominik für den Rollenspiel Almanach. ============================================================= Rollenspiele gibts beim Sphärenmeister ============================================================= ============================================================= Danke für das Abonnieren meines Feeds! Der Almanach – Dein Blog mit täglich frischen News aus der deutsch- und englischsprachigen Rollenspiel-Szene. Merkwürdig geschriebene Berichte über interessante Dinge! (Digital Fingerprint: e1a7e4fd78c4d9275a3b9b5c268c7021) Abenteuer, Charakter, Charaktere, Grimm, Kleine Ängste, Monsters and Other Childish Things Verwandte Artikel Zunftblatt#4 (0) Zunftblatt Ausgabe 4/2010 (0) Zunftblatt #11 (0) Zum Legend of the Five Rings Abenteuerwettbewerb (1) Zufallstabellen (1)

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BattleTech lädt ein in ein Universum, in dem es zwar rau zugeht, das aber vor allem staunen lässt mit seinen riesigen Sternenreichen, den Ränken der großen Häuser, seiner Sehnsucht nach einem lange verlorenen Zeitalter technologischer und kultureller Blüte, natürlich auch mit den MechPiloten, die als Ritter der Schlachtfelder die Kriege des 31. Jahrhunderts entscheiden.
Als 2007 Karma erschien, war ich diesen Geschichten verfallen. Ich las viele der alten Romane und auch das damals neueste Quellenbuch: Brush Wars, eine Darstellung der kleineren Konflikte, die sich um den von Michael Stackpole in der Warrior-Trilogie so herausragend beschriebenen Vierten Nachfolgekrieg ranken. Ich zog es aus dem Regal, weil ich bei Karma in Absprache mit dem Fachlektorat einen Überfall des Herzogtums Andurien auf eine Welt der Konföderation Capella beschrieben hatte. Ein Kapitel in Brush Wars widmet sich dem bedeutendsten Konflikt zwischen den beiden Nationen, dem Vierten Andurienkrieg, der eigentlich zwei Kriege umfasst – daher auch die Überschrift ›The Andurien Wars‹, ›Die Andurienkriege‹. Als ich von den Intrigen und Verstrickungen des Humphreys-Clans las, der das Herzogtum beherrscht und in der Liga auf Unabhängigkeit und den Tod des Erzfeinds hinarbeitet, von der Rolle der canopischen Plutokratie erfuhr, den jahrelangen Kämpfen um strategisch wichtige Planeten, davon, wie der Konflikt außer Kontrolle gerät und immer weitere Kreise zieht – da war es um mich geschehen, da musste ich die Geschichte einfach erzählen. Vom Verlag kam zu dieser Zeit bereits der Hinweis, dass eine Verlängerung der BattleTech-Lizenz ungewiss sei, aber das konnte mich nicht bremsen. Mein primäres Ziel war nicht die Veröffentlichung. Ich wollte die Schicksale hinter den (fiktiven) Fakten erkunden. Ich wollte erforschen, wer Catherine Humphreys war und welches persönliche Drama hinter der Beziehung ihres Sohns Richard zu Emma Centrella stand. Auch die Konföderation Capella ließ mir keine Ruhe. Schon in Karma hatte ich mich mit ihrem Kastensystem beschäftigt, jetzt wollte ich wissen, wie es auf ihren Hauptwelten darum bestellt war, wie der radikale Maoismus dieses Nachfolgerstaats damit zusammenpasste. Und ich erlag dem dunklen Glanz der finstersten Einheit, die das BattleTech-Universum kennt: der Haus Liao mit Leib und Seele verschriebenen Death Commandos. Gemeinsam mit Jen Xiao, meiner Hauptfigur aus Karma, wollte ich sie kennenlernen, herausfinden, wie die Ausbildung in dieser Eliteeinheit ablief.
Brush Wars blieb der Hauptbezugspunkt meiner Recherche, aber ich forschte auch an anderer Stelle. Regelwerke, Quellenbücher, Fanseiten im Netz – nichts war vor mir sicher. Rückblickend weiß ich eine weise Entscheidung der BattleTech-Redaktion noch mehr zu schätzen als damals: Alle Quellen zum Universum sind Ingame-Material. Das bedeutet, dass sie als Texte von fiktiven Personen gelten, die in diesem Universum leben. Im Falle von Brush Wars sind das zumeist Adepten von ComStar, jener merkwürdigen Religion, die der fortgeschrittenen Technologie huldigt, um mit ihrer Hilfe die Menschheit in ein neues Goldenes Zeitalter zu führen. Nun weiß ComStar viel, aber nicht alles, und nicht alles, was bekannt ist, wird auch unverfälscht berichtet – eine gezielte Falschinformation hier und da ist nicht auszuschließen. So wird in Brush Wars über Richard Humphreys’ Motive spekuliert – aber gesichert ist die dort vorgeschlagene Interpretation nicht. Das gibt dem Romanautor Platz zum Atmen. Ich habe diesen Umstand in der Tradition der bedeutenden BattleTech-Romanciers so gehandhabt, dass ich in aller Regel die Angaben der Quellenbücher übernommen habe, aber in gut begründeten Ausnahmen, wenn die Dramaturgie es erforderte, davon abwich.
Ich schrieb drauflos, und parallel dazu wuchsen die Möglichkeiten. Die Faszination der Geschichte übte einen immer stärkeren Sog auf mich aus. Ich machte mir Notizen zu Handlungssträngen, ganzen Romanen, die Aspekte der Andurienkriege beleuchten sollten. Szenen entstanden nicht chronologisch, sondern thematisch und wurden immer wieder neu geordnet. Damals verwendete ich dazu noch keine Schreibsoftware, sondern ein Zeichenprogramm. Jedes wesentliche Handlungselement bekam ein Kästchen, die logische Abfolge entwickelte sich anhand verbindender Pfeile und eine gleiche Farbe kennzeichnete, was im selben Roman landen sollte.
Auf diese Weise hatte ich Mitte 2008 die Rohfassungen zweier Romane fertig, Präludium und Zorn. Der Verlag teilte mir mit, dass man sich bezüglich einer Verlängerung der BattleTech-Lizenz nicht handelseinig geworden sei. Damit war eine Veröffentlichung vorläufig ausgeschlossen. Dennoch bereute ich keine Minute, die ich in die Arbeit an meinen Manuskripten gesteckt hatte. Ich hatte viel gelernt, nicht nur über BattleTech, sondern auch über das Konzipieren groß angelegter Geschichten. Das kam mir später bei Das Schwarze Auge zu Gute, erst für die Isenborn-Tetralogie, dann für den Zyklus Die Türme von Taladur. Vor allem aber hatte ich eine fantastische Geschichte entdeckt.
Jahre später drehte der Wind in eine günstige Richtung. Ich hatte meinen Kontakt zu Fanpro immer wieder genutzt, um mein Interesse an weiteren BattleTech-Romanen zu betonen, aber erst als Ulisses in den Romanmarkt einstieg, kam wieder Bewegung in die Sache. Ich glaube, ich war unter den Ersten, die davon erfuhren, dass es auch mit Battletech weitergehen sollte, und noch während ich den Telefonhörer in der Hand hatte, war Präludium auf meinem Bildschirm.
Die Geschichte begeisterte mich noch immer, auch wenn ich mit meiner inzwischen gewachsenen schriftstellerischen Erfahrung viele Passagen fand, die ich verbesserte. Ich hoffe, dass auch dort draußen der Enthusiasmus für die Schlachtfelder des 31. Jahrhunderts ungebrochen ist, sodass es eine Fanbasis gibt, die die Freude an den Geschichten um die Andurienkriege teilen wird. Wenn mich meine Eindrücke von Cons und aus Foren nicht täuschen, besteht hier glücklicherweise kein Grund zur Sorge.
Präludium vorbestellen

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Ende des Monats erscheint mit Die Last der Türme der zweite von sechs Teilen der Reihe Die Türme von Taladur. Diesmal hatte ich die Freude, mich der einflussreichen Familien der almadanischen Stadt anzunehmen und sie weiter auf ihrem Weg durch Intrigen, Leidenschaft und Lebensgefahr zu führen.
Als Bernard Craw, der leitende Redakteur der Reihe und Autor des ersten Teils Türme im Nebel, mich als Ersatz für eine ausgefallene Kollegin ins Boot holte, war die Konzeption der Hauptgeschichte weitgehend abgeschlossen. Er brauchte trotzdem nicht viele Worte, um mich für die Idee der Reihe zu begeistern. Kaum hatte er Almada erwähnt und die Namen der andere Autorinnen und Autoren der Reihe fallen lassen, wusste ich: Da will ich dabei sein, das kann nur gut werden.
Schon mein erster Das Schwarze Auge-Roman König der Diebe hatte einen verwegenen Mantel-und-Degen-Helden zum Protagonisten und seitdem hat mich dieses Genre nicht wieder losgelassen. Es ergab sich nur leider nie, dort erneut anzuknüpfen, was ich sehr bedauerte. Jetzt legte man mir mit Taladur eine ganze Stadt voller rahja-gewogener, heißblütiger, stolzer Almadaner in den Schoß, mit denen ich spielen durfte. Ich fühlte mich wie ein Vierjähriger, der eine ganze Kiste Playmobil zu Weihnachten geschenkt bekam.
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Und ähnlich bunt wie die berühmten Plastikfiguren (aber weit weniger steif) war auch das Personal, das mir die Kollegen und Kolleginnen lieferten. Da waren stolze Patrizier, abtrünnige Geweihte, enttäuschte Geliebte, wahnhafte Witwen, trotzige Dickköpfe, dämonisch Berührte, verzweifelt Rechtschaffene und vieles mehr. Sie alle waren mit kunstvollen Kniffen in eine spannende Geschichte voller Ränke und Emotionen eingewoben, die sich schlussendlich auf über 2000 Seiten in sechs Romanen entfalten wird.
Der Rahmen war gespannt, die Frage war nun, wo und wie ich meine eigenen Fäden einschießen lassen wollte. Und da fiel mir auf, dass bisher noch kein Vollmagier in einer tragenden Rolle auftauchte und so ward die Idee für Lumino Xetarro geboren, einen skrupellosen Hellsichtmagier. Diesem greisen Oberhaupt einer aussterbenden Familia stellte ich zwei Adoptivsöhne zur Seite. Der eine, Zahir, ein feuriger Zahori mit schneller Klinge und großem Herzen und der andere, Hesindio, ein durchtriebenes Kind mit großen Ambitionen.
Sie sollten die Darsteller meiner kleinen Nebenbühne werden, die zum einen hier und da Funken schlagen, um die Fehden der anderen Familien im großen Handlungsgefüge weiter zu befeuern, zum anderen aber ihre ganz eigene Liebes- und Leidensgeschichte erzählen, die innerhalb meines Bandes einen Abschluss erfährt.
Vielen Dank dieser Stelle an Marco Findeisen, Eevie Demirtel, Dorothea Bergermann und Stefan Schweikert, die Band 3 bis 6 schreiben und so wunderbar flexibel waren und ebenso inspirierend wie inspiriert mit meiner kleinen Familia umgegangen sind. Dafür mussten stellenweise bereits abgenommene Konzepte noch einmal erweitert und umgearbeitet werden, sollten doch die Protagonisten der einzelnen Teile auch in den anderen Büchern bereits Teil der lebendigen Stadt Taladur sein, damit der Leser sich wirklich in den Zauber der almadanischen Stadt ziehen lassen kann.
So bietet Die Last der Türme hoffentlich auch für den Leser beides: Zum einen ist der Roman Teil des großen Ganzen, beantwortet Fragen aus dem ersten Teil und wirft neue auf, die im dritten oder späteren Bänden aufgelöst werden; zum anderen begleitet die Leserin die Familia Xetarro durch ihre persönlichen Erlebnisse und kann das Buch mit dem befriedigenden Gefühl zuklappen, dass hier eine Geschichte bis zum Ende erzählt wurde.
Auf der Seite www.taladur.de finden sich weiterführende Informationen zur Reihe, zu den Autoren und zur Stadt selbst.
Und hier kann Die Last der Türme vorbestellt werden.

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Eigentlich teilte ich von Kindesbeinen an Obelix‘ Einstellung zu den Römern. Aufgewachsen bin ich in einem unbeugsamen Dorf im gallischen Teil Deutschlands (seit etwa 25 Jahren wird stets nach Reinigung des alten oder Aufstellung eines neuen Ortsschilds in kunstvollen Lettern darüber verkündet: „FREISTAAT“ – die Behörden haben es aufgegeben, dem kleinen Langenbroich dieses Status zu verweigern, und somit werden die Lettern nicht mehr angetastet). Der Keltenwall im Nachbarort hat Archäologen bereits dazu verleitet, zu vermuten, die siegreiche Schlacht der Eburonen gegen die Römer habe nicht im belgischen Tongeren, sondern in unserem unbeugsamen Teil der Eifel stattgefunden.
Also, Römer spinnen, und ihre Vorliebe für Orgien (und Krustentiere) und allgemeine Verweichlichung ist ja bekannt – und wir Kelten, blau bemalt und ansonsten fatalerweise nackt, hätten damals den Sieg davontragen sollen.
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Dennoch schlich sich langsam aber sicher Interesse und auch Faszination für die Kultur der Römer an mich heran – sicherlich auch hervorgerufen durch mediale Ereignisse unterschiedlicher Art: Die „Die Dunklen Zeiten“-Box, die Serie „Rom“ und die Buchreihe „Marcus“ von Michael Kuhn trugen dazu bei. Ja, ich muss zugeben, auf einmal hatten sie mich gepackt, die Römer, und die Transferleistung in die Dunklen Zeiten beeindruckte mich in ihrer buntschillernden Mischung aus historischer Korrektheit und stimmungsvoller Phantastik. Rasch war klar: Anstelle einer Fortsetzung von „Im Schatten der Esse“ werde ich mich zuerst an einen Dunkle-Zeiten-Roman wagen.
Sofort war der Kopf voll, mit Legionen, Dekadenz, fremden Göttern, Schlachten und Orgien – und das Olrukeum, vergiss bloß das Olrukeum nicht! Natürlich stellte sich heraus, all diese phantastisch-realistische Antikenschilderung samt dazu passender Story passt nicht zwischen zwei Buchdeckel – da müssen vier her. Zum Glück zeigten sich die Verlage (im Februar FanPro, später dann Ulisses) mit der Idee eines Zweiteilers durchaus einverstanden – nur zu dünn dürften die Bände nicht werden.
Das sind sie dann tatsächlich nicht geworden – so viel gibt es zu erzählen von den Dunklen Zeiten. Tatsächlich so viel, dass auch noch ein Abenteuerwettbewerbsbeitrag dabei herausgekommen ist, der in der Anthologie „Legenden aus Dunklen Zeiten“ seine Veröffentlichung finden wird.
Während Ideen zu Charakteren und Handlung nicht lange auf sich warten ließen, stellte ich doch fest, dass einen Löwenanteil der Schreibarbeit die Recherche ausmachen würde. Man schreibt nicht einfach über ein pseudorömisches Volk, ohne nicht seitenweise einschlägige Literatur zu verschlingen, Internetseiten zu besuchen, das große Latinum aufzufrischen, Urlaub in Trier einzulegen und Freizeit in Museen zu verbringen. Und man schreibt nicht einfach über Aventurien, ohne Quellenbücher zu lesen, Mailkontakte zu pflegen und viele, viele Fragen zu stellen. Auch ein Besuch bei einer Römer-Reenactmenttruppe sowie einem Imker schlossen sich an, um Herren der Legionen und Herrinnen des Schwarms korrekt darzustellen.
Ich hoffe, dass mein Ausflug in die aventurische Antike sich auch für euch gelohnt hat. Ich habe jedenfalls einige faszinierende Monate hinter mir!
Zu lesen gibt es „Herr der Legionen“ übrigens ab Februar – an dieser Stelle werdet ihr natürlich auf dem Laufenden gehalten, sowie auf meiner Website www.jcvogt.de .

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