AW: menschlichkeit und mörder
Ich denke halt, dass der Unterschied nicht so sehr darin liegt, ob man es ausversehen oder beabsichtigt tut, sondern in der Frage der Notwendigkeit.
Ein Vampir, der ausversehen zuviel trinkt, bekommt ein Problem mit seiner Menschlichkeit (solange die noch um die 7 liegt) - er hat ausversehen getötet, aber es ist trotzdem ein Gewissensproblem für ihn.
Ein Vampir, der den Ghul des Antagonisten tötet, als dieser ihm einen Pfahl ins Herz stecken will, sollte meiner Meinung nach nur im Fall extremer Heiligkeit (Menschlichkeit 9 oder 10) überhaupt Gewissensbisse kriegen.
Und während die Notwendigkeit, zu töten, beim Auftragskillervampir sicher nicht als so dringlich einzuschätzen ist, wie bei obigem Beispiel, ist es doch ein rational begründetes Töten.
Der Killer ist ein Vampir, also muss er irgendwie sicherstellen, im Jyhad mindestens zu überleben, besser noch aufzusteigen, um besser sein Überleben besser sichern zu können. Er hat sich entschieden, sich einer oder mehreren Fraktionen als Auftragskiller anzubieten. Damit ist er erstmal niemandem direkt im Weg (oder, wenn er nur für eine Fraktion arbeitet, hat er einen gewissen Schutz). Gleichzeitig gewinnt er womöglich an Prestige. Ich würde sogar sagen, das ist eine bessere Methode, als sich einfach der Camarilla anzuschließen, weil dem Vampir so mehr Möglichkeiten offen bleiben.
So - nun muss er leider dafür ein paar Leute, die er nicht kennt und die ihn nicht interessieren, um die Ecke bringen. Aber es sind nur Menschen. Er tötet sie schnell und schmerzlos. Meiner Meinung nach kein sadistischer Typ, und diese Art Freude am Leid beginnt spätestens bei Menschlichkeit 3. 4 sollte also eigentlich Minmum sein, 5 oder 6 fände ich auch noch angemessen, weil man argumentieren könnte, dass der Killer sich nicht wirklich als Mörder sieht, sondern lediglich als ausführendes Organ der Entscheidung Anderer. Er könnte sich zurechtgelegt haben, dass es doch egal ist, ob er die Leute tötet, oder ob die das eben selber machen - sterben muss das Opfer so oder so, und wenn er das nutzen kann, warum sollte er es nicht. Ob diese Geisteshaltung als mindere Geistesstörung gelten muss, sollte ein Psychologe entscheiden. 😉
Interessant könnte es übrigens werden, wenn der Charakter irgendwen töten soll, den er aus der Zeit vor dem Kuss kennt, oder anderweitig für ihn wichtige Leute.