Nostalgie Das waren die 00er

AW: Das waren die 00er

Ja klar und so habe ichs auch verstanden - und darum werfe ich WW ja auch gerne und häufig Snobismus vor. Aber dennoch wissen du und ich, wenn jemand Storytelling sagt, dass "unsere" Form von Rollenspiel gemeint ist.

Aber wir beide wissen, dass es auch Leute gibt, denen der Dungeoncrawl mehr Spaß macht, die gerne taktisch Minmaxen und allgemein Freunde des Hack 'n Slay sind - und sie haben ja nicht völlig unrecht, wenn sie das auch als Rollenspiel bezeichnen. Weniger im wirklichen Wortsinn, sondern dahingehend, dass die ersten Rollenspiele mechanisch auf derlei ausgelgt waren.

Daher heißt rollenspielen einfach das Hobby des Rollenspiels ausüben, so wie ich es verstehe. Und ich verstehe unter Rollenspiel sicher kein Hack 'n Slay. Da hab ich mit "Storytelling" eine (leider etwas negativ-versnobt klingende) Alternative, die eigentlich nur den von mir bevorzugten Teil des Rollenspiels meint - dann kann ich das auch nutzen, um zu verdeutlichen - und andere können das Wort benutzen um dich und mich zu verspotten.

Was ich sagen will - DAS Storytelling ist nicht tot, es wird niemals tot sein weil es einfach "normales Rollenspiel" ist.

Tot ist allerdings die White Wolf Designschule - oder vielleicht nicht "tot" sondern "deutlich weiterentwickelt". Niemand würde heute mehr 7te See oder Maskerade so produzieren.
 
AW: Das waren die 00er

Inwiefern desavouiert?

Die Leute bestätigen ja nur meine These, dass WWs prätentiöse Ideen wie theme keine Rolle mehr spielen :)
 
AW: Das waren die 00er

Man kann aber nicht oft genug auf Skyrock einschlagen ...

Edit: Da haben wir's: Theme (so wie WW es meinte und egal wie man es nennt) spielt für ein vernünftiges Rollenspiel eine ziemlich wichtige Geige. Aber Skyrock spielt eben keine Rollenspiele, er schreibt darüber wie der Blinde über Farben.
 
AW: Das waren die 00er

Theme und Mood sind die beiden Dinge, die nicht einmal die größten WW-Fanboys einbauen. Und das mit recht, da Mood nach WW-Lehre in Stimmungshurerei versumpft, während Theme durch modernere Techniken schon in der Forge-Frühzeit objektiv überlegene Nachfolger gefunden hat.
 
AW: Das waren die 00er

Ok jetzt werden sinnlose Begriffe inflationär benutzt - und nach dem Post entschuldige ich mich für das Verteidigen von "Railroading" und "Sandbox".
 
AW: Das waren die 00er

... während Theme durch modernere Techniken schon in der Forge-Frühzeit objektiv überlegene Nachfolger gefunden hat.
Und jetzt willst Du es bei einem anderen Namen nennen, obwohl ich diesen Zahn doch eigentlich gezogen hatte.

Im übrigen kann es "Stimmungshurerei" nicht geben, weil Stimmung im Rollenspiel das höchste Gut ist.
 
AW: Das waren die 00er

@Skyrock
Interessanter finde ich den Rückblick auf das Jahrzehnt anhand von Skyrock - Zuerst der Shadowrunner der auf harte Waffen stand, dann der Erzählspieler der die Abkehr von D&D predigte, dann wurde aus Paulus wieder Saulus und die Forge wurde propagiert - dann eine kurze, aber lautstarke Phase als Prophet von Settembrini und zum Abschluss des Jahrzehnts der Retro Crack der gerne mal Nethack Ergebnisse postet als müsste das einen kümmern...
Ich stimme The Saint ja -- abgesehen von den bösartigen Spitzen -- hier vollkommen zu. Ich fände es viel spannender, wenn Du mal Deinen Weg im Rollenspiel beschriebest, als einen solche bewußt tendenziösen und letztlich auch den großen Rahmen verkennenden Dekadenrückblick zu verfassen.

Das meine ich frei von Spott, ich kenne kaum jemand, der einen so weiten Weg zu 'seinem' Rollenspiel zurückgelegt (und ich vermute mal, der ist noch nicht zuende) und darüber auch stetig (und laut) reflektiert hat. Ich fände es sehr interessnt, mal zu erfahren, wie Du die Dinge im Rückblick siehst, was Sinneswandel ausgelöst hat.

Liebe Grüße
kirilow
 
AW: Das waren die 00er

Theme und Mood sind die beiden Dinge, die nicht einmal die größten WW-Fanboys einbauen. Und das mit recht, da Mood nach WW-Lehre in Stimmungshurerei versumpft, während Theme durch modernere Techniken schon in der Forge-Frühzeit objektiv überlegene Nachfolger gefunden hat.
Äheeeeem! (und du weisst sicher, dass ich bei weitem nicht der große WW-Fanboy bin, aber Theme and Mood sind einfach zu nützliche Techniken, um sie nicht zu benutzen - besonders die Leute, welche sich immer über die "fehlende Core-Story" aufregen sollten sich mal AUSFÜHRLICH damit auseinandersetzen).
 
AW: Das waren die 00er

Was man landläufig unter "Storytelling" subsumiert ist etwas das ich "Rollenspiel" nenne. Das man seinen Charakter ausspielt, sich Gedanken darüber macht WAS man spielt und allgemein Wert darauf legt eine Persönlichkeit zu erschaffen, das gab's schon bei OD&D.

Storytelling von White Wolf ist wirklich ein sehr eigener Spielstil mit bestimmten Techniken und Designüberzeugungen die heute keiner mehr aus der Mottenkiste holen würde weil es schlich unpraktisch war.

Kannst de denn noch mal in die Mottenkiste schauen und nach sehen was das jetzt so genau war was Storytelling definiert ? In der Mottenkiste liegt so viel Zeug das drin verstauben soll das mir da jetzt der Überblick fehlt, gib doch bitte ein paar Beispiele damit man was greifen kann.
 
AW: Das waren die 00er

Ich denke die "goldene Regeln" + das Derivat "Bescheiß deine Spieler wenns der Story gut tut!" sowie "dieser NSC darf nicht sterben wenn die Spieler es versuchen gib ihm halt mehr Lebenspunkte oder einen Spruch zum instant flüchten" oder so, sind Beispiele für Storytelling by the book.
 
AW: Das waren die 00er

Die von ihm besungene Oldschool-Welle dagegen ist wohl noch nicht nach Mannheim und Umgebung geschwappt. Dungeonslayer, Labyrinthlord und Konsorten kennt bei uns keine Sau und bisher hab ich das auch nur auf einner Con gesehen und da hat es Skyrock selbst geleitet (Brain-And-Dice), wenn ich mich recht entsinne.

Nä, das war ich!
 
AW: Das waren die 00er

Was ich sagen will - DAS Storytelling ist nicht tot, es wird niemals tot sein weil es einfach "normales Rollenspiel" ist.

Tot ist allerdings die White Wolf Designschule - oder vielleicht nicht "tot" sondern "deutlich weiterentwickelt". Niemand würde heute mehr 7te See oder Maskerade so produzieren.


Das hast du wohl völlig recht. Deswegen war es mir wohl so unverständlich was Skyrock meinte. Ich muss sagen die Diskussion finde ich wirklich interessant. Ich sehe auch das "Storytelling" als das für mich "normale"-Rollenspiel. Allerdings musste ich mich das letzte Mal als ich das hier geschrieben habe als "Nazi" beschimpfen lassen...

Nä, das war ich!

Achso. Nicht das ich da was schlechtes gehört hätte;) Aber dann gibt es immerhin ja schon zwei die das System mögen und leiten. Wenn du das nächste mal wieder da bist und das machst, darfste mir das mal genau zeigen.
 
AW: Das waren die 00er

Alle Leute sagen immer Skyrock spielt kein echtes Rollenspiel.
Jetzt habt ihr mich soo neugierig gemacht, dass ich unbedingt mal mit ihm spielen will nur um zu sehen was denn jetzt so "anders" daran ist.
 
AW: Das waren die 00er

Alle Leute sagen immer Skyrock spielt kein echtes Rollenspiel.
Jetzt habt ihr mich soo neugierig gemacht, dass ich unbedingt mal mit ihm spielen will nur um zu sehen was denn jetzt so "anders" daran ist.

Also um mal ne Lanze für ihn zu brechen und ihn verteidigen: Ich glaub ich hab mal bei ihm auf dem MART ne Runde DSA 3 gespielt und die war in Ordnung (erinner mich nur noch an ne Burg, ein Pentagramm und ne Beschwörung-ist schon ein paar Jahre her).

Also wenn Skyrock der ist für den ich ihn halte-bin da ja nicht so treffsicher :D
 
AW: Das waren die 00er

Alle Leute sagen immer Skyrock spielt kein echtes Rollenspiel.
Jetzt habt ihr mich soo neugierig gemacht, dass ich unbedingt mal mit ihm spielen will nur um zu sehen was denn jetzt so "anders" daran ist.

Ich hab ihn schon als Vampire: The Masquerade Spielleiter erlebt und erst vor ein paar Monaten beim alten (1980) Marvel Superhero RPG One Shot. Darüber hinaus bei meiner Schattenjägerrunde als Mitspieler.

Ich könnte nicht sagen das er schlecht spielt oder leitet, auch wenn der Marvel Oneshot extrem Kampflastig war (was jedoch andererseits genau das Erreichte was an diesem Tag geplant war: Einen Einblick ins System zu geben).

Einziges Problem was ich bei Sky sehe, und ich denke das weiß er auch, ist das er hin und wieder mal schwer zu verstehen ist. Andererseits bereitet mir das jetzt keine wirklichen Probleme. Bislang habe ich ihn noch immer verstanden.

So, das gesagt... als neugieriger Mensch würde mich denoch interessieren was zu den "Wandlungen" geführt hat, bzw. was so schlecht an seinem "Spiel" sein sollte?
 
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