[26.04.2008] Der Anfang der Dunkelheit

AW: [26.04.2008] Der Anfang der Dunkelheit

Ein kurzes Winken mit der Hand. Inhalt für einen Blutsklaven? Wäre ja noch schöner.
Bevage erhob seine nasale Stimme:
"Nein, das geht in Ordnung. Aber es wäre schön wenn sie mir sagen könnten, wann und wo das Treffen stattfindet."

Immer noch nachsichtig blickte Bevage den Ghul an. Er würde ihm doch jetzt nicht dessen Job erklären müssen? War er nun der Sekretär, oder einfach nur ein menschlicher Puffer vor der Seneschall?
Schließlich musste noch das Gastrecht geklärt werden und es wäre auch außerordentlich freundlich von Toni Romero, wenn er Bevage eine Zuflucht zuweißen könnte.

Allerdings würde sich erst einmal zeigen, ob der Blutsklave auch wirklich etwas taugte, erst wenn sich das Gegenteil herausstellte würde Bevage nachfragen.
Sehr interessant war, dass die Seneschall Lady Noir keinerlei Einwände gehabt hatte, als er von der Domäne als ihre Domäne sprach. Da konnte man doch gut ansetzen. Vielleicht würde er morgen mehr über die inneren politischen Zusammenhänge erfahren.
Noch stand der Gangrel Ahn und wartete auf eine Antwort durch den Ghul.
"Außerdem wäre es freundlich, wenn sie mir noch sagen könnten, wo ich das Elysium finde."
Zwar hatte Bevage auch hier Recherchen angestellt, aber er hatte keine Ahnung, wo sich das Elysium befand. Er wusste nur, das es in einem noblen Café war.
 
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Ghul des Prinzen, Toni Romero:

"Dazu wäre ich jetzt gekommen Monsieur Bevage. In Finstertal ist es üblich einen Akte mit den wichtigsten persönlichen Informationen auszufüllen, sie beinhaltet einige private Angaben, eine Meldeadresse und eine allgemein verfügbare Telefonnummer unter der Sie durchgehend erreichbar sind. Es versteht sich von selbst, dass Sie sich zum Ausfüllen einige Nächte Zeit nehmen können. Das Gastrecht beschränkt sich vorerst auf drei Tage, nach fünf Tagen gelten sie als vollwertiges Mitglied der Gemeinde. Übertagen können Sie im 'El Privilegio' und Gesellschaft finden Sie stets im 'Cafe de Trois' dem hiesigen Elysium. Die Adressen liegen ihren Unterlagen bei."

Man hörte die Routine aus der Stimme des Ghuls heraus, er machte es offensichtlich nicht zum ersten Mal. Trotzdem klang er, als hätte er nie eine größere Freude empfunden diese Informationen mitzuteilen, als genau zu diesem Augenblick.

"Die Primogensitzung wird hier stattfinden, im Besprechungsraum um genau zu sein. Beginnen wird es um dreiundzwanzig Uhr. Ach so, was noch von Interesse sein dürfte. Es gibt derzeit nur eine weitere Gangrel in der Stadt. Miss Meyye Mwenda, ich habe ihre Nummer begefügt. Ebenso wie eine Stadtkarte mit den für Sie reservierten Jagddomänen!"
 
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Bevage nickte verstehend. Ausreden? Wahrscheinlich ist er docch zu etwas nütze. Vielleicht ist er sogar ein Knotenpunkt.

"Sehr gut, vielen Dank!"
Bevage nahm die Mappe entgegen und wollte sich schon umdrehen, um hinaus zu gehen, als er noch einmal inne hielt. Leicht abgewandt aber freundlich lächelnd sah er zu Toni Romero.
"Vielleicht können sie mir eine weitere Information geben?"

Dies war definitiv eine Frage und Bevage wartete, bis Toni Romero sie beantwortete. Allerdiings würde die Antwort sowieso ja sein. Trotzdem sollte der Ghul das Gefühl haben, als war es für Bevage nicht selbstverständlich, dass Blutsklaven Antworten gaben, wenn sie gefragt wurden. Viel mehr wollte der Ahn ein freundliche Basis aufbauen. Daher auch das Lächeln, obwohl die ganze Situation eiskalt kalkuliert war.
Als der Ghul nun bejahte stellte Bevage seine Frage.
"Ich nehme an, sie sind so etwas wie der zentrale Punkt, an dem alles zusammen läuft. Sehe ich das richtig? Können sie mir daher vielleicht sagen, wie ich die Nosferatu kontaktieren kann?"
Nach einer weiteren Pause in der Toni Romero antworten konnte, sprach Bevage erneut mit seiner leicht nasalen Stimme:
"Vielen Dank. Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe mit all den individuellen Ansprüchen der vielen Bewohner der Stadt umzugehen."
Eine Feststellung, keine Frage. Sollte sich Toni Romero nun ein wenig öffnen wollen und über seine Arbeit erzählen, würde Bevage inne halten. Er hatte sowieso nur noch eine letzte Bemerkung abzugeben.
"Daher vielen Dank noch einmal, ich denke sie machen einen großartigen Job!"
Jetzt sollte er den Blutsklaven da haben wo er ihn wollte. Stolz auf seine Aufgabe und mit dem Gefühl einen Wert zu besitzen. Je nach Reaktion konnte Bevage ablesen, ob Toni Romero wirklich wichtig war, oder nur ein kleines Rädchen. Außerdem war es interessant zu sehen, ob der Südländer Vertrauen in sich hatte, oder ob er eher schlecht von sich dachte.
 
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Ghul des Prinzen, Toni Romero:

Die netten Worte des Gangrel blieben nicht ohne Wirkung, es kam nicht oft vor das ein Kainit offen zu schätzen wusste, was der Italiener hier Nacht für Nacht leistete.
Absicht oder nicht, Romero wurde sichtlich zuvorkommender.

"Natürlich, am Besten geben ich Ihnen die Nummer der Nosferatu- Primogena Marie Wegner, über sie erfahren Sie dann sicherlich alles weitere. Allerdings werden Sie die Dame auch morgen Nacht bei der anstehenden Sitzung antreffen..."

Die Anteilnahme des Ahnen tat weiter die geplante Wirkung.
Oder ließ sich der Ghul absichtlich drauf ein um ein falsches Gefühl der Sicherheit zu erzeugen?
Das war das Problem wenn man mit den Toreadoren tanzte, man raste in sich wild drehender Geschwindigkeit über den Parcour und wusste doch nicht, wer grade eigentlich die Führung inne hatte?

"Ich versuche mein Bestes! Oft ist es nicht einfach, da es die verschiedensten Interessen unter einen Hut zu bringen gilt, oder auch, weil natürlich ein Jeder der Meinung ist, dass eben seine eigenen Probleme die wichtigsten sind. Aber ich gebe stets alles was ich zu geben im Stande bin. Daher kann ich mit Stolz und ohne Übertreibung sagen: Ja ich leiste meinen Anteil für die Stadt. Ob dieser als Großartig bezeichnet werden kann, weiß ich nicht, aber genau das ist das Ziel meiner Anstrengung."
 
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Die Reaktion war die eines gewöhnlichen Ghuls. Aufmerksamheischend und fröhlich über die lobende Worte.
Und trotzdem zurückhaltend und bescheiden. So wie es sich gehörte.
Hm, schade. Mit Stolz kann man hier keinen Hebel ansetzen.
"Ja, gerne"
Er lies sich die Nummer geben und steckte sie in sein Jacket.
Bevage nickte noch einmal freundlich.
"Auf wiedersehen Herr Romero."

Marie Wegener also.
Damit trag Bevage nach draußen. Er würde sich nicht in Richtung des Hotels aufmachen. Im Gegenteil, er hatte sich längst einen geeigneten Ort gesucht an dem er sich in die Erde niederlassen konnte.
 
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