AW: Was ist das MEIST-GEHASSTE Rollenspiel?
Entgegen der Meinung einiger Fehlgeleiter ist rumlabern und sich doll was vorstellen NICHT hinreichende Bedingung für Rollenspiel. Es muss bedeutsame, konsequenzbehaftete Interaktion mit der Spielwelt stattfinden, mit einem Spielleiter der die Befugnis hat auf die Spielerhandlungen umfassend und notfalls spontan zu reagieren.
Das war du als rumlabern und doll was vorstellen bezeichnest, ist das, was für mich der Kern des Rollenspieles ist. Interaktion mit einer Spielwelt in jeder Form, das kann mal bedeutsam und konsequenzenbehaftet sein, muss es aber nicht immer. Ein Hofball zum Beispiel kann beides sein, wichtig oder unwichtig.
Das Abtauchen in die Welt (egal welche) ist der Grund, aus dem ich Rollenspiel spiele, nicht das verhauen von Monstern.
Sicher gehört auch das Erleben von Abenteuern dazu (das kann auch das erleben einer vorgegebenen Story sein) dazu, ist aber nicht alles.
Eine Setting, das mich anspricht ist das A und O eines Rollenspieles, kann mich die Settingbeschreibung begeistern, will ich auch darin spielen, dann sind mir die Regeln auch mal egal.
Im Idealfall hat das System auch Regeln für Situationen außerhalb eines Kampfes, zum Beispiel für Fertigkeiten in sozialen Situationen oder Wissen. Ja, da bläht sich ein Regelwerk leicht mal auf, wichtig ist das Mittelmass zu finden.
Aber ein Regelwerk wie DnD, bei man man das Gefühl hat, der Kampf steht im Mitelpunkt und der Rest ist Beiwerk, ist für mich Schrott.