Jeder kann spielen, wie er will. Es geht wirklich mehr darum, andere wegen einer emotionalen Entscheidung zu kritisieren.
Ein Gespräch darüber, ob Kindervampire nun Überlebenschancen haben oder nicht, finde ich gar nicht mal blöd. Darüber zu sprechen, ob der Wunsch, ein Thema aus emotionalen Gründen abzulehnen Sinn macht oder nicht, find ich hingegen schon blöd.
Der jüngste Vampir, den ich je gespielt habe, war körperlich fünf und hatte schon 30 Jahre auf dem Buckel. Den habe ich weniger wie Anakin Skywalker gespielt. Mehr, wie das Kind von The Ring. Der hat ziemlich gut überleben können, weil die mächtigen Anführer der Stadt seine Visionen gut fanden. Das war ' ne Sabbat Chronik. Da gab's genug Typen, die ihn tot sehen wollten, aber seine Gönner haben das verhindert, und ich habe tunlichst vermieden, mit den anderen alleine zu sein. Und kannte die Regeln besser, so dass ich einen Attentatsversuch ohne Hilfe überleben konnte.
Wenn da jemand gesagt hätte, dass Kindervampire partout nicht sein/ihr Ding sind, hätte ich den halt auch nicht gespielt. Ich will ja auch nicht für jemanden leiten, der gerne im Spiel Kinder tötet und das unbedingt immer wieder ausspielen will. Ich will auch nicht ausspielen müssen, wie mein Charakter vergewaltigt wird. Ob ich da Ingame und Offgame nicht voneinander trennen kann, ist mir herzlich egal. Im Zweifel überwiegt bei mir der Offgame Grund, etwas zu tun oder nicht zu tun. Ich spiele Rollenspiel ja auch überhaupt, weil ich Offgame Lust dazu habe, nicht aus Ingame Gründen. (Wie wirr auch immer die aussehen sollten. Hab gerade 5 Minuten versucht, Ingame Gründe zu finden, die einen nicht wie einen Verrückten aussehen lassen und dann aufgegeben.)
Ingame über Offgame zu stellen oder sie auch nur als gleichwertig zu betrachten, finde ich einfach generell daneben. Deswegen kapiere ich auch nicht, warum manche Spieler sich gezwungen sehen, Ingame Dinge zu machen, die sie sogar selbst Offgame total Scheiße finden. Alles schon gesehen. Leuchtet mir nicht ein.