Gab es auch bei früheren Serien nicht, bzw. wurde es auch häufig ignoriert und umgedeutet (Zitat eines TOS-Autoren "Die Klingonen sind die perfekten Antagonisten, weil sie eine feige und hinterhältige Spezies sind. Sie praktizieren Sklaverei und 'Ehre' gilt in ihrer Kultur als Schimpfwort.")
Google sagt die gab es. Für "TOS" vermutlich erst ab Staffel 2.
Wo hast du das mit der Umerziehung her? Ein Rehabilitationszentrum impliziert erstmal psychologische Betreuung (welche Anisha - wenn ich mir die leicht psychotische Darstellung so anschaue - auch deutlich nötig hat), das fällt unter medizinische Hilfe für Kriegsgefangene, was ausdrücklich Teil des Völkerrechts ist.
Es geht um den jungen Caleb, nicht um die Mutter. Er soll eine Mündel der Föderation werden und in der Föderation irgendwie erzogen werden. Warum? Weil er ein Mensch ist? Ich meine, wäre er Ferengi oder Klingone hätte man irgendwie schon erwarten können, dass man ihn zurück gibt, damit er in seinem Kulturkreis bzw. dem seiner Mutter, erzogen werden kann. Hier aber nicht, weil die Föderation sich anmaßt besser zu sein.
Menschen gibt es im Star Trek Franchise ja überall verstreut. Alte vergessene Kolonien, von Aliens entführte Menschen aus dem 19. Jahrhundert und was sonst noch alles. Wir wollen aber mal festhalten, dass die Wiege der Menschheit zu dem Zeitpunkt zu dem Caleb seiner Mutter weggenommen wird kein Föderations-Mitglied mehr ist.
Die Verschleppung eines Kindes ist ein Völkerrechtsbruch nach heutigem Rechtsstand. Zu welcher juristischen Einheit Calebs Mutter auch immer gehört, das Kind hätte Stellvertretern dieser Gruppe übergeben werden müssen. Es in die Obhut des Staates zu geben wäre nur dann korrekt, wenn Caleb und seine Mutter Föderationsbürger sind/waren.
Aber Staatsangehörigkeit ist in Star Trek eh nicht so das durchdachteste Thema. Ich meine ich bin deutscher Staatsbürger und EU-Bürger. Die meisten Föderationsmitglieder scheinen ebenfalls Bürger des Planeten zu sein, von dem sie kommen und Föderationsbürger. Wie das bei Leuten die auf Raumschiffen geboren sind und dort leben gehandhabt wird ist nicht so klar. Die Föderation ist auch neben dem Dominion die einzige prominente juristische Entität, die mehr als eine Spezies anerkennt (von der Romulaner/Remaner-Geschichte mal abgesehen).
Aber was ist z.B. mit der Familie von Ezri. Die sind von der Spezies Trill, aber Bürger irgend eines anderen Planeten, auf dem ihre Mine ist. Föderations-Raum scheint es vielleicht zu sein, aber man sendet das O'Brien under-cover hin, weil es eben schon nicht das Utopia ist, dass man sieht, wenn man sich die Erde anschaut, oder die Sternenflotten-Schiffe, oder Risa...
Und "ward of the Federation" bedeutet, dass man das Kind nicht allein lässt (so wie jeden anderen unbegleiteten Minderjährigen, welcher sich auf fremden Staatsgebiet aufhält). Das schließt nicht aus, dass man trotzdem noch versucht herauszufinden, ob er noch irgendwelche Familie auf dem Gebiet der Venari Ral hat (und ob es verantwortungsvoll wäre, ihn dorthin zurückzuschicken), selbst wenn die Erfolgsaussichten einer solchen Suche (aufgrund der chaotischen Situation) nicht besonders groß wären. Wenn er keine weitere Familie hat, dann ist es die verdammte Pflicht der Föderation, sich um ihn zu kümmern (was notwendigerweise auch Erziehung beinhaltet, weil die Alternative - einen 10jährigen einfach so in ein Kriegsgebiet zurückzuschicken - definitiv ein Bruch des Völkerrechts wäre).
Kann man so sehen. Gemeinhin würde ich, rein vom Sprachgebrauch, davon ausgehen, dass ein 'wardhip' ein Status ist, der nicht temporär ist, sondern bis zur Volljährigkeit andauert. So wich ich Nahla und Calebs Mutters Reaktion deute, ist das auch so gemeint bzw. so verstanden worden.
Davon, dass man Verwandte oder Freunde der Mutter findet, oder überhaupt jemanden anderen der Caleb großzieht wird gar nicht mal erwähnt. Dabei sehen wir sehr deutlich, dass die Mutter sehr schwere Vorbehalte gegen die Sternenflotte bzw. die Föderation hat. Der Junge übrigens auch, das erste was er macht ist die Flucht ergreifen.
Wie gesagt: aufgrund der Darstellung bin ich mir nicht sicher, ob Anisha "of sound mind" ist.
Ich denke du überinterpretierst das, wenn du da mehr siehst als emotionales Verhalten dass allein den akuten Umständen geschuldet ist.
Wir müssen ja mal festhalten, dass die Sternenflotte ein militärischer Arm einer Föderation ist, die durchaus ihre Interessen auch mit Gewalt durchsetzt. Das Bedürfnis der Vielen hat mehr Gewicht als die Bedürfnisse der Wenigen oder des Einzelnen ist halt ein sau geiler Spruch. Bedeutet aber, dass Minderheitenschutz für den Arsch ist. Bedeutet, dass es für einen Friedensvertrag mit den Cardassianern, Leute zwangs umgesiedelt werden - Wesleys Indianer-Buddys kamen mit dem Austritt aus der Föderation noch ganz gut davon (Menschen ohne Föderationsmitgliedschaft: Warum ziehen die eigentlich Caleb nicht groß, mit einer andern Ideologie.). Der Maquis hat sich halt gewehrt. Eine der starken Folgen von DS9 zeigt, dass die provisorische Regierung von Bajor genauso ist. Zum Wohle aller, wird halt mal ein Mond in Brand gesteckt, als Zweitsonne für die Energiegewinnung. Die Bewohner dieses Mondes, werden halt umgesiedelt.
Was während dem Zerfall nach dem Brand alles gelaufen ist, wissen wir nicht, aber generell kann man durchaus die Föderation bzw. Sternenflotte ablehnen, weil sie die eigenen Überzeugungen nicht teilt oder weil man einfach bisher nicht deren Schutz genossen hat, sondern mit ihnen im Konflikt stand (militärisch, wirtschaftlich, etc.)
Also genau wie in TNG, DS9 und YOY.

[...]
Wäre für mich vollkommen OK.
Für mich nicht.
Für die programmierbare Materie braucht er auch Zeit und Darem muss raus gehen und die Dispsenser scannen. Warum? Weil es da gerade für die Handlung opportun war. Bei der Kommsystem-Szene aber nicht. Das ist aber Schade weil schlechte Worldbuilding.
Verdammt La'An im verdammten 24. Jahrhundert bekommt es mit wenn jemand das Kommsystem eines Shuttles, das eigenständig ist, für eine unautorisierte Nachricht benutzt. Aber im 32. Jahrhundert kann jemand einfach so Nachrichten im Kommunikations-Relais-System hinterlegen, weil er eine Info-Anzeige unschicklich berührt, oder was?
Der Punkt ist, man hat sich keine Gedanken darüber gemacht, oder man fand dass eine 5 Sekunden-Einstellung wie Caleb vorsichtig ein Panel auf hebelt und diese iso-Schalkreisstäbchen vertauscht den Machern zu doof war. Weil, das bräuchte ja praktische Requisiten und das geht ja gar nicht. Wir haben außerdem von Discovery bis heute keine Ahnung wie Schaltkreise aussehen, weil unser Produktionsdesign halt nur auf schlechte Ausleuchtung ausgelegt ist.
Versucht dir mal einen Discovery-Ära Phase vorzustellen! Keine Ahnung wie das Ding aussieht. TOS und TNG/DS9-Ära. Kein Problem. Die sind ikonisch.
Ich glaube da vermischst du In-Character und OOC
(und es gab bei Star Trek nur ein Mitglied der RSC).
ja, und die Szene, bei der er lustig vor sich hin schnalzt während Deanna im Hintergrund das konzentriert verfolgt und so tut als würde sie auch genau darauf achten, dass er nicht falsch schnalzt ist, wenn man sie im Honest Trailer zu TNG sieht jetzt schon auch irgendwie lächerlich. Aber bei einem Jean-Luc ist es eben dennoch auch ernst gespielt und es kommt ernsthaft rüber.
Die Szene in Academy ist gezwungen "silly" und hat mit Tig Notaro und Gina Yashere zwei Bühnenkomikerinnen am Tisch. Die ganze Szene hätte auch Improv-Theater ein können.
Ich sage nur "Heisenberg-Kompensator"... wer das hört, und Star Trek immer noch für realistische HardSciFi hält, der hat wahrscheinlich als Kind etwas zuviel Klebstoff inhaliert.
Es gibt da sicher unterschiedliche Abstufungen. Das "Beamen" wurde als Weg konzipiert, Geld zu sparen, denn Landungsschiffe im Planetenanflug wären zu teuer gewesen. Statt dessen hat mal nicht mit Konfetti in einem Wasserzylinder beholfen, weswegen in TOS kein Transportvorgang gleich aussah. Später wurde das dann digital gemacht.
Teleportation ist jetzt aber grundsätzlich ein bekanntes Element aus Sci-Fi und es kann hingenommen werden, dass es das gibt, auch wenn es sich nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht umsetzen lässt.
Trotz allem ab es einige Regeln und Ausnahmen von Regeln die z.B. das Beamen betroffen haben und die dem ganzen einen realistischeren Anschein verpasst haben. NuTrek hat da mMn zu wenig darauf geachtet.
Sich etwas breiter aufzustellen, und andere Zielgruppen anzusprechen (wie etwa die Kinofilme, welche - wenn man mal vom allerersten absieht - eher das Action-Publikum angesprochen haben, und eher "BummKrachBumm" (bzw. Rom-Com Schmalz in Teil 4), statt philosophisch-politischen Zukunftvisionen geliefert haben). Sich etwas breiter aufzustellen und z.B. auch mal "Star Trek, aber als düsteres Drama" oder "Star Trek, aber als Abenteuerserie" oder "Star Trek, aber als Teenie-Romanze" zu machen, schadet imo nicht.
Das Problem ist das es immer noch irgendwie glaubhaft sein sollte, dass es in der selben fiktionalen Welt spielt. Das scheitert, wenn man eben nicht gut darin ist sich abzustimmen und z.T. zu versessen darauf ist, Sachen neu und anders zu machen. Der Wiedererkennungswert sinkt dadurch.
Und der "heilige Kanon" wurde auch schon mehrmals umgeschrieben, u.a. bei "ST: Enterprise" (immer noch die schlechteste ST-Serie, im0), wo einfach eine zusätzliche Enterprise vor der NCC-1701 (unter dem Kommando von Robert April!) etabliert wurde.
Und, die NX-01 ist halt vor der NCC-1701 gekommen. Hat ja keiner behauptet, dass die NCC-1701 das erste Raumschiff war, dass diesen Namen trug.