AW: Mir war gade langweilig... V2.0
Und dann noch für olle Jos
🙂 weil dessen Antwort kam, während ich Leo geantwortet hatte.
Es gab auch schon Spielrunden, von denen ich aufgestanden und gegangen bin, weil die Handlung so hanebüchen war.😉
Wenn man zu spät feststellt, dass die Spielweise nicht zu einem passt, dann ist es natürlich eine Möglichkeit sich höflich zu verziehen. Nicht die schlechteste, wie ich finde.
Präsenz ist einfach eine Verstärkung der eigenen Ausstrahlung
Ok..ich versuche es mal in "Regelsprech" zu formulieren. Ausstrahlung, in manchen Regelbüchern und Spielsystemen auch Charisma geheißen, ist nicht identisch zu "Aussehen". Die Ausstrahlung einer Person kann für mein Verständnis eben genauso wirken, wenn man das tolle Kerlchen nicht sieht.
Für mich fühlt es sich einfach nicht richtig an, wenn man es reduziert auf "guck ich halt nicht hin, dann kann mir der mächtige Vampir halt nix". Ich finde es halt besser, wenn der Vampir eben eine hypnotische Aura hat, der man sich schwer entziehen kann und die einen "in seinen Bann schlägt". Das ist für mich Präsenz und so werden die ollen Blutsauger in der Literatur und anderen Medien auch oft genug geschildert.
Das Regelwerk der WoD ist schließlich nicht dazu gedacht das man es Wort für Wort sklavisch herunterbetet, sondern es ist ein Grundgerüst (für manche). Wenn du halt in die Beschreibung der Präsenz hinein interpretierst "wenn man nicht hinguckt, kann es einem gar nichts", dann ist deine Interpretation so gut wie jede Andere, läuft aber meinem Gefühl entgegen. Ist halt schade, wenn man aus einer Vampirfähigkeit, die nach meinem Verständnis dazu gedacht ist die unheimliche und mystische Besonderheit der Figur darzustellen, dann einfach nur ein "Schere, Stein, Papier - wegsehen schlägt Präsenz und weiter" macht.
Genauso beantwortet sich für mich auch die Frage nach der Tierhaftigkeit. Für mich das eine besondere Verbindung zu den Viechern, weil die Figur eben in der Lage ist empathische Bande zu solchen Wesen zu knüpfen. Völlig Wurst ob es dem Vampir dabei in die Augen sieht, oder nicht. Ein Gangrel kann halt gut mit Tieren umgehen, das ist sein verdammtes Spezialgebiet und macht seinen Archetypen aus. Logischerweise kann er also auch mit einer Fledermaus kommunizieren, egal ob die ihn mit den Augen wahrnimmt, oder eben nur hört. Ich glaube ohnehin dass in diesem Falle der "Augenkontakt" der dort im Regelwerk steht nur ein Synonym ist für "Das Tier muss den Vampir wahrnehmen um mit ihm zu kommunizieren". Tiere die halt eher akustisch arbeiten hören ihn dann eben und Tiere die eher olfaktorisch wahrnehmen was um sie herum vorgeht riechen ihn halt. Ich würde mich da nicht zu sehr in einzelne Formulierungen verbeißen, sondern eher den Kern der Sache angehen und der scheint mir doch zu sein: "Manche Vampire können gut mit Tieren".
Bei der ersten Probe stimme ich dir zu, aber wiederholte Proben nachdem ich schon den Willen aufgebracht habe, mich von dem Einfluss des Bildes zu lösen? Das entwertet die Willenskraft ziemlich stark.
Hmmm...da wird es für mich nun arg hypothetisch. Ich würde sagen, du hast recht, insofern als das es erleichternde Faktoren für das Widersetzen gibt, die da lauten:
- die Figur hat einen Verdacht das sie Manipuliert wird
- die Figur weiß um die Wirkung der Manipulation durch "Präsenz"
- die Figur ist von der Disziplin bereits betroffen gewesen
- die Figur hat sich schon mal erfolgreich gegen so eine Manipulation gewehrt
- die Figur kennt einen Trick die das Widerstehen erleichtert
- die Figur kann die Manipulation selber ausüben und weiß somit wie sie funktioniert
und so weiter und so fort.
In wie weit und mit welchen Zahlenwerten man dieses alles nun belegen sollte, dazu weiß ich nicht viel zu sagen, weil ich es viel zu sehr gewöhnt bin immer von Fall zu Fall zu entscheiden und mich von dem leiten zu lassen auf das ich gerade Lust habe.
Da einige der Faktoren die ich aufgezählt habe auf Meyye zu trafen und es ihr ja auch gelungen ist die Manipulation abzuschütteln, scheint es mir so, als hätte Mitra da aber ein sehr gutes Gespür für die Schwierigkeit der Angelegenheit gehabt.
Ergebenst
Eldrige,
doppelpostet