AW: Hilfe bei Abenteuer benötigt
Man kann es von verschiedenen Seiten betrachten... Ich bin zwar hin- und wieder Spielleiter, aber hab doch Probleme, Details rein zu bringen und auszuschmücken, irgendwie. Die Spieler haben zwar ihren Spaß, ich auch...hab aber immer das Gefühl, ich hätte irgendetwas besser machen können.
So hätte ich mir wahrscheinlich noch mehr Abenteuer innerhalb dieses Krieges ausdenken sollen, doch wollte ich auch nicht zu oft Stadtbelagerungen und Krieg einbringen. Die Charaktere waren eher Helfershelfer, die Salpikon Savertin begleitet haben. Noch dazu wollte ich die Spieler zwar in neue Bereiche des "Dunklen Aventuriens" bringen, aber musste teilweise auch Bereiche umgehen, da in der Mitte des Landes das Schwarze Land ist und viele Bereiche abgeschotttet sind.
Wie auch immer, insgesamt bin ich ganz zufrieden. Das Finale hat mir sehr gefallen und den Spielern glaub ich auch:
Das Abenteuer beginnt auf dem Meer. Einige Zeit sind die Helden schon unterwegs, an Bord sind soviele Zwerge, wie man unterbringen konnte, samt Vorrat. Da die Zwerge das Meer nicht mögen, sind sie nur am Saufen, nach dem Motto: "Von Zwergenbier muss man nicht kotzen, also saufen wir, um nicht seekrank zu werden." Irgendwann jedoch sind sie im Perlenmeer, wo sie des Nachts von Katamaranen umzingelt werden. Die Echsen haben sie nahe der Küste erwartet, weil die Helden scheinbar den Karfunkelstein Pyrdakors haben. Auch Alion, der Echsenmagier und Erzfeind ist dabei. Da die meisten betrunken sind, ist der Kampf recht hart, aber am Ende sind die Echsen besiegt und Alion scheint tot... Der Moha-Schamane macht ein Ritual, um dessen Leiche zu versiegeln. ( Aber wenn ich Lust hab, kann ich mir trotzdem was ausdenken, für den Fall, Alion irgendwann mal zurück kehren zu lassen, war dessen Menschliches Aussehen ja nur Tarnung..eine Hülle. ) Bald hat man die Küste erreicht und geht von Bord. Die Helden und die Zwerge folgen dem Fluss Mysob. Unterwegs befreien sie einige Sklaven und stürmen dann H'Rabaal. Die Kämpfe sind sehr hart und einige Zwerge sterben. Doch dann zeigen die Helden den Karfunkelstein. Und die Echsen sind verwirrt. Entweder, weil der Stein echt ist, oder so aussieht... Irgendwann findet man den König der Echsen, Azzaph Charazzar und tötet ihn in einer unterirdischen Kammer, wo durch dunkle Rituale das Wachstum der Echsen beschleunigt wurde. Auch der Speer wird zerstört und überall sind die Echsen verwirrt, gehen sich gegenseitig an die Kehle. Nun kehren die Helden zum Schiff zurück. Salpikon hat das Schwarze Auge unter der Echsenstadt in einen Lavasee geworfen. Die Helden haben seine übermäßigen Blicke in das Auge kritisiert und ihm deshalb auch sehr misstraut. Salpikon hat das Auge daher "verloren", weil er meint, man solle sein Schicksal selber in die Hand nehmen, auf die Umgebung achten, anstatt auf so ein Artefakt. Man umrundet den südlichen Kontinent und segelt in Richtung Liebliches Feld. Entlang der Küste und tiefer im Land sind Städte verwüstet, verlassen und am Brennen. Bis nach Arivor haben sich die Armeen der Echsenmenschen vorgekämpft und bis in die Wüste Khom, weil sie vorhatten, dort das Echsenreich zu beschwören. Die Helden gehen von Bord und erfahren, dass die Echsen zwar verwirrt und geschwächt sind, aber trotzdem nicht aufhören, vorzurücken. So sammelt man sich vor den Toren Arivors zur letzten Schlacht. Und als kleine, kitschige Referenz an die vorgegangenen Abenteuer: Die Helden sind überrascht. Die Armee der Menschen ist gewaltig. Armeen vom Lieblichen Feld, Andergast, Nostria. Soldaten aus Thorwal. Säbeltänzer der Tulamiden ( musste ja erklären, was mein Charakter so gemacht hat in den 4 Monaten), Novadi, Zwerge... und auch Zyklopen und sogar einige Orks. ( Zyklopen, weil die Helden anfangs den Zyklopen halfen...und weil die Echsen so dumm waren, deren Inseln anzugreifen. ) und Orks, weil die Helden da einmal einen Häuptling bezwangen und entmachteten. Dieser war anwesend, um zu zeigen, dass er stark war. Und weil er die Zwerge und Menschen für bessere Gegner hält als Echsen und folglich helfen wollte, damit er in Zukunft nicht nur noch gegen Echsen kämpfen muss. Kitschig, ich weiß... der Feldmarschall Folnor hielt noch eine Rede. Und die Allianz der Neun Völker hat dann die Echsen besiegt, in einer langen Schlacht. Danach begannen 9 Tage festlichkeiten, vor arivor wurde ein Denkmal errichtet und die Helden bekamen einen Orden.
Ja, kitschig und seltsam, hm? Naja, viele Momente der Kampagne gefielen mir aber sehr. Waren ein paar schöne Abenteuer. Und ich bin nun froh, erstmal wieder Spieler zu sein, ehe ich wieder SL mache.