AW: Durchs wilde Tulamidistan - DSA Meridiana Fortsetzung
Basargeschichten: Der schwarze Khunchomer - oder: Wenn Autoren sich von Fluch der Karibik inspirieren lassen...
Wir schreiben den 15. HES 1026, die Helden sind beim letzten Mal in Khunchom angekommen. Diesmal geht zunächst jeder seinen Erledigungen nach:
Gaiomo lässt sich bei Dhachmani 2 Schritt aus einem 4 Spann dicken Mohagoni-Stamm sägen und stellt dann leider fest, dass Mohagoni ziemlich teuer ist. Dank seiner enormen Lernfähigkeit beim Feilschen kann er den Preis dennoch von 600 auf 430 Dukaten herunterdrücken. Da die von seinen Gefährten geliehene Summe nicht ausreicht, verkauft er Bono für 600 Marawedi an seine Spektabilität in der Dracheneiakademie.
Aus dem Stamm will Gaiomo zwei neue Golems machen, für die sich Khadil Okharim das Vorkaufsrecht erbeten hat.
Hialli beauftragt Belizeth, sich doch mal nach Karamujin umzuhören, den sie auch nach Jahren doch noch sehr vermisst. Belizeth fragt also herum und jene Leute fragen weitere Leute - und jemand steckt ihrem Meister, nach WEM die kleine Belizeth denn so gefragt hat: nach einem Mitglied des zweiten Finger Tsas. Der Meister ist entsetzt über Belizeths Umgang und Belizeth verliert ihr Zutrauen zu Hialli, schließlich handelte es sich um einen Auftragsmörder, der für GELD arbeitet!!!
Tjolfdir, der Thorwaler, gibt seine Versuche, die Schuhe zu flicken, dann doch auf und bestellt sich neue beim Schuster.
Der Medicus vergräbt sich für die nächste Zeit in der Alchimi-Akademie und braut Tränke.
Am übernächsten Morgen wendet sich der Palastwesir Khorim ibn Tulachim an die "Abenteurer, die im Dienst von Jillina saba Khadil stehen". Aus dem (unbewachten) Kulibin-Haus wurde der sagenumwobene, enduriumbeschichtete, verfluchte, schwarze Khunchomer gestohlen. Tjolfdir befragt die Bettler und die Zecher in den Hafenkaschemmen, Belizeth die Hafenherbergen, beide die Hafenmeister und Gaiomo den Adepten Ulisman ay Khoram (sicherungs- und Verschlussmagie).
Schnell sehen sie folgendes Bild: Am Vortag kam eine sehr auffällige, zierliche, rothaarige Mittelländerin in Begleitung zweier Seeleute/Schmuggler. Am selben Tag noch besucht sie das Kulibin-Haus und befragt den Museumsleiter Hamar ibn Habled eingehend über den Khunchomer aus. Am selbsn Abend dann verführt sie den unerfahrenen Ulisman, erfährt von den Details der magischen Sicherungen am Khunchomer (2x Paralüs, 1x Objecto Fixo) und stiehlt sein schutzamulett (2x Gardianum). Danach steigt sie im Museum ein, wehrt die Paralüs mit dem Amulett ab, zerschlägt die Vitrine mit dem Absperrbandhalterständerteilenwasauchimmer und bricht den Khunchomer mitsamt Rückwand aus der Mauer. Noch in derselben Nacht verschwindet sie mitsamt ihren Gefährten - ohne die Zeche zu bezahlen! - in einem Boot in Richtung Mhanadidelta.
Dank Belizeths Ortskenntnis ist innerhalb kürzerer Zeit der gewiefte Schiffer Chared ibn Feruzef beauftragt, die Gruppe ins Delt zu bringen. Mit gerade einem ganzen Tag Vorsprung nimmt die Gruppe also die Verfolgung auf und erfährt abends schon in einem kleinen Dorf, dass es einen vielversprechenden Schmuggelposten in der Nähe gibt. Zu den Schmugglern/Piraten soll die Rothaarige gehören. am nächsten Abend ist die beschriebene Landzunge erreicht und beim Schein des Vollmonds erschiesst die treffsichere Belizeth den Wachposten im Ausguck. Der Magier sorgt dafür, dass das Boot der Gruppe nicht verschwindet, während die Damen die beiden in den Zelten schalfenden Personen ausschalten. Tjolfdir stürmt die einfache Holzhütte und alle drei setzen sich auf den dort schlafenden Ahnungslosen, um ihn eingehend zu befragen. Der Schmuggler erzählt auch - nach einigen Aufmunterungsversuchen - alles, was er über Harira und ihre Pläne weiß. Ohne die Beute in der Hütte mitzunehmen verabschieden sich die Helden und fahren zurück nach Khunchom. Dort wenden sie sich an Ruban, den Rieslandfahrer, der sie innerhalb von drei Stunden an Bord einer bereitstehenden Thalukke kommen lässt und die Verfolgung aufnimmt. Die Götter waren der Gruppe gewogen und unbehelligt erreicht man "das verfluchte Eiland". Wie die Hexe von oben herab feststellt, gibt es eine kleine, versteckte Bucht, in der außer einem verfaulenden Schiff, einigen Hütten, einigen Leichen und einigen hellen Ästen? im weißen Sand nichts zu sehen...Die Sonne nähert sich dem Horizont, als die Helden und der kampfkräftige Bootsmann die Bucht erreichen. Die Hexe und der Magus finden die sterbende Harira, die in ihren letzten Atemzügen berichtet, dass der berüchtigte Adhrak al-Wirahil ihr seinen Khunchomer abgenommen habe und mit ihrem Schiff geflohen sei. In diesem MOment geht die SOnne endgültig unter und die im weißen Sand unter den Palmen verstreuten Knochen setzen sich zu untoten Skeletten zusammen und greifen die Gruppe an - wobei sich auch einige der frischen Leichen anschließen...Mit einiger Not gelingt den Helden schnell die Flucht zurück zum eigenen Schiff. Sofort wird dei Verfolgung des untoten Piratenkapitäns aufgenommen. Einige Tage und eine wegweisende, brennende Kogge später holt die Thalukke Djahjan die Safura ein, welche sich aber erst nach Sonnenuntergang zum Gefecht stellt. Als die ersten Kugeln fliegen, fliegt auch Hialli los zum gegnerischen Schiff. In einem atemberaubenden Flugmanöver sammelt sie die - von Belizeth meisterlich abgeschossende - Hand des Adhrak ein, welche sich noch um den Khunchomer klammert. Sodann lässt sie den von Gaiomo vorbereiteten Brandsatz auf das Piratenschiff fallen. Nach nur 3 Minuten seit dem ersten Schuss brennen Schiff und Mannschaft lichterloh, die Schlacht ist geschlagen. Auf dem Heimweg wird der Khunchomer, der Hialli versucht zu verführen, in eine Eisenkiste weggesperrt. Zurück in Khunchom geben die Helden den Säbel an die Hesindekirche, die Unabhängigkeitsurkunde - ja, auch die war gestohlen!- an den Palastwesir zurück.
Jetzt bleiben eigentlich nur noch einige Fragen offen: warum wird eine so gefährliche Waffe in einem unbewachten, öffentlich zurgänglichen Haus ausgestellt? Warum gibt es in Khunchom überhaupt ein Museum? Warum stiehlt die leseunkundige Piratin die Unabhänigigkeitsurkunde? Warum schickt Zorka ausgerechnet eine Rotharige in die Tulamidenstadt um den Säbel zu stehlen? Wie kann es den Helden eigentlich möglich sein, das Schiff des Piraten zu finden, geschweige denn einzuholen?
Fragen über Fragen.