[14.5.2008] Und was habt ihr gestern mal wieder angestellt?

"Ja, genau das ist es, wenn ich was getan habe, was nicht okay war, mich dabei aber keiner erwischt hat, habe ich es drauf beruhen lassen. Würde vermutlich jeder tun, nur nicht Jack Cunningham. Er schreibt mir zuerst, oh weh, ich habe im Café Geschwindigkeit benutzt, mache ich beim Gitarre spielen hin und wieder und kann ich vorbeikommen." Helena zuckte die Schultern. "Klar, warum nicht habe ich mir gedacht, vielleicht ist er ja gut. Nur dann kam er damit um die Ecke, daß ja die Geissel so supertoll und so zuvorkommend wäre und das kam dann quasie im selben Atemzug wie sein Freiheitsbestreben.
Gut, die Geissel ist die Geissel, es ist ein offenes Geheimnis in der Stadt, daß es genug Reibungspunkte zwischen ihm und mir gibt und auch, daß ich seine Art Gewalt zur Schau zustellen, nicht mag." Ein weiteres Schulterzucken. "Warum sollte er das nicht wissen, hat ihn dann veranlaßt, brujahmässig an die Decke zu gehen, weil ich ihn mit Präsenz anstatt mit roher Gewalt ruhig zu stellen, hat er mich beschimpft und bedroht. Sagen wir mal so, wäre er normal rüber gekommen, wäre für ihn ein kleines Konzert rausgesprungen, so ein Rauswurf aus dem Elysium.

Ich kenne Kollegen, bei denen hätte er nach so einer Aktion auf eine Kehrschaufel gepaßt."
 
Der Cowboy schwärzt sich selber an? Möglicherweise war er der Meinung, es hätte jemand bemerkt. Reibungspunkte zwischen Helena und Trapper? Da hast du wohl was verpasst. Dass Jack sich anscheinend ganz gut mit der Geißel verstand, war ihr auch aufgefallen. Und warum geht er dann an die Decke? Den zweiten Teil konnte sie nachvollziehen.

"Jack hat gemeint, dass er auf sowas allergisch reagiert. Und dass er ein Hitzkopf ist, hatten wir ja schon. Meinst du wirklich er wäre komplett ausgerastet? Was hast du da eigentlich gemacht? Also vorher, meine ich...Was eine Geißel macht, sollte er doch wissen..."

Obwohl er ja auch nur begrenzt Ahnung von den Traditionen hat...
 
"Kann ich nicht sagen, aber wenn du es mal mit einen rasenden Vampir zu tun hattest, dann wirst du vorsichtig, es war jedenfalls kurz davor und da ich ihn nicht kannte, wollte ich lieber nicht abwarten, bis er mich unter Umständen zerrissen hat", erwiderte Helena. "Immerhin scheint er sehr laut und sehr selbstsicher verkündet zu haben, daß er sehr schnell mit vernichten ist. Und wenn ich nicht weiß, was einer kann, bin ich lieber vorsichtig, würdest du doch auch so machen, denke ich mal."
 
"Natürlich. Aber wäre es nicht besser, wenn man soetwas gleich vermeiden könnte? Er ist einfach so wütend geworden? Dann musst du doch irgendeinen 'Berserk-Button' erwischt haben. Wäre praktisch zu wissen welchen..."

Ich hoffe du schwingst bloß große Reden, Cowboy. Wenn er wirklich so leicht in Rage geriet, sollte sie da eher vorsichtig sein. Du musst mehr über ihn herausfinden. Das Konzert, dass er bald geben wollte, war eine gute Möglichkeit.
 
"Es kann aber nicht angehen, daß jeder nur auf Zehenspitzen geht und ihm nach dem Mund redet, weil er sonst HB-Männchen spielt", meinte Helena. "Sicher gibt es Möglichkeiten was festzustellen und sicher auch was zu ändern, aber eigentlich ist das nicht meine Art, ich frage mich nur, wie der Kerl überleben konnte. Vielleicht hat er auch mal nen Malkavianer diabliert und es ist was zurückgeblieben."

'Richard Stein ist weg, was für ein Glück, der und Jack zusammen, wären der Supergau für die Zivilisation.'
 
"Glaube nicht, dass er wirklich so schlimm ist... Vermute mal du hast da einen wunden Punkt getroffen. Viele von uns haben solche Macken."

Da gibt es auch die, die lieber verhungern als etwas anderes als ihr Lieblingsblut zu trinken. Es war nichts verkehrt an einem erlesenen Geschmack, doch man konnte es auch übertreiben. Vor allem weil deine Lieblingsbeute scheinbar eine Tendenz zu 'Unfällen' hat... Bei dieser Sache gab es noch offene Fragen, um die sie sich kümmern musste. Vielleicht kannst du auch warten, bis sich die Aufregung gelegt hat... Im Moment ging es aber um eine andere Sache.

"Jack wollte demnächst ein Konzert im Black Hammer geben. Ich habe vor, dahin zu gehen. Wenn du möchtest, kann ich ihn ja mal genauer unter die Lupe nehmen."

Das war selbstverständlich vollkommen optional. Je nach Risiko jedoch nicht ganz kostenlos. Ganz wie du willst...
 
Helena zuckte die Schultern.
"Mal sehen, es gefällt mir nicht, daß er dort spielen will und Enio nicht da ist", erwiderte sie dann. "Mal sehen, als Brujah sollte er sich vielleicht auch vorher schon bewiesen haben."

Vielleicht war er auch einfach nur ein ungebildeter Sabbat-Spitzel, der die Situation hier ausnutzen wollte. Sie würde auf jeden Fall hin müssen, alleine schon um einen Kontakt zwischen ihm und Jenny zu verhindern.
 
Sollte er? Wenn du meinst...

"Was hat das mit Herrn Pareto zu tun? Gehört dem der Laden? Dann sollte das doch abgeklärt sein. Im Café hat er doch auch gespielt, ohne dass etwas passiert ist. Naja, zumindest nichts was mit ihm zu tun hatte..."

Finnlay wird das vielleicht anders sehen. Gut, Jack hatte sich zwar etwas in 'dessen' Angelegenheiten eingemischt, doch getan hatte er nichts.

"Gut, sag mir dann einfach wann und wo ich sein soll."
 
"Ja, das Black Hammer gehört Enio Pareto", erwiderte Helena. "Vielleicht kennt er ihn ja ... also abwarten."

Sie konnte schließlich nicht wissen, daß sich Jack den Auftritt erlogen hatte und natürlich verschwiegen hatte, daß er was anderes als ein Mensch war, der schlecht singen konnte und für eine Randgruppe Musik machte.

"Gut, ich werde dich einfach anrufen, wenn ich mehr weiß und paß auf dich auf."
 
"Alles klar, mache ich. Habe nicht vor jemanden unnötig zu provozieren."

Das war im Scherz gesagt, doch durchaus ernst gemeint. Obwohl mich der Auslöser schon interessieren könnte. Doch das konnte gerne jemand anderes austesten.

"Wenn du nichts mehr hast, will ich dich mal nicht länger stören."
 
"Ja, wer hat das schon", erwiderte Helena. Nicht daß sie das manches Mal nicht tat um hinter die Maske zu sehen, aber das war eine andere Sache, das war dann kontrolliert.

"Sicher kannst du gehen und hör auf zu knicksen oder sowas, wenn es nicht ein offizieller Ort ist."
 
"Ganz wie du willst. Ich mache mich dann auf den Weg. Auf Wiedersehen!"

Das Haupt-Elysium ist wohl kein offizieller Ort? Marta erhob sich und richtete ihr Kleid. Mangels eines adäquaten Ersatzes stand sie kurz unschlüssig herum, nickte Helena dann einfach freundlich zu. Nachdem die Hüterin sie verabschiedet hatte, verließ sie das Büro und begab sich wieder nach vorne ins Cafe. Mal sehen was die aktuellsten Neuigkeiten sind.
 
Heute war nicht wirklich viel los, aber das konnte ja noch werden, im Moment hatte Marta noch die freie Platzwahl.
 
Ein Mondsplitter bei Sternenschein. So könnte man Gretchen dieser Nacht beschreiben. Ziellos, schillernd, unruhig. Die Berührung, das Streifen ihrer Intimssphäre durch diess so mächtige Wesen, den großen Lebkuchenmann, hatte sie mehr als nur verwirrt. Aus der Bahn geworfen. Und doch musste es weiter gehen, musste ein Neubeginn her.
Und Gretchen wäre nicht Gretchen gewesen, hätte sie diesen Neubeginn nicht - wie jede Nacht - auch mit einer optischen Wiedergeburt eingeleitet. So trug sie in dieser Nacht ein etwas dezenteres - wenn auch nicht weniger schrilles - Aussehen zur Schau: Vergangen waren der Glitzer und die Goldapplikationen der Festballsnacht. statt dessen trug sie einen fast seriösen Haarknoten am Hinterkopf, ihre Haarenw waren wieder Platinblond, jedoch trug sie die Stirnpartie in einem dezenten, nicht zu knalligen Orangerot geförbt. Dezente, knochenbleiche Schminke, schwarzer Maskara und ein Lippenstift von so itntensiv dunklem Rot, dass es bereits fast wie Schwarz wirkte, rundeten das ganze ab. Dazu trug die Malkavianerin einen schweren, glänzenden, mitternachtsblauen Ledermantel unter dem feine Strumpfhosen und hochhackige, enganliegende schwarze Stiefel hervorlugten.

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So aufgeputzt betrat sie schließlich - nicht ohne zuvor noch einmal überprüft zu haben, dass ihre Guhle diesmal wirklich brav zu Hause verweilten - das Cafe de Trois und steuerte an den Thresen, um sich einen Drink zu bestellen...
 
Es dauerte nicht lange, bis Thürmer sich zum Cafe verirrte. Ein kurzer Zwischenstop auf dem Weg durch die heutige Nacht. Es würde viel zu tun geben, besonders wenn man bedachte, was wegen der Befreiung des Prinzen noch anstand... Etwas umhören, was anlag, vielleicht eine Erfrischung, ein paar Minuten hatte er da ja wohl. Und wenn nicht, würde er sie sich halt nehmen müssen ! Dann konnte er sein Zeug holen noch bevor Jacks Zeitvorgabe ablief !

Also betrat er das Etablissement und sah sich kurz um. Die Frau am Tresen kam ihm vage bekannt vor, vom sehen jedenfalls, war da nicht was auf dem Ball gewesen ? Möglich. Ansonsten erkannte er Marta, der er ein freundliches Nicken schenkte und Maya, der es ähnlich erging.

Er suchte sich einen Platz am Tresen und nahm die Karte zur Hand.
 
Natürlich würde Maya wie gewünscht den Drink machen, freundlich, nett und zuvorkommend, immerhin hatte die Frau ihr nichts getan und der Nosferatu, der gerade reinkam hatte ihr auch nichts getan.
 
Mayas treue Dienste wurden in Anspruch genommen, wenn auch wohl nicht übermäßig strapaziert, als Gretchen freundlich und fast schon schöchtern eine Mädchentraube bestellte. Nachdem die Malkavianerin sich artig bedankt hatte, wandte sie sich wieder dem Gastraum zu und erkannte eine unscheinbare, fast schon grau wirkende Gestalt, die neu eingeroffen war, während sie sich an der Bar aufgehalten hatte.

Zielstrebig trat sie an seinen Tisch. "Guten Abend, mein Herr. Ist bei Ihnen noch ein Plätzchen frei?"
Sie blickte ihm lächelnd ins Gesicht...
 
"Guten Abend." antwortete der Nosferatu mit einem Nicken. "Sicher, setzen sie sich doch."

Wenn sie nicht zu schnell für ihn war, würde er sogar noch aufstehen und ihr den Stuhl zurechtrücken.

"Was verschafft ir die Ehre, Frau...?"
 
Gretchen nahm dankend an. "Sie lächelte den Nosferatu zuckersüß an und meinte: "Nun, Sie kenne ich noch nicht, und Sie sind das einzige Kainskind hier im Cafe!" Die Malkavianerin reichte Thürmer ihre zierliche Hand. "Gretchen Worre, vom Clan des Mondes!"
 
"Ah, ich verstehe... Dr. Alfons E. Thürmer vom Clan der Verborgenen, hocherfreut, Frau Worre !" antwortete er nachdem er sich wieder gesetzt hatte. Ein Mondkind also... Das konnte in vielen Bedeutungen des Wortes interessant werden !

"Welchen Eindruck haben sie denn bisher von der Stadt ?"
Platt ? Vermutlich. Vorhersehbar ? Aber natürlich ! Geeignete Einführung ? Meistens schon.

"Obwohl sie diese Frage sicherlich schon viel zu oft gehört haben, um sich noch erschöpfend damit auseinanderzusetzen."
 
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