Naja, es hat ja einen Grund, warum sich bestimmte Genres entwickelt haben und wie Du schon sagtest, kann man diese ja noch weiter unterteilen - solange es Sinn macht. Ich brauche kein Genre, nur weil ich irgendein abgefahrenes Gimmick in meinen Sachen drin habe. Das ist halt dann ein Stilbruch, den man im Einzelfall abklären muss.
Früher haben wir zum Beispiel sehr viel Edo-Fantasy gespielt - klar, wer nicht ^^. Da war halt ein SL, der halt Technik in seine Geschichten eingewoben hatte, aber das war eine Ausnahme. Insofern blieb es bei Fantasy im Großen und Ganzen und nicht Technofantasy oder SciFantasy oder Fantasypunk oder Cyberfantasy oder oder oder, sondern es war im Kern einfach Fantasy mit ein paar Schnörkeln.
Wenn ich jedoch zwei Genres miteinander vermische - was ja nicht verboten ist - dann nehme ich halt auch die genretypischen Merkmale mit auf. Wie die Palette letztlich genau aussieht, weiß man erst, wenn man das ein paar Mal ausprobieren konnte. Nichtsdesto trotz kann man sich an den Merkmalen orientieren, damit man weiß, was darin vorkommen könnte und was ein "Nogo" ist.
Phantastik ist tatsächlich das Genre, was die Lücke zwischen einer spezifischen Welt und der normalen Welt schließt. Bruce Allmächtig fällt da genauso rein wie Jumanji oder Pippi Langstrumpf. Es ist halt eine normale Welt mit Pep, Punk oder wie man da auch immer nennen mag, einem Gimmick, dass nur auf einen Teil der Welt abfärbt, während der andere "naiv" bleibt.
Du darfst von einem Tool kein fertiges Werk verlangen. Wenn ich jemanden Holzwerkzeuge in die Hand drücke, weiß der noch lange nicht, wie man einen Schrank baut. Aber wenn ich ein Buch dazu gebe, kann er das schon sehr viel schneller bewältigen.
Ich kenne Dich ja nun auch schon etwas länger und deshalb weiß ich Deine Kritikfreude auch einzuordnen. Aber echte Kritik kann erst etwas bewirken, wenn man etwas geschaffen hat, etwas konkretes vorhanden ist. Und dann sollte sie auch konstruktiv sein.