AW: Spielleiter-Motivation (wie macht ihr das?)
Ich stimme zu, daß Spielleiter, die nie selber spielen, in den seltensten Fällen ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Betriebsblindheit ist da ein Ausdruck, der imho sehr gut passt. Das muß nicht alle betreffen, aber ich habe bislang keinen "reinen" Spielleiter kennengelernt, der nicht mit etwas mehr Einsicht in den Blickwinkel der Spieler noch was hätte verbessern können.
Ich musste selbst lange Zeit spielleiten, bis ich so richtig keine Lust mehr hatte. Dann kam *schwupps* ein Spielsystem daher, das es mir besonders leicht machte, den mir eher verhassten Verwaltungsteil zu regeln und mich mehr auf den kreativen Teil des Spielleitens zu konzentrieren. Und genauso *schwupps* war die Lust am Spielleiten wieder da. Allerdings schaffe ich mir meinen Ausgleich, indem ich regelmäßig in VoIP-Runden als Spieler vertreten bin.
Jeder Spielleiter, der müde wird, sollte für sich ausloten, was genau diese Müdigkeit verursacht. Ist es wie bei mir der Verwaltungsaufwand, der einem den Spaß am Rollenspiel selbst verbaut? Dann wirkt der Wechsel auf ein weniger statistiklastiges bzw. regellastiges Spielsystem vielleicht (wie bei mir) Wunder. Sind es die Spielerkröten, das undankbare Pack, das den doch oftmals recht großen Aufwand, den man betreibt, mit Gesprächen über Frankreich-Urlaube, ständiges Rumtelefonieren mit dem Handy oder gar mit schlafen honoriert? Dann wirkt der Austausch der störenden Spieler vielleicht belebend. Was immer es ist, wenn man dem Problem auf den Grund geht, findet man oftmals einfache Ansätze zur Lösung.
Und wenn immernoch nix mehr geht - eine Pause hat noch niemandem geschadet.