AW: Wenn ich Realismus will, geh ich vor die Tür.
Dann ist KEIN mir bekanntes Rollenspiel realistisch. ...
Dann kannst du den kompletten begriff so wie er ist in die Mülltonne stecken.
Exakt.
Ich kenne KEIN Rollenspiel, das wirklich realistisch wäre, oder auch nur einen VERSUCH unternimmt die Realität bzw. auch nur Subsysteme daraus WIRKLICHKEITSGETREU abzubilden.
IMMER ist der Hintersinn der Rollenspielregeltechnik, der Unterhaltung, der Genre-/Settingkonventionen herauszulesen und hat den entscheidenden Einfluß auf die (un-)bewußten Abweichungen von den realen Verhältnissen.
Im Bezugsystem Spielwelt ist die Spielrealität gegeben. Realistisch ...
... ist diese in keinster Weise.
realismus hat halt, relativ wenig mit Rollenspiel zu tun, nicht mehr und nicht weniger das macht den begriff doch nicht schlecht
Eben.
Was spricht denn dagegen, Realismus so zu verwenden? Es tut doch jeder (naja, fast).
Nein. Das tut NICHT jeder. Und unsinnige Falschverwendungen allein durch deren Quantität plötzlich als "richtig" zu erklären, halte ich für wenig hilfreich.
Was meinst Du, weshalb ich Skar nach SEINEM Verständnis des (für mich in der Verwendung in seinen Beiträgen sehr seltsam anmutenden) Begriffs "Realismus" gefragt habe (und wozu er immer noch eine Antwort schuldig blieb)?
Durch MEHR Begriffsverwirrung hilft man niemandem weiter.
Die für das Rollenspiel relevanten Begriffe wie Plausibilität, Stimmigkeit, "suspension of disbelief", "innere Logik", etc. sind allesamt treffender als hier mit "Realismus" zu kommen. - Das KANN und das WILL ein Rollenspiel nicht leisten. Und wenn ein Rollenspielautor von "realistisch" spricht, aber etwas anderes aussagt (nämlich "innere Logik", "Spielweltkonventionskonform" etc.) dann zeigt das nur, daß sein Wortschatz aufgeräumt gehört, aber nicht, daß sein Rollenspiel irgendwie "realistisch" wäre.