AW: The Day after Ragnarock - Ein neues Savage-Setting von Ken Hite
Ich bin schon dran mich wieder zu motivieren es nochmal so grob wie möglich wiederherszustellen auch wenn ich wohl nich genau denselben wortlaut wiederfinde und bestimmt ein paar Beispiele weglasse. Aber glaub nich, dass ich das heut noch machen werde, einfach zu viel Frust.
Ich kann jedenfalls soweit schon mal sagen, dass ein Setting mehrere Möglichkeiten hat mich zu begeistern. Das fängt damit an ob der Gesamteindruck das wiedergibt, was ich mir darunter vorgestellt hab oder nicht. Oder das es vielleicht sogar mehr bietet als ich gedacht hab.
Das kann daran liegen, dass die overall Story gut ist, die Möglichkeiten, die mir das Setting bietet genug anreize geben oder die Plot Point Kampagne mir das Setting als spielenswert verkauft.
Was ich dabei ja an den SW Settings gut finde ist ja schonmal die Einstiegsfreundlichkeit, die durch die bekannten Elemente gegeben wird, so dass man sich schnell heimisch fühlt. Der Rest muss dann aber die Innovationen liefern. Sei es wie bei Evernight wo die Bienchen und Blümchen EDO Fantasy von einem auf den anderen Moment völlig über den Jordan gekippt wird und das in so konsequent und gut, dass ich mich heute noch gerne daran zurückerinnere.
Demnach erwarte ich immer das besondere Etwas bei den Settings. Ist das nicht gegeben und der Aufwand zu groß, es einfach den Vorstellugnen anzupassen wird es weggepackt zum zustauben. Vielleicht wird es auch mal ausgeschlachtet um für was anderes hin zu halten, seien es Edges, die ich bei was anderem nutzen will oder so.
Ähnlich habe ich es bei Necessary Evil gemacht. Einstieg super flott möglich, weil jeder sich seiner Rolle sofort bewusst sein kann durch gutes DC und/oder Marvel Fanboytum^^. Die story is auch sehr fein. Die Möglichkeiten, die sich den Charakteren bieten sind auch in einer Fülle und Einfachheit gehalten, dass man sich gar nicht entscheiden kann was man denn nun eigentlich machen will usw. Kritikpunkt bei NE liegt aber in der Plot Point Kampagne, die den Spielern so by the book keinerlei Eigeninitiative zuspricht. Alle aufträge kommen von Dr. D und die Spieler sitzen eigentlich nur in ihrem Versteck, Wohnzimmer, Höhle oder wo auch immer rum und wartena auf ihren Anruf. Das Finale ist auch sehr schwach für meinen Geschmack, dieser Endskirmish hätte nicht sein müssen und den hab ich dann auch rausgelassen und den Outsider seine Entscheidung nach der Schlacht mit der Championborgdrohne^^ und den übrigen V'Sori und Fins treffen lassen.
Desweiteren hab ich die Spieler nicht aufgehalten sich gegen Dr. D zu verschwören und sich mit ihm und seinen Omega Zellen anzulegen und denen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Also sind sie raus auf die Straße und haben sich Infos beschafft was dieser Dr. D vorhat und welche Deppen er das für sich machen lässt in der Hoffnung diese zu schnappen und auszupressen um herauszufinden wo sich Dr. D versteckt oder sich die Sachen oder Leute selber zu schnappen um einen Vorteil zu erlangen usw.
Man kann also sagen, das ich Settings wie Werkzeugkästen behandele. Sind die Werkzeuge gut und ich kann sie benutzen ohne großartig selbst Hand anlege zu müssen dann ist ein Setting spielbar für mich. Sind die Werkzeuge aber eher unbrauchbar und ich müsste mehr Aufwand betreiben es spielbar zu machen als es sich lohnt, dann landet es in der Ecke. Was einem aber für Werkzeuge gefallen ist nunmal immer vom persönlichen Geschmack abhängig.
Das hier sollte aber erstmal soweit ausreichen um nen groben Eindruck zu bekommen. Da ich nicht weiß, ob ich mich wirklich dazu überredet bekomme meinen Ursprungstext nochmal zusammenzutragen...