AW: SC überzeugend?
@Verminaard:
Ich halte es auch für wichtig sich zu verbessern, aber ich würde es genau andersherum sehen:
Für mich würden ständige Einschübe a la "Ich mach das, weil..." das ganze Erlebnis eher noch verschlechtern.
Schon ausprobiert? Probieren geht über studieren.
Ich mache das ja auch nicht die ganze Zeit. Habe ich gar nicht nötig, kann nämlich ganz gut Sachen darstellen.
😉 Ich stehe nur auf dem Standpunkt, dass man es sich nicht unnötig schwer machen sollte. Wie überall, ist auch hier Urteilsvermögen gefragt. Man darf es nicht übertreiben, das gilt universell immer und für alles.
Umgekehrt stimme ich aber zu, dass es am meisten Spaß macht bzw. am Befriedigendsten ist, wenn man es ohne schafft. Ich hatte z.B. mal einen NSC aus der Vorgeschichte einer SC geklaut, einen üblen Gauner, der ein Auge auf sie geworfen hatte und vor dem sie geflohen war. Der NSC war groß, stark und brutal, ein Eindruck, der durch sein ekliges Äußeres noch verstärkt wurde. Am Anfang fanden die Spielerinnen ihn ziemlich einschüchternd und hatten gehörigen Respekt vor ihm, entschlossen sich jedoch aufgrund der Umstände (wie ich gehofft hatte), zunächst mit ihm zusammenzuarbeiten. Über die nächsten 2-3 Sitzungen stellten sie fest, dass der NSC ziemlich hohl in der Birne und leicht zu manipulieren war, und selber genauso viel Angst vor den SCs hatte wie sie vor ihm. Das ganz ohne Audiokommentar, einfach nur durch konsequentes Ausspielen der Rolle meinerseits. Die Spielerinnen waren sich einig, dass das ein super NSC war, und entwickelten am Ende sogar eine gewisse Sympathie für ihn.
Sowas ist nach meinem Dafürhalten role-playing at its best, das möchte ich nicht missen. Und es ist auch keineswegs unmöglich, wie einige zu meinen scheinen. Allerdings bin ich der Auffassung, dass man – aus den o.g. Gründen und auch weil nicht jeder das gleiche Talent dazu hat – diese Art von erfolgreicher Darstellung nicht immer erwarten oder erzwingen kann. Und der Audiokommentar ist ein einfaches und elegantes Mittel, um den Mitspielern trotzdem zu vermitteln, worauf es ankommt. Als Alternative bleibt in vielen Situationen eben nur, dass die Mitspieler überhaupt nichts mitkriegen und man an ihnen vorbei spielt.