AW: On the road again - Auf der Suche nach einem Setting...
Im Gegensatz zu UA hat es nämlich nicht nur ein einfaches, sondern auch noch ein funktionierendes Regelsystem!
Ja, ich habe auch gar nicht behauptet, das UA nicht einfach wäre. EINFACH ist es - funktionieren tut es nur nicht vernünftig.
Ehrlich gesagt - ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass das UA-System für irgendwas vernünftig funktioniert. Ist wohl Geschmackssache, aber regeltechnisch find ich es einen ganz großen Haufen.
Diese Eindrücke kann ich nur bestätigen.
Das UA-Regelsystem TUT nur so, als würde es funktionieren. - Und zwar braucht man dazu einen Spielleiter, der wirklich "mit'm Arsch leiten" kann. Und der verwendet dann ein "schwebendes Regelsystem" (d.h. er BESCHEISST), um seinen Spielern ordentlich Spaß zu bieten.
Das UA-Regelwerk "by the book" oder RAW ist stellenweise wirklich haarsträubend.
Ich habe NICHT den Eindruck, daß auf Autorenseite überhaupt ein Spiel nach RAW mit UA beabsichtigt wurde - daher ist es auch ausgesprochen unbefriedigend UA mit dem Original-System "by the book" zu spielen.
Meine besten Erfahrungen mit UA-Szenarien, die ich selbst geleitet habe, waren solche, die wir mit ganz anderen Regelwerken gespielt hatten.
Als Spieler lasse ich mich ja NICHT GERNE vom Spielleiter bescheißen. Aber ich habe den Eindruck, daß man UA schlichtweg nicht anders spielen KANN und auch nicht anders spielen SOLL.
@Soma: Ich halte UA für Dich nicht für ein geeignetes Regelsystem. Es ist zum einen ZU frei, und es fordert vom Spielleiter zuviel Zurechtbiegen, was dieser nur mit ausreichend ERFAHRUNG im Leiten anständig über die Bühne bringen wird. - Als Einsteiger oder unerfahrener Spielleiter wird man von UA ziemlich im Regen stehen gelassen.
UA bietet eine coole Spielwelt - das ist auch der Grund, weshalb ich UA mit anderen Regelsystemen spiele. Aber das Regelsystem selbst hat alle Nachteile eines BRP-Klons, den UA ja tatsächlich darstellt, mit allen Problemen eines zu freien (d.h. für Einsteiger geradezu "rückgratlosen") fertigkeitslastigen Systems.
Ich bin wirklich kein Freund der nWoD. Aber das nWoD-Regelsystem bietet einem neueinsteigenden Spielleiter mit wenig Erfahrung weitaus mehr Sicherheit und erleichtert das Leiten und das Spielen NACH DEN REGELN mehr als es bei UA der Fall ist.
UA ist wie Engel: Kann der Spielleiter "am System vorbei" leiten, dann macht es auch nichts, daß das Regelsystem nichts taugt bzw. nicht existiert (wie bei Engel-"Arkana"). Kann der Spielleiter das nicht, dann bekommt man die denkbar schlechtesten Spielerlebnisse, die man sich vorstellen kann. - Es hängt bei UA dermaßen stark an der Persönlichkeit des Spielleiters, daß man auch leicht die z.T. krass unterschiedlichen Spielerfahrungsberichte von UA-Runden nachvollziehen kann.
Auf Cons bei offiziellen UA-Supportern kann man wirklich miese, völlig unbefriedigende Runden erleben, und in Vereinsrunden ohne jeden offiziellen Supporter die coolsten Runden in zeitgenössischem Setting.
Daher mein Eindruck, daß das Regelsystem zum "Weglassen" GEDACHT ist. Und "Weglassen" ist BESCHEISSEN der Spieler. Und auch wenn das im Einzelfall zu coolen Runden führen kann, so ist das für mich KEIN Qualitätskriterium für ein empfehlenswertes REGEL-System.
Das UA-Setting kann ich auf alle Fälle empfehlen, sofern man nicht zu zart besaitet ist.