VtM 4.Ed - V20 Nekromantie - Fragen zum Charakterkonzept

Lloyd1991

Gott
Registriert
17. April 2017
Beiträge
162
Hallo Schwarmintelligenz,

ich bin ein noch relativ junger Spielleiter und habe eine Chronik geplant, in der es hauptsächlich um das Thema Menschlichkeit bzw. deren Verlust gehen soll. Am Ende der Chronik steht Gehenna. Es gibt in der Nähe meiner Stadt auch einen Stamm Rote Klauen (Werwölfe), der einen Caern der schützt, der für die Chronik wichtig ist. Die Spieler sollen alle als gerade zum Neugeborenen ernannte Vampire starten.

Einer meiner Spieler wünscht sich eine "Wahre Nekromantin" der Rossilini zu spielen. Meine Stadt ist eine Camarillastadt. Er will zudem dem Pfad der Knochen nehmen (als eine Art Antagonist, um die anderen Spieler ein wenig auch zu unmoralischen Handlungen zu verführen oder zumindest ihre Moral in Frage zu stellen). Als Wesen wollte er Sadist nehmen, könnte hier aber auch auf Gruselkabinett ausweichen. Bezüglich der Nekromantie haben wir uns drauf geeinigt, dass er nur auf die Totenwelt frisch Verstorbener Zugriff hat, damit er nicht einfach mal eine auf "Ich schicke mal Geister ins Werwolfsterritorium und die klären alles auf" machen kann.

Der Spieler würde aber auch gerne die optionale Regel aus Blutriten (Seite 130) nutzen, durch die Nekromantie wie Blutmagie mit Willenskraft statt Attribut + Fähigkeit angewendet werden kann. Zudem möchte er den Vorteil Obsessiver Gelehrter (Buch der hohen Clans Seite 204, 2 Punkte) wählen, der besagt, dass man eine Obsession für eine Kenntnis oder Fertigkeit hat und bei Proben auf diese einen Bonuswürfel und eine Erleichterung um 3 bekommt. Voraussetzung dafür ist eine entsprechendes Talent auf mindestens Stufe 4. Er will Okkultismus und als Spezialisierung Nekromantie wählen, was bei etwaigen Anwendungen von Nekromantie und insbesondere nekromantischen Ritualen sehr op sein dürfte. Er erklärt sein junges Fachwissen mit einer isolierten Erziehung und das er sich nur auf Nekromantie beschränkt, also kein Wissen um Magier, Werwölfe, Umbra usw.

Da ich mich mit Nekromanten nicht gut auskenne, bitte ich daher um eure Einschätzung zur Sache.

A) Will der Spieler hier auf Powergaming raus oder ist das legitim? Der Spieler hat noch andere Nachteile, die ihn einschränken, darunter einer, der es ihm enorm erschwert, Technologien zu nutzen, die in den letzten 50 Jahren verwendet wurden.

B) Wenn es kein Powergaming ist, passt der Charakter dennoch in die Chronik im Sinne von kann man spielen, ist halt nur nicht optimal?

C) Sollte ich das mit der Willenskraft zulassen? Immerhin gilt entsprechendes ja für Tremere auch. Mein Problem damit ist hauptsächlich, dass der Spieler dann auch gleichzeitig eine enorme Willenskraft (er wollte 9 nehmen) hat und damit kaum zu manipulieren ist. Ich habe generell ein Problem mit Charakteren mit hoher Willenskraft, weil die auch nie leer geht. Die Regel, nach Wesen und Verhalten WP zu regenerieren war für mich unbefriedigend, weil es Wesen und Verhalten gibt, die zum "Aufladen" von WP geeigneter sind als andere. Daher hatte ich die optionale Regel 1WP pro Tag Ruhe genommen. Vielleicht habt ihr da ja einfach bessere Ideen oder wie ich das so umsetzen kann, dass WP auch eine Ressource und nicht dauerverfügbar ist. Es soll aber auch nichts sein, was man nie zurückbekommt.

D) Sollte ich das mit dem Okkultismus 4 und dem Obsessiven Gelehrten ebenfalls zulassen?

Wie ist eure Meinung dazu? Ich danke euch schonmal fürs Durchlesen.


Liebe Grüße

Lloyd1991
 
Zurück
Oben Unten