AW: Karl May als Inspiration
Ich finde die Karl May Geschichten nicht so recht für die "gritty Italo-Western"-Stimmung von Deadlands passen.
Andererseits passen diese Geschichten sehr wohl für Sixguns&Sorcery, dem Castle Falkenstein Buch zum "quite astonishingly wild and surprisingly wooly west of our colonies over the pond". Der dort beschriebene Westen ist zwar schon noch wild und es gibt - wie in Castle Falkenstein üblich - überall Magie und Steam-High-Tech-Geräte, doch ist es eben Castle Falkenstein, wo die Indianer alle edele Wilde oder blutrünstige Bestien sind, wo ein Sherriff-Stern besseren Schutz vor Kugeln bietet, als eine Preußische Dampffestung, wo ein Gunslinger immer die Mitte der hochgeworfenen Münze trifft - und zwar immer von der angesagten Seite(!), ...
In diesem etwas weniger schmutzigen und mit mehr Understatement gehaltenen Westen passen die Schilderungen von Karl May meines Erachtens besser als Inspiration, als im rauhen, schmutzigen, blutigen, untoten(!) Weird West von Deadlands.
Aber: JEDE Inspirationsquelle, die einem Marshal beim Ausdenken, Vorbereiten oder Gestalten von Szenarien hilft, ist eine gute Quelle. In diesem Sinne sollte ich mich vielleicht auch mal wieder in die Karl May Sammlung meiner Frau begeben (Shadow Walk ist ja sooo nützlich 😀) ...