Geschmackssache: Bestimmt.
Aber für mich ist so eine "Mischung" einfach nicht vorstellbar. Natürlich kann es in der WoD auch Lovestories geben (schönes Beispiel: Redemption) aber ich finde da gehört dieser "Graf von Krolock"/"Coppolas Dracula"-Touch dazu -um mal bei Filmreferenzen zu bleiben.
Bei VtM ist für mich der persönliche Horror einfach essentieller Bestandteil des Settings. Und das bedeutet für mich, dass es niemals auch nur ansatzweise "echte" Happy-Ends geben sollte. Vampir liebt Mensch sollte also eig immer in Richtung Vampir tötet Mensch und hasst sich dafür/Vampir verwandelt Mensch und hasst sich dafür bzw. verliert das Interesse an Mensch/ Vampir hat keine echten Gefühle für den Menschen und nutzt ihn schamlos aus oder sowas rauslaufen. Vampir liebt Vampir... soll ja auch mal vorkommen... naja, sie haben die Ewigkeit... und ich erinnere mich da an eine kleine online Runde, bei der ein Ventrue-Prinz nach ein par hundert Jahren so sehr in seiner Paranoia aufgegangen ist, dass er alle, die ihm den Rücken gestärkt hätten -inklusive der Senechal und Ehefrau in Personalunion- exekutiert hat.
Das ist soooooo weit weg von Twilight, dass ich da einfach keinen Punkt sehe, an dem die beiden "Fandoms" kombinierbar sein könnten.
Wenigstens nicht in "My WoD".
Ich will da einfach den Horror für die Charaktere, schlicht und ergreifend weil Vampirsein scheiße ist. Hatte ja auch kaum jemand eine Wahl und nach 150Jahren+ spätestens verrottet dann das Innenleben zusehends. So alt wird kein Mensch, und ich denke, dass das etwas ist, was sich etwa sogut mit Twilight zusammenbringenlässt wie die Pluspole zweier Magneten: Vampire sind spätestens ab 150 keine Menschen mehr, sondern Monster, die sich dran erinnern, dass sie mal Menschen waren und dem, was sie verloren haben (Leben, Freunde, Welt, Haus, Erbe...) hinterher trauernoder sogar von Hass/Selbsthass zerfressen werden. Je mehr sie sich an ihre Menschlichkeit klammern, umso kaputter müssen sie werden.
Egal wie vorsichtig man es angeht, manchmal ist der Hunger halt so groß, dass der Blutspender auf der Strecke bleibt, oder man infiziert Opfer mit irgendwelchen Krankheiten. Wahlweise verfällt man auch mal in Raserei und tötet Menschen.
Und das macht einen kaputt, GERADE einen Neugeborenen. Und der wird irgendwann zum Ancillae...wenn er nich vorher auf der Strecke bleibt. Und als Ancillae werden auf seine Weisungen hin und wegen seinen entscheidungen auch andere Kainiten vernichtet werden. Und wenn ers dann auch noch zum Ahnen schafft....
mal ehrlich, in einer solchen, von Leid geprägten Existenz ist an sich kein Platz für glitzer-happy-super-dupi-Ends....
Das macht für mich auch einen großen Teil der Faszination aus.
Der Kampf zwischen Mensch und Bestie in einem Körper bis zum Exzess getrieben. Da geht es nicht mehr um ein par lächerliche Begierden, sondern um Selbsterhaltung, um den eigenen Verstand, für einen Gläubigen vielleicht um sein Seelenheil.
Deswegen sind meine bisherigen Chars clansunabhängig auch alle ziemlich durch mit der Welt, einerlei ob mans ihnen nun auf den ersten Blick anmerkt oder nicht. Ich spiele gern recht alte Figuren, und die kriegen dann auch mal en par Geistesstörungen und bis zu 10 Nachteilen, die meistens iwie im Charakter Niederschlag finden reingedrückt.
Beispiel wäre: Vampir, der mit 13 verwandelt wurde und deswegen nichts mehr verabscheut als Vamps, die Kinder quälen oder sie gar verwandeln. Hat aber den Nachteil "Beuteeinschränkung Kinder zwischen 7 und 12". Trotzdem redet der Vampir sich ein, er beschützt unschuldige Kinder... dass er schon Unmengen von denen in seinem Hunger getötet hat, wird so gut es geht wegrationalisiert.
Ich weiß nicht, dieses "Was ich rette geht zu Grunde"-Prinzip, wie es Krolock im Tanz der Vampire so schön schildert, gehört für mich einfach dazu, ebenso wie der Verlust von Reue, ansteigende Verbitterung, Selbsthass und diverse Formen von Machtgeilheit als letzte Möglichkeit seiner Existenz einen Sinn zu geben.
Im Endeffekt scheint mir der Film die klassischen Verhaltensmuster anzusprechen:
Also, DIE klassischen Verhaltensmuster gibt es schonmal nicht. Es ist EINE Möglichkeit. Und dazu eine menschliche Verhaltensweise.
Vampire sind aber keine Menschen mehr. ^^°
Ich seh da immer den Ahnen vor mir, der mit mir kleinem Neugeborenen an der Bar sitzt und mir nen Drink spendiert. WTF?!^^'''
Sowas von NICHT vampirisch, und schon garnicht ahnengerecht.
Also, nochmal die Kurzzusammenfassung: Twilight hat meiner Meinung nach absolut NICHTS mit Vampiren zu tun, weil es einfach den Aspekt "Entwicklung" vollkommen ignoriert ("statisch" bedeutet bei einem Vampir eben NICHT dass er immer ganz genauso wie bei seiner Verwandlung bleibt, sondern einfach, dass sein grundlegendes Denken und das damit verbundene Weltbild nicht mehr weiterentwickelt wird. Wäre ein Vampir wirklich ganz und gar statisch, könnte er ja auch z.B. gar nicht mehr die Regeln der Camarilla lernen/begreifen - und das wäre für jedes Kücken herzlich schlecht.) und sollte deswegen auf KEINEN FALL irgendwie mit der WoD in Kontext gesetzt werden, weil das effektiv unumstößlich zu einer Fehlinterpretation der Wesenheit beider Fandoms führt.