Hausregel zu Paradox

AW: Hausregel zu Paradox

Wyld, Weaver und Wyrm sind KEINE formlosen Wesenheiten, körperlose Götter etc.
Sie abstrakte, universelle Konzepte.
Sie haben Absichten, aber keineswegs so etwas konkretes wie Ziele oder Pläne.
Geschweige denn einen Willen oder Geist..

Also:
Wyld, Weaver und Wyrm sind ein abstraktes universelles Konzept. Aha.
Wie kann ein Etwas eine ABSICHT haben ohne einen Willen oder Geist zu haben?
An solchen Fragen zerbrechen sich die Philosophen seit 2500 Jahren die Köpfe..

Die Begriffe "Idee", "Wille" und "Geist" sind auch abstrakte, universelle Konzepte.
Haben die eine Absicht?

Ein STUHL ist ein nichtabstraktes universelles Konzept. Hat mein Stuhl eine Absicht?

Wenn etwas eine Absicht hat - dann muss es IMHO auch einen Willen haben, einen Geist. Wie immer der auch beschaffen ist.
Animalisch vielleicht...


Paradox strebt nicht nach Gleichgewicht, es stellt es wieder her.
Es ist das Werkzeug, und nicht der Benutzer.
Die Rückkopplung, aber nicht der Rückkoppler.

Ok. Schön geschrieben. Aber warum verhält sich das Werkzeug nicht immer gleich?
Mal stellt es das Gleichgewicht sofort wieder her - mit einem Hammereffekt - mal ist der Paradoxeffekt kaum sichtbar...
IMHO kann man auch eine Absicht bei diesem abstraktem, universellen Konzept unterstellen...
 
AW: Hausregel zu Paradox

Erst sagst du, Philosophen zerbrächen sich seit 2500 Jahren die Köpfe, dann fragst du mich nach einer Antwort?!
Du überschätzt mich wohl, wenn ich dir keine Unhöflichkeit unterstellen soll. :p

Also ohne eine weitere 2500 Jahre andauernde Diskussion beginnen zu wollen - ich hab in der Zeit einfach besseres zu tun - sehe ich das so:
Mit 'Absicht' meine ich das Streben nach einem Zustand.
Jedoch nicht das Ziel ihn zu erreichen.

Wyrm (als Entropie betrachtet, ohne den letztlichen Korruptionsmist) strebt nach Zerstörung/Vernichtung/Auflösung.
Aber es hat nicht das Ziel, alles zerstört zu haben. Es will nicht kaputtmachen, weil es sich dazu entschlossen hat, oder weil es böse ist, sondern weil es seine Aufgabe ist, seine... - meh, ich will nicht Bestimmung sagen, aber darauf läufts hinaus.
Das ist so als wenn ich sagen würde: "Dein Ziel ist es zu sterben." Ist es nicht - vermutlich; aber darauf läufts hinaus. Da hast du keine Wahl.
Wenn du Wyrm jetzt einen Willen gibst, kann er sich entscheiden, ob er zerstört oder nicht, gibst ihm die Wahl. Da hat es aber keine Wahl.
Das ist zu elemantar in seinem Wesen.

Aber warum verhält sich das Werkzeug nicht immer gleich?

Das KANN ich nicht wissen.
Da gibt es 1000 Ansätze.
Aber den Umkehrschluss, dass eine nichtwiderkehrene Vorgehensweise auf einen 'Willen' schließen lässt finde ich schlichtweg falsch.




post scriptum
Ja, ich habe gesehen, dass ich mich in meiner Wortwahl (zu vorangegangenen Posts) widersprochen habe, sehe mich aber grade nicht im Stande das klarer zu formulieren, vllt weisst du dennoch was ich meine.
 
AW: Hausregel zu Paradox

.... dann fragst du mich nach einer Antwort?!
Du überschätzt mich wohl, wenn ich dir keine Unhöflichkeit unterstellen soll.

Ehrlicherweise: Es sollte eine rhetorische Frage sein. Ein Stilmittel das in Threads nie funktioniert, leider.:cool:

Mitnichten wollte ich unhöflich sein.
Anyway:
Ich kann an Deine Argumenation verstehen. Aus sich heraus ist sie schlüssig :respekt: -aber für meinen Teil werde ich bei meiner Interpretation bleiben:Snein:.
Wie heißt es so schön:
Können wir uns drauf einigen, dass wir uns nicht einig sind?


Wie handhabst Du denn Paradox?
 
AW: Hausregel zu Paradox

Paradox sehe ich als Reaktion, niemals als Aktion.
Kein Magus hat das Recht zu sagen: "Also, dass mein Gehirn weggeröstet wurde, dafür kann ich nichts. Daran ist nur das böse Paradox Schuld!"
Der Magus ist Schuld. Keine höhere Macht. Kein Gott. Er selbst.
Er war der Auslöser. Er hat es hervorgerufen. Vllt sogar unterbewusst geformt, wer weiss.
 
AW: Hausregel zu Paradox

@Chualinn

Beim Nachlesen für einen anderen Thread, ist mir grade das hier ins Auge gesprungen.
Magus GRW - Seite 219 - Paradox
"Für Erzählzwecke ist es wichtig zu verstehen, was Paradox ist und was nicht. Paradox ist keine Kraft mit eigenem Bewusstsein. Es ist weder gut noch böse. Es bevorzugt niemanden, und es jagt auch keinen besonders. Es existiert einfach. Die Wirkung des Paradox kann analog zum menschlichen Immunsystem erklärt werden: Es bekämpft alles, was das Gleichgewicht des Systems bedroht, das es beschützt."
 
AW: Hausregel zu Paradox

imo:

paradoxgeister und doxeffekte wuerde ich eindeutig dem weberinnenaspekt/stasis zuordnen. es soll etwas erhalten und unveraendert/geordnet bleiben.

ansonsten, zur anregung auf anregungen dieses threads:

abstrakte konzepte haben keinen willen? nehmen wir mal die 4 grundkraefte, aus denen der groesste teil unseres universums besteht (natuerlich besteht es noch aus masse/energie und ladung die kraefte mussen ja auf irgendetwas wirken)

eine sehr deutlich komplixierte anordnung dieser wenigen grundbausteine ergibt einen menschen. dieser hat motivationen und absichten, obwohl er nur aus wengen konzepten/bausteinen besteht. im rahmen der magusmetaphysik haben dei 3 grundkraefte dementsprechend durchaus absichten, auch wenn diese nicht immer in einfache menschlich nachvolziehbare absichten auszudruecken sind.
 
Zurück
Oben Unten