Ich denke es war am Anfang vor allem etwas anderes als das was man kannte.
Es war Fantasy ohne viele Fantasyelemente aufzuweisen, die Figuren waren realistischer geraten als in anderen Fantasyserien und die Ausstattung war einfach spektakulär. Gerade wenn man bedenkt, dass die meisten Fantasyserien zu der Zeit nicht wirklich gut ausgestattet waren und entweder auf einen bestimmten Punkt in ihrer Welt fixiert waren oder halt fast komplett im Wald spielten.
Das Martin mit dem Buch Game of Thrones vor allem einen Politthriller geschrieben hat und sich die Serienmacher trauten auch den Aspekt, das niemand unsterblich ist auch in der ersten Staffel (sehr spektakulär) zu inszenieren hat sicher auch geholfen, weil dieser Storyansatz und diese Konsequenz in Fantasyserien schlicht nicht bekannt war.
Da ging ein strahlender, jugendlicher Held hin, kämpfte gegen (hier das Böse einsetzen) rekrutierte eine Reihe Helfer und entging jeder Todesfalle ohne dauerhafte Konsequenz, solange keine Gagenverhandlungen platzten.
Das gab es in GoT von Anfang an nicht und das machte, neben Sex und Gewalt (die drin sind), einen echten Unterschied zu den direkten Konkurrenten.
Ich glaube aber nicht, dass das den Langzeiterfolg erklärt. Da würde ich eher die doch recht wendungsreiche Geschichte, bei der trotzdem eigentlich von Anfang an klar ist, worauf es hinauslaufen wird und die kontinuierliche Entwicklung der Figuren die von Ihren Erlebnissen geprägt werden und sich verändern, was durch gute Schauspieler getragen wird, eher als Grund nehmen.