Rollenspieltheorie Beschreibungen von Rollenspielwelten

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Auch angedacht... bleibt meiner Meinung nach aber sehr eindeutig hinter den beiden Science Fiction Konkurenten zurück.

mfG
hbv
 
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Hombré, wir werden ja wohl noch zwischen Sci Fi und Fantasy unterscheiden dürfen, oder? :D

Schlägt Herr der Ringe D&D?
 
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Star Trek? Gar nicht! Genauso wie Star Wars nicht.

Es sei denn "Beschreibung" heißt "Karneval der Absonderlichkeiten". Bei der schieren Anzahl der Rassen liegen die beiden Systeme sicherlich vorne. Bei Star Trek fehlen offizielle Informationen über so viele Details...

Aber eine gewisse Qualität zählt nun auch, oder? Wenn man die Welt als in sich abgeschlossene Spielrealität bezeichnet, dann gewinnt wahrscheinlich Ptolus oder Harnworld. Beide kranken natürlich daran das ersteres nur eine Stadt und letzteres nur die Insel Hârn und Westlythia abdeckt.

Aventurien ist sicherlich... lange erarbeitet, bleibt aber im Detailgrad hinter Hârn zurück - gerade bei bestimmten Städten wie Fasar usw. weiß man ja fast gar nichts.
 
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Was ist mit Perry Rhodan? Das sollte die anderen in Bezug auf Rassen, Technik und Kosmos locker wegstecken können
 
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Ich revidire meine Antwort und sage Cthulhu 20er Jahre.
Sofern man Geschichtsbücher und Fachliteratur dazuzählen darf. ;P
 
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Moment! In dem Falle ist Ars Magica auchnoch ein heißer Kandidat :D
 
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Was ist mit RPGs, die in der echten Welt spielen? So gesehen ist dann jedes Lexikon ein Quellenbuch für dieses RPG... :D
 
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welches die am ausführlichsten beschriebene Rollenspiel-Welt ist.
...
mir würde als erste Abschätzung einfach die schiere Menge des erschienenen, offiziellen Materials reichen (Quellenbücher, Romane, ect.)
Was ist mit RPGs, die in der echten Welt spielen? So gesehen ist dann jedes Lexikon ein Quellenbuch für dieses RPG... :D
Genau. Man hat jede Menge Quellenbände, man hat eine Unmenge Romane. Man hat Bildmaterial, Kunstwerke, Filme, Musik, etc. in Hülle und Fülle.

Das ist übrigens ja bei sehr "handoutintensiv" betriebenen Spielen wie Cthulhu durchaus der Fall: man nimmt alles, was es über die jeweilige Epoche, in welcher man spielt, so an zugänglichem, an verwertbarem Material gibt - und ALLES ist "offiziell".

Anders wäre das bei historischen Settings, in welchen an der Historie "geschraubt" wurde und dadurch Dinge, die in unserer Historie geschehen sind, nicht oder anders geschehen sind. Dadurch verlieren die nach den kritischen Ereignissen angesiedelten realhistorischen Quellen ganz oder zumindest teilweise ihre Verwendbarkeit für das betreffende Setting. (Z.B. Deadlands - da ist die Historie bis zum 4. Juli 1863 Mittags noch unverändert, aber danach stimmt so vieles nicht mehr, daß man mit Quellenmaterial zum Old West, zum Bürgerkrieg, etc. im Weird West nur noch mit Vorsicht etwas anfangen kann.)

Am wüstestens ist es ja wohl bei zeitgenössischen Settings wie Cthulhu Now! etc. - Hier ist ja alles derzeit Recherchierbare offizielles Quellenmaterial.

Aber diese real-historischen oder zumindest an der Historie angelehnten Settings sind ja bei der Fülle an Rollenspielen eher die Ausnahme.


@Zorn: Meintest Du mit Deiner Nachfrage ALLE Rollenspielwelten, also auch die historischen, oder möchtest Du Dein Suchgebiet irgendwie einschränken?

Bei "alle" haben sich die historischen Spielwelten eindeutig als "Gewinner" mit dem meisten Material, welches auch unstrittig als "offiziell" zu werten ist, herauskristallisiert.
 
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Ein Nachteil an der realen Welt als Quellenmaterial ist der "Metaplot" - er wird ständig fortgeschrieben, er bleibt nie stehen und er ist völlig undurchsichtig.
Wenn es also um tatsächlich benutzbares Quellenmaterial geht verliert die reale Welt gegenüber fiktiven Setting, die entweder völlig statisch gestaltet sind oder deren gesamter Metaplot bereits feststeht (wie etwa bei Glorantha - dort weiß man schon alle Ereignisse vom Anfang bis zum Ende des Zeitalters, in dem die SCs handeln).

Wenn man in die Historie der realen Welt geht, wo der "Metaplot" schon feststeht, hat man hingegen das Problem der unsicheren Quellenlage - gab es nun die Reichsflugscheibe oder nicht? Waren die bayerischen Illuminaten nun wirklich nur eine schnell aufgedeckte Hinterhof-Verschwörung, oder steckte da doch mehr dahinter? Was war in Roswell passiert? Ein fiktives Setting kann einem hier die richtige, einzig wahre, unumstößliche Antwort präsentieren - die reale Welt kann das nie.
 
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Bullshit. Die reale Welt liefert unmengen an Quellenmaterial für potentielle Settings.
Was du willst was real ist, ist real.
Das hat nichts damit zu tun was jetzt konkret "bewiesene" historische Wahrheit ist.
Die Historie kann man ganz problemlos wie ein x-beliebiges Setting behandeln. Was man nicht will lässt man halt weg.
Wo ist das Problem?
 
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Setting, deren gesamter Metaplot bereits feststeht (wie etwa bei Glorantha - dort weiß man schon alle Ereignisse vom Anfang bis zum Ende des Zeitalters, in dem die SCs handeln).
Das ist so daneben, daß ich mich wundern muß. Gerade Glorantha ist ja aufgrund ALLER Beschreibungen aus Sichtweisen, die IN-GAME-Sichten darstellen, alles andere als ein Beispiel für einen feststehenden Metaplot. Sogar ganz im Gegenteil.

"Deadlands: The Weird West" hatte einen Metaplot, bei dem - wie so üblich bei Geschichten, die mir der Hersteller erzählt - bestimmte Dinge einfach zu festen Zeiten mit festem Ausgang passieren werden, passieren MÜSSEN.

Nun ist - die alte Metaplot-Krake erhebt schon mal einen Tentakel - hier die Frage, ob eine Vorgeschichte, eine Hintergrundgeschichte, die bis genau zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt in der Spielwelt reicht, und NICHT DARÜBER HINAUS, überhaupt als Metaplot bezeichnet werden kann, wenn die Zeit, in welcher in der Spielwelt gespielt werden sollte sich eben NICHT durch die einzelnen Publikationen fortschreibt.

Glorantha hat eine zeitliche Grenze, die von Publikationen nicht tangiert und - vor allem - nicht fortgeschrieben wird. (Ausnahme: King of Dragon Pass, welcher Jahrhunderte in der Zukunft Gloranthas angesiedelt ist, und die zukünftige In-Game-Kultursicht von Historikern auf manche, einander massiv widersprechende Ereignisschilderungen darstellt).

Die einzelnen Kulturen der Welt Glorantha sehen aus ihrem Blickwinkel die Welt als Ganzes jeweils anders, jeweils unterschiedlich, jeweils so widersprüchlich, daß selbst manche hartgesottenen Glorantha-Fans manchmal wünschen, daß es doch EINE DEFINITIVE Geschichte Gloranthas gäbe.

Aber die gibt es NICHT.

Es gibt aber jede Menge GeschichtEN! Und selbst innerhalb eines Volkes, innerhalb eines Kultes gibt es - je nach Initiationsgrad - andere Geschichten, andere "Wahrheiten", die einem Bewohner Gloranthas enthüllt werden.

Glorantha - dort weiß man schon alle Ereignisse vom Anfang bis zum Ende des Zeitalters, in dem die SCs handeln
Das ist so daneben, daß ich nur vor den Kopf schütteln kann.

Gerade Glorantha hat eines nicht: eine FINALE Beschreibung wie es ist, wie es war, wie es zu sein hat.

Glorantha hat nicht nur keine statische, finale Beschreibung, sondern auch KEINEN Metaplot, da nicht die Geschichte der Welt und was alles zu passieren hat festgeschrieben sind. Selbst in der noch immer unvollendeten Szenarien-Serie zum "Sturm über Sartar" ist - obschon wie in einem Abenteuer üblich Sachen passieren - kein festes Fortschreiben der Spielwelt-Historie vorgesehen. (Anders als z.B. bei der ähnlich "wertigen" Dead Presidents Trilogie in Deadlands, wo sich nach dem letzten Szenario im Wesentlichen das GESAMTE Machtgefüge in CSA und USA ändert, und auch ändern MUSS.)

Gerade die "metaplotfreie Zone" Glorantha als Beispiel für Metaplot heranzunehmen halte ich für ziemlich daneben.

Deadlands hingegen paßt da bestens: Ende 1876 MUSS es in der City of Lost Angels den "Bloody Sunday" geben, nach welchem bestimmte Dinge in der Spielwelt deutlich anders sind als vorher. Und vor allem: alle späteren Publikationen zu Deadlands bauen auf den Ereignissen des "Bloody Sunday" auf, beziehen sich auf diese Ereignisse, verwenden die Folgen direkt in Szenarien, usw. - DAS ist Metaplot.
 
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Star Wars hat nur dann eine Chance, wenn man nicht nur die Rollenspielpublikationen mitrechnet - dann ist das mengenmäßig größte Spiel aber mit Sicherheit Pendragon. Mit der Materialfülle, die seit den "Annales Cambriae" zum Themenkomplex König Arthur/Artus erschienen ist, kann nichts mithalten, was durch unser Hobby kreucht. ;)
 
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Äh, ja? Der von dir zitierte Satz diente nur noch einmal der Bekräftigung dessen, dass eben nicht ausschließlich die reinen RPG-Produkte gerechnet werden sollen (weil ja gerade Romane einen Grenzfall darstellen können, wenn man z.B. festlegt, dass DSA-Romane oder SR-Romane aufgrund ihrer Abhängigkeit von einem Rollenspielsetting zu dem Spiel gehören, Der Herr der Ringe aber nicht zu MERS).
 
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Ja.

Der von dir zitierte Satz diente nur noch einmal der Bekräftigung dessen, dass eben nicht ausschließlich die reinen RPG-Produkte gerechnet werden sollen

Dann sind wir ja schon wieder einer Meinung. :D

(Pendragon finde ich übrigens schwierig, da ich denke, dass sich die Artus Literatur nur teilweise als Quellenmaterial eignet.)

mfG
hbv
 
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blut_und_glas schrieb:
Na dann ist ja gut.

blut_und_glas schrieb:
Pendragon finde ich übrigens schwierig, da ich denke, dass sich die Artus Literatur nur teilweise als Quellenmaterial eignet.
Das stimmt - aber selbst bei großzügigem Kürzen bleibt immer noch mehr als 10x Star Wars übrig ...
 
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Ich tippe mal auf die Forgotten Relams von D&D. DSA mag viel sein, aber D&D ist viel und international. StarWars mag ne toll beschriebene Welt sein, wie StarTrek auch, nur spielen es leider nucht so viele Leute ....

An sonsten Ars Magica vielleicht, da kann man ja alles was an Literatur je über's Mittelalter geschrieben wurde verwenden, Sagen und Märchen genauso wie historische Fakten.
 
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