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*Schnatter* *Schnatter*

Und wieder wurde die Innenausstattung wie durch ein Wunder geschützt.

Denn der Duke reagierte, …..


… gar nicht!

Es schien so, als ob Jenny ihn beleidigen und provozieren konnte wie sie wollte.

Er hatte sie bis auf weiteres in ne Schublade gesteckt und diese enthielt niemand, der ihm als Bedrohung vorkam oder die seinem, von ihm definierten Status, gefährlich werden konnte.


Sie war ne Frau.


Auch hier konnte und wird sich die Zukunft interessant gestalten, ab wann es zwischen den beiden funkt. So oder so.

Mit der Zigarre im Mundwinkel, lässig Rauchwolken produzierend, wartete er einfach ab, wie sein Ahnherr reagierte und dann zum Abmarsch blasen würde.
 
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Enio nahm in einer unauffälligne Bewegung sein handy zur hand und warf einen Blick drauf. Das Ding war manchmal einfach nur als Uhr gut und zu mehr brauchte er es im Moment nicht. Mist! Wenn sie hier noch lange dumm rumstehen würden und Sprüche klopfen, dann war es Mitternacht und sie waren gerade mit dem ausführlichen Kennenlernen fertig. Ein anderes mal... und das mußte er wohl auch Jenny noch dimplomatisch beibringen. Für was man alles seine Zeit verschwendete.

„Okay gut... alles lustig undsoweiter. Ich denke wir verlegen den ausführlichen Kennelernteil auf ein anderes Mal auch wenn der sicher noch spaßig werden kann und ich der letzte sein will, der euch das versaut. Wir haben heute Nacht etwas zu tun und ich gehe davon aus das du...“, er sah dabei zu Jenny. „... Mit unserem Oberbösewicht auch noch eine verdammte Rechnung offen hast. Daher müssen wir das ganze jetzt etwas straffen. Ich hab ein paar Informationen für dich... aber die kann ich dir auch auf dem Weg ins Kunstmuseum geben, wenn du Lust hast mit uns zu fahren. Aber immerhin bist du ja zu mir gekommen also will ich natürlich nicht versäumen zuerst dich zu fragen was du von mir wolltest.“

Sicher gab es keine offizielle Punkteskala aber der Duke hatte durch sein Nicht-Reagieren ein paar Gut-Punkte bei Enio gesammelt. Der Primogen konnte ja nicht erahnen, daß der Riese mit dem Gedanken spielte Jenny eine auf den Arsch zu hauen bei nach drausen gehen. Dafür würde er bei Enio keinen Kredit bekommen und das Konto würde das allemal sprengen.
 
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Also es gibt Tage...

Es nutzte nix! Anscheinend wollte sich der Brocken heute Nacht einfach nicht knacken lassen. Und so ungern sie es zugab, Enio hatte recht. Sie hatten nicht mehr die Zeit hier lange herumzubalgen, also musste das weiter kennenlernen wohl ersteinmal verschoben werden. Da ihr nun aber irgendwie die Luft aus den Segeln genommen war, wusste sie nicht wie sie ihr ursprüngliches Vorhaben am besten in die Tat umsetzte ohne am Ende irgendwie doof dazustehen. Ein Rückzieher war aber auch nicht drin, das war er nie. Also fröhlich weiter mit dem Kopf durch die Wand. Es mochte weh tun, aber man wusste wenigstens woher die Schmerzen kamen...

"Hrm, ja! Ok! Da wir es alle irgendwie voll eilig haben mache ich es so kurz wie ich kann!"

Sie lächelte.
Aus gewinnend wurde verlegen.

"Keine Ahnung wie man sowas vorbringt, also stör dich nicht dran wenn ich mich doof anstelle. Erinnerst du dich, als ich in deinem Büro war und nach einer besseren Stellung für uns Caitiff gebeten habe? Seit dieser Nacht geht mir der ganze Mist nicht mehr aus dem Kopf. Weißt du, ich reiße mir für diese verfickte Stadt echt den Arsch auf und trotzdem habe ich bei nichts ein Mitspracherecht oder auch nurt ein Jagdgebiet in dem ich frei jagen darf ohne mir Sorgen machen zu müssen in fremden Gegenden zu wildern. Ich habe dir ja schon heruntergebet wie es bei mir um die geringsten Rechte bestellt ist! Jeder Arsch darf sein wie er will, sich benehmen wie er will und sich frei nach seiner Persönlichkeit entwickeln. Wenn ich das aber mache, heißt es gleich ich soll mich gefälligst zusammenreißen und mich an die Regeln halten. Scheiße, ich laufe mehr in der Spur als die meisten anderen hier in der Stadt. Ich habe Werwölfe gekillt, mich mehrfach von Zacharii ficken lassen und erst gestern so drei-vier Riesenspinnendinger und sogar ne Scheiß Riesenplage platt gemacht. Um ein Wievieles mehr muss meine Anstrengung denn bitte noch ausfallen?"

Es folgte ein Pause in der Jenny das Gefühl hatte Luft holen zu müssen.
Das musste sie natürlich nicht, aber es half die aufsteigende Wut in ihr wieder ein klein wenig nach unten zu drücken.

"Ich bin es wert, das man mich wie alle anderen behandelt! Scheiße, dass weißt du genau! Ich bin es verflucht nochmal sogar wert, dass man mich besser behandelt! Ich spiele keine Spielchen, falle niemanden in den Rücken, bin immer geradeaus und ehrlich! Klar sind das in deinen Reihen keine lobenswerten Eigenschaften, aber sie machen mich trotzdem zu etwas besonderem. Und weißt du was mein edeler Kriegsherr? Ich lerne sogar noch dazu! Vor nicht einmal einem halben Jahr hätte ich diesen Duke-Verschnitt an seinen blonden Haaren gepackt und ihn ungespitzt derart in den Boden gerammt, das seine Arschbacken im Hafen von Tokio ungebremst als Leichtboje dienen könnten. Aber nein! Dein neuer Kumpel steht gesund und munter zwischen und und lutscht zufrieden lächelnd an seinem Tabakdildo."

Sie zwinkerte dem Duke aufmunternd zu.

"Um es kurz zu machen! Ich fordere von dir, dass mir dieses verkackte Drecksloch von einer Stadt den nötigen Respekt entgegen bringt! Savvy?"
 
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Was für ein Temperament. Was für eine Ausdrucksweise. Da konnte sich mancher Hafenarbeiter noch ne Scheibe abschneiden. Und wenn das alles so stimmt, dann stimme ich der Kleinen zu. Dann muss da mal was rausspringen. Aber was für ein Problem hat sie mit ihrer Freiheit. Man darf doch eh machen was man will. Hey, wir sind Brujahs! Von uns wird doch nichts anderes erwartet. Fucking rules oder Regln sind zum brechen da, fallerie und fallerra, … auch zum Zähne puuuutzen kann man es benuuuutzen. Nein, das war was anderes. Aber Vorsicht. Sie schläft mit dem Feind. Komm lieber zu mir. Ich fick dich auch.

Bald würde sein Hinterkopf nach hinten kippen, aber die Stadt gefiel ihm. Jenny gefiel ihm. Enio gefiel ihm. Immer was zu grinsen.

… Ich bin es wert …. Ohja, Mäuschen, das bist du. Boing. Verdammt. Was Elly dazu sagt. Pöh. Die schmollt eh. Dann schnapp ich mit eben Jenny. Das wir bestimmt ne wilde Rauferei, aber am Ende werden wir da landen wo es am Ende immer endet. Ende - endet- wasn deutsch. Darf man sich eigentlich mit seiner Schwester vergnügen? Is ja so was wie Vampirinzucht. Bäh. Vielleicht doch nicht.
Hm, mal vorsichtig nachher mit Enio drüber reden. Der isn Mann, der wird das verstehen.


Dann verschränkte er seine Baumstämme, ähm Arme vor der Brust.

Hahaaaaahaaaaaa, selten son guten Witz gehört. Die Kleine will mich in den Boden rammen. Pass uf, dass ich dir nicht was reinramme. Ah, falsch verstanden. Is´ wohl ihre Art der Anmache. Sie will auch ne Zigarre zum Lutschen.

Was fürne Augenfarbe hat die denn. Bestimmt grün! Und was sie wohl für Unterwäsche trägt. Stacheldrahtslip und Panzerplatten-BH. So taff wie die sich gibt. Würde auch den strammen Busen erklären. Push-up, oder wie das heißt.

Wer isn Savvy? Nochn Clansbruder?

Tja, Maestro. Jetzt weißte was sie will. Sollte doch kein Ding sein. Also sag ja und lass uns verschwinden. Ich roste hier noch ein.

Er beugte seine Kopf von rechts nach links, dass es knackte.

Wo penn ich eigentlich? Zur Not im Auto. Aber nur zur Not. Am besten ich schick, … nö. Die Genugtuung geb ich der net, dass ich sie brauche.

Er blickte irgendwie gelangweilt umher und schnaubte.

Oh mann, ziemlich einschläfernd. Irgendwie macht so ein Gequatsche träge im Kopp.

„Ich geh mal raus und pack meine Sachen.“

Gesagt getan und er marschierte los. An der Türe drehte er sich noch einaml um.

„Ey, Cheffe. Haste eine Feuerwehraxt oder so was irgendwo in petto? Meine Letzte is´ put und so was is´ doch immer was wert. Für Brandschutz und so.“
 
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Wie eigenltich immer hörte Enio stumm zu und unterbrach den Redefluß der Caitiff nicht. Er war gut im Zuhören, das konnte ihm niemand streitig machen. Auserdem war der dumme Brujah sogar ganz gut im Denken. Nicht grad der schnellste aber doch brauchbar und manchmal sogar fast gerissen. Auf seine Art. Ein Ventrue würde ihn vielleicht belächeln deswegen aber auch das würde sich erst noch zeigen müssen.

Was Jenny so von sich gab war inhaltlich größtenteils richtig und Enio hatte ihr schon mehr als einmal gesagt, daß er zu würdigen wußte was sie schon alles für die Stadt getan hatte. Sie selber hatte aber offensichtlich Probleme mit dem Zuhören. Oder ihr Gehirn war noch kleiner als das von seinem neuen Clansbruder. Nunja... Anzeichen um die These zu untermauern hatte es leider schon öfters gegeben aber das hatte den Italiener seither nicht so sehr gestört. Er war nicht der Typ, der Wert darauf legte sich mit intellektuellen Affen zu umgeben oder Leuten zuzuhören, die schlauer waren als er selber. Aber Enio Pareto war mitlerweile etwas stinkig auf Jenny und ihr Gezehter reizte ihn doch mitlerweile mehr als er sich selber eingestehen wollte. Jetzt hieß es weiterhin ruhig zu bleiben und den kühlen Onkel Enio zu spielen. Vielleicht würde sich die verdammte Clanslose erneut von ihm beruhigen lassen. Grund dazu gab es eigentlich. Aber dennoch... Jenny wanderte auf einem schmalen Grat. Sie verlangte... sie forderte... sie konnte ihr Schandmaul einfach nicht halten. Sollte sie anmotzen wen sie wollte aber nicht ihn, der so eine Art Fürsprecher für die hier geworden war und ihr immer wieder aufs neue beteurt hatte was er an ihr hatte, zu schätzen wußte und mochte. War sie wirklich so dämlich? Klar sie hatte angekündigt, daß sie sich vielleicht doof anstellen würde aber das machte es kaum besser.

Ein kurzes Durchatmen ehe die Antwort kam blieb aus und mußte nur im Geiste vollzogen werden. „Ich kann mich sehr gut an unser Gespräch erinnern und du hast seither wieder ein paar Dinge mehr für Finstertal geleistet. Oh pardon... ich meinte für dieses verkackte Drecksloch.“ Der Zynismus war leider nicht zu überhören und vielleicht merkte Jenny Färber ja, daß Enio etwas vergräzt war. Aber Enio wollte ja eigentlich sachlich bleiben. Also neuer Versuch. Eine Pause entstand.

„Zu den Fakten Cicciolina. Wie ich dir bereits angekündigt habe, habe ich meine Worte in die Tat umgesetzt. Ich hatte gestern Nacht noch sowohl eine Unterredung mit der Geissel und auch mit den Ältesten. Allen gegenüber habe ich meinen Entschluß mitgeteilt, daß kein Clanloser in Finstertal anderst behandelt werden soll wie einer der anderen Blutsauger. Niemand wird sich mehr auf die Art bei der Geissel melden müssen wie du es bei Dargol machen mußtest und keiner wird hier als wertlos und unterprivilegiert betrachtet. Ich habe den Primogenen und der Geissel gegenüber dich Jenny Färber als Ansprechpartner genannt. Du sollst ihr Fürsprecher sein... und mir oder wer auch immer den Laden hier leiten wird als Sprachrohr für die Caitiffs behilflich sein, damit die Belange der Clanlosen und die Belange der Stadt auf einen Nenner gebracht werden können. Aber...“, Ja ja... es gab immer ein Aber. „Wie ich schon sagte... ihr werdet gleich behandelt wie ein Clanszugehöriger. Das betrifft auch die Regeln der Freisprechung und das ein frisch gezeugter Vampir jemand benötgt, der die Hand über ihn hält, sich um ihn kümmert... und natürlich dafür gerade steht, wenn er Mist baut. So ist das bei jedem Toreador, bei jedem Ventrue und bei den bescheurten Brujah ebenso. Savvy?“

Enio wartete die Antwort auf die eigentlich rethorische Frage nicht ab. „Sobald der Ghul der Regentin wieder denken und schreiben kann... oder irgendjemand von uns nicht gerade damit beschäftig ist verfluchte Tzimscenwichser in die ewigen Jagdgründe zu befördern, werden wir ein Schreiben aufsetzen, es verteilen und die ganze Choose noch offizieller machen als sie jetzt ohnehin schon ist.“ Enio sah eindringlich die kleine Anarche an. Seine Worte waren wieder gefaßt gewesen aber er wirkte für Jenny womöglich etwas distanziert. Es war seine Art seinen Groll zu schlucken. Es würde an der dunkelhaarigen Nervensäge liegen ob sie anerkannte was genau Enio für sie getan hatte oder ob sie es für klug empfanden jetzt unzufrieden zu wirken und noch mehr zu fordern. Einen Dämpfer würde sie sowieso gleich noch hinterher bekommen. Egal was sie zu sagen hatte. „Und Jennifer Färber? Entspricht das deiner Meinung nach dem was wir zuletzt beredet haben. Oder findest du mein Verhalten... ungerecht und unfair.“

Der Duke, der mitlerweile sich dazu entschieden hatte nach drausen zu gehen, erhielt währenddessen ein leichtes Kopfnicken als Bestätigung, daß Enio ihn gehört hatte. Eine Antwort auf seine Frage bekam er nicht. Enio war auch was Gespräche anging nur sehr selten multitaskingfähig.
 
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"Das wird sich zeigen Pilger! Wenn du in der Verteilung der Rechte ebenso freimütig bist wie mit den Pflichten, dann will ich es vorerst so stehen lassen! Ich vertraue dir! Mehr als dir wahrscheinlich bewusst ist! Und ich werde mich an alles halten, was du forderst. Wenn du dabei nicht vergisst das ich kein dressierter Haushund bin. Wenn ich nach deinen Regeln spiele, dann will ich auch deine Vergünstigungen!!! Als Zeichen meines Vertrauens sollte ich dir vielleicht noch sagen, dass die Gruppe der Caitiff mittlerweile schwer über sich selbst hinaus erwachsen ist. Es gibt einige Kainiten -in diesem verfickten Drecksloch, schön das wir uns da einig sind- die mit den Regeln und dem Verhalten der Camarilla hier nicht mehr einverstanden ist. Es sind eine ganze Menge, wenn ich das so überlege und du wirst es mit ihnen nicht so leicht haben wie mit mir. Es sind mehr, als die meisten anderen Clans als Mitglieder vorweisen können..."

Sie hob abwehrend die Hand. Natürlich hatte sie bemerkt, das Enio nicht mehr bester Stimmung war. Das hielt sie natürlich in keinster Weise davon ab zu sein wie sie nunmal war, aber sie wollte den armen Sheriff nicht an die Decke gehen lassen, bevor sie alle Fakten richtig gestellt hatte. Jenny versuchte es mit einem freundschaftlichen Lächeln und aufmunternd hochgezogenen Augenbrauen die ihm versprachen das dann alles vielleicht doch nicht so schlimm war wie es sich bis jetzt anhörte. Nun ja doch, aber das musste er ja erst gleich merken...

"Bevor du mich jetzt anschreist! Ich bin zwar Teil dieser Gruppe, aber ich bin weder ihr Anführer noch ihr Sprachrohr. Es werden andere kommen und mit dir reden wollen. Ich wollte dich nur vorwarnen und dich bitten ihnen nicht schon in der Tür den Kopf von den Schultern zu kloppen. Es sind gute Leute drunter. Viele haben gegen Zachariis Plagen gekämpft und einige es sogar mit ihrem Leben bezahlt. Du magst die Anarchen nicht mögen, aber ich fürchte es ist zu spät sie wegzuwünschen. Schieß jetzt nicht auf den Boten!"

Oh Mann, hoffentlich machte der Italiener jetzt nicht das HB - Männchen. Es gab Städte, da beschrieb man schlechtes Timing mit: Einen auf Jennifer machen....

"Öhm....wollen wir los Darling?"

Hab dich lieb und so...
 
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Enio spricht, leider nicht mit ihm, aber trotzdem interessant was da kommt.

An der Tür stehend wartete der Riese auf eine Antwort.

Was? Die Kleine is´ ne Clanlose? Geilgeilgeil! Dann is´ sie keine Schwester und ich muss mir keine Gedanken wegen Inzucht machen. Tolle Sach´ .

Ja, diese Info machte Jenny wieder präsent für Mark. Nicht nach dem Motto clanlos = keine Rechte = Freiwild. Das war ihm ziemlich Schnuppe. Er drückte einem Ventrueancilla genauso die Nase ein, wie einer Caitiff wenn es sein musste.
Aber das, für ihn ungelöste Problem der Blutschande lag nicht mehr vor und so konnte man wieder zu Schritt eins, anbaggern, zurück kommen oder Schritt 2 wieder anbaggern oder überhaupt anbaggern. Ach egal. Gemeinsam Körperflüssigkeiten austauschen eben. :)

Er regiestrierte auch, dass es Schwingungen zwischen den beiden gab. War sie die Braut vom Chef? Nö. Kann net sein. Aber irgendwas war da. Ne Ex. Immer noch da. Immer noch lästig. Und immer noch fordernd. Kannte man ja.

Und es gab ne Anarchenbewegung hier. Und sie konnte Stress machen. Stress war auch goil, aber wenn Enio Ziel war hatte er einen Schatten, der über die Anarchen kommen würde wie, wie, … wie. … Ja, er würde über sie kommen!

NNNNNNNNNEIIIIINNNNNN! HHHHHHHHHIIIIIILLLLFFFFFFFEEEEE! Helf mir! …. AAAAAh, ….

Was war das denn? Kam das von draußen? Verdammt! Hörten die beiden anderen das nicht? Wer rief hier.

Der Duke versteifte sich und lauschte angestrengt, ob die weibliche Stimme noch einmal rief. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor. Fast vertraut. Elly?

Elly?“ brüllte er und explodierte förmlich.

Ich komme!“

Mit diesen Worten riss er die Türe auf und gleichzeitig aus den Angeln und schoss lichtblitzgleich nach draussen. Im Rennen riss er die Kette vom Gürtel und 1-2 Augenblicke später stand er am Auto. Kampfbereit und aufs Äußerste angespannt.

Ganz im Gegensatz zu seiner Elly. Diese lag immer noch friedlich auf dem Sozius und kuschelte mit Boxter.

Der Duke stand völlig verdattert vor dem Fahrzeug und verstand die Welt nicht mehr. Er hatte sich nicht getäuscht. Da hatte jemand um Hilfe gerufen und es hatte sich angehört wie seine Elly.

Schön blamiert. Mistmistmist. Vielleicht hatten es die beiden anderen nicht mitbekommen.

Jaaaa, genau und die ausgerissene Türe war auch in Wirklichkeit ganz! Er war eigentlich gar nicht in Finstertal und träumte das ganze.

Er wurde wütend. Auf sich. Auf die Situation und auf Elly, welche friedlich schlummernd dalag.

Gerade drehte sie sich um und lächelte ihn an. Sie schien was nettes zu träumen. Wer konnte jemanden mit so einem Lächeln böse sein. Und diese Nase. Hach.

Also ein andres Ventil! Aber was? Aber wer?
 
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Die Rotzplage war so nervtötend wie sie nützlich war. Sicher… auf eine unerklärliche Weise mochte Enio sie ja sogar ein bißchen und sie hatte etwas, daß öfters als gewöhnlich ausreichte um ihr mit Milde zu begegnen und über ihre beschissene, keifige Art hinwegzusehen. Aber halt nicht immer!

Jenny sabbelte einiges vor sich hin und Enio hörte gewiß zu und es war die eigentümliche Art des Brujahs, immer den anderen ausreden zu lassen und abzuwarten auf was das Gesülze hinauslief, die Jenny mal wieder den Kopf rettete, da sie es durchaus verstand zwar den Weg der Uneinsichtigkeit so zu beschreiten, daß sie in jedes Fettnäpfchen trat aber gleichzeitig auch den Bogen noch bekam wieder einzulenken. Sollte noch einer den Brujahs fehlende Geduld vorwerfen. Enio war der Meinung, daß er eine Zier seines Clans bei dem Thema sei und eigentlich einen verdammten Oskar für die beste Nebenrolle verdient hatte. Das waren doch oft die, die nicht so viel Text hatten aber für den Film unerlässlich waren, weil sie das Ganze erst richtig cool machten?

Jenny warf gewisse Dinge über den Haufen, die Enio kleinkrämerisch trennte. Anarchen und Clanlose. Clanlose, Anarchen und diejenigen, die nicht mit dem zufrieden waren wie die Camarilla gewisse Dinge regelte. Das Timing war perfekt! Es gab keinen besseren Zeitpunkt um sich aus der Unterhaltung zu verabschieden. Er hatte der Caitiff ein paar Brocken gegeben und mußte sich vielleicht eh nicht mehr selber um den Rest kümmern. Entweder er würde sich noch drum kümmern müssen oder auch nicht. Der Italiener nahm sich vor die Dinge anzugehen, wenn sie relevant wurden. Sollten die dämlichen Archonten wie Heuschrecken über diese Stadt kommen und Enio ins Abseits stellen, dann war der Scheiß eh nicht mehr sein Thema… aber er hatte sein bestes getan. Falls der Kriegsherr mehr hier werden sollte als eben dieser… dann würde er sich gern das Gebrabbel der Clanlosen Pennbrüder anhören und mitleidig Nicken, falls sie ihm Bockmist vorschlagen würden… und das war ganz sicher der Fall. Momentan gab es höchstens Anlaß zum müde lächeln. Jenny würde ihn noch oft genug dafür verfluchen. „Ja… wir werden sehen!“ Scheiße auch! War das echt alles was der Bruddelbrujah zu sagen hatte? Zu dem Thema eventuell schon… aber er war noch nicht fertig und gab dann doch noch was zum besten.

„Da wir grad beim Thema sind… weißt du eigentlich was Archonten sind? Nicht? Dachte ich mir.“ Woher sollte die dunkelhaarige Wildkatze auch wissen was Archonten waren? Sie konnte ja bis gestern noch nicht einmal das Wort Elysium richtig aussprechen und mit Anchilla tat sie sich immer noch schwer. „Das sind ein paar obere… ja wie würdest du wohl sagen… Camarillaheinis, Oberbonzen oder was auch immer der Sekte, der wir angehören, jedenfalls die größten Teile dieses verfickten Drecksloches.“ Sein Blick wanderte überdeutlich in Richtung Jenny Schoß und ja… er wußte zu genau, daß sie mit diesem Ausdruck etwas anderes gemeint hatte. „Was genau so ein Archont macht erklär ich dir bei Interesse gern ein ander mal aber wichtig für euch dürfte sein, daß die Typen Camarillahardliner sind und es warscheinlich keinen besseren Zeitpunkt geben würde um vorzureiten und seine Sorgen vorzutragen als heute Nacht noch… zumindest wenn wir Zacharii überstanden haben und derjenige einen schnellen Tod sterben will. Oder derjenige ganz bewußt und absichtlich die bisherige Führung – also mich – als unterbelichtet, inkompetent und weicheimäßig hinstellen möchte. Zumindest werden die Penner keine Möglichkeit auslassen uns – allen voran mich und Caitlin – als unfähig und strunzdämlich hinzustellen, da sie nämlich selber einen Prinz hier einsetzen wollen und jemand wie mich hier nicht gebrauchen können. Du interessierst dich für Politik? Jetzt kannst du und deine andere clanlosen beweisen ob ihr auch nur ansaatzweise ein Gespür dafür habt.“ Ein kleine Herausforderung wurde in Enios Worte transportiert. Vielleicht erkannte sie ja die Gefahr dieses ungewohnten Parkets. Aber vielleicht erkannte sie ja auch warum Enio dringend noch gestern Nacht gewisse Dinge für sie in die Wege geleitet hatte und wie sehr sie ihm schaden könnten. Deutlicher darauf hinweisen würde der Sheriff nicht. Verstehen mußte sie es schon selber.

Der Duke reagierte als wenn etwas passiert wäre. Das reichte Enio um in Alarmbereitschaft zu sein. Er hatte bereits zu viel Stimmen gehört, Schatten gesehen und Szenen in den Augenwinkeln vetrieben um in Panik zu geraten aber das Verhalten des Riesen war ernsthaft genug um nicht mit einem müden Winken ignoriert zu werden. Enio wandte sich um und folgte Mark wenigstens bis zur Tür um ihm hinterherzusehen und sich zu vergewissern, was los war. Es würde ihn noch nicht einmal wundern, wenn Zach ihm jetzt schon etwas auf den Hals hetzen wollte.
 
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Wie so oft wurde Jenny mal wieder schwer unterschätzt.
Durch ihre laute schnodderige Art brachte sie die Leute -allen voran Enio- oft absichtlich in Rage damit sie Dinge taten oder sagten, die ein wenig mehr ihrer wahren Persönlichkeit offerierten. Es war die gleiche Taktik der sie mit ihren provozierten Prügeleien nachging. Wer schwer angenervt war, wurde nachlässig in seinem Benehmen und den angeborenen Schutzmechanismen die das wahre Ich vor feindlichen Einsichten schützte. Außerdem und in diesem Fall: Niemand reagierte derart niedlich wie der Sheriff. Je mehr etwas ihm auf die Nerven ging, desto schweigsamer wurde er.
Natürlich hatte die Caitiff verstanden, dass der Italiener ihr einen großen Gefallen getan hatte. Zumindest wenn er nicht vergaß seine Neuerungen auch an die Archor... Archae... Arsch...! Na an diese Camarillaobersäcke weiter zu geben! Wenn niemand über die neue Freiheit der Caitiff sprach, dann war sie so schnell Geschichte, wie sie eingeführt worden war. Naja, Enio würde es schon richten, sie würde weiterhin ihren Hintern für ihn riskieren und man würde sich weiter fies auf die Nerven gehen. Auch ne Art von Beziehung.

Wo sie gerade übers Nervensägen nachdachte. Sie grinsten Enio hinterher, als dieser gerade dem blonden John Wayne hinterher trottete.
(Wollte sicher Fliegen fischen oder golfen ... oder so!)

Hinter ihm herlaufend begann sie zu sprechen.

"Das heißt diese Archibaldis kommen um dir die Kündigung zu überreichen? Echt? Du bist gefeuert? Und diese vollverspiegelte Hexenkönigin auch? Sowas... geht?"

Jenny Miene wurde toternst, die Mundwinkel sanken herab, trauer legte sich über die Gesichtsmuskeln.
Mehr Schauspierei war nicht drin!

"Hihihi!"
 
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Enio sah kurz etwas ungläubig zu Jenny. Verarschte sie ihn gerade oder waren das ernsthafte Fragen? Sie war doch diejenige, die alle anderen Kainskinder in der Camarilla für intrigante, überhebliche und fehlgeleitete Pennbrüder hielt. Da fragte sie sich doch nicht ernsthaft ob es ginge jemand wie Enio das Wasser abzugraben und vor allem... ob jemand für so etwas Skrupel hätte.

Trotz dem Getue und der gespielten Szene gab Enio der Caitiff eine Antwort, die sogar als enrsthaft betrachtet werden konnte. „Sicher Shugar-pie. Das geht sogar voll einfach. Du weißt doch wie ungerecht die Welt ist. Aber der ganze Mist in kompliziert und zwar auch für mich zu kompliziert. Es gäbe genug Möglichkeiten das Ruder herumzureißen... oder eben abzuspringen. Aber mach dir um mich keine Sorgen... mach ich nämlich auch nicht“ Er könnte alleine mit seinem dürftigen Wissen Jenny locker eine Stunde lang langweilen und ihr die Möglichekiten aufzählen was sich alles auftun könnte und dabei würde er sicherlich noch die Hälfte vergessen. Aber sie würde es warscheinlich nur gering interessieren und dafür war einfach keine Zeit.

Apropso Zeit. Was war jetzt mit dem Duke? Enio ging auf das Fahrzeug zu in dem der anderen Brujah offenbar verschwunden war. Der Sheriff war immer noch übervorsichtig und verkürzte die Distanz nur zögerlich. „Alles okay Mark?“ Jetzt hatte er ihn doch bei seinem ursprünglichen Namen genannt. Obwohl bei einem Untoten niemand wissen konnte wie der eigentlich richtig hieß... selbst bei den jüngeren.

Enio sprach jetzt wieder zu Jenny und dem Duke. „Wird Zeit das wir hier weg kommen. Wir treffen uns vor dem Kunstmuseum. Ich muß noch einen kleinen Abstecher in der Akademie machen, dauert aber keine 15 Minuten. Im Muesum geht jedenfalls die Post ab und dort wird es sich entscheiden. Wie weiß ich auch nicht genau.“ Was genau war jetzt Jennys Aufgabe heute Nacht? Wie immer oder mal was anderes. Genau... sie könnte Noir den Rock heben, wenn sie irgendwelche Treppen steigen mußte. Würde ihr sicherlich Spaß machen. Aber was überlegte Enio groß? Sollte Jenny selbst etnscheiden. Sie mußte nicht an der vordersten Front sein und vielleicht war es gar nicht so doof jemand mit in das Gebäude zu nehmen. „Also Cicciolina auf was hast du es heute? Du kannst mit deinem neuen Freund hier und ein paar anderen das Gebäude verteidigen und darauf hoffen, daß nicht ein kleines Heer von dem Auftaucht was gestern auf euch gehetzt wurde. Oder du gehst mit deinem Lieblingsbrujah in das Gebäude rein und bist bei dem großen Hokuspokus dabei. Kannst Noir, der Regentin oder mir dabei auf den Arsch schauen aber vor allem... live dabei sein wenn wir entweder alle verrecken oder Zacharii sein letztes Lied geträllert hat. Heute gibt’s Freikarten und du kannst dir aussuchen in welcher Reihe du sitzen magst. Herrlich oder?!“ Es fiel sicher nicht jedem auf aber der Brujah-Primogen hatte durchaus die Fähigkeiten sein Sprachjargon dem Gesprächspartner anzupassen. Zumndest innerhalb seiner Möglichkeiten. Bei ihm klang es zwar manchmal fast schon gelangweilt und die richtige Vortragsmethode mochte ihm fehlen aber man konnte ja nicht perfekt sein.
 
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Ja sicher hatte sie ihn verarscht, aber sie konnte auch anders. War sicher der Grund warum der Sheriff sie am Ende eben doch gut leiden konnte. Sie war laut, ungezogen und sicherlich auch verflucht anstrengend.
Aber sie war auch loyal und ehrlich. Sehr seltene Eigenschaften unter Vampiren. Besonders dann, wenn sie zur obersten Regel der eigenen Lebensart erkoren waren.

"Wenn du Hilfe brauchst, sag einfach ein Wort! Ich nehm es auch mit den Arsch-unten auf! Immer da wenn du mich brauchst, ich hoffe du weißt das!?"

Ob der Name wohl daher kam, dass solche Typen den ganzen Tag im Sitzen verrbachten? Wenn ja, musste Jenny ihr denken über die Bonzen noch mal einer neuen Prüfung untziehen.
Dann hatten sie zumindest eine gewisse Art von Humor und wer sich selbst zu verarschen wusste, konnte noch nicht völlig verloren sein...

Themenwechsel.

Enio stellte sie also vor die Wahl. Als ob er die Antwort nicht schon längst wüsste. Aber er ließ ihr die Wahl.
Gut das Richard das nicht wusste, der würde sich nämlich jetzt die Haare einzeln raufen, weil auch er längst wusste was Jenny tun würde.
Wie immer das falsche!

"Zacharii hat mich mehr als einmal fertig gemacht und mein Hirn zu seinem ganz persönlichen Freizeitheim erklärt. Ich will den Bastard sterben sehen und ich will ihm wenn möglich dabei in die Augen sehen. Danke das du mich dabei sein lässt. Wirklich!"

Sie hatte den Satz mit großem Ernst gesprochen, denn die Sache lag ihr aufrichtig und wahrhaftig am Herzen.
Als sie jedoch fertig war, schlich sich ein Lächeln zurück.

"Außerdem muss dir ja wer den Arsch retten, wenn diese Noir und die Tremere ihren Job verbocken! Und mal ehrlich, Honey! Wir beide wissen, das die es nicht auf die Kette kriegen werden! Wenn das aber so ist, gehört Zachariis Arsch mir! Okay?"

Sie wandte sich an den blonden Hünen im/am Auto.

"Ja, ja! Und danach verpass ich dir ein Facelifting! Immer schön artig in der Reihe bleiben... nöh?"
 
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Mist da kamen sie. Sie hatten es also doch mitbekommen.

Was jetzt? Keine Ahnung. Winken und lächeln, sagt man, glaube ich in dem Fall.

Er kam um den Van herum und gesellte sich zu dem Duo. Immer noch auf 18.000 und mehr als angespannt. Irgendwas verarschte ihn hier. Sowas passte ihm nicht. Ganz und gar nicht.

Aha, die tragen immer noch ihr Kräftemessen aus. Mir egal.

Auf die Frage seines Primos brummte er nur ein „Hmmmhm.“

Er blickte sich immer wieder vorsichtig und dezent um. Beobachtete sie jemand? Das Gefühl war da. Es ließ ihn auf volle Leistung fahren. War in Alarmstufe Rot und bereit loszulegen, wenn er denn nur einen Gegner hätte. Zachari, Tremere, Hexen, Akademie, Museum, Noir, … die Begriffe flogen ihm nur so um die Ohren. Und er hatte mühe sie alle zuzuordnen. Noch mehr als sonst. Er war abgelenkt. Verdammt. Die mussten ihn doch für blöde halten!

Nööööö, Duke so was würde niemals jemand tun!

… Facelifting …..

*Boing*

Da brannte sie durch, die berühmte Sicherung und wie immer an einer Stelle, die völlig unpassend war. Ein fast perfekter Zeitpunkt. Für die anderen. Nicht für ihn. Aber so war das eben.

Mit einem Satz stand er vor Jenny. Ragte wie ein Turm vor ihr auf und verdunkelte die Sonne, …. ähm, den Mond natürlich. Er tippte ihr gaaanz leicht an die Brust. Ohne drüber nachzudenken, dass er damit ein solches Püppchen eindrücken konnte. Aber Jenny war ja nicht so. Zum Glück.

„Wem verpasst du ein Lifting, Muschi?“ donnerte er sie an. „Pass bloss auf mit deinen Spielchen, sonst brech ich dir alle Knochen! Ich reiß die in zwei Hälften und verfüttere dich an Boxter. Du Flittchen! Und raus aus meinem Kopp!“

Wie er darauf kam dass sie das war, kann wohl niemand sagen. Aber er hatte sein Ventil und projizierte alles auf die Caitiff.

„Lass diese Psychospiele! Wenn ich dich noch einmal dabei erwische, wie du mich Hirnficken willst, Schlampe, dann fick ich dich auch Hirn. Ich schieb dir meine Faust rein und zerquetsche alles was sich dort befindet!“

Er brüllte seine ganze Wut heraus und zitterte vor Erregung. Blutspeichel flog Jenny entgegen und das Tier war kurz davor den Brujah zu übernehmen. Es blickte der wesentlich kleineren Kainitin aus blutunterlaufenen Augen entgegen. Wild und voller Leidenschaft. Instinktgesteuert , ohne Moral oder sonstige Schranken. Pure Energie.
 
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"Immer hübsch langsam mein Großer!"

Ein kühles Lächeln folgte den Worten.

"Ich weiß man hat dir die Frage sicher schon hundert Mal gestellt und ich will dich ganz sicher nicht langweilen. Aber, bist du doof?"

Jenny wich keinen einzigen Zentimeter zurück.
Gott, wie sehr sie Augenblicke wie diesen liebte. Das gute alte Kennenlernspiel auf die gute alte robuste Weise. Hoffentlich bekam Enio jetzt nicht plötzlich wieder seinen Moralischen. Sie würde seinen Lieblingsriesen schon nicht kaputt machen. Vielleicht etwas zurecht stutzen. Außerdem war es ja genaus gut möglich, dass sie es am Ende war, die mit der Nase über den Asphalt schlitterte. Wäre nicht das erste Mal! Schmerzen, geil!
Da ihre Einführungsfrage eher retorischer Natur war, interessierte sie John Waynes Antwort nicht.

"Bevor wir die Fäuste kreuzen, warte noch eine Sekunde mein Süßer! Nur um ein paar Dinge klarzustellen. Ich bin Jenny! Ich bin die Frau, die dir gleich ne ordentliche Hängelippe verpassen wird. Aber! Das was in deinem Kopf geschieht, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich mache so etwas nicht! Aber ich habe sehr viel Erfahrung damit -eben erst Hase. Leider! Also, was auch immer mit deinem Hirn geschieht, es ist dieser untote Vampirahn namens Zacharii den wir heute Nacht aus dem Leben boxen wollen. Ich habe damit mal rein gar nichts zu tun, denn ich hasse diesen Scheiß mindestens genauso sehr wie du."

Nun tippte sie mit ihrem Finger gegen seine Brust und sie war dabei nicht gerade zimperlich.

Tipp, Tipp, Tipp...
Blauer Fleck, Blauer Fleck, Blauer Fleck...


"So! Und damit zurück zu uns beiden, Honey! Niemand mit dem ich nicht schon mal besoffen unter ner Theke gelegen habe, nennt mich Muschi oder Flittchen. Hast du etwas zu groß geratener Spaten das verstanden? Für dich heißt das solange Fräulein Färber, bis du mir bewiesen hast, dass mehr als nur heiße Luft hinter deinen Wort steckt. Klar soweit?"
 
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Enio war sich sicher, daß Jenny dem Bollwerk vor dem Museum fehlen würde aber falls Malik und Meyye dabei waren hatten sie wenigstens noch die beiden Haudraufheinis an der Front. Letztendlich war das was die Caitiff gesagt hatte die Hauptintension gewesen warum Enio ihr überhaupt offen gelassen hatte ob sie mit zum Ritual wollte oder drausen sich um das Gobzeug zu kümmern. Er hatte keine Ahnung was da auf sie zukam und er brauchte jemand dem er vertraute und als Rückendeckung stehen lassen konnte. Jenny war ideal. Die Gründe dafür offensichtlich.

„Versprochen! Du darfst halt nur eines nicht machen wenn es tatsächlich schief geht… und das ist wie schon mal zusammenklappen und in Onmacht fallen. Könnt ich nicht brauchen!“ Die Spitze mußte einfach sein. Enio konnte sich nunmal auch nicht immer alles verkneifen.

Aber schon ging das Gezeter wieder weiter. McDuffy ging oben raus und Jenny-Pie rieb sich warschienlich innerlich die Hände. Enio machte einen Schritt zurück und entschied sich die beiden sich selbst zu überlassen. Jenny würde den Duke nicht vernichten, das wußte er. Ob es andersrum ebenso war wußte er nicht aber die Caitiff kannte das Risiko und irgendwann würde sie ihren Meister schon finden. Wobei… das hatte sie ja schon. Die erste Begegnung mit Enio war ihr nicht gut bekommen und hätte sie fast ihre Existenz gekostet. Enio hatte schon mehr als einmal in sich hineingedank, daß er die Anarchin damals nicht vernichtet hatte. Also gut… dann wollten die Idioten also spielen. Nur zu… es machte einfach keinen Sinn und Enio würde sich hier warscheinlich verausgaben müssen um Sancho und Pancho wieder voneinander zu trennen. Ob das Konsequenzen hatte war aber noch nicht zu ende diskutiert.

Der Brujah hob die Hand zum Abschiedsgruß. „Okay ihr Maden… ich bin dann mal weg. Wenn ihr fertig seid mit rumalbern könnt ihr zum Museum kommen. Wenn ihr dann dazu nicht mehr in der Lage seid… schaut am besten das ihr das Weite sucht, denn ich werde denjenigen sofort Morgen aus der Stadt schmeißen. Viel Spaß.“ Enio meinte das ernst und zumindest Jenny würde wissen, daß dem so war. Noch ein letztes Wort an Mark im Weggehen und Enio wandte sich noch nicht einmal mehr um. „Ich darf sie übrigens schon Flittchen und Schlampe nennen. Schlampe!“ Wobei der letzte Kosenamem natürlich Jenny galt.

Das Motorengeräusch von Enios Norton hörten die beiden schon nicht mehr, da das Rauschen des Blutes alles andere übertönte.
 
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Der Seitenhieb des Sheriffs traf ins Schwarze. Jenny versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, aber als der Italiener das Thema ansprach zuckte sie für einen Augenblick merklich zusammen.
Mistsack, was konnte sie denn dafür das Zacharii es in ihrem Kopf so gemütlich fand?

"Du kannst dich wie immer auf mich verlassen, Pilger! Bin in zehn Minuten bei dir, ganz wie versprochen!"

Jenny ließ den Kopf kreisen und die Nackenwirbel knacken. Langsam hob sie die Hände, ein ehrliches Lächeln trat auf ihre Lippen. Sie sah zum Duke auf. Er war... hoch! Und er war... breit! Seine Arme glichen Baumstämmen. Man hätte sechs Frauen von Jennys Statur hinter diesem Schrank verbergen können ohne sich dafür groß anstrengen zu müssen. Das nannte sie mal einen großen Jungen! Mann! Mann! Was für ein Kerl! Sicher kein leichter Brocken. Umso spaßiger dürfte es werden! Yeah, wo blieb der Reiz wenn es immer einfach war?

Er wird mit weh tun, rrrrrrrrrrr!

Dann hatte Enio doch noch was zu sagen. "Ich darf sie übrigens schon Flittchen und Schlampe nennen." Ein zustimmendes Nicken folgte. "Schlampe!" Jenny ließ ein deutliches Schnurren vernehmen.
Ihr Blick kletterte wieder die achtzehn Etagen bis zur obersten Etage des Testosteron-Turms empor und haftete sich auf das, was sie für seine Augen hielt.
Ganz schön weit weg!

"Ok, mein Großer, dann wollen wir doch mal sehen ob du dir auch die hübschen Kosenamen verdienen kannst?"

Jenny holte zu einer mächtigen Ohrfeige aus.
Wenn sie den Arm ordentlich lang macht und sich auf die Zehenspitzen stellte, müsste sie eigentlich heranreichen.
 
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Und wie das Blut rauschte. Der Duke hatte Mühe nicht total zu rasen und so bekam er nur mit, dass sein Primo sich verabschiedete und ihm Glück wünschte.

„Frooiiillein Färber?! Ich bitte viiiiielmals um Verzeihung!“

Wer sich denn jetzt zuerst bewegt hatte, war nicht wirklich nachzuvollziehen. Irgendwie geschah alles gleichzeitig. Jenny streckte sich und Mark verbeugte sich.

Er wedelte gekünstelt mit den Armen und begann sich tatsächlich vor der Caitiff zu verbeugen. Zumindest hatte es die ersten 1-2 Millisekunden den Anschein.

Er machte es ihr also leichter sie zu erreichen. Wie gentlemanlike von ihm.

In Wirklichkeit sauste seine Stirn immer tiefer. Verbeugung eben. Haha. Er wich ihr mit dieser Bewegung aus. Er nutzte ihre Steckung um sie zu unterlaufen.

Sie, also die Stirn, sollte zudem genau in Jennys Gesicht landen. Genau dahin wo der Duke sie hinhaben haben wollen tun würde.

Matsche-Nase und Blutsabber. Nix was einen Brujah beruhigen würde, also weiter. Immer weiter in den Blutrausch.
 
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Gute Güte war der Typ schnell!
Seine Reflexe waren fast genauso schnell wie ihre eigenen. So etwas hatte Jenny noch nie erlebt. Normalerweise waren ihre Gegner stets ein Sekündchen langsamer. Sogar Enio, zumindest bevor der seinen Turbo angeschaltet hatte. Sie hatte ihre Ohrfeige vollkommen unvermittelt auf die Reise geschickt. Keine Bewegung aus der Schulter, keine vorhergehende Körperdrehung, kein Flattern der Augenlider. Sie hatte jedes verräterische Zeichen perfekt unterdrückt, alles so gemacht wie sie es gelernt hatte. Trotzdem pfiffen ihre Finger am Gesicht des Riesen vorbei.

Hrmpf, was waren die empfindlichen Teile des Riesen auch so weit weg! Hmmm da waren auch welche westentlich näher. Musste es denn immer das Gesicht sein?

Dann raste plötzlich sein Kopf zu ihr hinab.
Da er bis zur ihr eine größere Entfernung zurückzulegen hatte, war er sicherlich längst auf Höchstgeschwindigkeit. Sozusagen ein Komet mit Stachelbürstenschnitt. Der einzige Vorteil an der Entfernung war, das Jenny die nötige Sekunde Zeit fand ihr hübsches Gesicht in Sicherheit zu bringen. Auch hier war es haarscharf! Nun reichte es der Caitiff. Wozu war man denn wohl stark wie ein Büffel. Scheiß auf Deckung und plötzliche Ausweichbewegungen! Wenn sie weit genug ausholte und die Faust in einem Bogen vorschießen ließ, würde sie alles wegräumen was sich ihr in den Weg stellte. Körper, Hoden, Unterarme... Und wegspringen wäre auch nicht mehr drin, dazu war sie zu schnell. Sofort setzte jenny zu einem weiteren Schlag an, ihr rechter Haken war bereits auf dem Weg als sie sah, dass dieser Duke schon wieder exakt genauso schnell war wie sie selbst. Unfassbar! Leider auch ein Problem, denn da er sich für eine direkte Gerade entschieden hatte, war er um eine zehntel Sekunde früher im Ziel als sie selbst.

Oh Mist!

Das wird weh tun...

...
 
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Nachdem sein Kopp ins Leere sauste und sein bisschen Hirn durchschüttelte, wurde ihm eines klar. Das war keine Memme, die weinend und bibbernd gleich flennend am Boden sitzen würde. Jenny war eine ernsthafte Gegnerin.

Er war wieder einmal dem Klischee aufgesessen, dass Klein+Frau=Beute hieß. Aber schon oft hatte er blaue Flecken oder mehr bekommen. In so mancher Kainitenfrau steckte doch ein ganzer Kerl, …. Dank Chappi. :)

Und noch was. Er hatte das Gefühl, dass er wie im Wasser sich bewegte. Irgendwas verlangsamte ihn. Irgendwas bremste seine Bewegungen. Es war nicht so geschmeidig. Nicht so flüssig. Wie ein Roboter, kurze Pausen nach jeder Bewegung, wie wenn man sich erst erinnern müsste, wie es weiter gehen sollte.

Also dann eben anders, Dampfhammer go. Mit einem ganz besonderem Kampfstil. Dem Duke-Style. Druff uf die Mudda!

Mit der flachen Hand gerade nach vorne. Keine Faust. Warum? Traf er, war sein Handballen und seine Finger genauso in der Lage Knochen brechen zu lassen und wischte er vorbei, hatte man die Chance noch irgendwas zu krallen. Lippen, Ohren, Mundwinkel oder Nasenflügel. Auch Haare waren ganz nützlich. Hauptsache es war ´Autsch´ mit dabei.

Verdammt is´ die Schnell. Ihr Schwinger kam und konnte ihn durchaus treffen.

Bange machen gilt nich´! Und lass den Turbo aus, würde dem Alten nicht gefallen und nicht zu Klump schlagen und und und, …

Dann schlug sie ein, seine Baggerschaufel. Mitten in Jenny Gesicht. Wo genau war bei dem Größenvergleich nicht zu sagen irgendwie traf er das Kinn, die Nase und den Haaransatz. Alles auf einmal. Und es schien was zu brechen.

Das typische Geräusch, das Knacken und aufplatzen.

I love it ! Oder so!

Und wie es knackte, sozusagen im Doppelpack. Jenny hatte den Duke auch getroffen und ihm gleich was gebrochen.

Er grunzte dumpf und rang mit seinem Tier.
 
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....

Und ich sags noch...

Au verflucht!


Jennys Augen strahlten vor Vergnügen!
Das ihre Faust selbst ins Ziel gekommen war, spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Ihr selbst ging es ein wenig um den Genuß der Schmerzen, aber auch darum endlich mal jemanden zu treffen der nicht nur Schmalz in den Armen sitzen hatte, sondern sich auch auf die ungesagten Regeln des ersten Zusammentreffens verstand. Keine Disziplinen außer jenen die einem zu jeder Zeit gegeben sind, kein Hirnerweichen, kein Speeddating, keine linken Tricks! Ein fairer Mann mit zwar ein klein wenig Hirn zu wenig, aber dafür mit einer gehörigen Portion Straßenehre! Jenny hob die Hand um eine kleine Pause zu erbitten. Sie fasste sich an den ausgrenkten Kiefer und setzte ihn mit einem schnellen und verflucht schmerzhaften Ruck wieder an seine angestammte Stelle.

*Knack!*

Sie spürte wie ihre Wange anschwoll und investierte etwas Blut um den Schaden auf einem erträglichen Level zu halten.
Wenigstens Sprechen sollte ja noch möglich sein, es gab viel zu tun die Nacht...

"Hehe! Hast nen feinen Bumms im Arm, Wayne! Wenn es dir recht ist verschieben wir den Rest auf später! Wir müssen uns noch den Wichser krallen, der sich in unseren Köpfen herumtreibt. Wäre mir scheißpeinlich, wenn der am Ende nur deshalb gewinnt, weil wir beide uns bis zur Besinnungslosigkeit die Gesichter geschminkt haben. Wenn's dir recht ist, sagen wir unentschieden. Für's Erste!?"

Los gib's zu! Mein Haken hat dir ordentlich die Sterne aufgehen lassen, nicht?
 
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Das Tier brüllte als Jenny ihm die Rippen verbog. Heraus kam aber nur ein ´Grmpf´.

Und der Riese kämpfte weiter, auch wenn er äußerlich zur Salzsäule erstarrt war, nachdem die Caitiff ihre Attacken unterbrochen hatte.

Er hatte Respekt vor der Kleinen. Aus ihr war aus einer Flittchen-Chica eine zu respektierende Person geworden. Immer noch weiblich. Ohne Frage. Aber er traute ihr zu, dass sie beim Pinkeln auch stehen konnte. Ganz wie sie wollte.

Bei dem Gedanken hatte kein Tier, keine Raserei, kein Koldune, niemand ne Chance ihn zu beeinflussen. Der Duke war abgelenkt und grinste. Der Blutrausch war verflogen.

„Fuck, wasn Bumms, Schätzchen. Und Froilein kannste vergessen. Wenn dann Frau, fast schon Mann. Hast mehr Cochones wie manch anderer.“

Er steckte sich und ließ sein Blut das übrige machen.

„Aber aufgehoben is´nich aufge… aufge… Also, eben ein 1:1 und mit Kompromissen gibt sich ein Duke nich´ zufrieden. …. Spass. Lass uns leiber irgendwelche Ärsche gemeinsam eintreten, scheint ja tierisch Bedarf hier zu geben und in Zukunft gehen die uns bestimmt auch nicht aus.“



„Und jetzt? Rauf auf den Hobel und Enio nach? Willst bei mir mitfahren, …?“

- Ganz fettes Grinsen -

„… Schneckchen.“

Dabei begab er sich an die Heckklappe des Fahrzeuges und öffnete die Türe. Dann die klappte er die Verkleidung weg und zog sich einen Doppelholster über. Darin zwei kleine Wummen. Als nächstes noch ne Flinte welche er sich auf den Rücken schob. Mantel drüber. Fertig. Rechts und links was für ne Holzvergiftung, einen dritten Pflock warf er wie selbstverständlich Jenny zu.

Sonnenbrille auf. Zigarre in den Mundwinkel. Angezündet mit, jaaaa, mit nemm´ Streichholz.

Dann griff er sich seinen Hobel und wuchtete ihn vom Anhänger.

Es konnte losgehen. Nur wohin, das war ihm irgendwie so gar nicht klar. Sozusagen keinen blassen Dunst.
 
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