[01.06.2022] Dämmerung

Eldrige

Zombie-Survival Experte
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Es krochen und regten sich nun also Dinge rund um und in den Straßen der alten Dame an der Finster. Lange Zeit schien die Welt die Stadt vergessen zu haben. Zumindest für Finstertaler Verhältnisse war die Zeit beinahe Ereignislos von der Zukunft in die Vergangenheit getröpfelt und kein verheerender Krieg war durch die Straßen der Stadt gefegt. Kein Fluch hatte sich in das Gewebe der Realität geschlichen und mit kalten, klammen Fingern nach den Einwohnern Finstertals gegriffen. Unabhängig sogar wenn man betrachten wollte ob diese am Leben waren, oder, nun, nicht mehr. Keine Banden von marodierenden Sabbat Schmeißgeburten waren über sie hergefallen, keine tollwütigen Werwolfsbestien hatten in letzter Zeit beschlossen ihr Bein zu heben und noch nicht einmal irgendwelche selbstgerechten, selbsternannten Rächer, oder Jäger hatten die Heimat der gebeutelten Verdammten heimgesucht.

Es war gekommen wie es sich alle gewünscht hatten. Es herrschte Frieden. Zugegeben, solange eine Horde blutsaugender Untoter die Strippenzieher waren, würde es eher die geordnete Ruhe eines Schlachthauses sein, in dem das Vieh mit gesenktem Kopf, aber in aller Stille und gehorsam voran zottelte, aber wenn man wollte das Frieden die Abwesenheit von Krieg war, dann, ja dann war Frieden. Das erste Mal seit langer, langer Zeit.

Viele der berüchtigten Einwohner Finstertals hatten irgendwann die Stadt verlassen. Manchen war es sicher zu langweilig geworden, dass ihre Existenz nicht jede Nacht auf Messers Schneide stand. Diese Stadt liebte solche Freischärler und solche waren hier gut gediehen. Wieder andere hatten einfach nur ihren Kopf behalten, ihre Zeit abgesessen und waren weiter gezogen. Die Glücklichen. Für andere war der Kampf einfach nur vorbei, lediglich um weiter zu ziehen, weil irgendwo anders in der Dunkelheit ein glimmender Funke es wieder einmal geschafft hatte ein Feuer zu entfachen und schon wurden sie gesandt damit kein Flächenbrand entstehen konnte.
Irgendwo stand die Welt immer in Flammen.

Seit sich aber die ersten Dinge in Bewegung gesetzt hatten war dieser Einwohner der wunderbaren Stadt von seinen Routinen und Patrouillen abgewichen. Der Nosferatu betrachtete die gothische Schönheit namens Finstertal seit einigen Jahren als seine echte Heimat. Verglichen mit den Jahren die schon vorher gegangen waren war die Zeit kurz. Verglichen mit der endlosen Last der Zeit die der Fluch der Untoten noch bringen mochte vielleicht sogar noch kürzer. Aber die Stadt war gut zu ihm gewesen und die Stadt war grausam zu ihm gewesen. Sie hatte ihm viele Freunde und Familie gebracht, sie hatte ihm Brüder und Schwestern entrissen. Sie hielt sein verkümmertes Herz in der Hand und manchmal quetschte sie es. Scheinbar nur so zum Spaß.

Genau das waren die Beziehungen die einen dazu brachten zu bleiben. Genau das waren die Ketten die geeignet waren einen ewig zu binden.

Es war keine kleine Stadt, aber Lurker hatte beschlossen genau hier, am Eingang zur Kunstakademie, Stellung zu beziehen. Natürlich gab es einen Haufen von Orten an denen ein Neuankömmling sich unmittelbar nach seiner Ankunft einfinden mochte. Ein junger Brujah der hier aufschlug, mochte es für eine gute Idee halten im legendären Black Hammer aufzumarschieren, die Kathedrale von Clan Krawallmacher. Ein Hexer mochte in seiner ersten Nacht denken, dass er seinen abhängigen Blutjunkie Hintern als erstes in das Gildenhaus der Taschenspieler zu hieven hatte. Sogar für die Königsblüter gab es offizielle Anlaufstellen. Das Mexican war zwar kein offizielles Elysium für Clan Blaublütig, aber sicher ein Treffpunkt der tatsächlich sogar der eigentlichen Hochburg, die alte Börse, abgelöst hatte. Seit der erste Ventrue Ahn und Seneschall seiner Zeit bedauerlicherweise von der Stadt zerrieben worden war hatte sich niemand mehr für den offiziellen Tummelplatz dieser Meute interessiert.

Aber hier, vor dem Büro des Prinzen, an der Kunstakademie, da hatte die Kanalratte beschlossen sich wie eine fette Spinne in ihr Netz zu hocken und zu warten wer sich hier darin verheddern würde. Es war eine einfache Wette und ganz sicher keine riskante. Aber wer lange im Spiel bleiben wollte, sollte Risiken vermeiden. Oder Andere sie für sich eingehen lassen.
 
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Die Kunstakademie lag in jener sonderbaren Ruhe, die nur Orte kannten, an denen etwas Unerwünschtes bereits wartete. Alexander bemerkte es, noch bevor er die Fassade wirklich aus dem Dunkel herauslösen konnte: Die Nacht war zu still. Kein fernes Reifenrauschen, kein loses Klappern, kein Windstoß, der durch Schilder oder Ritzen fuhr. Nur diese seltsame, harte Stille, als hätte jemand der Stadt für einen Augenblick den Ton abgedreht.

Er blieb stehen.

Nicht abrupt, sondern mit der Gelassenheit eines Mannes, der entschieden hatte, dass genau hier der richtige Ort für den nächsten Schritt sei. Sein Blick glitt über die Konturen des Gebäudes, über Fenster, Schatten und den schmalen Streifen des Zugangs, an dem Lurker offenbar Stellung bezogen hatte. Das war kein Zufall. Es war auch keine bloße Wachsamkeit. Es war eine Botschaft.

Alexander erkannte sie sofort und hasste ein wenig, dass sie funktionierte.

Denn da war etwas am Dunkel, das nicht stimmte.

Es lag nicht im Offensichtlichen. Nicht in der Gestalt, die am Rand der Akademie wartete, nicht in der Wahl des Ortes, nicht einmal in dem ungeheuren Selbstvertrauen, mit dem Lurker sich in die Nähe des Prinzenbüros geschoben hatte. Es war tiefer. Ein Unbehagen, das an die Ränder der Wahrnehmung kroch, wie kaltes Wasser an einem Bein hochzieht. Als Alexander den Blick einen Herzschlag lang senkte, war da der Eindruck, der Schatten unter der Fassade habe sich ein wenig zu weit ausgebreitet. Nicht viel. Nur genug, um sich nicht mehr sicher zu sein, ob man noch den Boden sah oder schon etwas darunter.

Er hob den Kopf wieder.

Der Augenblick war vorbei, aber er hatte gereicht.

Alexander trat nicht näher. Noch nicht. Zwei alte Vampire mussten sich nicht berühren, um einander zu vermessen. Es genügte, den Raum zwischen ihnen nicht preiszugeben. Also blieb er dort, wo die Dunkelheit ihn noch umhüllte, und ließ sich Zeit. Er richtete den Mantel ein wenig, fast beiläufig, als würde er damit nicht seine Kleidung, sondern die eigene Haltung ordnen. Dann ließ er den Blick über die Architektur der Akademie streifen, an den Fenstern entlang, an den Kanten des Gebäudes, an den Stellen, an denen sich Licht und Finsternis gegeneinander verzogen.

Er suchte nicht nach Lurker.

Er suchte nach dem, was an ihm falsch war.

Und da war es wieder. Ein winziger Riss im Selbstverständlichen. Ein Gefühl, als habe er für einen Wimpernschlag nicht in die Nacht, sondern in etwas Tieferes geblickt. In etwas, das nicht leuchtete, nicht atmete, nicht wartete wie ein lebendes Etwas wartet. Etwas, das lediglich da war. Geduldig. Alt. Hungrig. Nicht wie ein Tier, sondern wie ein Gedanke, der zu lange nicht ausgesprochen worden war.

Alexander spürte, wie sich in seinem Nacken eine Spannung sammelte, die nicht dorthin gehörte. Kein Furchtreflex, jedenfalls wollte er ihn so nennen. Eher die stille, widerwillige Erkenntnis, dass die Szene bereits eine zweite Ebene hatte, und dass er auf ihr eben erst angekommen war.

Er ließ sich nichts anmerken.

Das war der Vorteil uralter Gewohnheiten: Selbst wenn die Nacht einen auf unbestimmte Weise ansah, konnte man lernen, nicht zurückzuzucken.

Langsam machte Alexander einen Schritt nach vorn. Nur einen. Gerade genug, um zu zeigen, dass er sich nicht vertreiben ließ. Gerade wenig genug, um es nicht als Herausforderung erscheinen zu lassen. Seine Präsenz blieb ruhig, kontrolliert, geschniegelt beinahe, doch in dieser Ruhe lag eine Härte, die man nur bei Wesen spürte, die schon zu lange mit echtem Verlust gelebt hatten, um sich von einem schlechten Omen aus dem Takt bringen zu lassen.

Dann blieb er wieder stehen.

Er hätte sich leicht räuspern können. Er hätte Namen sagen können. Einen von beiden. Stattdessen hob er nur den Blick und ließ ihn einen Moment lang an der Stelle verweilen, an der der Schatten am dichtesten war. Als prüfe er nicht den Nosferatu, sondern das Schweigen zwischen ihnen.

Und schließlich sprach er.

Nicht laut, oder herausfordernd. Eher mit jener trockenen, kontrollierten Sachlichkeit, die bei Männern wie ihm fast immer eine Form von Warnung war.

„Du hast heute Abend eine ungewöhnlich schlechte Art, mich zu begrüßen.“

Der Satz hing einen Augenblick in der Luft. Alexander blieb unbewegt, als hätte er damit nur eine Beobachtung ausgesprochen. Doch innerlich hatte sich etwas verschoben. Nicht viel. Gerade genug, um zu wissen: Das hier war keine simple Wiederbegegnung. Lurker saß nicht nur im Netz. Er hatte dafür gesorgt, dass Alexander den Faden spürte.

Und irgendwo in der Dunkelheit, kaum merklich, antwortete die Nacht mit demselben stillen, falschen Druck wie zuvor. Als hätte sie begriffen, dass man sie gerade bemerkt hatte.

Alexander wartete.

Nicht aus Unsicherheit.

Sondern weil er verstanden hatte, dass Vorsicht in dieser Stadt nicht Schwäche war, sondern Höflichkeit gegenüber etwas, das jederzeit schlimmer werden konnte.

Alexander ließ den Blick noch einen Moment an der Dunkelheit hängen, als könne er darin die Umrisse vergangener Nächte erkennen. „Es ist eine merkwürdige Sache, nach so langer Zeit an einen Ort zurückzukehren, der einen einst verschluckt hat und nun so tut, als hätte er einen nie gekannt.“

Seine Stimme blieb ruhig, doch in ihr lag jenes trockene Gewicht, das nur Jahre und Verluste hervorbringen konnten. „Finstertal hat sich verändert. Oder vielleicht nur so lange sehr geschickt darin geübt, stillzustehen, bis die Gesichter wieder dieselben alten Fragen tragen.“

Er atmete nicht sichtbar auf, aber in der Art, wie er den Kopf minimal senkte, lag ein Zug von Erinnerung, beinahe so etwas wie Respekt. „Ich habe lange genug fortgelebt, um zu wissen, dass die eigentliche Frage nie ist, wer gegangen ist. Die Frage ist, wer zurückkommen konnte, ohne sich selbst unterwegs zu verlieren.“

Wieder glitt sein Blick über die Akademie, über die Stellen, an denen das Dunkel dichter schien als an anderen. „Und jetzt stehe ich hier, in einer Stadt, die schon einmal versucht hat, mich zu verschlucken. Du ebenfalls. Das macht das Treffen entweder erfreulich oder sehr ungesund.“ Ein schmales, kaum wahrnehmbares Lächeln zog über seine Lippen. „Wahrscheinlich beides.“

Er setzte einen halben Schritt vor, nicht näher an die Gestalt, aber näher an das Gespräch. „Es ist sonderbar, wie wenig die Zeit am Ende erklärt. Die Namen bleiben, die Gebäude bleiben, die alten Gewohnheiten bleiben — und doch ist alles anders. Manche sind fort, manche überdauert, manche nur so lange, bis man hinsieht.“ Sein Blick verharrte einen Moment länger auf dem Schatten. „Deshalb bin ich zurück. Nicht, weil Finstertal mich gerufen hätte. Sondern weil ich wissen will, was hier von uns allen übriggeblieben ist.“

Dann schwieg er. Nicht aus Unsicherheit, sondern weil er dem Augenblick Gewicht geben wollte. Zwei uralte Vampire mussten sich nicht beeilen. Die Frage, wer überdauert hatte, hing nun zwischen ihnen wie ein gespanntes Drahtseil. Und Alexander stand ruhig darunter, als hätte er genug Stürze erlebt, um zu wissen, wie man aufrecht bleibt.
 
Die Dunkelheit beobachtete den Neuankömmling, wie er sich näherte und dann abrupt stehen blieb, als hätte man ihn festgenagelt. Einige bedeutungsschwangere Augenblicke geschah gar nichts, so als hätte jemand den kompletten Elan aus der Nacht gesogen. Die Dunkelheit und der Neuankömmling starrten sich an. Lange. Dann machte der Besucher einen Schritt nach vorne und der Nosferatu löste sich von der Wand der Kunstakademie um aus seiner Welt genau den gleichen Schritt hinaus zu machen den Alexander in seine Richtung getan hatte.

Der Andere hatte ihn bemerkt und das sprach aus Lurkers Sicht für ihn. Er hatte sich keine sonderliche Mühe gegeben sich zu verbergen, aber im Verlauf der Aneinanderreihung aus Nacht, die für die Verdammten die Zeit darstelle, hatte es sich ergeben, dass es häufig ausreichte gar nichts zu tun um knapp außerhalb der Wahrnehmung zu stehen. Tatsächlich erwischte sich der Verborgene ab und dabei, dass er innerlich den Kopf schüttelte, wenn er an eine Gruselgeschichte innerhalb seines Clans dachte. Es hieß, so mancher Nosferatu, den man als plötzlich verschwunden wähnte, habe sich tatsächlich einfach nur in den Wirrungen außerhalb der Wahrnehmung der Welt verlaufen und den Weg nicht mehr zurück gefunden. Unsinn. Nicht wahr? Hoffentlich.

Trotzdem, es war leicht die Gestalt in dem abgewetztem Ledermantel, mit dem übergroßem, grünem Kapuzenpullover und den derben Hose mit den viel zu vielen Taschen zu übersehen.

Aber das hatte der Ventrue nicht. Bravo! Bis hierhin.

Endlich hob Alexander die Stimme. Es konnte sprechen. Ganze Sätze. Die sogar zusammenhingen. Als Antwort bekam der Königsblüter dann ein sehr unerfreuliches Geräusch. Ein wenig als wenn eine rostige, stumpfe Säge durch Blech ratschte. Die dürren Schultern die man unter Schichten aus alter, verlumpter Kleidung erahnen konnte bebten. Schließlich hörte man ein Rascheln und sah ein Wabern in den sich kräuselnden Schatten der Kapuze, wo irgendwo Lurkers Gesicht sein würde.

Meiner Herren. Sieh mal an was da angespült worden ist. Tut mir leid zu hören, wenn du dich heute schlecht Empfangen fühlst… Allerdings ist heute auch der erste Tag, seit ich vor fast 20 Jahren das erste Mal einen Fuß in diese Stadt gesetzt habe, dass du überhaupt ein Wort mit mir wechselst.

Clan König erntete ein beinahe übermütiges, gelb, bräunliches Grinsen, dass sich plötzlich im Schatten der Kapuze bildete. Es hatte die Umrisse einer schartigen, alten Burgruine und bestand aus deutlich mehr Zähnen als eigentlich in die vermutete Größe des Schädels seines Trägers hineinpassen sollte. Die Stimme des Nosferatu war ein etwas lauteres Flüstern, aus dem immer ein leises Zischen und säuseln zu hören war, als hätte er Schlangen im Bauch.

Während er sprach, hatte er begonnen mit hinter seinem buckligem Rücken verschränkten Armen auf und ab zu gehen. Oder zumindest das Äquivalent eines Verborgenen dazu. Alexander mochte sich dabei ertappen das er immer wieder kurz vergaß den Anderen mit den Augen zu verfolgen, oder kurz abgelenkt war. Lurker blieb, in einem für zwei Raubtiere vernünftigem Abstand, der ihm die Sicherheit bot jederzeit aus der Gefahrenzone zu sein, sollte ein Angriff erfolgen und gleichzeitig einen sehr komfortablen Sicherheitsabstand für den Ventrue darstelle, dass dieser sich nicht angegangen fühlen musste, aber er schien immer mal hier und dort aufzutauchen und war dann immer irgendwie doch einen Schritt in eine Richtung, in der man ihn eigentlich nicht erwartete. Allerdings versuchte er nicht sein Gegenüber zu Ärgern oder zum Narren halten, was der Ventrue erlebte war nur das Ergebnis aus dem Verhalten der Kanalratte, dass dafür sorgte, dass entfernte Beobachter ihn nie wirklich ins Visir zu nehmen vermögen würden. Sollte jemand auf der Lauer liegen, würde er sich schwer tun überhaupt zu sagen was da vor sich ging. Praktisch, dass ein Scharfschütze der irgendwo lag, damit das gleiche Problem haben würde.

Die Bewegung des Nosferatu waren wie immer eckig und unregelmäßig. Ein wenig wie eine ungesunde Kreuzung aus Stabheuschrecke und Chamäleon.

Lurker war also belustigt. Aber es lag keine besondere Häme in seiner Stimme. Alexander mochte es nicht wissen, aber genau sein Werdegang in der Stadt, der Tatsache, dass er als Angehöriger seines Blutes niemals in Finsteral wirklich als reicher Popanz etabliert war, dass er seinen politischen Einfluss komplett eingebüßt hatte, weil er damals bei der Verhandlung von Prinz Buchet nicht zugegen war, ein klarer Affront, der ihn seine Stellung gekostet hatte und dafür gesorgt hatte, dass er einige Jahre die Stadt von außen betrachten durfte, genau das war es was ihm heimlich immer auch die Sympathie der Kanalratte eingebracht hatte. Ja sicher, der Ventrue war die meiste Zeit ein besserer Brillenständer gewesen, aber als es Werwölfe zu erledigen gab und die meisten Vampire, die sich aufgrund ihrer Stellung irgendwie hatten raushalten können, die jungen, dummen und entbehrlichen Mitglieder ihrer Sekte an die Front geschickt hatten, hatte dieser hier die Ärmel hochgekrempelt, die Schrotflinte geschultert und war mit in den Kampf gezogen.

Man konnte nicht gleichzeitig lernen, dass Clan und Blut nicht das einzige waren das einen der ihren ausmachte, so wie der Nosferatu es immer gehandhabt hatte und dann bei einem bestimmten Clan damit aufhören. Wenn man einen Tzimiscen seinen Bruder nennen wollte und mit einer Toreador verbündet war, dann wäre es unfair wenn man diesem hier nicht zugestand, dass er Schneid hatte. Das hatte für Sheriff Ben Levy gegolten, für den ehemaligen Seneschall Nicolai und darum jetzt auch für Alexander. Königspudel hin oder her.

Was willst du hier?

Soviel zum Meister des geschliffenen und hintergründigen Dialoges, ließ die Kanalratte also das ganze bedeutungsschwangere Geschwafel des Ventrue unkommentirert.
 
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