Eigentlich wollt ich mit dem Thema ja in eine andere Richtung 🙂
In welche denn? Mit dem Wissen ließe sich zielführender diskutieren.
Damit die Form der Funktion folgt, würde ich erstmal die Masse herunterfahren. Viel Text/viel Buch ist für mich kein Qualitätsmerkmal. Aber teasender Inhalt, der bei jedem Satz an meinen Synapsen kitzelt, das ist für mich Qualität. Eben weil das inspiriert statt vorgibt.
Da wird das Problem sein (und bleiben), dass du mit keiner Lösung alle glücklich machen kannst. Dass es Menschen gibt, die vorgegeben bekommen möchten zeigt die Vielzahl an Zusatzmaterial für DSA, verschiedene D&D Welten usw.
Problematisch für die Verleger ist dabei, sie müssen sich auf eins festlegen - wird sonst schwierig, wenn der SL über Havena das Inspirationsheftchen gelesen hat und das meiste aus dem Ärmel schüttelt, während ein Spieler die Farbe jedes Gartenzauns nachgelesen hat und vor den Kopf gestoßen ist weil des SLs Impro anders aussieht. Und mehr Geld lässt sich logischerweise mit mehr und dickeren Büchern verdienen.
Obwohl ja mindestens sowas teures wie Bilder eben jedem Spielteilnehmer zur Verfügung stehen sollten.
Das sehe ich auch so.
Ein Gimmick für das ich als SL auch mehr Geld hinlegen würde wären übrigens thematisch passende Bildersammlungen. Bei DSA ist es zB unerheblich - Fantasy-Personen und Orte finde ich per Google Bildersuche zu Hauf zum selbst ausdrucken. Bei exotischeren Sachen wie Coriolis, Changeling oder schon L5R wäre das klasse. Einige A4 Seiten mit je 6 Bildern (am besten natürlich in Farbe) zum ausschneiden von Locations, Personen, Monstern, Raumschiffen ...
Damit merken sich Spieler NSC viel besser und ein Bild einer nebelverhangenen Ruine transportiert halt mehr Stimmung als 100 Worte. Und wenn ein Monster abzuschlachten ist muss man das Bild nich immer im GRW suchen. Zumindest die Bilder, die im Buch verwendet werden sind ja eh schon bezahlt, also wird der Verleger kaum arm daran. Zumal heutzutage wo man günstig bei Deviantart & Co. auf Shoppingtour gehen kann.
Und dann hat hier auch nur der SL sein Geld gelassen. Wie toll wäre es doch für den Rollenspielmarkt, wenn die aktive Kundschaft je Rollenspielrunde weit größer wäre als zwischen 1 und 2 zu liegen.
Vielleicht liese sich das auch beheben, wenn man das quasi Sozial Vernetzwerken würde. Also zB. der SL hat einen Account bei DriveThru und kann neben seiner eigenen Wunschliste noch eine für eine Gruppe machen - die er dann mit andren DriveThru anderer Spieler verbinden kann oder bei facebook oder hier teilen. Und dann kann ein Spieler wenn er Lust hat den SL Schirm kaufen oder die Regionalbeschreibung die darauf steht.
Als Spieler hat man ja doch häufiger das Problem, dass man neben dem GRW und vielleicht dem Heftchen, das sich mit der bevorzugten Rasse/Klasse beschäftigt wenig sinnvoll kaufen kann, weil man nicht weiß was gebraucht wird und warum soll ich ein Buch über Aranien kaufen wenn SL eine Kampagne nur in Thorwal plant? Und mich als SL hat zumindest nie einer gefragt ob wir was brauchen können
😛 In der arme-Schüler-Zeit habe ich als Spieler aber dem SL auch schon mal seine Bücher abgekauft.
Warum gibt es in einem Kickstarter also nicht 1 Weltenheft, 1 Regelheft, 5 oder 6 verschiedene Rassen-/Klassen-hefte, 1 Ausrüstungsheft, ein paar Abenteuerhefte?
Weil das Original am Spieltisch nicht gereicht hat, habe ich mir mal das komplette Buch von Aberrant ausgedruckt - allerdings jedes Kapitel einzeln gebunden. Das war viel praktischer als ein komplettes Buch zu haben. Ein Spieler konnte Superkräfte nach schauen während der andere das Kampfregelkapitel hatte. Das tät ich mir für jedes umfangreiche Rpg-Buch wünschen.
Oder disqualifiziert sich sowas aufgrund ganz anderer Gründe? So könnte es sehr teuer sein 1 Stück Buch/Heft auf den Markt zu bringen, da gewisse Fixkosten (ISBN-Nummer zB) immer anfallen, ganz egal wie dick der Schinken ist.
Und Nicht-Buch-Veröffentlichungen hätten dann wieder das Problem, dass ein höherer Mehrwertsteuersatz greift.
So wie die DSA-Boxen früher?
🙂 Mit 2-3 Büchern drin. Ich weiß aber nicht ob die alle die gleiche ISBN hatten oder welcher MwSt darauf war.