Ja klar. Aber mit dem Argument kann man dann auch jede grundsätzliche Diskussion sofort beenden.
Überhaupt nicht. Das ist eine Frage der Prämisse. Universelle Funktionalität vs. individueller Spaß.
Mit Prämisse 1 jagt man dem Gespenst der Objektivität hinterher und verstrickt sich gerne mal in vermeintlich etablierten, universellen Idealen (Theorie).
Mit Prämisse 2 ist man eher dazu geneigt, die Funktionalität letztlich den Spielern am Tisch zu überlassen. Vielleicht weil man erkennt, dass es keine universellen Vorlieben gibt. Außerdem traut man dem dummen Spieler damit sogar zu, selbst zu entscheiden, was gut ist.
Dafür, dass wir über ein Medium sprechen, dass davon lebt, dass die von Entwicklerseite erdachten Systeme und Hintergründe von den Kunden und Konsumenten zur kreativen Arbeit und Spiel benutzt werden, scheint ein ziemlicher Drang vorzuherrschen, allgemeine Anleitungen und Handlungsprinzipien zu formulieren. "Mit System X spielst du gefälligst so, sonst kannstes gleich als Klopapier benutzten". Really?
Oder man kann es als akzeptiert hinnehmen und darüberhinaus noch gucken, ob es nicht doch bestimmte Spielstile gibt, die durch bestimmte Spiele besser unterstützt werden als durch andere.
Genau diese Erkenntnis hattest du doch vor einer Seite noch als genauso trivial abgetan
😉
Wenn man gerne schnelle Action haben möchte, dann wird man darin sicher besser von Savage Aventurien unterstützt als von DSA. Wenn man gerne Micromanagement und Hartwurst haben möchte, dann wird man wohl mit DSA glücklicher.
Man kann mit beiden Systemen das selbe spielen. Natürlich.
Und man wird das spielen, was einem am meisten Spaß macht. Natürlich.
Aber wenn einen die umständlichen Regeln von DSA annerven, dann wird es sich lohnen, auf ein Spiel umzusatteln, das dem eigenen Spielstil besser entspricht.
Statt das aktuelle System so umzubiegen, dass es nicht mehr so doll weh tut.
Genauso wie das. Halte ich für .. selbstverständlich? Ich finde auch nicht, dass sich das widerspricht. Es bedeutet halt nur nicht, dass man umsatteln "muss" und das Jeder der das nicht tut, irgendwie dumm handelt. Es gibt mannigfaltige Gründe, bei einem System zu bleiben und es anzupassen, die über Scheuklappen und Faulheit hinausgehen.
Genauso wie die Meinungen, System XY ist für Spielweise YZ geeignet teilweise erheblich voneinander abweichen können, was nahe legt, dass sie oft sehr subjektiv sind. Typ A meint, er könnte mit den Vampire-Regeln gar nichts darstellen, Typ B findet soziale Interaktion geht gut nur Kampf is blöd, also keine Superhelden und Typ C kommt mit allem zurecht.