AW: Wolfgang Hohlbein
Zu Hohlbein bin ich über die Romanserie "Der Hexer von Salem" gekommen. Damals war noch nicht bekannt, wer die Romane geschrieben hat (kam aber recht schnell raus). War nett. Nachdem ich den Namen des Autors erfahren habe, habe ich dann noch mehr Bücher von ihm gekauft und gelesen. Aber abgesehen von der Moorhexe hat mich nichts mehr so gereizt. Manche Bücher haben mich hingegen sehr, sehr enttäuscht.
1. In Unterland wird auf den letzten paar Seiten ein weiterer Charakter eingeführt und die eigentlich spannende Handlung ad absurdum geführt, in dem völlig abstruse Verwandschafts- und Herkunftsverhältnisse aufgedeckt werden, auf die man nie hätte kommen können. ARgl!
2. Im Sohn des Hexers (glaub ich) wurde zwei bis drei Seiten lang original aus einem Hexer-Roman abgeschrieben und nur die Namen wurden vertauscht. Also bitte! Von sich selbst abschreiben ist ja wohl unnötig.
3. In "das Siegel" wurde die ganze Haschischinen-Geschichte mit Hassan as Sabbah und den Templern aus den alten Hexer-Romanen wieder aufgegriffen und neu verkaut. Bah!
Und dererlei gab es noch mehr. Der Wechsel des Schreibstils mitten in den Geschichten zeigt manchmal deutlich, wie Hohlbein eine Geschichte anfängt, und dann von Ghostwritern wohl weiterschreiben lässt. Dies ist nur eine Vermutung von mir, aber eine, die sich mir wirklich aufdrängt.
Ne, Hohlbeingeschichten kann ich nicht mehr lesen. Irgendwie waren es zu viele Enttäuschungen.