Rollenspieltheorie Wie steht ihr zu Dungeons?

Wie steht ihr zu Dungeons?


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AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Dungeons und Rollenspiel, das ist wie Mensch ärgere dich nicht und Räuber und Gendarme, nur das Dungeons wesentlich aufwendiger vorzubereiten sind. Dungeons sind langweilig, wobei mir die Idee mit den Raumstationen...
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Ich hab da mal ein Gerüch gehört. Aber nach diesem Gerücht sollen Dungeons auch gut dafür sein eine bestimmte Stimmung auf zu bauen.
Die Charaktere die sich nachts nur bewaffnet mit einer mikrigen Fackel in die Familiengruft der von Lofthausens eindringen müssen um dort nach dem Amulett des Großvaters zu suchen. Wenn man Spieler hat die gut drauf sind, muss in dem Dungeon nicht ein Monster vorkommen, dennoch entsteht eine gruselige Stimmung die großen Spaß macht auszuspielen.
Warum sehen die meisten in diesem Thread ein Dungeon nur als Heroe Quest variante an ? Ein Dungeon bezeichnet eben irgend ein Loch im Boden in dem man auch Rollenspielen kann. Klar ist man dort beschränkter, ja und ?
Du hast überall deine Beschränkungen, das ist doch gerade der Reiz am Rollenspiel, dass sein Charakter sich mit diesen Beschränkungen auseinander setzen muss. Seien es nun Steinwände, die Tatsache dass im Mittelpunkt eines warmen Planet nunmal flüssiges Gestein ist oder einfach der Fakt dass man nicht bis zur Ewigkeit mit der Lösung eines Problems warten kann.
Und daher meine Antwort : ja ich spiele PnP auch in den Löchern im Boden die man Dungeon nennt. Und ich fühlte mich dort noch nie gerailrodet. Und habe von keinem der Leute mit denen ich spielte je solch einen Vorwurf gehört nur weil ein teil des Rollenspielabends in einem Dungeon gespielt hat.

Gruß Wingless
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?


1

) können sie außer den 2

Türen

(außer denen ein mieser SL nichts zu bieten hätte) mit den

Ratten

sprechen, erstmal

magische


von der Tür

nehmen, um zu überprüfen ob ein bekannter

Schwarzmagier sie verzaubert


lesen

betreiben und Fuß- und

Klauen

abdrücke aufnehmen,

Abenteurer

quellen nach Infos befragen, Private

Schergen

einschalten, die sich im

Verlies

auskennen und einen Teil der

Erkundungs

arbeit übernehmen (auf die

Tür

ansetzen, wenn sich

Möglichkeiten zur Fallenentschärfung

ergeben), mögliche

Wachpläne

nachstellen, den Fall an eine andere

Abenteurergruppe


Drachenspuren


in die Taverne

gehen, den Schluss ziehen, dass eine Bekannte/Verwandte von ihnen beteiligt war und

ein königliches Dekret

verletzen ODER einen von den beiden Wegen einschlagen, die Du vorgeschlagen hast.

...

Wirklich erstaunlich scharf beobachtet. :D

mfG
bca
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Naja, das Leben lässt einem nun einmal manchmal nur sehr wenig Wahlmöglichkeiten. Da finde ich es auch nicht unbedingt sinnvoll, künstlich zu viele einzubauen. Ausserdem gibt es ja bei einem geschickt aufgebauten Dungeon auch noch mehr Freiheitsgrade, als nur die Wahl der Tür.

Wobei ich Euch ja prinzipiell schon zugestimmt habe, was die klassischen Dungeons betrifft. Dementsprechend sind eine Arcology, die Kanalisation oder eine Raumstation auch viel attraktiver, denn sie bieten von sich aus bereits mehr Wege (im Sinne von Gängen) und mögliche Begegnungen.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Ich hab da mal ein Gerüch gehört. Aber nach diesem Gerücht sollen Dungeons auch gut dafür sein eine bestimmte Stimmung auf zu bauen.

Stimmt. Deswegen nutze ich ja auch gelegentlich die verschiedensten, bereits erwähnten Varianten. Das Problem sind in meinen Augen vor allem die "klassischen" Dungeons, die meistens einfach unglaubwürdig sind und deswegen jede Stimmung ruinieren. Und die von blut_und_glas beschriebenen Möglichkeiten des Rollenspiels funktionieren in diesen Varianten auch besser, weil sie einfach mehr Raum dafür bieten.

"Klassische" D&D-Dungeons, egal in welchem System und Setting sie auftauchen, sind in der Regel zu steril, um Ratten zu beherbergen, weil der Entwickler viel Zeit und Ideen aufgewendet hat, um eine möglichst fallen- und actionreiche Reihenfolge der Räume zu erschaffen, während für Abfall, natürlichen Verschleiss im Laufe der Jahre, Eroberung als Lebensraum durch wilde Tiere und Pflanzen (es sei denn, es sind Gegner mit Trefferpunkten und Co) etc. kein Platz und keine Zeit war. Da diese Dungeons häufig schlicht gepflastert und in Serienproduktion entstanden sind, gibt es dann auch keine Fuss- oder Klauenabdrücke, Blutspuren, Wachstropfen oder Essensreste. Oder der SL hat diese Möglichkeiten einfach aus den vorgenannten Gründen vergessen und ist deswegen um Antworten verlegen. Usw. usf.


Natürlich fehlen diese Details gelegentlich auch bei anderen Plots, aber ich habe das besonders häufig in Dungeons erlebt, weil ein Spielleiter oder der Autor eines Kaufabenteuers einfach sehr lange am Layout des Dungeons zubringt, so dass für diese Details keine Zeit und kein Raum mehr ist. Und gerade die "klassischen" Dungeons verleiten in meinen Augen dazu, weil sie eh schon unglaubwürdig, unproportioniert und unmotiviert sind.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

@BuG: Danke! Auf genau diese Art von Schwachsinn habe ich für meinen nächsten Post gewartet:

Wenn man das so definiert, dann ist das echt Leben auch ein Dungeon.

Das ist in etwa genau so sinnvoll, wie die Behauptung alle Lebewesen, die schwimmen können, seien Fische.

Ich glaube die Benutzung des Wortes "Dungeon" macht chronisch dumm.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Warum sehen die meisten in diesem Thread ein Dungeon nur als Heroe Quest variante an ? Ein Dungeon bezeichnet eben irgend ein Loch im Boden in dem man auch Rollenspielen kann.

Eben nicht. Dungeon ist eben nicht ein Loch im Boden, sonst könnten Raumstationen kein Dungeon sein und nach dem Loch im Boden war auchnicht gefragt.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Dungeons sind (wenn sie gut gemacht sind) das Gegenteil von Railroading, da die Spieler volle Entscheidungsmöglichkeiten haben.

Das Beispiel von Hesha belegt das eigentlich sehr deutlich: das sind Beispiele für "durch die Wand gehen", wo sich der SL neue Möglichkeiten einfallen lassen kann.
Wo hat er denn während der Ermittlung mehr Entscheidungsmöglichkeiten als in den Räumen des Dungeons? Der SL entscheidet, welche Hinweise es an den entsprechenden Orten zu finden gibt, welche Zeugen etwas gesehen haben etc. pp.
Genau wie er im Dungeon entscheidet, welche Gänge wohin führen, was sich in den Räumen findet und wie es ggf. auf die SC reagiert.

Genauso könnte man die Orks aus dem Beispieldungeon aus dem Raum hinaus und in eine Falle im Gang locken oder ihnen den Schlüssel stehlen oder die Tür mit Diebestalenten öffnen... es gibt vielfältige Möglichkeiten.
Sie können Aufklären und sich erstmal einen Überblick verschaffen, womit sie es zu tun haben, die Gegner in eine Falle locken, eventuell einander feindlich gesinnte Kreaturen gegeneinanderaufwiegeln, eine Geheimtür finden und damit eine Abkürzung nehmen, aus einer magische Falle und vielen magischen Kreaturen den Schluß ziehen, dass der Besitzer des Turms vielleicht ein Magier sein könnte (und entsprechend sich mit Antimagie ausrüsten)... usw. usf.

Nur wenn das Dungeon nur einen möglichen Lösungsweg vorsieht (Erst müssen die Spieler den schlafenden Orks den Schlüssel klauen, dann müssen sie damit die Tür am Ende des Ganges aufschließen, wobei einer von ihnen durch die Falle Schaden bekommt...), dann ist es Railroading (mich beschleicht übrigens die Vermutung, dass die Betreffenden kein Problem damit hätten, wenn im Abenteuer stehen würde "Egal welchen Hinweis die Spieler untersuchen oder welchen Zeugen sie befragen, sie kommen irgendwie zu Informationen über Nachtclub XY"--> das ist echtes Railroading (und leider in vielen Abenteuern - besonders der WoD- durchaus Gang und gäbe)).
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Das Beispiel von Hesha belegt das eigentlich sehr deutlich: das sind Beispiele für "durch die Wand gehen", wo sich der SL neue Möglichkeiten einfallen lassen kann.
Ganz genau. Was im Detektivbeispiel GANZ NORMALE MÖGLICHKEITEN sind, erfordert im Dungeon eine Spitzhacke, mehrere Stunden harte, körperliche Arbeit UND den "Zufall" bzw. die Gnade des Dungeonma... Spielleiters, dass sich hinter der Wand ein Raum und nicht nur endloses Gestein befinden.

Jetzt sieh es schon endlich ein...
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

...und die Möglichkeiten im Detektivabenteuer sind eben nicht normal, sondern erfordern die Gnade des SL, der entscheidet ob und welche Ergebnisse der Lösungsweg des Spielers liefert.

Leider scheint bei dir die Abstraktion zu versagen.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Nicht dass ich jetzt zwingend deiner Meinung sein muß, um das folgende zu sagen, aber alexandro, bei Hesha kommst du nicht weit, er ist absoluter Befürworter des "Wise Storytellings", der also nix von Würfeln, rotem Abenteuerfaden oder dergleichen hält...
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Ah, gut. Danke Serafin, das erspart mir viel Tipperei.

Eben. Genau deswegen hat ein Rollenspiel "unter mir" NICHTS von einem Dungeon.

Dass ich nichts von Würfeln halte, stimmt nicht ganz. Sie haben ihren Reiz, aber nicht immer, nicht in jedem Spiel und nicht in jeder "Kampagne". Ich BRAUCHE sie nur nicht.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Dungeon sind mehr als WoW - Instanzen :) Ich finde sie mal wirklich ganz gut
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Nicht dass ich jetzt zwingend deiner Meinung sein muß, um das folgende zu sagen, aber alexandro, bei Hesha kommst du nicht weit, er ist absoluter Befürworter des "Wise Storytellings", der also nix von Würfeln, rotem Abenteuerfaden oder dergleichen hält...

...und er hat in diesem Fall Recht.

Ein Dungeon schränkt immer die Handlungsfreiheit ein. Man hat zwar nicht unbedingt Railraoding, aber doch ein Schienennetz für die Spieler.

Diese Schienennetz kann man auch über andere Abenteuer legen, klar. Aber: Es geht eben auch anders, man kann den Spielern auch mehr Freiheiten lassen. Und das ist bei einem Dungeon so eben nicht möglich.


Tybalt
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Jetzt sieh es schon endlich ein...
...wenn du irgendwann einmal Argumente statt Phrasendrescherei bringen solltest, dann könnte ich es eventuell in Erwägung ziehen.

Ein Dungeon schränkt immer die Handlungsfreiheit ein.
Genau wie jedes Abenteuer.
Kein SL arbeitet seinen Schauplatz so detailliert aus, dass die Spieler überallhin gehen können.
Es gibt also nur die Möglichkeit:
a) die Spieler besuchen die Schauplätze, die dem SL wichtig sind (und die er im Kopf, bzw. in seinen Notizen hat)
b) sie gehen irgendwohin und der SL improvisiert munter, was dazu führt, dass früher oder später das ganze Abenteuer generisch und beliebig wirkt, da kein SL über einen unerschöpflichen Vorrat an Kreativität verfügt, was dazu führt, dass sich Situationen und NSC zu ähneln beginnen usw. usf.

q.e.d.
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

@ Tybalt:

Wozu schreibe ich eigentlich
"Nicht das ich jetzt zwingend seiner Meinung sein mus..." ?
Such dir bitte wen anderen um Diskussionen um deinen Spielstil anzufachen.

@ Hesha:

Gern geschehen. :D
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

@ Tybalt:

Wozu schreibe ich eigentlich
"Nicht das ich jetzt zwingend seiner Meinung sein mus..." ?
Such dir bitte wen anderen um Diskussionen um deinen Spielstil anzufachen.

Wenn du nicht willst, daß man deinen Beitrag zitiert, dann schreib halt nichts...


Tybalt
 
AW: Wie steht ihr zu Dungeons?

Oha, so geht das jetzt los. Also nur mal um das klarzustellen, wenn ich nicht möchte, das jeder Dahergelaufene mir die Worte im Mund rumdreht, darf ich nix mehr sagen. So darf ich das doch deiner Argumentation nach verstehen, ja? Ich glaube, du solltest sehr vorsichtig sein, was du mir als nächstes an den Kopf wirfst!
 
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