Schön, dass du nicht verschwunden bist - schade, dass du die wichtigen Punkte offenbar nicht begreifst. Unangenehm, dass du einen wahren Wust an Senf produzierst, den man dann scheibchenweise durchgehen muss um ihn zu zerlegen.
Herr Flax schrieb:
Ich mach das mal ohne Zitate weil die entsprechenden Beiträge sich über mehrere Seiten verteilen.Ich möchte nicht auf alles antworten, was angesprochen wurde, das würde zuweitgehen.
Auch 'ne Ausrede dafür, keine Argumente gefunden zu haben.
Gewisse Missverständnisse nehme ich auch auf meine Kappe, da es eigentlich voraussehbar hätte sein müssen, dass für Leute, die nur eine Gangart kennen ein Wechsel im Ironielevel (auch gekennzeichnet durch ein 😛rof: )nicht wahrnehmbar sein kann. (Von Shadowrun lernen, heißt übrigens siegen lernen. Tolle Idee, anstatt W6 W10 zu nehmen.)
Gangart? Wechsel im Ironielevel? Flax, du überschätzt deine textgestalterischen Fähigkeiten. Dein Hinweis auf Kant enthielt ungefähr so viel Ironie wie ein Rezept für Schokoladenpudding. Die Verwendung eines Emoticons allein jedenfalls ist nicht ausreichend, Ironie hervorzurufen. Das "
😛rof:" jedenfalls macht dem Leser nur deutlich, dass dir offenbar bei diesem Riesenklugschiss, den du da produziert hast, selber nicht ganz wohl war - verständlicherweise. Außerdem hat dein putziger Vorwurf, wir Mage-Fans seien zu arrogant an anderen Spielen ein gutes Haar zu lassen, mittlerweile 'nen Bart, der bis zum Boden reicht. Ich schätze Shadowrun. Shadowrun hat Magie, High-Tech und ein statisches Realitätskonzept; damit ähnelt es deiner eingeschränkten Sichtweise auf Mage.
Es geht mir, wie ich schon häufiger gesagt habe, nicht um eine gleichgeschaltete Spielwelt, sondern um ein für die Spieler verständliches, widerspruchsfreies und praktikables Spielsystem. Gewisse Dinge halte ich in dieser Hinsicht nicht für handhabbar. Wenn es als Erzählelement passend ist, kann durchaus viel mehr verwendet werden. Ich gebe zu, dass die Beschränkung auf humorige EInlagen etwas zu eng war.
Offenbar teilen die wenigsten hier mitdiskutierenden die eingeschränkte Vorstellungskraft, die scheinbar deine Spielrunden prägt. Denn erstens ist das von mir vorgestellte Zeitkonzept praktikabel, und zweitens hinreichend widerspruchsfrei.
Ich vertete ja, wie dir aufgefallen sein könnte, eine recht strenge Ansicht darüber, was koinzendental ist.(Ein Blitzschlag auch aus heiterem Himmel
könnte übrigens koinzendental sein, ein Finger Gottes, dem er entspringt ist es sicher nicht, auch wenn noch soviele Gläubige sich versammeln).
Dann mach mir mal bitte klar, warum das nicht koinzident sein kann - aus Mage heraus. Deine Behauptung alleine reicht da nämlich noch lange nicht aus.
Die Handhabung über Erfolge soll Belohnung für Spieler sein, die sich mit der Beschreibung der Effekte etwas Mühe geben, z.B. indem sie (durchaus örtliche) Mythic Threads nutzen, pseudowissenschaftliche Erklärungen
geben oder für Spirit-Magie an anderweltliche Orte gehen (Friedhöfe, Kreuzungen, usw.)
Och nein! "Belohnung für die Spieler", schreibt er. Ich geh gleich brechen. Einen der wichtigsten Aspekte der Spielwelt will er als Zuckerle verwursten - quasi als Fleißkärtchen, wenn sich einer seiner Spieler eine nette Beschreibung ausgedacht hat. Man, Flax, musst du faule Spieler haben.
Das wiederholen deiner Einschätzung, dass das lokale Paradigma von den "Anwesenden" - scheinbar gut demokratisch per Mehrheitsabstimmung- abhängt, ändert auch nichts daran, das du noch nichts auf meine Einschätzung erwiedert hast, in der heutigen Welt -sorry, in einer Welt, die der unseren in manchen Hinsichten ähnlich ist- könne prinzipiell jeder als Beobachter anwesend sein. Zu sagen, dass nur die
zählen, die wirklich da sind, halte ich für inkonsistent mit den Regeln, da in Abwesenheit aller Beobachter dann alles koinzendental sein müsste.
Es ist offensichtlich, dass du nicht sonderlich weit ins Spiel Mage eingedrungen bist. Die theoretische Möglichkeit, dass prinzipiell jeder Beobachter sein könnte, ist nämlich nicht ausreichend, ein Paradigma Weltweit durchzusetzen. Zu sagen, dass nur die zählen, die anwesend sind, ist konsistent zu den Mage-Regeln, die du ja auch nur in einer längst überholten Testversion kennst, die hier von keinem außer dir als Grundlage akzeptiert wird. Räumliche Sprünge in den Paradigmen existieren auch nur dann, werter Flax, wenn man selber springt. Eine Überlandreise bringt einen langsam, mit vielen Übergangszonen von einem Paradigma ins nächste. Ein Sprung dagegen, sei es ein Interkontinentalflug oder ein Teleport, katapultiert einen möglicherweise in ein anderes Paradigma. Es bestand nie Einigkeit über das Gesicht der Welt (auch wenn die TU räumlich/zeitlich begrenzt den Bewohnern bestimmter Gegenden diesen Eindruck zu vermittlen sucht). Der Paradigmenwechsel hin zur Empirie in Teilen der westlichen Welt verändert nicht das Paradigma am Wohnort eines Amazonasstammes, sowenig wie das Weltbild eines Amazonasstammes eine Herztransplantation in Oerlinghausen zu vulgärer Magie macht - nicht einmal wenn sich ein Amazone diese OP anschaut.
Die hier häufiger erwähnten Schwierigkeiten mit dem Status der hypothetischen Beobachter würde bei meinem Vorschlag der Einschätzung von Vulgarität mit/ohne Beobachtung wegfallen.
Dafür würde dein Vorschlag das Magiesystem kastrieren, die Welt in einem beherrschenden Paradigma festgießen und einen entscheidenden Teil des Settings auf eine reines Regelproblem reduzieren.
Was ist, wenn es eine automatische Videoaufzeichnung gibt? SChaut ein Schläfer die sich mal an? Ist der Effekt dann ohne Beobachter, wenn er gewirkt wird, und wird beobachtet, wenn jemand später das Band sieht? Wie ist das dann mit der Schwierigkeit des Effektwurfes, wenn sich im nachhinein der Status der Magie ändern kann, je nachdem wer zuguckt ?
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie das zu behandeln ist:
1. Die Aufzeichnung determiniert die Realität. In diesem Fall ist die Zauberei vulgär, da determinierte Realität umgeformt wird.
2. Nur ein Beobachter kann Realität determineren. In diesem Fall ändert sich das Band gleich mit.
Das Problem, auf das Flax hier hinzuweisen versucht, ist also gar keins.
Was ist, wenn ein Technomancer mit temporaler Analyse beweist, dass der Gegenstand vorher nicht in der Tasche gewesen sein kann (nun gut, das ist ein erwachter Beobachter, aber vulgär ist das doch trotzdem)?
RTFB!!!! Selbst nach M1 galten Erwachte nie als Zeugen! Darüber hinaus würde eine Temporalanalyse nur zutagefördern, dass der Gegenstand schon immer da war. Eine Correspondence oder Matter/Prime-Analyse allerdings könnte weiterhelfen.
Shub sagt, der Gegenstand sei "nach" dem Wirken der Magie dann schon immer dagewesen. Ich habe mir ja leider die Möglichkeit verbaut, durch einfache Matter2 Prime2 Magie die Vergangenheit zu ändern. Bei dir Schub, kann man wohl Erstickte wieder zum Leben erwecken, indem man vor der Autopsie Sauerstoff in die Lungen zaubert. Kann keiner gesehen haben, ist also koinzendental. Der muss dann ja wohl auch die ganze Zeit vorher dagewesen sein, also ist der arme Mensch gar nicht erstickt. Naja, ist jetzt kein wirklich wasserdichtes Beispiel.
Sorry, Flax, aber jetzt zeigt sich wirklich, dass du nicht nur keine Ahnung von Mage hast, sondern auch noch zu faul bist, zu denken. Denn fest steht in einem solchen Fall zunächst einmal, dass der betreffende
tot ist. Man kann vor der Autopsie also möglicherweise an der Todesursache rumpfuschen, was einen Mord vernebeln kann; man kann einen Toten, dessen Tod von seiner Umwelt festgestellt wurde, jedoch nicht koinzident zurückholen (bzw. nur sehr selten - Jesus Part II
😉). Einen verschütteten zu reanimieren, bevor er von Sleepern ausgebuddelt wurde, ist jedoch drin.
Ich möchte zumindest nicht bei jedem Magiewurf das Risiko einer nicht endenden kasuistischen Abwägung auf mich nehmen, nicht, weil ich da zu phantasielos wäre, mir andere Möglichkeiten einer Metaphysik vorzustellen, sondern weils einfach den Spielfluss stört.
Was du möchtest, und was man mit dem Mage-Magiesystem anstellen kann, dass sind aber zwei Paar Schuhe.
Deine Ausführungen zu den Fertigkeitswürfen etc. sind rundheraus abzulehnen, da sie Zauberei unplanbar machen.
Umgekehrt heißt das, das jeder koinzendentale Effekt eines Magiers auch von Schläfern mit Fertigkeiten erreicht werden können muss, wenn man denn interessiert ist, vollständig andere Paradigmen zuzulassen.
Nein, heißt es nicht. Und ehe mich den Kopf in Fransen denke, wass dieser Satz soll: Erläutere das mal.