AW: Sonnenlande
Trotz der Antworten von Kazuja arbeite ich die Fragen auch selbst noch einmal ab:
Bei Gleichstand geschieht nichts oder wird einfach sofort noch einmal gezogen - um den Ablauf zu beschleunigen?
Zunächst geschieht tatsächlich nichts, wird die Auseinandersetzung allerdings fortgesetzt, weil eine oder beide (oder mehrere) Seiten sich nicht mit diesem Unentschieden zufrieden geben wollen, wird selbstverständlich ein weiteres Mal gezogen.
...lassen sich immer sowohl positiv als auch negativ lesen. Nur um das noch einmal zu betonen, da ich glaube, dass das in meiner ersten Erklärung nicht ganz verständlich war.
Die Mechanik für Kämpfe mit mehreren Gegnern gefällt mir irgendwie noch nicht, oder ich hab was nicht verstanden. Mein Vorschlag wäre, dass man entweder den Griff in den Beutel aufteilen kann (ich darf 3 Steine ziehen, ziehe für den ersten Gegner 2 und für den zweiten 1 Stein) oder -1 für jeden weiteren Gegner. Zwei Gegner sind schon hart, drei noch viel härter und mehr geht halt nicht.
Wenn man alle Steine dann 'verbraucht' hat muss man eben einstecken was noch kommt.
Evtl. könnten Schilde hier Boni geben oder einfach einen schwarzen Stein absorbieren - wobei das wieder zu heftig wäre und wieder diese Spezialeffekte von Waffen aufkommen, hm...
Der Kampf mit mehreren Gegnern war (ist) auch einer der Mechanismen, die sich als letztes in ihrer jetzigen Form etabliert haben.
So wie er steht - mit durch Modifikatoren reduziertem, aber gegen jeden einzelnen Gegner immernoch vollständigen Griff in den Beutel, und somit ohne harte Begrenzung gegen wie viele Gegner man sich gleichzeitig zur Wehr setzen kann - ist er auch vor allem ein Eingeständnis an das konkrete Setting der Sonnenlande. Hier soll es vom Spielgefühl her einem Charakter ja durchaus möglich sein sich mit einem dutzend Tempelwächtern auf einmal anzulegen und auch zu überleben, wenn er denn klug genug ist, zu versuchen sich einer fortgesetzten! Auseinandersetzung zu entziehen (zum Beispiel durch Flucht). Mit diesem Bild im Hinterkopf macht die Regel, dass man sich gegen beliebig viele Gegner pro "Runde" wehren kann, allerdings mit schlechte(re)n Chancen auch tatsächlich zu gewinnen, durchaus Sinn finde ich.
Dann kann man wohl auch "einfach so" Schaden kriegen, weil einem ein Balken auf den Kopf knallt oder whatever. Okay. Aber wenn ich jetzt heile, kann ich dann die schwarzen Steine durch beliebige bunte ersetzen? Oder nur durch diejenigen die ich vorher entnommen habe - wäre ja logisch, sonst änder ich ja meinen Charakter.
Die Charakteränderung durch Heilung war auch so eine Sache über die ich nachgedacht habe. Ich war mir lange nicht sicher, ob mir diese Variante der Regeln wirklich gefällt, aber letztendlich habe ich mich aus zwei Gründen doch für sie entschieden.
Zum einen natürlich aus dem erklärten Ziel heraus keine (verpflichtende) Buchführung zu betreiben.
Zum anderen aber auch, da ich die Vorstellung, dass schwere Verletzungen (schon eine schwarze Murmel ist alles andere als angenehm) einen Menschen verändern können letztlich doch als stimmig und sogar reizvoll erkannt habe. Diese Regelung bietet beispielsweise die ideale Grundlage für den Wandel des Kämpfers, der in der Schlacht grausig verwundet wird, zum Dieb und Herumtreiber, der keinen Wert darauf legt noch einmal in eine ähnliche Situation zu kommen (rote Murmeln durch schwarze ersetzt, schwarze Murmeln durch grüne ersetzt).
Am Anfang schon 15 Stück, ist das nicht zuviel? Und der Steigerungsspielraum von "nur" 5 wird nicht zu schnell knapp? 13 klingt für Beginner irgendwie besser... Hm, aber dann kommt wieder die 5% Sache, hm. Es klingt nur so wenig, was sagt die Erfahrung?
Fünfzehn Murmeln sind viel. Sehr viel sogar, gerade wenn man sich auf eine Farbe spezialisiert. Das war aber durchaus beabsichtigt, um schon von Beginn an wirklich hervorstechende, extrem fähige Charakter zu schaffen, die aber dennoch weiteres Entwicklungspotential besitzen - das mit 25% eine weisse Murmel zu ziehen, der Option auf laterale Charakterentwicklung, und in gewisser Weise auch Verletzungen noch sehr gut gegeben ist.
Letztlich spricht aber nicht das geringste dagegen Charaktere mit 13, 12, 10 oder noch weniger Murmeln zu erschaffen (auch ein Charakter mit neun Murmeln kann immer noch ein wahrer Könner sein, beispielsweise acht Murmeln einer Farbe und einer einzelnen in einer anderen).
Ich nehm einfach mal an, dass schwarze auch ersetzt werden können.
Ja, natürlich. Erfahrungsgewinn bedeutet auch immer eine Chance auf (zusätzliche) Heilung.
mfG
hbv