AW: Ist D&D 4 hierzulande gescheitert?
Wobei ich inzwischen sagen muss, das viele Rollenspielläden eh ein seltsames Sortiment haben. Viele haben ja noch nicht einmal eine Ahnung, wenn einer der großen Verlage etwas neues herausbringt.
Das Problem ist, dass der FLGS schon lange kein repräsentativer Querschnitt mehr ist. So gut wie jeder Laden den ich kenne hat, was Rollenspiele angeht, eine relativ scharf umrissene Stammkundschaft, über die der weitaus größte Teil seines Umsatzes läuft, und an denen wird sich dann logischerweise auch das Sortiment ausrichten.
Klar, DSA-Spieler gibt es so viele, dass jeder Laden davon genug unter dieser Kundschaft hat, aber bei kleineren Systemen (zu denen D&D hierzulande nunmal ganz klar zählt), kommt es so massivst auf die Zusammensetzung dieser Stammkundschaft an, dass es oft genug vorkommen wird, dass es einfach nicht genug Interessierte darunter gibt, dass es sich lohnt.
Das heißt noch lange nicht, dass das Spiel deshalb wirklich nicht gespielt wird, aber wenn die D&D-Spieler in der Umgebung eben die sind, die sich ihre Bücher sowieso alle Online kaufen, dann wird der FLGS sie auch nicht führen.
Ist halt das gleiche Problem wie immer bei solchen Fragen, an verlässliche Zahlen zu kommen, ist so gut wie unmöglich, und so bleiben effektiv nur rein subjektive Eindrücke.