Das mit dem Wasser liegt wahrscheinlich am Charisma. Man kriegt bessere Preise wenn der Wert hoch ist. Prinzipiell kann man aber auch von 50x9 auf Dauer reich werden. Wenn man im Gegensatz zu mir effizient spielt kann man aber schon mit zwei/drei gut ausgestatteten Settlements (eine für Scanvenger-Stationen, eine für Wasser und eine für Einnahmen durch Läden / Karawanen) ohne Ende Kronkorken scheffeln und muss dafür neben dem Aufbau noch nich mal irgendwas tun.
Die sinkende Motivation aufgrund flacher Quests kann ich auch nicht nachvollziehen. Fand die bisher durch die Bank weg originell und größtenteils spannend oder zumindest lustig (mal von den 08/15 Minutemen "besiedle XY" Quests abgesehen). Zuletzt hab ich die Silver Shroud gemacht, die war richtig Sahne, vor allem der Showdown am Ende. Goodneighbour is sowieso zu meinem Lieblingsort avanciert. Könnte zwar was größer sein, aber die Noir Atmo ist genial eingefangen. Vor allem im Third Rail.
Mich holen vor allem die kleinen Details immer wieder raus. Wenn ein Passant oder ne Wache meine letzte Quest kommentiert oder auch nur wenigstens mal die Kleidung, die ich trage. Wenn Travis im Radio über die jüngsten Ereignisse spricht. Wenn der Begleiter plötzlich nen Monolog über die Location hält, die wir gerade gefunden haben. Oder wenn wie heute Nachmittag einfach mal zwei Vertibirds der Bruderschaft filmreif in East Boston auftauchen, Scheinwerfer über den Boden kreisen, sich Ritter in PA's abseilen und ein von Supermutanten besetztes Haus stürmen. Genau diese Dynamik in der Welt, das Gefühl, das ständig was passiert, auch ohne das der Spielercharakter was damit zu tun hat, fehlt in den meisten großen Open World Rollenspielen und hat auch bei Bethesda bisher nie so gut funktioniert. Es wird ständig gekämpft, Siedlungen werden angegriffen, Dinge explodieren, Vertis surren durch den Himmel, wilde Ghule überrennen Raider-Lager ... und es wird mit steigender Main Quest sogar noch mehr, vor allem wenn die Fraktionen dann in offenen Krieg miteinander geraten.
Die Begleiter sind überhaupt bisher so ziemlich das Beste in der Richtung. Im Gegensatz waren die in Skyrim ja gerade mal Beta. Und gerade für Fans von Little Lamplight aus F3 (wie mich) gibts da auch noch mal ne nette Überraschung.
Und die Hauptquest ist endlich mal spannend und nicht zu 100% vorhersehbar. Es gibt multiple Enden, die Fraktionen schließen sich ab einem gewissen Punkt aus und man muss echte Entscheidungen treffen, die dann auch unwiderrufliche Konsequenzen für den Spieldurchlauf haben. Auch in der Hinsicht bin ich bisher absolut zufrieden. Ist für mich auch klar gegenüber New Vegas überlegen. Da waren die Ansätze auch da, aber die Technik einfach noch nicht (die tolle Hoover Dam Schlacht bei NV ist allein durch den erwähnten Vertibird Angriff gnadenlos in den Schatten gestellt worden) und diese Verkleidungsgeschichte, die es einem nicht mal wirklich erlaubt hat, einer der Fraktionen tatsächlich beizutreten, war von Anfang blöd. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bruderschaft in NV ne Enttäuschung war. Langweiliger Bunker vs. Fucking Luftmutterschif mit Vertibird-Andockdeck und integrierter, lebendiger Militärbasis. Not even a comparison.
Ich suchte auch nach anderthalb Wochen noch. Ich hab auch noch nicht ansatzweise die ganze Karte aufgedeckt. Im Süden fehlt mir neben der Atom Cats Garage noch ne ganze Menge und dank Magazinen, Bobbleheads und bekloppten Quests (Trouble Brewin' sag ich nur) lohnt es sich sogar, in jeden "Dungeon" mal reinzurennen, weil man wirklich nicht weiß, was einen erwartet. Teilweise auch völlig ohne Quest. Wart ihr schon in dem von Raidern zum Todeslabyrinth umgebauten Parkhaus?
Und es sind ja noch nicht mal vernünftige Mods draußen bisher. Ich bin guter Dinge, dass Fallout 4 bei mir den klassischen Skyrim-Verlauf einnehmen und noch in den nächsten Jahren immer mal wieder semiregelmäßig gespielt wird. Hat bisher alles richtig gemacht und meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.