Fallout Fallout 4 (New York ???)

Ich mag die Gestaltung mit dem Zusammenschnitt zwischen "vor den Bomben" und "nach der Bomben".
Wobei mich das Design des Hauptcharakters nicht überzeugt. Vielleicht liegt es am Hintern.

Auf eine wirklich zusammenhängende Geschichte lege ich bei Fallout nicht besonders viel wert.
Ansonsten würde ich es begrüßen wenn es mehr Fallout 3 wäre als das imho eher misratene Fallout NV.
 
So besonder viel aussagekräftige Ingame-Grafik hab ich in dem Trailer noch gar nicht erkennen können.
 
Die Grafik ist irgendwie underwhelming. Muss ja nicht immer top sein, aber allzu viel Fortschritt seh ich da im Vergleich zu den letzten Bethesda spielen nicht unbedingt. Ich hoffe ja nicht, dass das nächste Elder Scrolls auch so aussehen wird..

Ich finde die Grafik eigentlich ganz gut, gerade die Lichteffekte sind hübsch. Die Modelle sehen etwas klobig aus, aber bei Bethesda spielen bin ich es gewöhnt das mich grauenvolle Qualzuchten von Mensch aus ihren toten Fischaugen anschauen.

Was den Rest angeht seh ich's wie Scathach: Bethesda tut sich unsagbar schwer mit interessanten Geschichten, die finden im eigenen Kopf statt (Anders als Fallout 1 und 2). NV konnte für mich atmossphärisch einiges retten, das fehlt mir bislang bei Fallout 4 (ist halt generische Postapokalypse). Ich warte mal ab.
 
Schöne Lichteffekte, ja. Die Props, Figuren und der Hund haben mich aber eher an prä-nextgen erinnert. Da ist man bei Trailern, die hypen sollen, wie gesagt anderes gewohnt. Kann natürlich auch positiv sein, wenn das heißt, dass wir kurz vor Release keine Hiobsbotschaft mit nem Grafikdowngrade bekommen.

Dass sie keine guten Geschichten erzählen können ist son übliches Gerücht. Klar gelingt es ihnen nicht so gut, wenn sie den Fokus deutlich auf die offene Welt legen und sicher könnten sie da mehr Mühe investieren - aber dass sies können haben sie bereits mehrfach bewiesen. Allein Morrowind hatte wahrscheinlich ne bessere Geschichte als so ziemlich alles andere, was seitdem über den Monitor geflimmert ist, sie wurde eben nur in Textform erzählt, was lustigerweise bei anderen Klassikern mit isometrischer Ansicht wieder als feature und nicht als bug bezeichnet wird. Und wer bei Oblivion und Skyrim jeweils die Dunkle Bruderschaft gespielt hat, lässt sich auch nicht leichtfertig zu solchen Aussagen hinreißen.

That said: die Art und Weise, wie erzählt wird, ist wie gesagt sicher verbesserungswürdig. Das voice acting ist für mich ein Hinweis, dass sie vielleicht ein bisschen von diesem unsagbaren Irrglauben abweichen, dass die Geschichte besser wird, solange der Protagonist bloß keine Persönlichkeit hat damit man "die Geschichte selbst schreiben" kann, was widerum ein Plus fürs storytelling bedeutet. Ich warte auch mal ab. Es würde aber nicht schaden, wenn sie sich ein wenig von NV inspirieren lassen. Nur dieser Mist mit den Disguises und dass man keiner Fraktion wirklich beitreten kann darf dann auch bitte wieder im Pixelnirwana verschwinden. Wer sich das ausgedacht hat..
 
Und wer bei Oblivion und Skyrim jeweils die Dunkle Bruderschaft gespielt hat, lässt sich auch nicht leichtfertig zu solchen Aussagen hinreißen.

Sie können hübsche Quests machen, das streite ich gar nicht ab. Die Story als Gesamtkonzept bleibt aber auf der Strecke. Skyrim ist ja nicht der Assassinen Simulator. Und einzelne nette Quests findest du auch im größten Misthaufen noch, das für sich genommen ist jetzt kein Argument.
 
Wenn dich die Questreihen der Dunklen Bruderschaft und Diebesgilde in Oblivion und Skyrim und die gesamte Main Story und ein Großteil der Gilden / Fraktionen in Morrowind nicht überzeugen, ist das deine Sache. Ein Argument ist es schon, mit ein paar Glückstreffern im Misthaufen hat das wenig zu tun.

Wie gesagt, viel geht bei der Inszenierung drauf, weil sie sich zu sehr auf ihre Sandbox konzentrieren. Die ja immer noch bleibt, wenn man nun so gar nicht auf ihr Storytelling steht und für viele ist genau die ja auch Verkaufsargument. Und die hat bei Fallout 3 und NV nun auch gestimmt.

Wobei Letzteres jetzt auch kein heiliger Gral von der Geschichte her war. Sind aber viele Spiele nicht.
 
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@Grafik: Man muss es eher so sehen. Mir ist es lieber das die Grafik jetzt vielleicht nicht so gut aussieht anstatt wieder falsche Werbeversprechen zu bekommen die die Grafik im fertigen Spiel nicht halten kann. Zumal Titel von Bethesda auf dem PC sowieso gemoddet werden damit man die Grafik nochmal aufdrehen kann oder das UI überarbeitet das es funktioniert. Darüber hinaus hatte ich nie das Gefühl das die Engine die in Bethesda spielen verwendet wird Leistungsstark ist. Beispielsweise in Skyrim. Dort werden ganze Städte versucht zu simulieren und sie scheitern daran. "Städte" sind eine Strasse mit 3 Häusern links und drei Häusern rechts. Whiterun zählte schon als große Stadt und sie wirkte dennoch wie ein kleines Dorf. Selbes Problem hatte Fallout 3 auch wobei es aufgrund der Postapokalypse nicht aufgefallen ist (da sin.d Gruppen von Menschen halt kleiner) in Skyrim fiel aber auf das die Engine keine großen Menschenmengen darstellen kann oder will (ein ganzer Krieg findet zwischen gefühlt 300 Leuten statt).
 
Die Kriegssituation in Skyrim lag sicher an den technischen Begrenzungen. Mit den Städten hatte ich weniger Probleme da 1. klar war, dass so gut wie jeder NSC und jedes Haus mehr als nur Kulisse und 2. in einem Fäntelalter-Setting kleinere Bevölkerungen zu erwarten sind. Klar, es sind trotzdem keine wirklichen Städte aufgrund der Kombination aus Beidem. Aber es ist mir ehrlich gesagt lieber als ne AC-Kulisse aus leblosen actors, die von A nach B laufen und Hausfassaden, die kein Innenleben haben.

Ich kenn auch kein Open World RPG dass das besser hinbekommen hätte. Auch in Gothic / Risen, Two Worlds, Witcher etc. laufen in den "Städten" maximal 20 - 30 NSC herum, wenns hochkommt und die meisten Gebäude sind Hintergrundkulisse.

@Fallout
Die E3 Gameplay Präsentation sah schon deutlich besser aus als der Trailer - auch grafisch. Die ist für mich nur deswegen von Belang, weil es sich "next gen" schimpft. Sieht aber ganz solide aus im tatsächlichen Spielverlauf. Die Charaktergenerierung fand sich sehr originell und dass sie quasi den Hausbau auf kleine Dörfer und Gemeinschaften erweitert haben klingt ziemlich Sahne. Sowas hat im post-apokalyptischen Genre bisher wirklich gefehlt.
 
Mir war Whiterun auch eigentlich schon zu groß. Hat mich immer ganz schön genervt, da diesen blöden Berg hochlaufen zu müssen, um zum Seelenstein-Dealer zu kommen.
 
Ja aber mein Haus steht unten. Und die Schmiede auch. Und noch viel wichtiger: Die Alchemistin. Irgendwann gibt es ja nicht sinnvolles mehr einzutauschen. Außer Erze und Kräuter. Und Seelensteine. Die bleiben recht lange nützlich.
 
@Fallout
Die E3 Gameplay Präsentation sah schon deutlich besser aus als der Trailer - auch grafisch. Die ist für mich nur deswegen von Belang, weil es sich "next gen" schimpft. Sieht aber ganz solide aus im tatsächlichen Spielverlauf. Die Charaktergenerierung fand sich sehr originell und dass sie quasi den Hausbau auf kleine Dörfer und Gemeinschaften erweitert haben klingt ziemlich Sahne. Sowas hat im post-apokalyptischen Genre bisher wirklich gefehlt.

Dem muss ich beipflichten, es sieht schon nett aus und hat ein paar coole Ideen!

Jetzt muss es Beth nur noch schaffen, ein gutes, richtiges Fallout mit guter Story und Konsequenzen zu bauen. Ich glaub nicht dran, hoffe aber dennoch tief in meinem schwarzen, enttäuschten Herzen, dass das Spiel mich vom Gegenteil überzeugt.
Will doch nur was, das sich mit Fallout 2 oder New Vegas messen kann, das kann doch nicht zuviel verlangt sein :(
 
Ich kann die Kritik an Fallout 3 zwar verstehen, aber ich muss dann doch nochmal fragen: was war denn bei NV so viel anders im Bezug auf Story und Konsequenzen? Ich habs durchgespielt + die größten DLCs - es warn klasse Spiel aber gerade in diesen Punkten in meiner Erfahrung nicht großartig verschieden. Klar, man hat quasi größere Freiheit in der Entscheidung, für welche der beiden Seiten man sich entscheidet (wobei die Legion doch im Vergleich zur NCR etwas unfertig wirkte) - aber sonst? Die Story fand ich nicht weniger vorhersehbar als bei Fallout 3.
Die einzige wirkliche Ausnahmen dabei waren für mich Old World Blues - und das auch nur durch den fallout-typischen Humor - und Dead Money, weil die Story sehr nett war. Allerdings hats hier gewaltig am Gameplay gehapert. Immer wieder durch dieses gleichgefärbte Gassenlabyrinth zu laufen und gegen diese random Ghosts zu kämpfen war am Anfang irgendwie interessant, später aber einfach nur noch lästig.

Atmosphärisch und storytechnisch kam aber in ganz NV für mich nichts an Little Lamplight ran. Als ich da das erste Mal angetanzt bin damals.. das war was, an das ich mich noch heute erinnere. Oder diese Tranquility Lane Virtual Reality. Davon hätte ich gerne ein ganzes Spiel gehabt. Und Mothership Zeta fand ich irgendwie doch besser als Old World Blues.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinem Spielgefühl nach konnte man halt bei NV sehr ins Detail mit allen möglichen Verhaltensweisen Einfluss ausüben, der einen auch irgendwann mit Konsequenzen eingeholt hat. Man kann sogar für die beiden Hauptfraktionen erstaunlich lange gleichzeitig arbeiten, aber auch das kann sich halt rächen. Man kann mit seinem Tun sogar den Ausgang für kleinere Gruppierungen (Großkhane zB) bestimmen.
Und auch vorher reagiert die Spielwelt auf das, was man getan hat.
Die Begleiter sind sehr gut ausgearbeitet, es gibt ne Menge echt tolle Quests und denkwürdige NPCs.... das war für mich bei Fallout 3 alles nicht so.

Für mich bleibt Fallout 3 ein echt gutes Spiel. Nur als Fallout hats mich sehr enttäuscht.
Ich hab so viel mehr von den alten Teilen in NV wiedererkannt (welch Wunder, das von Beth bei Lizenzerwerb eingedampfte Van Buren floss ja da auch mit rein), mag den Ort der Handlung so viel mehr, empfinde die Spielumwelt als deutlich atmosphärischer und glaubwürdiger... (allein schon, dass die Leute Farmen haben, und man eben wirklich das Gefühl hat, in einer wiedererstarkenden Gesellschaft 200 Jahre nach dem Krieg zu sein; das kam bei F3 nicht so gut raus)

Wie gesagt, alles natürlich enorm subjektiv.
Und kein Wunder, bedenkt man dass Fallout 2 für mich auf dem Videospielthron sitzt, gefolgt von NV und dann erst allen anderen tollen Spielen da draußen.
Ich mein, wir papern aktuell sogar Fallout :p

Fallout 4 werde ich natürlich spielen, und ich bin mir relativ sicher, auch Spaß damit haben zu werden. Aber inwieweit es mich überzeugt oder an die Vorgänger rankommt, da mag ich wirklich nicht zu sehr drauf hoffen.
 
Ich kanns verstehen, geht mir mit Morrowind / Skyrim ähnlich. Auch das spielen wir seit ner ganzen Weile im P&P.

Ich schätze auch mal nicht, dass Fallout 4 deine Erwartungen ausreichend treffen wird, dafür versuchen sie vermutlich zu viel Neues. Und ich schätze, dass ihre Versuche, sich mehr auf die Inszenierung der Story zu konzentrieren, im Vergleich zu anderen Spielen (nicht so sehr anderen RPGs) noch ne Weile hinterherhinken werden, einfach weil sie andere Prioritäten setzen.

Wobei so viele Spiele mittlerweile versuchen diesen "do whatever you want, be whoever you want to be"-Trend zu imitieren, dass es sich so langsam totläuft, finde ich. Ich hätte kein Problem mit etwas weniger "Freiheit", wenn dafür mehr in die Charaktere und die Immersion investiert wird. Wenigstens gehört man jetzt bei Fallout 4 mit Familie und allem drum und dran in gewisser Weise zur Welt und muss nicht schon wieder "den Fremden" spielen. Das wird auch langsam langweilig. Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Origins-Ideen von Dragon Age ein bisschen mehr Anklang finden.
 
Einerseits hat man bei "du bist jemand, aber wir lassen dich selbst definieren wer!" natürlich spielerisch echt viele Freiheiten und kann sich halt ne Menge dazu denken, aber wenn einem das Spiel dabei nicht die Möglichkeiten gibt, dass irgendwo in gewissem Umfang zu fixieren und die Welt drauf reagieren zu lassen, ist es einfach nur fürs eigene Gefühl und spielt im eigenen Kopf.
Wobei ich es schick finde, gerade nochmal nachgelesen, der Kurier bei NV hat schon ein wenig an Hintergrundkram, über das meiste stolpert man nur beim normalen spielen nicht. :D

Dagegen kann ein fester Charakter in der Inszenierung meist einfach viel mehr rocken. Wenn ich an meine innige Bindung an Marston aus RDR denke, wie sehr ich mitgefiebert habe ob er seine Familie finden wird... das hat sich toll angefühlt.

Die Origins gehen so einen perfekten Mittelweg - man hat seinen eigenen Char, aber ihm wird ein gewisser Hintergrund gegeben. Wenn das toll umgesetzt ist, dann find ich das super. Ist echt schade dass sich das nicht bewährt zu haben scheint.
Das würde ich nämlich auch sehr gerne vermehrt und schick umgesetzt in Spielen sehen. Hatte schon Gründe, warum ich meine Gossenzwergin so geliebt habe.
 
Volle Zustimmung.

Radikal ausgedrückt kann man bei vielen Open World RPGs wie Fallout / Elder Scrolls auch mit nem WiiU Mii-Avatar durch die Gegend laufen. In der Egoperspektive merkt mans nicht mal und das Spielerlebnis dürfte fast das Gleiche sein. Das soll es nicht abwerten, aber man spielt eben einfach keine wirkliche "Rolle", die man sich nicht dazudenkt. Der Charakter ist im Grunde nur ne Ragdoll, die man lustig anziehen kann. Gerade ohne Voice Acting fehlt da doch immer die Seele.

Ne Rolle braucht Persönlichkeit. Die mitzugestalten ist viel wichtiger, als sie alle fünf Minuten neu definieren zu können. Das hat natürlich auch seinen Platz. Aber in Skyrim erinnert man sich an seinen eigenen ersten Drachenkampf als Spieler. Bei Mass Effect erinnert man sich an Shepards Ansprache als Kapitän der Normandie. Letzterer ist eine Ikone, eine tatsächliche Rolle. Ersteres nur ein Vehikel um die Welt als Spieler zu erfahren.
 
Naja, genau deshalb will ich, dass die Welt eben deutlich auf das reagiert, was man tut, wie man es tut, etc.
Und dass man Sachen unterschiedlich lösen kann. Das definiert einen Charakter auch.

Dagegen finde ich bei einem selbstgebauten Helden eine feste Stimme tendenziell weniger gut. Ich identifiziere mich am stärksten mit einem selbstgebauten Charakter, wenn ich ihm lesenderweise gedanklich meine eigene Stimme verpasse. Oder mir die Betonungen passend dazudenke, wie ich das für den Char will. Klar, reine Kopfsache, aber da hab ich eine viel engere Bindung zu dem Char.
Eine gute Stimme kann natürlich ein echter Bonus sein, wenn ich da an Saints Row the Third denke, das war echt Bombe, da hat alles gepasst für meinen Char.
Mass Effect kann ich hingegen zB. nur auf Englisch zocken, weil ich die dt. Sprecherin total schrecklich fand, und selbstgebaute Chars mir in weiblich am liebsten sind.
Da ich es aber idR hasse Spiele auf Englisch zu spielen, hab ich nach Teil 2 ganz rapide das Interesse an der Reihe verloren; so episch und toll die Inszenierung auch ist, und so gern ich meine Shep trotz allem hatte.
Wenn ich schon einen selbstgebauten Charakter mit Stimme habe, dann will ich auch einige Stimmen zur Auswahl haben.
Sonst kanns ein echter Griff ins Klo sein, wenn die Stimme dann halt irgendwie meinen Vorstellungen vom Char komplett zuwiderläuft und doof klingt.
Spiel ich dann auch trotzdem, kann Spaß damit haben, aber Identifikation ist halt nich drin.

Dagegen, wenn die Stimme toll ist - umso geiler, das ist dann natürlich das Sahnehäubchen
 
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