Erfahrung von Vampiren

Ancoron Fuxfell

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Wie mächtig ist ein Vampir durchschnittlich in welchem Alter bzw. wie sieht das bei Menschen aus? Wie müsste ein Erfahrungssystem aussehen, dass sich weitgehend am Alter orientiert aber trotzdem balanced ist? Gibt es Widersprüche im offiziellen System?

Camarilla-Vampire starten mit 3 Disziplinen, frisch erzeugte Sabbat-Vampire mit 4 Disziplinen. Gibt es ein bestimmtes Ritual o.ä.? Soweit ich weiß nicht. Erklärung ist mWn, dass die Erzeuger mächtiger sind, wahrscheinlich insbesondere in den Disziplinen. Doch das kann bei Camarilla-Vampiren ja auch durchaus der Fall sein, wenn man das Kind des Prinzen ist (Möglichkeit für eine Chronik wird ja z.B. vorgeschlagen, dass alle SCs die Kinder des Prinzen sind). Sollte man also ein diesbezügliches realistisches System erstellen, notfalls nur für NSCs bzw. für SCs kann man auch festlegen, wie mächtig die Erzeuger sind?

Wie sehen die Erstellungsregeln für Ancilla bzw. Ahnen aus (über den Hintergrund Alter erhält man jeweils 29 zusätzliche Freebies, aber es gibt noch ein anderes System)?
 
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Camarilla-Vampire starten mit 3 Disziplinen, frisch erzeugte Sabbat-Vampire mit 4 Disziplinen. Gibt es ein bestimmtes Ritual o.ä.? Soweit ich weiß nicht.

Doch, gibt es! Ich poste mal aus dem Lasombra Clanbuch engl. rev. Ed. was da unter den antitribu steht:

"[...]have experimented with mass Embrace in the style of Sabbat "shovel parties". [...] The berserk hordes then went plunging into battle. All were slaughtered. Some [...] speculate that a Sabbat rite infuses the sect's shock troops with knowledge and power. Most [...] disagree, but they certainly missed something important."

Das ist zumindest ein Hinweis darauf. Wenn es auf die Macht des Sires ankäme, dann müsste es gerade bei den Lasombra antitribu geklappt haben!
 
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Hi,
im Elysiumsbuch, dem Quellenbuch für Ahnen, steht etwas zur Erschaffung von Ahnen und auch im Erzählerhandbuch.
Das Lustige dabei ist, wenn man danach Ahnen erschafft, die dann mit den Ahnen vergleicht, die uns die Wölfchen so in ihren Quellenbüchern angeben dann ist da ein gravierender Unterschied.

Ich habe es bisher folgendermaßen gehalten, ich habe eine Ancillarunde im Darkages hier haben die Chars 50 EP extra bekommen.
Beim Ahnen im Victorian haben wir den Spieß umgedreht, dh. Charakterstory festgelegt, dann geguckt was würde Wertemäßig passen und dann darauf wertgelegt, dass das Powerlevel nicht zu hoch wird, aber realistisch ist.
Wie viel Punkte mehr das waren, weiß ich leider nicht mehr. Das mit den 50 EP hat gut geklappt bei Ancilla. Die könnte z.B. in Frankfurt bei Nacht (meiner Onlinechronik) jemand der regelmäßig spielt auch innerhalb von 30 Wochen zusammen haben und wäre damit immer noch keine 50 Jahre alt. (die Ancilla in der DA Runde waren zwischen 50-70).

Das beste ist, du legst für dich fest was soll ein Ancilla maximal haben dürfen an Attributen auf 4 und 5 und an Disziplinspunkten und rechnest dann rückwärts, genauso bei Ahnen.
 
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also:
sabbat contra cammy
sabbat hat dafür weniger hintergründe
grund: als schaufelkopp wirst du von anfang an auf kampf und körperliche auseinandersetzung gedrillt. die häufigste manifestation dafür sind disziplinen. dafür verzichstet der sabbat nahezu gänzlich auf soziales umfeld, daher die fehlenden hintergrundpunkte

ep und alter
meiner meinung nach sind die standart erschaffungen auf 0-25 jahre alte kainiten gemünzt
pro 25 jahre könnte man 5 freebies extra geben, ergo
0-25 15FB
26-50 20FB
51-75 25FB
76-100 30FB
uswusf
 
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Viel einfacher:
White Wolf hat beschlossen, dass Sabbat nun mal viel unsozialer und psychotischer sein müsse als die Camarilla. Deswegen gingen Tugenden und Hintergründe weg. Weil man aber irgendwas dazu geben musste, gab es einen zusätzlichen Diszipunkt extra.
Aber als man dann seine eigene Maxime von 'die sind mindestens drei Jahre alt' vergessen hat hatten sie, wie des öfteren, wieder einen Hort an Quellen die sich widersprachen und daran ändert auch Gemurmel über 'geheime Rituale' nichts.

White Wolf hat es verbockt, es gibt keine Logik dahinter und ich sehe nicht ein warum ich mir dann um eine dahinter den Kopf zerbrechen sollte.
 
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Keine Tugenden beim Sabbat? Natürlich haben sie die, die laufen nur in fast allen Fällen dann auf Pfaden, und diese meist mit Instinkt statt Selbstbeherrschung oder mit Überzeugung statt Gewissen. Aber Tugenden haben sie dennoch, sonst hätten sie auch keine Pfade, es gäbe keine Hierarchien der Sünden und die ganzen Sabbatpfade wären wohl nur ein Hirngespinst meiner Seits.
 
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Sabbat-Vampire haben weniger Tugenden (mWn 5 statt 7).

Ich tippe auch auf einen Fehler und würde deshalb gerne ein sinnvolles System erstellen. Zudem stört mich noch, dass es freie Punkte, Freebies, Erfahrungspunkte und Reifepunkte gibt, das ist nicht einheitlich, also nicht realistisch.
Ein normal erstellter Vampir kann 300 oder 400 EP wert sein, je nachdem wie man ihn erstellt. Wie begründet man das? Wenn man sagt, er ist besonders begabt oder alt, kann man ihm ja mehr EP geben. Sollte man nicht einfach nur mit EP steigern?

Habe das in meiner aktuellen Chronik ausprobiert und es funktioniert auch relativ gut. Probleme:
- Tugenden sollte öfter mal auf 4 vorhanden sein, doch wenn man sich das da spart, leistet man sich doch lieber eine Fähigkeit auf 4?
- Man startet mit niedrigen Wegwerten und hat auch kein Interesse, den zu steigern. Selbst bei aktueller Wert x1 wird das wohl nicht anders sein.
- Willenskraft sollte nach einem anderen System gesteigert werden, eine gute Idee, die ich dazu gefunden habe, ist
1; 2; 3; 4; 6; 8; 10; 15; 20
noch besser wäre aber vielleicht einfach aktueller Wert x2?
 
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Ich halte das System eigentlich für recht gut. Es ist zwar nicht logisch, aber balanced.
Es erlaubt dem Spieler in jede Richtung in die er gehen will gleich gut oder mächtig zu werden.

Was niedrige Wegwerte angeht:
White Wolf gibt da ja durchaus Möglichkeiten die Leute zu treten die recht niedrig sind.
Stichworte seien nur Kontrollverlust und Aura-Modifikator (den ich allerdings etwas höher ansetzen würde, damit es auch die relativ großen Einschränkungen lohnt, die eine strikte Befolgung mit sich bringt).

Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass man durchaus besser abgerundet Chars bekommt, wenn man mehr Punkte vergibt.
In der Chronik wo ich das ausprobiert habe, ging das recht gut, nur ein einzige kannte nur die Einstellung 0 oder 3 Punkte für Fähigkeiten. kann, der Reste hatte sich auch 'sinnfreie' Fertigkeiten', insoweit als sie nicht direkt für ihre Disziplinen waren oder für den Kampf, besorgt die einfach in die Charaktergeschichte passten.
 
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Ancoron Fuxfell schrieb:
Zudem stört mich noch, dass es freie Punkte, Freebies, Erfahrungspunkte und Reifepunkte gibt, das ist nicht einheitlich, also nicht realistisch.
Ein normal erstellter Vampir kann 300 oder 400 EP wert sein, je nachdem wie man ihn erstellt. Wie begründet man das? Wenn man sagt, er ist besonders begabt oder alt, kann man ihm ja mehr EP geben. Sollte man nicht einfach nur mit EP steigern?

Mich stört es auch, dass man mit den Freien Zusatzpunkten Fähigkeitspunkte für absolute Werte und unabhängig von der bereits erreichten Fähigkeit erwerben kann. Ob man den fünften Punkt Schusswaffen oder den zweiten Handgemenge kauft, ist dann gleich viel wert. Da ist das EP-System deutlich besser.

Um den Problemen zu begegnen, die du erfahren hast, kann man das EP-System mit der normalen Charaktererschaffung ja auch kombinieren. So können Attribute, Fähigkeiten und Diszis ja mit einem Satz EPs erworben werden, während für die Tugenden und Hintergründe Punkte wie in der normalen Charakterschaffung zur Verfügung stehen (wobei man diese dann bei Bedarf ebenfalls noch mit EPs steigern kann).

Nebenbei finde ich allgemein, dass Hintergründe viel zu billig sind. Wenn man die 15 Zusatzpunkte nur auf Hintergrund verwendet, hat man Ressourcen 5, Kontakte 5, Gefolgsleute 5 und noch die 5 normalen Hintergrundpunkte übrig. Mit derartigen Mitteln hat man dann leicht die Möglichkeit, anderen Gefallen zu erweisen, für die man sich dann in allem möglichen anderen ausbilden lassen kann.
 
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@Crying Shadow:
Toll.
Ansonsten bekommt man eine Disziplin auf 5 oder hat drei Attributspunkte mehr. Ist Imo genauso übel.
 
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Es geht bei den Freienzusatzpunkten jeweils jediglich um keinen Erfahrungswert, sondern den Aspekt der Individualität! Als Spieleleiter kann man aber sehr gut sehen, welche Spieler so in richtung Powergaming versuchen zu gehen und dann auch bewußt Charaktere ablehnen, zu mal diese meist an entstellenen Punkten sehr starke schwächen aufweisen (die man wie schwächen, ansich nicht mit anderen stärken so ma eben weg machen kann).

Über das EP system könnte man sich tod diskutieren - dabei würde ich einfach behaupten, das es sich keines Wegs überall gleich anwenden läßt, sondern immer darauf ankommt wie ein Spieleleiter die Chronik ausspielt (damit sind NPCs, Schwerpunkte der Geschichte bzw allgemeiner Schwerpunkt und ähnliches gemeint).

Nun aber zu dem Punkt, wie sich Altern realistisch darstellen läßt. *g* Meiner Persönlichen Meinung nach gar nicht, da Erfahrung und Wissen das man in der Zeit erlernt vom Individuum selbst abhängt. White Wolf hat da den Versuch gestartet das mit einer Reifungstabelle, sowie für Anfangscharaktere mit dem Hintergrund "Alter" (siehe "Handbuch für den Erzähler") darzustellen. Es sind möglichkeiten, wie diese realisiert werden, muß man selber als spieleleiter zu sehn.
 
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