Die große Crossover-Frage...

schexpir

wandelndes Paretoprinzip
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Das X/O in der WoD keine einfache Angelegenheit ist, wissen wir alle: In jedem beliebigen Threrad sagt früher oder später jemand: X/O zwischen den einzelnen WoD-System geht nicht, und alles, was WW dazu veröffentlicht hat, ist Scheiße (oder im besten Fall eine bemühte Notlösung).
Ganz falsch ist das ja auch nicht, denn immerhin prallen hier Realitäten, Weltbilder und Schöpfungsgeschichten aufeinander. Die Frage ist: In wie weit stört das mein SPIEL an sich?
Ich gehe ma davon aus, dass man mit einem relativ jungen, unerfahrenen Uübernatürlichen startet, der wenig über sich und die(übernatürliche) Welt weiss (ganz zu schweigen von den ganzen Hintergründen, die auf so viele WoD veteilt sind). Warum sollten die bekannten Divergenzen zwischen den WoD-"Welten" ihn daran hindern, mit anderen Übernaürlichen zusammenzuarbeiten.
Ich glaube kaum, dass der Vampire zum Magus (nachdem der ihm seine Sicht der Welt erklärt hat) sagt: "Oh, wenn man die Realität verändern kann, und alles von wille und Glaube abhängt [stark vereinfacht!], dann gibt es ja gar keinen Gott, der Kain verfluchen kann!" Oder dass der Werwolf anfängt zu weinen, weil ihm der Dämon gesagt hat, er hätte bei der erschaffung der Welt nichts von der Triade gesehen.
Mir ist klar, dass man systemtechnisch einige Konpromisse schließen muss, dass es unterschiedliche Power-Level gibt und man die verschiedenen übernatürlichen Fähigkeiten irgendwie unter einen Hut kriegen muss. Aber selbst wenn ein Vampir später auf Ahnen trifft, die sich für Götter halten, der Magus erkennt, in welchen Maße er die Welt beinflussen kann, und der Dämon Luzifer wieder findet:
Was sollte die drei daran hindern, weiter zusammenzuarbeiten? Sie werden das Ges(ch)ehene irgendwie in ihr persönliches Weltbild einordnen. Es bleibt eigentlich nur das Problem, so unterschiedliche Charaktere zusammenzubringen - und das hat man sonst schließlich auch.


P.S: An alle, die jetzt schon ihre rethorischen Waffen bereitmachen:
Ich bin mir durchaus bewusst, was ich HIERMIT anrichte!

Ring Frei! ;-)
 
AW: Die große Crossover-Frage...

Benutz Dir Forensuchen.
Hier wird nichts bei rum kommen, was nicht schon in 1000 anderen Threads gepostet wurde. Irgendwann bekommt einer vom Gefasel von "rollenspielerischer Herausforderung" oder "Charakterausarbeitung" Kopfschmerzen, liefert ein paar stichhaltige Gründe warum es zumindest von der Mage-Seite aus nicht klappen kann (z.B: Magi sind Menschen / Vampire töten Menschen). Dann beschimpft man sich, wirft sich gegenseitig Sturköpfigkeit vor und trollt sich irgendwann nach ein paar Seiten, weil man sich nicht mehr anhören möchte, dass die eigene Spielweise beim anderen abgesehen von einer gewissen Duldungstoleranz auf absolut null Verständnis stößt.
 
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Was die einzelnen Supernaturalen davon abhalten sollte zusammenzuarbeiten?

Deren Gesellschaften.

Ein Werwolf der mit einem Vampir zusammenarbeitet kolaboriert mit dem Wyrm (ex definitione der Garou), ein Vampir weiss ja (dank "Gott" usw.) genau was er von Daemonen zu halten hat und welche Gefahr fuer seine menschliche Seele (und nur das haelt ja sein Beast unter Kontrolle) dadurch droht - bzw. fuer seine Existenz wenn seine "Chefs" was davon erfahren. Und ein Magier der sich ein Werewolfcaern zu nahe anschaut begeht ja schon fast Selbstmord
 
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Antalas schrieb:
Irgendwann bekommt einer vom Gefasel von "rollenspielerischer Herausforderung" oder "Charakterausarbeitung" Kopfschmerzen, liefert ein paar stichhaltige Gründe warum es zumindest von der Mage-Seite aus nicht klappen kann (z.B: Magi sind Menschen / Vampire töten Menschen).
Aspirin oder Tippen, Aspirin oder Tippen! Ach ja, immer diese Entscheidungen ...

@ Schexpir:
Der Kaugummi ist doch nicht nur ausgelutscht, der hat doch schon unter drei Stühlen und zwei Tischen geklebt.
 
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Mit anderen Worten, um Crossover zu betreiben benutzen wir natürlich die crossoverfeindlichsten Stereotypen, die wir finden können. :rolleyes:
 
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Letzen Endes muss sich bei einem Crossover generell ein Weltbild einem anderen unterordnen, was ich nicht allzu toll finde.
Will ein Werwolf von einem Magus gesagt bekommen, dass er eigentlich nur ein Wesen mit permanenten Paradoxschwächen ist? Soll man sich als Vamp anhören, dass der große Chef Kain nur ein Aspekt einer deutlich größeren Wesenheit ist und Gott so rein gar nicht vorkommt?
Prinzipiell halte ich solche Kosmologieänderungen für kein großes Problem, jedoch sind viele WoD-wesen sehr nah an ihrer Mythologie dran. Wie stellt man es nun an, dass der Werwolf, dem vom Demon gesagt wird, dass Gaia bei der Genesis nicht dabei war, nicht zu Luna/Helios/Gaia marschiert, um da mal nachzufragen? Die Möglichkeit besteht und wenn man davon ausgeht, dass die SCs sich aus irgendeinem Grund nicht sofort an die Gurgel gehen, können sie sich ebensogut so stark vertrauen, dass sie das eigene Weltbild überprüfen gehen, was sie im Gegensatz zu Menschen auch tun können.
Ja, man kann Crossover spielen, aber man muss dabei ziemlich verständnisvolle Spieler haben, die nicht auf der Dominanz ihres Weltbilds beharren
 
AW: Die große Crossover-Frage...

Crossover ist machbar (weiss ich selbst aus jahrelanger Erfahrung), Regeln und Setting sind auch halbwegs kompatibel (weiss ich auch aus meiner Zeit als ich die WoD-Crossover FAQ zusammengestellt habe die noch im Netz rumschwirren muesste) aber das was man dann zusammenstellt und spielt ist weder A noch B noch C sondern etwas ganz anderes das mit den "Originalen" nicht mehr viel gemeinsam hat.

Kommt halt drauf an ob man das will oder nicht.

Mein Fall war es (nach jahrelanger Crossoverrunde) irgendwann nicht mehr...
 
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X-O ist möglich indem man mehre Runden (von mir aus mit den selben Spielern) in einen gemeinsamen Setting (meistens die Stadt), mit den selben NSC spielt, und sich die einzelnen Gruppen direkt bzw. indirekt beeinflusst. So und nicht anders würde ich auch die WoD verstehen. Jede Rasse bleibt mehr oder weniger unter sich. Aber hier und da kennt einer aus der Rasse X einen aus der Rasse Y auch wenn er kaum mehr weiss was er ist und wenn nötig dann geht man halt zu dem hin um vorsichtig das eine oder andere Geschäft zu machen.

Ein X-O in ein und der selben Runde, wo mehrer Rasen vertreten sind, geht nur bedingt und hat meistens mehr das Image eines Zoos in meinen Augen.
 
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Das Problem ist halt dieser Allmachtsanspruch den WW damals in jedes System geknallt hat.

Die Vampire kontrollieren jede wichtige Person des öffentlichen Lebens und jeder ihrer Wünsche wird erfüllt.
Die TU kontrolliert nicht nur die wichtigen sondern alle sowie einige der intelligenteren Affen.
Die Dämonen haben ein Netzwerk an Thralls errichtet das mittlerweile alle Facetten des Lebens umfasst.
usw.
Die Frage ist halt will man tatsächlich alle auftreten lassen oder sagt man zu den Typen die von den Spielern vertreten werden: "Okay, ihr seid Chef." ICh bevorzuge letzteres.
 
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Crossover mit den White-Wolf Systemen ist immer schwierig außer man legt es wirklich von Beginn des Spiels darauf an.
Dann ist es immer noch nicht einfach, geht aber. Ich hab mal ne Werewolf-Kampagne geleitet, in der mein Rudel im späteren Verlauf viel mit Changelings zu tun hatte. Das ging ganz gut, das Rudel bestand auch nur aus Fianna. Also: Von Anfang an darauf achten was wer spielt in Bezug auf das System mit dem man crossen will.
 
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Ja aber eben jenen Allmachtsanspruch der Rassen muss man eben aufheben.
Sie haben Macht und Einfluss auf die Gesellschaft aber es ist nicht allumfassend. Es ist nur so stark das die einzelnen Wesen selber genug Macht haben um sich "sicher" zu fühlen.

Ausserdem wenn man hier kommt "Die Kosmologien knallen zusammen, daher klappt es nicht", dann frag ich mich wie die jetzige reale Welt funktioniert.
Letztlich ist die Kosmologie nichts weiter als ne Art Religion... und wieviel Religionen gibt es den heute die sich eigentlich wiedersprechen? Wieviele Menschen haben eine andere Weltansicht, auf Grund ihrer Gesellschaft? Warum soll das nicht auch in der WoD funktionieren?

Die Werwölfe sehen Vampire als Wyrmkreaturen an. Also dann sind sie eben direkte Kreaturen des Wyrm. Auch wenn die Vampire nichts davon wissen. Nicht jeder der dem Wyrm dient weiss das.
Die Engel/Dämonen waren bei der Erschaffung der Welt vielleicht beteiligt, für die Werwölfe waren sie halt Wesen der Triaden.

Die einen Glauben an Gott, die anderen an Allah, andere an Budda und wieder andere an andere Götter. Und letztlich ist das so mit den Rassen der WoD auch. Jeder hat seine eigene Weltanschaunung.

Ich weiss echt nicht woran ihr euch bei einen X-O immer so aufhängt? Das eigentliche Problem ist eher das manche Rassen einfach nicht miteinander können siehe Werwölfe/Vampire. Aber die Kosmologie ist wirklich kein Grund.

Und wenn der Werwolf den Magus irgendwas von Gaia´& den Triaden erzählt und wie das Umbra aufgebaut ist, und der Magus darüber nur den Kopf schüttelt weil er es anders auffasst aufgrund seiner Gesellschaft, und der Dämon nur darüber lacht weil er sich als einzelwesen ansieht das bei der Schöpfung dabei war, dann ist das so als würden mehre Menschen verschiedener Religionen versuchen den anderen sein Glaubensbild aufzudrücken... es endet in einer endlos Diskussion aber dennoch lebt jeder weiter fest in seinen Glauben verankert.
 
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Da ist halt die Frage in welche Richtung man die Chronik lenken will. Philosophische Diskussionen zwischen Vampiren, Werwölfen und Dämonen sollte man sich da schenken.
Ansonsten spricht da natürlich gegen das Vampire und Dämonen mit Sicherheit als Wyrm-Kreaturen erkannt werden, was kräftig Probleme bereiten kann.
Crossover-Dinge die gut klappen:
Vampir-Magus
Werwolf-Wechselbalg
Vampir-Dämon

Mal so auf die Schnelle. Hunter kann man auch mit ner Menge crossen wenn man das von vornherein so auslegt. Avenger und so sind dann natürlich ausgeschlossen. Innocents klappen gut, Defender wohl auch.
 
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@Igi
Letztlich ist die Kosmologie nichts weiter als ne Art Religion... und wieviel Religionen gibt es den heute die sich eigentlich wiedersprechen?
Wie ich auch schon andernorts gepostet habe: Wie viele Religionen gibt es, die sich nachprüfen lassen und sich widersprechen?

Sie haben Macht und Einfluss auf die Gesellschaft aber es ist nicht allumfassend. Es ist nur so stark das die einzelnen Wesen selber genug Macht haben um sich "sicher" zu fühlen.
Erklär das bitte einem Technokraten.

Zu den restlichen Punkten schau dir bitte meine Meinung im Wraith-thread an.

Philosophische Diskussionen zwischen Vampiren, Werwölfen und Dämonen sollte man sich da schenken.
Also zurück zum alten "Ihr trefft euch in einer Taverne, seid euch auf Anhieb sypathisch und beschließt, auf Abenteuer auszuziehen"?
 
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"I see your group is without a wizard, may I join your noble quest?"
"Hmm, you seem trustworthy!"
lol
 
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Hey... war doch astreines "Ausspielen" der Zusammenkunft... :D

Aber das ist OT denn um SOLCHE "Crossover" ging es ja nicht
 
AW: Die große Crossover-Frage...

Cifer Also zurück zum alten "Ihr trefft euch in einer Taverne schrieb:
Eben nicht.
Genau das ist die Art von X-O die ich gerade bei der WoD bescheuert fand.

Mann muss die Charas anders zusammen führen. Ein Zweckbündnis das jederzeit brechen kann. Oder durch eine Vorgeschichte durch Familie oder Liebe miteinader gebunden usw.

Die große Liebe eines Werwolfs wurde zum Vampir. Sein Verstand sagt ihm, töte sie und erlöse sie dadurch, sein Herz kann das aber nicht.

Der Magus findet den Vampir enorm interessant und der Vampir findet den magus interessant, und beide machen sowas wie eine Freundschaft die darauf aus ist, soviel wie möglich über den anderen herauszufinden ohne zuviel von sich selbst preis zu geben.

Und so weiter.

Es kommt immer auf die größe der Gruppe an.

Aber wie ich schon mal angedeutet habe, finde ich das ein X-O am besten klappt und vor allen am WoD-realistischen in meinen Augen ist, wenn die Rassen unabhängig voneinader agieren aber sich gegenseitig durch die Dinge die sie tun beeinflussen.

Zum positiven wie zum negativen.
 
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Wichtig bei einem X-Over fände ich, dass nur der Meister ein allumfassendes Hintergrundwissen hat, und die Spieler eher Anfänger.

Ich würde mich mit meinem jetzigen Hintergrundwissen über die Maskerade sicherlich schwer tuen, wenn ich es beschnitten sähe. Würde ich in einem X-Over aber einen Werwolf spielen (ausserhalb der Ratkin -> Keine Ahnung), und der Meister gäbe vor, würde ich mich wohl fügen.

Erfahrene Spieler neigen im Angesicht der meisterlichen Hintergrundschere zum maulen, unerfahrene nehmen hin :D
 
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Igi schrieb:
Die große Liebe eines Werwolfs wurde zum Vampir. Sein Verstand sagt ihm, töte sie und erlöse sie dadurch, sein Herz kann das aber nicht.
Und seine Werwolfkumpel (die ueber kurz oder lang davon was mitkriegen werden - und sei es durch Geister) sagen: "Toete sie oder wir machen das" (und dich dazu falls du sie verteidigen solltest... denn dann bist du auch "verloren")

Pronto: Man hat einen Ronin der KOMPLETT aus der "Gesellschaft" (einem nicht unwichtigen Aspekt der Garou) "draussen" ist und wohl auch kaum noch wieder reinkommen wird.
Der Magus findet den Vampir enorm interessant und der Vampir findet den magus interessant, und beide machen sowas wie eine Freundschaft die darauf aus ist, soviel wie möglich über den anderen herauszufinden ohne zuviel von sich selbst preis zu geben.
Solange der Magier nicht dem Orden des Hermes angehoert und der Vampir Tremere ist sollte das gehen... denn ganz so "schlimm" wie die Garou (die sowieso fast alles plattgemacht haben was nicht Garou war) sind weder Vampire noch Magier.
Klar gibt's die Masquerade auf der Seite der Vampire, aber die ist doch (fast) nur fuer "normale" Menschen relevant.
 
AW: Die große Crossover-Frage...

also, wir spielen gerade ein X-O
Gestartet haben wir im Alten Ägypten mit einem Wölfchen, einem Kätzchen und einer Mumie,
Werwolf und Bastet wissen was sie sind, nur die Mumie können sie nicht ganz einordnen, was der so drauf hat, is echt lustig zu leiten.

Wir habens mit Befehlsbündnigs gemacht, der Pharao hat bestimmt das sie zusammenarbeiten müssen.
 
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