[27.03.04]Vor der Zuflucht

Dimitri nickt scheinbar nachdenklich mit dem Blick auf den Zimmerboden gerichtet.

"Wahrscheinlich lag es daran dass du eine Gabe hast verdeckt zu operieren. Sowas kann man natürlich immer gebrauchen. Zumal du dich hier in dieser Stadt sicher gut auskennst. Ich hoffe nur dass du hier eine gute Ausbildung genießen wirst. Das erlernen der Fähigkeiten, die dir deine Erzeugerin durch ihr Blut zuteil werden ließ, dauert in der Regel mehrere Jahre. Aber was sollten dich nun Jahre kümmern? Du bist eh tot, hast also alle Zeit der Welt wenn du keinen Mist baust."

Dimitri lächelt Christoph an, wobei er einen Blick auf eine gesamte Reihe spitzer Zähne frei gibt.

"Wie krieg ich was hin? Meine Finger und so? Das ist das wovon ich sprach. Mein Erzeuger gab mir durch sein Blut und seine Lehren diese Fähigkeit, welche ich stehts weiter entwickelte. Ich bin mir sicher, der Duktus wird dir alles erklären was du wissen musst."
 
Christoph nickt bedächtig.

"Ich hoffe es. Momentan schwirren mir so viele Fragen im Kopf herum das ich gar nicht wüsste wo ich anfangen soll."
 
Mit einem freundlichen, aber nichts desto trotz bedrohlichem, Lächeln betritt Johann wieder den Raum. Alleine.
"Entschuldigt diese Unterbrechung. Wo waren wir stehen geblieben?"
 
"Wenn du willst kannst du mich fragen. Ich werde mich bemühen dir alle Fragen zu beantworten die ich beantworten kann...
was sich so eben erledigt hat."

Dimitri erhebt sich und deutet eine Verbeugung an.

OOC: Endlich wird mal ein wenig gespielt hier :)
 
"Ihr wart bei der Begrüßung, Duktus."

Dimitri lehnt sich erwartungsvoll an die Kante des Schreibtischs.
 
"Wenn ich das eben richtig mitbekommen habe, sind sie warscheinlich der Duktus Johann Wiechmann. Aber wer war dieser aggressive Typ der sie so dringend sprechen wollte?"
 
"Genau, ich bin Johann Wiechmann, Duktus dieses Rudels, den Rittern Kains. Und dies gerade war der Priester dieses Rudels, er wollte etwas aus diskutieren, aber es ist nicht so wichtig..." er macht eine kurze Pause, während der er sich auf einen der herrum stehenden Stühle setzt " Und nun wo die Formalitäten geklärt sind, würde ich euch bitten mir etwas über euch zu erzählen. Dimitri wie war eure Anreise?"
 
"Danke. Meine Anreise verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Der Taxifahrer hat mich hier an der Straße abgesetzt und ist mit einem ordentlichen Trinkgeld wieder abgefahren. Sicher dachte er ich würde mich hier vergnügen wollen. Eine Mahlzeit ausserhalb Finstertals habe ich ebenfalls hinter mir, so dass ich in dieser Nacht nicht nochmal auf die Jagd muss."
 
"Das freut mich zu hören, aber ansonsten, werden wir mit sicherheit später nach der Vaulderie die Gelegenheit haben etwas zu uns zu nehmen." er faltet die Hände "Leider bietet diese Zuflucht noch kaum gemütlichkeit, da wir selber erst vor wenigen Tagen hier ankamen, aber wir sind gerade dabei uns`einzurichten´. Ich bitte diese Unannehmlichkeiten zu entschuldigen."
 
Dimitri nickt langsam und greift in seine Gesäßtasche, aus welcher er eine Geldbörse zieht und hineinschaut.

"Der Nachlass meiner Familie war relativ groß. Mit Sicherheit kann ich die Einrichtung dieser Zuflucht mit einigen Euros unterstützen. Mein Konto allerdings befindet sich nach wie vor in Budapest, mein Erzeuger, Valerius verwaltet es. Haben wir hier ein gemeinsames Geldkonto in der Stadt? So könnten Überweisungen getätigt werden."

Er blättert durch die Scheine...

"Ich könnte momentan mit knappen 600 Euro dienen."
 
"Vielen Dank für das Angebot, ich werde es mit freuden annehmen, was damit gemacht wird, können wir am besten beim nächsten Esbat" zu Christop ",eine Versammlung des Rudels, beschließen, welcher in den nöchsten Tagen statt finden wird, festlegen."
 
"Gut."

Dimitri legt die Scheine auf den Schreibtsich und fügt noch hinzu:
"Ich denke Ihr werdet Verständnis dafür haben, dass ich eine kleine Summe für mich behalte. Man kann ja nie wissen."

Interessiert wendet Dimitri sich Christoph zu, der nun schon eine Zeitlang schweigend zuhört, und dreht sich danach wieder an Johann.

"Duktus, wie ist die allgemeine Lage in der Stadt? Wo sind zum Beispiel die Jagdgründe und wo kann man sich noch einigermaßen sicher bewegen?"
 
Christoph hört der Unterhaltung zwischen Dimitri und dem Duktus zu. Auch wenn er noch immer nicht wusste was ein Duktus war. Vielleicht eine Art Anführer? Er hoffte das er das alles bald erfahren würde.
 
"Sicher ist es in dieser Stadt noch nirgendswo, da die Präsenz der Camarilla noch zu hoch ist, aber das nahgelegene Rotlichtviertel, mit seinen Huren und sonstigem Abschaum ist ein sehr gutes Jagdgebiet, da es dort niemand kümmert wenn jemand verschwindet. Aber nichts desto trotz, heißt es auch dort auf der Hut zu sein, wir dürfen in keinster Weise Aufmerksamkeit auf uns lenken, da dies unser Ende bedeuten würde."
 
"Das ist mir klar, Duktus. Danke für die Auskunft."

Dimitri blickt wieder zu Christoph und lächelt.

"Du hattest doch so viele Fragen."
 
"Ja, allerdings weis ich nicht wie ich sie stellen soll. Ich meine bis jetzt weis ich so gut wie nichts über den Sabbat, die Camarilla, über Vampirkräfte oder ähnliches. Was die Kräfte angeht kenn man ja zumindest ein paar Sachen aus einschlägigen Romanen oder Filmen. Andere Sachen wurden da allerdings nicht erwähnt."

Er deutet mit seinem Blick auf Dimitris Finger um zu verdeutlichen was er meint.
 
"Ich kann mir vorstellen, dass dir alles noch recht merkwürdig erscheint, aber du bist von starkem Geblüt. Du wirst es bald schon verstehen. Am besten fangen wir wohl bei den beiden großen Sekten, dem Sabbat und der Camarilla, an." er wartet kurz einen Augenblick "Wo soll ich beginnen... früher gab es noch keine Unterschiedlichen Fraktionen unter den Untoten, aber viele Vampire stellten sich nicht nur über die Sterblichen, wie es ihr recht war, sondern auch über die anderen unserer, was dazu führte das die Unterdrückten sich eines Nachts erhoben und gegen ihre Unterdrücke in den Krieg zogen. Es war ein langer und blutiger, aber auch glorreicher Krieg. Leider verloren einige Schwächlinge das Ziel aus den Augen und die Vergangenheit aus ihren Herzen, so dass sie zu den Unterdrückern zurück krochen und um Gnade bettelten. Die Starken allerdings blieben und formten den Sabbat, das Schwert Kains, welches noch bis heute existiert um die Ketten der Unterdrückung zu zerschlagen. Die Unterdrücker und Schwachen sammelten sich ebenfalls unter einem Banner und nannten sich selber Camarilla."
 
Christoph überlegte einen Moment und began einige Puzzelstücke in seinem Geist zu bewegen. Dann ergriff er wieder das Wort.

"Wenn das hier also eine Camarilla-Stadt ist, dann dürften wir hier sein um der Camarilla zu Schaden, richtig?"

Er machte eine kleine Pause bevor er weiter sprach.

"Dieser Rudelpriester hat vorhin nach Clan und Generation gefragt. Das ich wohl vom Clan Lasombra bin, hat mir meine Erzeugerin schon mitgeteilt aber was bedeutet das genau? Und was für Clans gibt es noch?"
 
"Wir sind hier um diese Stadt zu befreien, ja. Und dies ist damit verbunden, dass wir der Camarilla schaden werden. Aber das ist der Preis der Freiheit." wobei er das letzte Wort besonders betonte "Und du bist, ebenso wie ich vom Clan der Lasombra, dem Herzen des Sabbats. Und da deine geschätzte Erzeugerin neun Schritte von Kain, dem Allvater, entfernt war, wirst du wohl der zehnten Generation angehören. Welche Clans es sonst noch gibt ist eine Frage, die wohl etwas mehr Zeit benötigen wird um sie zu beantworten, aber soviel kann ich dir jett schon sagen, es gibt insgesamt Dreizehn von innen und noch einige kleinerer Blutlinien, wobei der Sabbat jede davon beheimatet, im gegensatz zu der Camarilla, welche sich selbst als so edle ansieht, dass sie nur bestimmt ausgewählten Clans die Mitgliedschaft erlaubt." er schnaubt verächtlich bei dem Gedanken an die Camarilla und schüttelt leicht den Kopf.
 
Christoph nickt. Wenn Johann meint das die Clans etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen würden, soll es ihm recht sein. Immerhin erfährt er jetzt überhaupt etwas. Und wie hatte Dimitri es doch formuliert?
'Du bist eh tot, hast also alle Zeit der Welt wenn du keinen Mist baust.'

"Dann würde ich gerne ein wenig mehr zum Sabbat erfahren. Zum Beispiel über das Amt, ich nehme jedenfalls an das es sich um eine Art Amt handelt, des Duktus oder des Rudelpriesters. Und ich würde gerne wissen was eine Vaulderie ist."
 
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