Und ja, als der Film noch neu war gab es logischerweise keine Sequels, Remakes und Reboots weil es die nicht geben konnte.
Als der Film noch
neu war, gab es keine Spielfilme. Als es die ersten Spielfilme gab, war der Anteil an eigenständigen Ideen ziemlich gering*, während er in späteren Zeiten, als die Kunstform Film sich entwickelt hatte, ziemlich hoch war. Direkte Sequels gibt es seit 1916 (wenige Jahre nach dem ersten Spielfilm überhaupt und bevor sich der Spielfilm als Standard durchgesetzt hat), aber verfilmte Theaterstücke sind im Grunde genommen auch nichts anderes als Remakes mit den damaligen Mitteln. (Reboots lassen wir mal außen vor: Diese Subvariante des Remakes kann es ja als Katgegorie nur in einer Umgebung geben, in der lizensierte Franchises schon als Industriestandard gelten.)
Spitzfindigkeiten der Sorte "aber technisch gesehen ist das kein Remake" können eigentlich nur von Leuten kommen, die nicht mehr als einen halben Schritt zu denken befähigt sind und darum nicht rallen, worum's geht.
Das es heute soviele davon gibt liegt einerseits darin begründet das viele Geschichten die man verfilmen möchte halt schonmal vorher von jemand anderem Verfilmt wurden (aber man glaubt man könnte es besser).
Haarsträubender Unsinn: Das betrifft ausschließlich
Remakes, die von dem ganzen Franchise-Müll nur einen Teil ausmachen. Des weiteren waren auch in den 80ern schon sehr viele Geschichten mal von irgend jemandem verfilmt worden, aber das hat niemanden davon abgehalten, originelle Filme zu produzieren.
Es ist einfach so: In der heutigen Hollywood-Welt kann es zwar neue Star Wars-Filme geben. Aber es kann keinen neuen
Star Wars geben. Ob man's jetzt gut oder schlecht finden soll, dass in diesem Segment schon seit Jahren nur noch adaptiert und nichts mehr erfunden wird: Muss halt jeder mit sich selber ausmachen.
*Definition: Alles, wo man niemandem etwas für die Benutzung der Vorlage bezahlen müsste.