Re: Einführung in Werewolf
Naja, bevor Du es Dir kaufst, gibts dann doch mal eine grobe Einführung:
Herkunft: Wie in allen WdD-Spielen sind die Werwölfe zunächst Menschen, ihnen allen ist aber gemein, daß sie irgendwo in ihrem Stammbaum einen Werwolf haben (auch wenn das schon so lange her sein kann, daß sich niemand mehr dran erinnert). Die meisten sind aber schon vor ihrer Verwandlung "Problemkinder".
Irgendwann tritt aber die Lykantropie zu Tage und der Mensch macht seine erste Verwandlung durch - im Gegensatz zum alten Werwolf ist dies aber nicht zwingend in der Pubertät der Fall sondern kann jederzeit eintreten (häufig im jungen Erwachsenenalter nach der Pubertät).
Mondphasen: Der Zeitpunkt der ersten Verwandlung bestimmt die Mondphase eines Werwolfs (oder Uratha), wobei dies aber auch stets in Verbindung mit seinem Naturell steht, sprich die Verwandlung ist KEIN dummer Zufall.
Mondphasen sind eine wichtige, unveränderliche Konstate im Leben jedes Paria.
Stämme: Im Gegensatz zum alten Werwolf basieren die Stämme nicht mehr auf Ethnien, vielmehr sind sie Gemeinschaften von Gleichgesinnten, die eine grobe Ansicht und Herangehensweise an die Aufgabe der Parias gemeinsam haben.
Man muß sich keinem Stamm anschließen, auch wenn die meisten Uratha dies tun.
Die Aufgabe: Die Parias sehen sich als Nachfolger Vater Wolfs, dessen Aufgabe es war das Geisterreich vor den Menschen und die Menschen vor dem Geisterreich zu schützen (wobei die Hauptbedrohung früher vom Erstgenannten ausging).
Die Parias bewachen die Tore (Übergänge zwischen der Geisterwelt und der Materiellen Ebene) und versuchen die Geister und Menschen in der Nähe im Zaum zu halten.
Die Reinen: Einige Stämme lehnen diese Aufgabe komplett ab und nehmen für sich in Anspruch nicht am Tod von Vater Wolf beteiligt gewesen zu sein. Sie lehnen auch Mutter Luna ab und haben daher keine Mondphase. Diese selbsternannten "Reinen" paktieren mit Geistern um mehr Macht zu gewinnen und die Menschen zu unterwerfen.
Wenig überraschend sind die Reinen eine der Hauptfeindesgruppen der Parias.
Die Geisterwelt: Die Welt der Geister spiegelt die stoffliche Welt wieder, so wie die stoffliche Welt die Geisterwelt wiederspiegelt. Es ist ein ungastlicher und gefährlicher Ort, in der das Gesetz des Stärkeren gilt.
Fast alle Geister repräsentieren etwas und ihr Hauptanliegen besteht darin dieses Konzept weiter zu verbreiten - um jeden Preis. Selbst scheinbar positive Geister (wie bespielsweise ein Geist der Freude) können so zu schrecklichen Potentaten werden, deren Exzesse es im Zaum zu halten gilt.
Die meisten Geister stehen den Parias ablehnend gegenüber, zum einen weil sie die Werwölfe als mächtige Krieger fürchten (die noch dazu ihren eigenen Vater vernichtet haben) und zum anderen weil sich diese Bastarde aus Fleisch und Geist in ihre Angelegenheiten einmischen.
Themen: Das Hauptthema von Werwolf ist "Jäger und Gejagte" bzw. es ist ein Spiel um "Unbändige Wut". Wer sich nicht dem Überlebenskampf stellt, macht sich selbst zur Beute anderer. Nur wer sich einen Platz erkämpfen kann (sei es mit Klaue, Knarre oder flinker Zunge) und sich seiner Verantwortung stellt, kann sein (Über-)Leben sichern.
Als weiteres Thema steht natürlich die Zerissenheit der Werwölfe im Raum: Ihr ganzes Leben vor der Verwandlung suchen die Proto-Werwölfe nach ihrem Platz im Leben, als sie ihn durch die erste Verwandlung finden, ist die Suche aber beileibe noch nicht vorbei, denn sie stehen zwischen den beiden Welten, sind Mensch, Geist, Krieger und Friedensstifter alles in einem - und ihre einzige wahre Heimat ist das Rudel, denn nur andere Uratha vermögen wirklich zu verstehen, was in ihnen vorgeht.
Das war's erstmal im groben. Bevor ich mir das Buch wankelmütig kaufe, würde ich erstmal einen guten Blick reinwerfen, kostet ja schon ein schönes Sümmchen. Optisch halte ich das Buch für sehr gelungen, wobei ich natürlich auch auf den Inhalt achten würde und nicht nur auf die Bilderchen.
Bis dann, Bücherwurm