Seelische und Körperliche gewalt in rollenspielen was haltet ihr davon ?

AW: Seelische und Körperliche gewalt in rollenspielen was haltet ihr davon ?

Abschwächen.
Weglassen ist übertrieben, jetzt erst recht ist Kindergarten.
 
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Muss man das so detailliert machen?

Reicht nicht einfach Hollywoodstyle? Ich will nicht in Eingeweiden waten, ich will aber auch kein graues Blut...
 
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Saint_of_Killers schrieb:
Ich will nicht in Eingeweiden waten,
Na, wenn dein Charakter niemandem die Eingeweide rausreisst, wird er ja auch nicht drin waten.
Es gehören immer 2 dazu!
Also nicht auf den Meister schimpfen.
 
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Auch bei Hollywoodstyle hast du Eingeweide. Saving Private Ryan ist da mittlerweile nicht mehr die Ausnahme.

Und - wenn es angebracht ist, schraube ich als SL die Detailschraube gerne mal nach oben. Nicht immer...

stay jewish!
 
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Gewalt ist ein Motor oder Symptom für einen Konflikt und in einem Rollenspiel ist es tatsächlich so das ich mir Zeit nehme einen Charakter zu entwickeln um herauszufinden ob dieser in der (mehr oder weniger kranken) Welt des SL es schafft Konflikte zu lösen die ich nie haben möchte. Ich glaube das Gewalt ein ganz gutes "Stilmittel" ist (wobei wir körperliche nicht ausspielen! 100%LARP-free!) um Druck und Sog zu erzeugen. Wenn Gewalt in einer Runde zum Selbstzweck verkommt, dann nervt sie mich eher (außer wir spielen In Nomine oder Magna Veritas für einen Abend, da erwarte ich nix anderes...). Was mich auch nervt sind Charaktäre die Sinn- und Grundlos zu Sonstwas-paten (Psycho-, Sozio-, Mafia-, Tauf-, etc.) mutieren und Leute abschlachten. Ein Kriegsveteran a la Rambo (Teil 1) oder Stunde des Jägers, der einfach zu oft in Situationen war die für den menschlichen Verstand oder die Psyche nicht mehr zu verdauen sind werdn zu Soziophaten, das sehe ich ein, nur ein "Ich bin ein Soziopath" - Charakter der das nicht als "Leiden/Krankheit" ausdrückt geht bei mir als SL nicht durch.

Z.B.: In einer SR3 Runde hat ein Spieler mal einen Ki-Adepten gespielt der von einem Freien Geist hilfe bei der Initiation bekommen hatte und ihm dann plötzlich Blut schuldete (Dämonenpakt, dumm gelaufen...). Er musste bestimmte Personen umlegen (die den Geist verraten hatten) und das in einem ziehmlich grausamen Ritual das ca. 30 Minuten dauerte. Er beauftragte und bezahlte die anderen Spieler die keine Ahnung hatten ihm bei "ein paar persönlichen Dingen" zu helfen und isolierte die Opfer dann von der Gruppe. Einmal versteckte und folterte er sein Opfer in einem alten geschlossenen SimSinnKino und beschrieb die Szene so grausam, das die anderen Spieler (in Folge auch ihre Charaktäre) blutrünstig wurden und stänkernde Gänger auf der Straße erschossen haben. Während das Ritual Vortschritt gingen 2 der Charaktäre eine Wette ein wer mehr Ganger auf seinem Katana aufspießen konnte, etc.
Später haben wir die Eskalation/ das Ausrasten der sonst so Professionellen Charaktäre mit einer "Verunreinigung" durch die Opferungen erklärt. Das war eine ziehmliche Gewaltorgie die in die Athmosphäre der Sitzung gepasst hat, aber auf Dauer fände ich sowas eher Befremdlich.
 
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hmmhmm...

und wo ist die Grenze zwischen "Gewalt die zum Spiel passt" und "Gewalt die die Spieler schockt" ? Wann darf man letzteres überhaupt anwenden?

Und wie sieht es mit der Darstellung REALER seelischer Gewalt aus? Ich denke da an Spiele wie "Kleine Ängste"..mich hats schon geschüttelt als ich das Regelwerk las. Ich meine ein GM der einen Vergewaltiger darstellt..HALLO? Trigger lässt grüßen...

gruß

Absi

der sehr gut ohne Folterszenen zurechtkommt, und trotdem Spiele wie V:tM, KULT u.ä. spielt und auch schon geleitet hat....
 
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Little Fears kann soooo viel Spaß machen, wenn auch einen mit ner Gänsehaut :-D
 
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Sehr interessantes Thema.

Antwort zur Frage: Als SL-Stilmittel in Maßen ja, als Spielerhandlung nur sehr beschränkt.

Ich habe das Glück in einer Gruppe von erwachsenen (körperlich wie geistig) Menschen zu spielen, die keinerlei Spaß daran haben, ihre SCs an Gewaltorgien teilnehmen zu lassen.

Ich als SL benutze Gewaltdarstellungen generell nur um eine bestimmte Atmosphäre zu erschaffen, die meistens von den Spielern auch korrekt aufgenommen wird. Dabei ist es egal, ob wir D&D, D20 oder SR oder WoD spielen. Bei uns wird auch gefoltert, aber eher Jack Bauer-Style, d.h. es gibt keinen anderen Weg und man braucht die Infos wirklich. Beschrieben wird da seltenst im Detail, sondern Spielwerte benutzt. Darüberhinaus sind sich alle Spieler bewußt, was sie da tun, manche Charaktere widersetzen sich dem usw. Keiner der Spieler findet die Tat "gut" oder "immer vertretbar". Aber in einer Fantasiewelt (und das schließt SR und WoD mit ein) sind die DInge (ebenso wie bei 24) nunmal etwas einfacher als in der Realität, oder zumindest empfinde ich das in den meisten RPG-Runden so, selbst sehr ausgefeilten.

Sexuelle Gewalt kommt sehr sehr selten vor und ist meistens dazu da, um Charakteren eine seelisch/körperliche Verwundung zu geben oder die Spieler gegen einen NSC aufzustacheln (funktioniert bei moralisch normal tickenden Spielern übrigens hervorragend, wobei sie selbstverständlich dem Täter gegenüber wiederum jede Moral und Ethik in der Art ihn zu behandeln in den Wind schießen).

Für mich sind Gewaltdarstellungen, egal von welcher Seite - SL oder Spieler - immer nur Teil der Geschichte. Ich würde auch mit Spielern klarkommen, die einen brutalen, folternden, vergewaltigenden Charakter spielen, wenn a) die Geschichte stimmt, b) die Darstellung im Spiel nicht zu exzessiv wird (besonders bei Vergwaltigungen) und c) der Charakter so konzipiert ist, daß er sich von diesen Elementen entfernen soll. Heißt: wenn ein Spieler eine ganze Kampagne lang einen Massenmörder/Vergewaltiger/wasauchimmer spielen möchte, nehme ich ihn dezent beiseite und drücke ihm die Gelben Seite mit dem Abschnitt "Ps.." in die Hand. Spieler, die regelmäßg und ausgiebig durch ihren Charakter ihre Gewaltphantasien ausspielen wollen, brauchen in meinen Augen wirklich Hilfe. Diese Dinge als Teil einer Geschichte oder des Charakterspiels zu thematisieren ist eine Sache, sie andauernd auszuleben eine andere.
 
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Ich finde, Gewalt gehört bei Rollenspielen mit dazu. Sei es nun Kämpfe oder gar Folter und ähnliches. Was woanders zensiert und verboten wird, beispielsweise bei Computerspielen, ist hier "nicht weiter schlimm". Es ist doch nur Rollenspiel. Es ist nichts, was man im wirklichen Leben tun würde. Es ist einfach nur Fantasie, eine Geschichte. Keine Wirklichkeit. Man spielt eine Rolle und wenn der Charakter eben ein Kämpfer ist oder ein geisteskranker Psychokiller muss man als Spieler eben dementsprechend handeln. Wäre meiner Meinung nach langweilig, wenn ein Rollenspiel gänzlich ohne Gewalt wäre. Klar, Dialoge, Rätsel und so sind toll... aber Kämpfe auch. Schön coole Aktionen machen. Deshalb finde ich das schon okay. Und Gewalt, sei nun seelisch oder körperlich, wird ja auch nicht so oft explizit geschildert.
 
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solange es zum Charakter paßt...
 
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Ich denke da an Spiele wie "Kleine Ängste"..mich hats schon geschüttelt als ich das Regelwerk las. Ich meine ein GM der einen Vergewaltiger darstellt..HALLO? Trigger lässt grüßen...
Ja HALLO! :rolleyes:

Nein mal im Ernst: Der SL kann einen Vergewaltiger spielen, muss es aber nicht. In jedem gott-verdammten RPG kann der SL einen Vergewaltiger spielen und nur bei KÄ regen sich alle auf... Weil es Regeln dazu gibt? Dummes Argument. Die Regeln zeigen Auswirkungen von seelischer und körperlicher (einschließlich sexueller) Gewalt, aber noch lange keinen Missbrauchs-Automatismus. :motz:
 
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..o0(und wenn wir das jetzt ausspielen gibt es sogar extra erfahrungspunkte)
 
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@ Silke
Klar könnte der SL in jedem System Vergewaltigungen und ähnliches darstellen, aber abgesehen davon ob man jetzt so einen SL möchte, gibt es einen Unterschied zwischen KÄ und anderen Systemen.
Man bekommt diese Themen in den wenigsten Systemen so um die Ohren gehauen wie bei KÄ. Sei es durch das System oder dadurch das das Land unterm Bett nichts anderes ist als eine Verkörperung aller möglichen Kinderquälereien. Man kann Themen wie Mißbrauch oder Vergewaltigung nicht entgehen und die Darstellung dieser Themen ist, trotz gegenteiliger Beteuerungen der Verleger, sehr plakativ geraten.
Es geht daher nicht nur darum DASS dieses Thema verarbeitet wurde sondern vor allem um das WIE.
Und da ging man eher nach der Holzhammermethode vor.
 
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Irgentwie interessiert mich dieses Regelsystem jetzt extremst.
*mal nach suchen geht*
 
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Das klingt jetzt ein wenig komisch...
 
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Ja weshalb?

Ich wusste von dem System nichts (kenne soooo wenig) und find es wirklich interessant, vor allem wenn sich viele drüber aufregen und es fragwürdig halten. Da werd ich gleich nochmal neugieriger und will mich selbst überzeugen. (Sensationgier)

Ausserdem steh ich auf die Holzhammermethode. Voll vor den Latz. Taumeln, vielleicht, aber stehenbleiben!

Will geschockt werden. Aber wie sangen New Days Delay:
Toben, wüten, schreien wie beim 1ten Liebesschmerz - und tun als hätte man noch echte Regungen im Herz.
Ich such nur Zerstörung die am günstigsten kaschiert - das ganz tief in mir drin, schon lang nichts mehr passiert.
 
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Will geschockt werden.
Ja das passiert, wenn man durch die heutigen Medien (und dabei meine ich nicht ausschließlich das Fernsehen) abstumpft. Geht mir nicht unähnlich...

Weißt du denn jetzt genug über die "sensationellen" KÄ-Regeln zum Thema Unschuld und Missbrauch?
 
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Wenn du es überhaupt noch bekommst, das wurde nur limitiert gedruckt.
Und wäre die Kindesmißbrauchsnummer nicht wäre es uninteressant und still und heimlich untergegangen.
KÄ geht, meiner unbescheidenen Meinung nach, eh am Thema Kindheitsängste vorbei und beschäftigt sich mit Ängsten die Erwachsene um Kinder haben, und holte sich seinen Reiz für einige Käufer sicher daraus.
Ob das Spiel das Thema Mißbrauch verniedlicht (wie ihm vorgeworfen wird, weil halt alle Taten von Fantasymonstern begangen werden) kann ich nicht beurteilen und will es ehrlich auch nicht.
Es lebt halt von der Effektheischerei und die kann man ihm vorwerfen.

Wenn man schon KÄ haben muss sollte man aber eine gewisse Reife mitbringen, das Thema ist nun mal toternst und nicht für einen "Kick" geeignet, es sei denn man hat einen ziemlich abseitigen Geschmack. Ich denke das ist auch das größte Problem von KÄ-Spielern. Auf jede vernünftige Gruppe kommen mindestens zwei Gruppen die hier Gehirn an der Tür abgegeben haben und behaupten "erwachsener" zu sein weil sie ja das heiße Eisen ohne jeden Rückhalt und Rücksicht auf etwaige Mitspieler anpacken.
 
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KÄ geht, meiner unbescheidenen Meinung nach, eh am Thema Kindheitsängste vorbei und beschäftigt sich mit Ängsten die Erwachsene um Kinder haben

In meinen Augen nur natürlich angesichts der Tatsache, wer little fears denn nun eigentlich kauft und spielt.

little fears ist - wie viele andere Rollenspiele - ein Spiel für Erwachsene, in dem es um Kinder geht.

mfG
hbv
 
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