AW: Ronin?
Naja, mit Paragraphenreiterei würde ich das nicht unbedingt so sehen und die anderen Changing Breed werden zwar nicht im Bezug des Paktes mit den Geistern erwähnt, aber sie erhalten ja auch Gaben und Riten, daher haben sie ja auch einen gewissen Bezug zu den Geistern.
Dennoch. Ein Garou der von einem Fremden Wandler aufgezogen würde entspricht nicht der Lebensweise seines Stammes (als des Stammes seiner Eltern/Vorfahren). Daher ist es unwahrscheinlich dass ein Stammestotem ihn in den Stamm aufnimmt, wenn es zu einem 'Rite of Passage' kommt.
Außerdem ist nicht klar, in wie weit ein anderer Wandler die Instinkte und Bedürfnisse des Garou nach Rudel und Gemeinschaft befriedigen kann und ob der Garou also ein erfülltes Leben führen kann (und damit siche vor dem Wyrm ist) ist fraglich. Wäre das nicht der Fall sollte man sich überlegen, ob man die Regeln aus dem WoD: Outcasts benutzt, die den Fall zum Wyrm behanden. Hier ist zu beachten, dass Garou grundlegend anders sind als die Einzelgänger-Werwesen. Sie brauchen die Gemeinschaft und die regelmäßigen Moots (quasi Gottesdienste) für ihre spirituelle Reinheit. Gerade das haben Ronins ja nicht mehr und andere Wandler auch nicht.
Schließlich und endlich, wenn man so einen Garou haben wollte, müsste man sich hinsichtlich des Rangs etwas überlegen. Ich würde meinen, dass solch ein Garou einen Sonderstatus haben würde, so wie ein Siberakh oder Hakken. Diese Garou sind für die Mehrheit der Garou Nation keine Ronin und unterliegen nicht den starken Einschränkungen die ein Ronin erfährt, aber sie sind auch keine Garou der Garou Nation (und waren es auch nicht, wie die Sternenträumer). Daher würde ich meinen, dass diese Garou sich individuell jeder Septe die sie erreichen oder jedem Rudel dass sie auf ihren Reisen treffen, individuell beweisen müssten um die Rangfolge zu klären.
Das würde ich auch bei Begegnungen von Hengeyokai-Garou und 'Garou Nation'-Garou so handhaben, da sich ihr Rufsystem unterscheidet und daher sie die Ränge der anderen Gesellschaft anders bewerten (wenn man den Hengeyokai Ruf benutzt).
Was den Rang als spieltechnische/regelmechanische Größe angeht, so wäre ich der Meinung, dass der Spielleiter verdeckt Rang aufnotieren sollte. Ohne "Rite of Accomplishent" könnte er den Regeln nach nie temporäre Punkte in permanente umwandeln, aber dass würde ich außer ach lassen. Stattdessen sollten Geister ihm schwierige Aufgaben stellen, wenn er ihre Hilfe oder Gaben erbittet und diese Aufgaben würde ich als Substitut für die Riten benutzten (die Gemeinschaft der Geister erkennt quasi seine Taten an). Somit kann der Charakter dennoch Gaben höherer Ränge erlernen. Was der Spieler haben will und was der Geist dafür fordert ist dann Sache des Spielleiters.