AW: Regelreiter sind zum Kotzen!
D&D ist nun mal ein sehr regelnahes Rollenspiel, von daher ist es kein Wunder wenn die Spieler da eine gewisse Erwartungshaltung an den Tag legen. Ich leite bei D&D auch vollkommen anders als bei Mage. Aber auch beim Erzählen von Geschichten muss man sich an die Regeln halten. Und Sachen wie ein Deus ex Machina zerstören einfach die Spannung. Ich erinnere mich noch gut an eine Runde in der der DM, nachdem eine vom ihm eingebaut Monsterspinne mit einem glücklichen kritischen Treffer zerlegt worden war, plötzlich eine zweite hat auftauchen lassen (die wurde allerdings auch schnell in die Flucht geschlagen). Derselbe DM hat auch spontan bei allen Giften gegen meinen Paladin die DC erhöht "um die Spannung zu wahren". Er hat diese Dinge später unterlassen, aber generell ist eine solche offensichtliche Diktatur kein guter Stil.
Der Trick an der Sache ist es, subtil zu agieren. Ansonsten bekommen Spieler zu schnell den Eindruck keinen Einfluss auf die Geschichte nehmen zu können. Versuche den Spielern zu erklären warum du etwas machst, verspreche ihnen, dass es eine Ausnahme bleibt und, wenn sie uneinsichtig sind, gebe ihnen zu verstehen, dass du bestens in der Lage bis ihre gesamte Gruppe vollkommen regelkonform auszulöschen. Wenn du dermaßige Probleme mit deinen Spielern hast wäre es vielleicht sinnvoller eine neue Runde zu suchen oder, wenn soetwas nicht möglich ist, eine Pause einzulegen. Dann gibt es auch keinen Grund mehr sich über den großen Zeitaufwand zu ärgern für den einem niemand dankt.