[17.05.2008] Im fremden Keller II

"Die Möglichkeiten eines derartigen Bildnis, das Wissen um die Kunst es anzufertigen sind vielfältig." bestätigte Vicente die Worte Michaels knapp.

Selbst wenn der Fluch nicht brach, der Tag dem wandeln verschloßen blieb, allein der Gedanken einen Menschen zu brechen, dergestalt an eine Existenz zu binden und als Blutquelle zu nutzen war verlockend.

"Wir leben in wahrlich interessanten Zeiten. Sollten aber sehen das mindestens eine der Parteien uns schätzt." Sonst stehen wir als neue Caitiffbrut alleine da und bieten allen ein Ziel. Vicente dachte nicht daran den Kopf einzuziehen. Der Sturm würde nicht enden und er würde die Stadt, das Land prägen. Selbst jene die sich versteckt hielten. Er würde wieder aufbrechen und gerade diese versuchen zu verschlingen, gierig oder aus Rache das sie ihm den Tribut zuvor verweigert hatten.

"Sie wird wohl ihren Teil dazu beitragen." stellte er fest. Immerhin etwas um das sich Michael und nicht er selbst kümmern musste.

Der Wagen bog zurück auf den Parkplatz ein, Sofia fuhr in eine Parklücke, stellte die Machine ab und griff zu einem Ordner neben sich, reichte ihn nach hinten weiter. Vicente nahm die Papiere entgegen, entfernte das Standard-Handy, steckte es ein und ließ seinen Blick über die Unterlagen gleiten. Offenbar ein Ausdruck der Dateien auf der CD. Kurz nahm er das neue Gerät raus, aktivierte es. Wie zu erwarten stand es auf Vibrationsalarm, ein Blick in die Kontaktliste offenbarte das sie die Kontakte übertragen hatte und die weiteren Nummern der Akademie hinzugefügt.

Er blickte zu Michael, ob dieser noch etwas sagen mochte. Offenbar hatte Vicente gesagt, was er sagen wollte und wenig anzufügen.
 

G.I.Giovanni

Michael Köning
„Willst Du mitkommen oder wartest Du hier einen Moment“, richtete Michael die Frage an Vicente, „ich hole eben meine Karte für die Handynummer.“ Er stieg aus und ging zu einem weißen Vito rüber. Begrüßte Vazili, ließ sich eine Karte und das Handy - Prepaid ohne Namen, ohne Wahlwiederholung, ohne Anzeige der empfangenen oder abgehenden Gespräche und mit einem erdachten Kontaktbuch - geben.

„Bitte hier meine Nummer, so sollten wir uns verständigen“ und er reichte Vicente die Karte rüber. "Gefährlichen Zeiten würde ich eher sagen, mal sehen was Finstertal noch so alles auch Lager hat."
 
"Ich ziehe es vor einen Moment zu warten." antwortete Vicente auf Michaels Frage hin. Mit der Mappe bei der Hand wollte er offensichtlich zumindest einen groben Überblick verschaffen.

Er ließ Michael mit dessen Guhl allein und würde erst gut fünf Minuten später hinzukommen.
"Es ist ein Fluch wenn man es so sehen will. Ungefährliche Zeiten sind nicht interessant." Das Handy wurde herausgenommen und die neue Nummer hinzugefügt.
"Wenn weiter nichts mehr ist." Michael hatte die Möglichkeit etwas einzuwerfen, so er denn darauf verzichtete begab sich Vicente zurück zum Cafe.
 

G.I.Giovanni

Michael Köning
" Wäre noch was zu klären?"

Das Vicente Vazili nicht besonders möchte, hatte Michael schon mitgekommen. "Was findest Du den dann so interessant?" Michael empfand die ganze Situation eber bizarr und gefährlich als interessant, aber jeder definiert ein Wort bekanntlich etwas andres.

Wie kann nur die Nummer speichern, viel zu gefährlich, Michael lernte alle wichtigen Nummersn auswendig.
 
Vicente erwog darauf zu antworten. Da er jedoch gerade dabei war zu gehen sollte offensichtlich sein das er keine Themen hatte.
Was die Frage betraf was er interessant fand. Das Elysium war kaum ein Ort wo er ehrlich darauf antworten würde.
"Änderungen." gab er schließlich zurück. Ein Allgemeinplatz der alles und nichts umfasste.

Zu seinem mobilen Fernsprecher und Rechner hielt Vicente ein distanziertes Verhältnis. Er akzeptierte die Technik als Teil der Veränderungen der Zeit. Sie erfüllte ihren Zweck und darüberhinaus war es Angelegenheit der Diener ihn auf dem laufenden zu halten. Dennoch würde er seine Existenz nicht damit zubringen den Verstand mit unnötigen, flüchtigen Nummern zu belasten. Wäre ihm die Elektronik vertrauter hätte er vielleicht auf die Wahlwiederholung verwiesen, die Möglichkeit Protokolle auzuwerten.
 
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