[04.05.2008] Pater noster, qui es in caelis

Kalanni

Drachentochter
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15. Juni 2005
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Helena wußte natürlich, wohin sie mußten und so dirigierte sie den Fahrer von Celeste durch die nächtliche Stadt. Irgendwie war es seltsam, die Straßen waren nicht leerer als an einem sonstigen Abend, es war ganz einfach so, daß die Menschen in dieser Stadt einfach mehr gewöhnt waren als andere, vielleicht war es auch, daß man einfach eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag oder besser auch an die Nacht legte.

Etwas mulmig war es der Pseudotorrie schon, denn von den anwesenden Kainskindern kannte sie keines und sie konnte nur hoffen, daß sich wenigstens die Geissel hier noch einfinden würde, doch darauf verlassen würde sie sich nicht. Viele Leute tauchten ganz einfach unter, sobald es schwierig wurde. Bei den meisten würde sich Helena nicht viel denken, aber bei einem der Würdenträger der Stadt war dies etwas anderes, wenn diese ihre Pflichten vernachlässigten.

Wie immer spürte die Frau als sie sich dem Gotteshaus näherte die Beklemmung, gegen sie sie sich nur schwer wehren konnte, aber in dieser Nacht mußte sie sich einfach überwinden.
 
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Oh Mann, jetzt wurden sie hier also in einer Luxuslimousine zum Tzimi Labor kutschiert, sowas erlebte man auch nicht jede Nacht.

Hoffentlich waren sie bald da, der Malkavianer konnte es kaum noch abwarten, war voller freudiger Erregung.
Ben war schon äußerst gespannt auf dieses Laboratorium, jedoch erwartete er nicht, dass dieses sich in einem Gotteshaus befinden könnte.
 
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Im Gegensatz zu Helena blickte Konrad mit einem Lächeln auf das Gotteshaus. Er war immer an Religion interessiert gewesen, war zu verschiedensten heiligen Stätten gepilgert und hatte viele heilige Schriften gelesen. Die Schmerzen, die der menschliche Glaube ihm verursachte, nahm er dabei billigend in Kauf. Vampire waren verfluchte, insofern war das schon in Ordnung. Und es stimmte ihn ein wenig traurig, daß diese Kraft in der heutigen Zeit in der westlichen Welt fast verschwunden war.

"Hier ist es also?" fragte er leise. Nachdenklich musterte er die Umgebung. "Wissen Sie etwas über das Gebäude? Wie viele Eingänge es hat, wie wahrscheinlich es ist, daß Menschen auftauchen, all diese Sachen ..."
 
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"Wenn wir nicht zu auffällig sind, dann sollte das gehen, am besten gehen wir einmal um das Gebäude herum, vielleicht ist es wie beim Dom, daß es einen Seiteneingang gibt", schlug Helena vor. "Ansonsten hoffe ich nicht, daß hier zuviele Fremde da sein werden, immerhin sind wir nicht als normale Besucher hier.
Soweit ich weiß, sollten Kirchenräume offen sein."

Einige der auffälligsten Kleidungsstücke waren während der Fahrt in ihrer Tasche verschwunden, aber sie sah immer noch etwas gewöhnungsbedürftig aus. Vermutlich würde sie der neue Torrie im Cafe das nächste Mal kaum erkennen.

Im Nebel war zum Glück nicht soviel zu sehen und eigentlich kam ihnen dieser Umstand zu Gute.
 
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"Wo jetzt genau?" der Ghul wandte sich über die Lehne des Fahrersitzes zu den Passagieren, während ihm eine rote Ampel eine kurze Pause gönnte.
Céleste betrachtete unterdessen die Altstadt durch die getönten Scheiben, die ganze Nacht versprach äußerst unangenehm zu werden und die Toreador wippte ungeduldig mit dem Fuß...
 
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"Am besten stellen sie sich da auf den Parkplatz, bitte", sagte Helena. "Wenn die da etwas weiter reinfahren, werden wir auch nicht sofort gesehen und keiner kommt auf dumme Ideen.
Wir müssen schließlich nicht mehr auffallen als nötig."
 
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"Daher meine Frage" entgegnete Giuseppe höflich, ehe er den Wagen außerhalb der Sicht des Gebäudes ausrollen ließ und einparkte. Er beeilte sich, auszusteigen, um den Gästen die Tür aufzuhalten, ob dies nun nötig war, oder nicht.
 
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Ben stieg aus, mitsamt der Tasche mit den Werkzeugen. Er bekam sogar die Tür aufgehalten, aber das gehörte wohl dazu, wenn man Chauffeur so einer Nobelkarosse war.

"Soll ich mich nicht am besten verdunkeln?" fragte er Helena.

"Dann sind wir scheinbar eine Person weniger und fallen weniger auf."

Und dieses komische Labor war jetzt also in dieser Kirche? Woher wusste die Hüterin das überhaupt, aber egal.
Aber wieso ausgerechnet in einer Kirche? Weil die Tzimis zum Sabbat gehörten? Na jedenfalls hatten die Sabbaties doch bei ihren Rangbezeichnungen einen Kirchenfimmel, so mit Bischof usw., aber dass die auch eine Vorliebe für reale Kirchen hätten war Ben bisher nicht bekannt. Und wäre etwas unpassend jetzt 1000 Fragen zu stellen.
 
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Daß Helena immer ziemlich viel wußte, weil sie die richtigen Gesprächspartner kannte, würden die Leute schon noch rausfinden, aber mußte man als Hüter nicht immer wissen, was in der Stadt vorging? Nach Helenas Meinung schon, denn wenn sie es nicht wußte, wer dann?

"Ja, gute Idee, wer kann das noch?" fragte sie und fügte im Geiste ein 'Ich' dazu.
 
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"Als Gentleman habe ich nie gelernt, mich zu verstecken", meinte Konrad trocken und betrachtete immer noch das Gotteshaus.

"Aber sind Sie sicher, daß die Türen hier offen sind? Seit die westliche Welt ihre Götter vergessen hat, macht der Vandalismus doch selbst vor den heiligen Stätten nicht mehr Halt ..." Der Gangrel wirkte ein wenig traurig bei dieser Aussage und schlang seine dürren Arme wie haltsuchend um seinen Körper.
 
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Ben schaute sich um ob Passanten in der Nähe waren, doch es war niemand zu sehen.

„O.K., dann verdunkele ich mich mal. Wer mich noch weiterhin sehen möchte schaut am besten jetzt zu mir.“

Der Malkavianer verdunkelte sich also.
 
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Konrad kramte sein Handy hervor und sah auf das Display. Noch 12 Minuten bis zur vollen Stunde. Zufrieden nickte er.

"Am besten, Sie gehen so unbemerkt zum Seiteneingang, wenn es denn einen gibt. Wenn die Stunde schlägt, dann betreten Sie das Gotteshaus durch diesen Eingang. Wir spielen derweil Touristen und kommen zur selben Zeit durch den Vordereingang. Sie haben noch etwas über 10 Minuten, das sollte reichen, um wieder zu uns zurückzukommen, falls es doch keinen Seiteneingang gibt. Einverstanden?"
 
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Ben nickte, denn hätte er jetzt etwas gesagt wäre die Verdunkelung hinüber.
Dann ging er ruhigen Schrittes in Richtung Kirche, verschwand recht bald aus dem Blickfeld der anderen im Nebel.
Der Malkavianer umrundete die Kirche von rechts und hielt nach einem Seiteneingang Ausschau.
 
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Im Nebel erschien die kleine Kirche noch bedrohlicher als sie es auch so schon tat. Bereits vor mehreren Jahrzehnten war sie entweiht worden. Niemand der Anwesenden wusste warum, aber man sah es dem Gebäude an das es nicht mehr gepflegt wurde.

Auffällig war, es stach trotz der schlechten Sicht sofort ins Auge, dass das Gebäude in all der Zeit nie unter irgendeiner Form von Vandalismus gelitten hatte. Die Scheiben der alten Kirche waren zwar zum Teil beschädigt wiesen aber keine durch zum Beispielt Steine entstandenen Löcher auf. Auch fehlten die sonst so typischen Grafitizeichen. Nicht einmal Drogenjunkies oder Landstreicher hatten hier ihr Lager aufgeschlagen und das obwohl das Dach halbwegs intakt und die Türen nicht verschlossen waren.

Irgendetwas hielt die Menschen fern von diesem Ort und man musste kein Genie sein um zu spüren das sie gut daran taten. Wie auch bei vielen anderen Plätzen in der Stadt hielt man sich besser fern. Die Finstertaler Bürger hatten ein Gespür für Gefahren, eines der Dinge die man hier bereits als Kleinkind lernte.

Seiteneingänge gab es zwei, einen auf jeder Seite des Kirchenschiffes. Am nach Westen ausgerichteten Turm befand sich der große Haupteingang. Keiner der Zugänge war abgeriegelt.
 
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Ja, von Gruselatmosphäre konnte man hier durchaus sprechen. Noch empfand Ben das jedoch nicht als unangenehm, es erhöhte sogar die Erregung, welche die Gefahr bei ihm auslöste.
Er gelangte zu einer Seitentür und suchte nicht mehr weiter um zu sehen ob es noch eine weitere gab.
Die Tür konnte er jedoch nicht öffnen ohne die Verdunkelung fallen zu lassen. Aber es war niemand zu sehen, also drückte er die Türklinke herunter. Die Tür war nicht abgeschlossen sondern ging auf.
Der Malkavianer trat ein, schloss die Tür wieder hinter sich, blieb stehen und schaute sich aufmerksam um.
 
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Konrad bot, ganz Gentleman, Celesté den Arm an und schlenderte mit ihr auf den Haupteingang zu. Ernst studierte er die ehemals wohl recht hübsche Kirche, sah bedauernd zu den zerbrochenen Scheiben und berührte vorsichtig die rauhe Fläche der Wand. Beiläufig zog er erneut sein Handy hervor und sah auf das Display. Gleich ...
 
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Giuseppe folgte Céleste in einigen Schritten Abstand, die Hand an seiner Pistole - der Ghul bemüte sich vergeblich darum, nicht nervös zu wirken. Die Toreador ließ sich von Konrad führen, während sie die die Wände des Kirchenschiffes begutachtete. Sie hatte die Sinne geschärft, jedenfalls bis jetzt, sie war durch Konrads Blick aufs Telefon vorgewarnt - es gab angenehmeres als den um ein vielfaches verstärkten Lärm von Kirchenglocken.
"Sieht seltsam unberührt aus" stellte sie mit gedämpfter Stimme fest.
 
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"Die Kirche steht auch schon lange leer, ich war auch noch nie drinnen", stellte Helena fest. "Soweit ich weiß, wird die Kirche schon seid längerer Zeit nicht mehr benutzt."

Die Pseudotorrie sah sich mit geschärften Sinnen um, doch der Nebel war nicht gerade dienlich im Erkennen von Besonderheiten. Es gab in Finstertal einige Gebäude, die nicht mehr benutzt wurden, in denen es angeblich spuckte oder die sonst irgendwelche seltsame Aktivitäten aufwiesen.
 
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Als Ben das Innere betrat, befand er sich urplötzlich in einer atemberaubenden Szenerie.
Anscheinend hing der Nebelteppich der sich über die Stadt gelegt hatte, rescht tief, denn durch das hochgelegene Rundfenster am Ende des Kirchenschiffes fiel mattes Mondlicht. Dies wurde durch die dort befindlichen Buntglasscheiben mehrfach geborchen, so das sich anheimelnd bunte Lichtfinger durch den gesamten Saal erstrecken. Ein Lichtstrahl, der sogar ungefähr durch die Mitte des großen Fensters ragte, traf direkt auf den Altar, was den besonderen Eindruck des Gebäudes verstärkte.
Als sich der Malkavianer ein wenig an die surreale Szenerie gewöhnt hatte, nahmen Schmutz, Staub und Dreck dem ganzen ein wenig seinen Zauber. Letztendlich war es eben doch nur ein lange leerstehendes Gebäude an dem sich der Zahn der Zeit genauso zu schaffen gemacht hatte, wie an alle anderen von Menschenhand entstandenen Gebilden.
Die absolute Stille hier im Inneren fiel ihm auf...

Als Konrad die Außenwand der Kirche berührte, empfing er ein Gefühl. Er hatte es nicht darauf angelegt etwas derartiges zu Provozieren, dennoch schien die Mauer ihm etwas mitteilen zu wollen. Es war, man konnte es nicht recht in Worte fassen, als wollte dieses Gotteshaus ihm mitteilen, dass es ihn nicht ausstehen konnte. Ging so etwas überhaupt? Könnte ein Versuch mit Auspex mehr Klarheit verschaffen? Wenn ja, wollte man wirklich wissen was der kalte, uralte Stein noch alles dazu zu sagen hatte?
 
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War ja wirklich nicht übel, dieses Lichtspiel, wüsste ein Toreador sicher noch mehr zu schätzen.
Aber sie waren ja nicht zum Sightseeing hergekommen.
Gab´s hier jetzt wohl irgendne Geheimtür oder sowas? Eine Falltür, die nach unten führte? Ansonsten waren sie doch hier falsch, hier oben konnte man wohl schlecht ein Labor verstecken.
Nach unten. In den Keller. Eng, dunkel. Verdammt, irgendwie war das Ganze dann wohl doch nicht so sein Geschmack. Aber jetzt war zu spät.
Wenn sie wirklich irgendwo runter mussten und dann in engen Gängen rumkriechen, na dann Prost Mahlzeit.
Wirklich tolle Aussichten.
Aber was hatte er denn gedacht? Dass sie zu einem Gebäude kamen, mit Schaufenstern aus Glas, und wo oben in Leuchtbuchstaben stand: "Tzimisce Laboratory"?

Shit!

Aber umkehren kam nicht in Frage, das wäre unter seiner Würde. Jetzt würde er es durchziehen, koste es was es wolle.

Konnte ja nicht schaden sich schon mal nach Geheimtüren umzuschauen. Ben suchte dabei vor allem den Boden ab. Die geschärften Sinne waren ihm dabei eine Hilfe.
 
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