Also dann ^^ ich hatte heute die Chance, das Regelwerk unter Feuer zu testen.
Zum Setup: Ich hatte mich entschieden es einfach wenig Kampflastiger zu gestalten. Zu den Gründen muss ich sagen, es ist einfacher so ein Abenteuer zu planen als ein Intriegen Abenteuer. Außerdem war nicht klar, wer meiner Runde beitreten wird. So habe ich mich entschieden, die Spieler an die Seite von Robert Baratheon zu stellen und den Angriff auf Kings Landing.
Spieler zahl hatte sich bei 4 eingepegelt (wie ich es plante). Somit konnte ich alle meine vorbereiteten Chars nutzen ( Beispielchars aus dem Buch). Alle Chars hatten eine Verbindung untereinander. Sie bestanden aus einem Ritter, Heckenritter, Knappe und einem Verbündeten. Ich hatte sie einem Haus der Flusslande zugeordnet.
Das Spiel an sich war sehr flüssig und es gab überraschend wenig Regelfragen, nach dem ich alles einmal erläutert hatte. Jedoch waren es auch alle erfahrene Rollenspieler und Legend of the Five Rings Erfahrung, erleichterten vieles.
Die Aufgabe war einen abtrünnigen Lord eines minderen Hauses gefangen zu nehmen, welcher sich in Kings Landing versteckt hält. Nach dem die Lannister die Tore geöffnet, griffen unsere Helden gleich mit ein. Sie vermieden Kämpfe zwischen den Targaryen und den Lannisters. Dadurch konnten, sie sich schnell zum Haus des Kaufmanns durch. Der Lord hatte sich dort verschanzt. Lannister tauchten auf, da auch sie ihn wollten. 2 der Spieler hatten sich gerade in das Anwesen geschlichen ,als dies geschah. So mussten die Helden am Ende alle überwinden. Im wilden Handgemenge, kam leider der Sohn des Lords zu Tode, sowie ein Ser der Lannister. Sie beendeten den Auftrag und ich erklärte ihnen, wie es jetzt weitergehen würde.
Das Feedback der Spieler war durchweg positiv bis auf Kleinigkeiten.
Mein Feedback dazu ist folgendes:
Negatives ist als erstes zu erwähnen:
Vorbereitung eines Abenteuer ist verdammt aufwendig. Selbst als Kenner des Hintergrundes, ist es ein Haufen Arbeit einen sinnvollen Plot zusammen zu stellen. Dazu muss ich aber auch sagen, das ich da eine perfektionistische Veranlagung habe. Das Abenteuer war in rund 3,5 durch. Vorbereitung mit ausarbeiten der Chars war Rund 10 Stunden. Green Ronin hat ein schönes Buch geschrieben, jedoch ist es etwas unübersichtlich. Dazu kommt das es ein bisschen verspielt ist.
Positives:
alle die sich in L5R schon gut fühlten, werden hier einen schnellen einstieg haben. Schaden wird in diesem Spiel sehr gut abgehandelt und bietet gutes Rollenspielansätze. Ebenso ist sehr intuitiv, damit meine ich die Bezeichnung der Fähigkeiten. Sie haben klare Namen und man muss nicht viel überlegen. Kämpfe bieten ebenfalls, viele gute Möglichkeiten und so gut wie alle Waffen haben ihre Daseinsberechtigung. Es ist auch das erste System wo mir Kampf vom Pferd...wirklich, wirklich gut gefällt. Die Regel unterstützen auch das Setting in Funktion ziemlich gut. Die Art wie ein Charakter Wunden erleidet, oder Schaden verteilt erinnert an das Zitat von Cersai: „you win or you die, there is no middle ground“.
Fazit:
Wenn das Verlangen nach einer dreckigen low Fantasysetting besteht, in dem jeder Schritt und jedes Wort dein Ende bedeuten kann. Dann ist SIFR das Spiel der Wahl!
Du wurdest mit dem Hintergrund von L5R nicht warm und wolltest etwas ähnliches in einem Spätmittelalterlichen Setting. Dann ist SIFR das Spiel der Wahl!
Du magst brutale Nahkämpfe mit großen Chancen auf Onehits. Dann ist SIFR das Spiel der Wahl!
Du magst ein Setting mit einer gewaltigen Menge an Hintergrundmaterial. Dann ist SIFR das Spiel der Wahl!