[Mai 2008] Vicente ein viel gefragter Mann

Er pausierte prägte sich die Daten ein.
"Sehr interessant. Ich gehe davon aus das sie spanisch sprachen? Hast du weitere Informationen zu dem Inhalt der Kartons?
Ich werde die Informationen weiterreichen" Wenn Fonti oder einer der seinen das Telefon abhebt.
"Du hast die Information aufgebracht. Möchtest du das dein Name genannt wird; wegen der Anerkennung für die Recherche?"
 
"Sie sprachen spanisch, nein bitte wenn Du mir einen Gefallen tuen willst nenne nie meinen Namen. Ich mache dies nicht weil ich von diesen Personen viel halte, sondern weil Du mein Clanbruder bist. Es wäre freundlich wenn Du ihnen auch sehr deutlich zu verstehen gibst, dass wenn sie nach meinen Namen suchen ihr Todesurteil unterschreiben," fügte Michael noch an.
 
Am anderen Ende des Telefon wurde es still. Der Bestatter unterdrückte den Impuls nachzufragen wie sein Clansbruder gedachte das Todesurteil auszuführen.
Der Moment der Stille schuf die Erkenntnis der Hamburger wohl zu dem Schluss gekommen war das es an dem Italiener war zu vollstrecken was er unterschrieben liess.
Der Augenblick dehnte sich aus während Vicente betrachtete wenn dieses Todesurteil betreffen würde, in wie weit er es umsetzen könnte und wie die weiteren Konsequenzen aussahen.
Das Tier erinnerte ihn unter Häme an die Anfangsszene des Paten, in dem man sich beratschlagte wie mit den Angreifern zu verfahren sei welche die Tochter des Bestatters wahrhaft übel zugerichtet hatten. Er denkt wir seien primitive Mörder.
Natürlich waren sie das nicht, war er es nicht. Es war in beiden Fällen unverhältnismäßig und Vicente sah darin mehr die Gefährdung der Plattform seines Studium.

"Die Informationen sind wertvoll und der Verzichtet auf die Anerkennung zeichnet dich aus. Ich Danke dir für beides.
Soweit ich es vermeiden kann wird niemand deinen Namen erfahren. Weder in der Angelegenheit der Kolumbianer, noch in Hinsicht auf deine großzügig offerierte Hilfe."

Der Nekromant wog die Vorteile der Lüge gegenüber dem geleisteten Gefallen, der Clansbindung ab.
"Ich werde in dieser Angelegenheit jedoch kein Todesurteil aussprechen oder vollstrecken. Ein solches Wort und eine solche Tat würden meine Geschäfte beenden, mein Studium gefährden und ist gemessen an der Zeit welche ich hier verbracht habe sowie den Sitten der Gesellschaft unangebracht."

Ein Lauschen. Der Kainit fragte sich ob die Entscheidung zur Ehrlichkeit recht war. Immerhin hatte er die Erklärung geboten.
"Etwas anderes, was führte dich zu Nachforschungen am Hafen? Vielleicht kann ich dir helfen."
 
Primitive Mörder wäre noch nett formuliert, Monster richtiger.

Die Gedanken des Italieners trafen schon in Kern das Richtige, aber er hatte ein paar entschiedene Dinge übersehen. Das Todesurteil war als Metapher gemeint, Michael würde nie leichtfertig so was verlangen. Nur das Vicente, wenn er ihm half auch gegen Probleme, welche daraus entstehen helfen würde. Es gab nur wenige Situation wo Michael an Rache denken würde, und dann würde er kein leichtes Todesurteil wollen, sondern, dass die entsprechende Person jahrelang leidet. Der Tod ist keine Strafe hatte seine Herrin im jahrelang gelehrt. Die Beschreibung der 10.000 Nächte hatte sich in Michaels Gehirn leider eingebrannt.

Es würde heißen Vicente, Sie haben die Prüfung nicht bestanden und sind durchgefallen. Vicente klar zum Ausdruck gebracht, da er nicht bereit für seinen Clanbruder etwas zu unternehmen, was seine Position gefährden könnte, verlangte aber seinerseits Loyalität von Michael. Danke, jetzt weiß ich wo ich dran bin.

Informationen waren die Erkenntnis mehr als wert. Ja, Michael dankte Vicente sogar für seine Ehrlichkeit, jetzt wusste er wie er Vicente einschätzen müsste, auch er maß mit zweierlei Maß. Gut, dass Vicente Michael Gesichtsausdruck nicht sehen konnte, ein Lächeln.

„Ich habe Häuser gesucht, wo ich Wraith vermute. Leider habe ich mit meiner Anzeige keinen Erfolg gehabt. Wraith entstehen, weit häufiger bei Tragödien, deswegen bin ich auf die Idee gekommen, Studenten der Geschichte auf die Geschichte von Finstertal bezüglich von Unfälle und Katastrophe anzusetzen, leider hat sich bis heute niemand gemeldet. Meine Geschichtskenntnis gerade auf Finstertal begrenzt sind und ich schon gar keine Ahnung von Aufbau der hiesigen Bibliotheken haben, ist dies leider nicht zu Stande gekommen.“
 
Häuser bei einem Yachthafen an dem Waffen verladen werden? Die Mimik des Italieners blieb unbewegt während er in Betracht zog das es eine Ausflucht war. Eine Reaktion auf die Wahrheit?

Von den Gedankengang des Deutschen wusste der Italiener nicht. Michael hatte ihn gebeten jenen ein Todesurteil auszustellen die nach seinem Namen suchen.
Für den Bestatter, den Nekromanten gab es an dieser Stelle keine Metapher. Es war eine direkte Kausalität verbunden mit einer Handlungsanweisung.
Dementsprechend war die Antwort gestaltet. Die konkrete Bitte war er nicht bereit zu erfüllen. Ein unter Umständen gar hochstehendes Mitglied des Mob zu bedrohen und zu töten weil ein Name recherchiert wurde war keine kleine Gefälligkeit, es war ein großer Gefallen und darüberhinaus eine Dummheit. Es traf keine Feststellung über weitere Gefälligkeiten.

"Ich habe einen Katastrophe recherchiert.
Im 16.05.2008 hat sich in der Tunnelverbindung zwischen Finstertal sowie dem Stadtteil Burgh ein durch einen Tanklastzug verursachtes Unglück ereignet bei dem eine bedeutende Anzahl Menschen starben. Bei dem wir ferner davon ausgehen können das sich eine Entität die unter der Selbstbezeichnung Mina involviert ist." Die Stimme klang neutral, ruhig als würde er die Nachrichten verlesen. Es entstand eine Pause in der sich Vicente zurücknahm. Sie waren in Finstertal, einer Stadt in der er bereits am ersten freien Abend in ein Massaker gestolpert war. Wo er durchaus zuversichtlich war das Fiora ihm einen Toten finden würden.

"Wir wurden nicht hunderte Kilometer, über Landesgrenzen hinweg, in dieser Zusammenstellung in eine neue Familie hierher entsandt um unser Talent und unsere Gaben an Gewöhnlichen zu verschwenden.
Eine Tätigkeit zu verfolgen welche wir ebenso gut in unserer Heimatstadt aus üben können. Wo recht viele fremde Städte eine ergiebigere Alternative gegenüber diesen Ressourcen und Seelen verschlingendem Moloch darstellen."
 
Gut, Michael schätze tatsächlich die Ehrlichkeit von Vicente. Also gehörte es zum Anstand auch mit offenen Karten zu spielen.

„Danke, für Deine Offenheit,“ erwiderte Michael. „Du wirst verstehen, dass sich unter dem Umständen meine Hilfe nur sehr begrenzt möglich ist, da ich keine Lust habe mich von irgend jemanden, egal ob nun Italienern, Russen oder sonst wem, zur Mitarbeit erpressen zu lassen, da er z.B. meint etwas in der Öffentlichkeit preiszugeben zu können.“

Da müssten sogar bei Vicente die Alarmglocken angehen, da war dann auch die Maskerade im Zweifel gefährdet, dann würden von zu vielen Personen zu viele Fragen gestellt werden. Wenn zu viele Fragen bei einem Vampir gestellt wurden, war dies einfach nur schlecht für die Maskerade.


Oh, Vicente erzählte ja nun wirkliche Neuigkeit über den Tunnel, waren sie wahrscheinlich sogar am 16.05.2008 kurz nach dem Unfall.

„Also in Hamburg gibt es sicherlich weit weniger Wraith als hier in Finstertal. Da sich dort scheinbar alle besser im Griff haben und es nicht andauert zu Unfälle und oder Katastrophen kommt.

Die dortigen haben z.B. im Rotlichtviertel schnell verstanden, dass z.B. Schießereien in der Öffentlichkeit mehr als schlecht für das Geschäft sind. Solche Meldungen vertreiben die Kunden in Scharen und bleiben dann auch noch die Touristen weg, kümmern sich sicherlich die Sicherheitsbehörden dann sehr intensiv um die Lösung des Problems.“

„Ich weiß zwar nicht wie Bozen aufstellt ist, aber dort wird es alleine schon wegen der mangelnden Größe weit weniger davon geben.

„Was schlägt Du denn vor und bitte nicht hier rüber.“ Jetzt war Michael mal gespannt, ihm trieben sich nach seinem Empfinden viel zu viele Personen rum, die sich mit der Materie auskannten.

Kiera konnte damit, der Malkav von Stein lauft Vicnete und Frau Dr. Raven auch, der Samedi war auch angekommen und wenn der davon keine Ahnung hatte, würde Michael einen Besen fressen. Nicht zu vergessen die Tremere, werden sicherlich hier auch jemanden mit diese Fähigkeiten da haben. Dann war da noch wie heißt der Kerl , irgendwas mit A... Dies waren einfach viel zu viele nach Michaels Geschmack.
 
Vicente folgte den Ausführungen mit Interesse, auch wenn ihm einiges doch befremdlich erschien.
"Ich verstehe nicht in wie weit meine Aussage die Umstände deiner Hilfe beeinflusst. Meine Kontakte in dieser Stadt zeichen sich zumindest für den Moment durch eine gewisse distanzierte Haltung aus. Deine Forderung das ich Personen, mitunter solchen von hohem Stand, mit dem Tod bedrohe weiterhin das Urteil vollstrecke, ist" Dumm? Geschäftsschädigend? Weltfremd? Mies? Kulturell unangebracht? Es brauchte einen Moment bis der Italiener ein respektvollen Begriff gefunden hatte.

"Irrational. Ein derartiges Verhalten meinerseits wird ein gesteigertes Interesse an deiner Person bedingen. Es steht deinem Anliegen entgegen. Überdies befindest du dich in der Begleitung eines Mitglied des Mobs dessen Taten, darunter Mord, auf seiner Haut abzulesen sind. Allein dies wird den treibenden Kräften für eine Implikation deiner Person genügen."

Es entstand eine kurze Pause um es sacken zu lassen. Hatte er nicht gar bereits erwähnt offen mit dem Mob gearbeit zu haben?
"Wie hast du dir die Arbeit vorgestellt und wie gedenkst du sie im weiteren zu gestalten? Meiner Vorstellung als Laie würde ich dich in einem Notfall kontaktieren, auf das du den verletzten Männer mit den Mitteln welcher dein Rettungswagen bietet behandelst." Vicente dachte nach. Will er sie vermummt behandeln? Hat er ein austauschbares Nummernschild? Eine Werkstatt welche dafür sorgt das der Wagen nicht im Gedächtnis blieb.

Ein leichtes seufzen klang durch den Hörer. "Bolzano liegt im Norden Italiens, recht nah an Rußland und zeichnet sich dadurch aus das es trotz seiner geringen Größe die größte Stadt im Umkreis ist. Es gibt einen regen Tourismus, einen großen kulturelle Austausch und sehr vielfältige Geschäftsmöglichkeiten sowie eine gewachsene Struktur welche die Grundfesten der Gesellschaft bildet. Es gab und gibt dort immer wieder Diskussionspunkte, Reibungen die mit der entsprechenden Energie beigelegt wurden. Man könnte sogar behaupten das es nicht nur in der Lage, mit den Bergen, an Finstertal erinnert."
Einen kurzen Moment überlegte Vicente es in deutliche Worte zu fassen, allerdings hielt er seinen Gesprächspartner nicht für dumm.
"Was Hamburg betrifft. Du möchtest mir nicht ernsthaft verkaufen das die Reeperbahn, der Kiez, zu einem Hort des friedlichen, multikulturellen Austausch geworden ist.
Für derlei Geschichten bin ich nicht nur zu alt, der Zündstoff den du entdeckt hast kommt geradewegs daher."

Er nahm Luft. "Natürlich gibt es hier mehr Wraith, weit aus heftigere Erscheinungen als in Hamburg. Wie ich bereits feststellte, es ist der Grund wieso wir hier sind. Weshalb man gleich zwei in diese Stadt entsandt hat die, seien wir ehrlich, jenseits dessen wenig Reize bietet. Mein Ansatz, nenne einen Ort an dem du freier sprechen kannst und wir sehen uns."
 
„Gut sagen wir in einer halben Stunde, an der Finster wo wir Willi getroffen haben?“

Später an der Finster.

„Ich habe Dir nur die Lösung vorgeschlagen, welche in Deinen Kreise normal ist und für Dich auch kein Problem darstellt oder willst Du wirklich behaupten ein Toter macht Dir nur eine Sekunden Probleme, Bedenken oder Gewissensbisse.“

Ach ja Du hast ja kein Gewissen.

Michael sprach mit einem Gemisch aus Deutsch und Italienisch, bzw. für bestimmte Worte auf die italienische Entsprechung zurückgegriffen. Es klang sehr flüssig, also wen dies Michael schon häufiger praktiziert hatte.

„Du sagst Loyalität wäre die höchste Tugend. Du möchtest, dass ich zum wohl der Familie Dich unterstütze, obwohl dies nicht unbedingt meinen Moralvorstellungen entspricht. Verweigerst mir aber Deine Unterstützung, wenn sich diesem als Familienmitglied einfordere. Würde ich Deinem Ethikvorstellung folgen, wäre dieser Abschaum meine bevorzugten Opfer und hier würde jeden Tag ein paar tote Kriminelle zu feiern geben.

Warum, werden wir in Hamburg wohl stillschweigend geduldet, sicherlich weil wir so nette Kerlchen sind, wie Du Vicente, sondern weil wir nützlich für das System Hamburg waren und sind.

Genau der Zündstoff mag aus Hamburg kommen, wird dort aber nicht eingesetzt, dies ist der kleine aber feine Unterschied.

Ich habe nicht gesagt, das dort alles friedlich ist, aber dort greift keiner der noch klar denken kann so dämlich wie der Sabbat in der Öffentlichkeit den Gegner mit nur Verlusten von Unbeteiligten an, oh doch jemand der die nächste Nacht nicht überleben will. „ Michael betonte die Nacht explizit.

„Es gibt Unfälle und davon viele und die meisten Opfer verschwinden auf nimmer wiedersehen in einem den zahllose Fleete und Kanäle von Hamburg. Kennst Du die Mär von Alligatoren in der Kanalisation, warum gibt es die wohl. Ja, Hinrichtungen werden nur in der Öffentlichkeit zu Schau bestellt aber selten dort vollstreckt.

Wenn Du mehr wissen willst, frag mal bei der Contessa nach, die wird Dir sicherlich weit genauere Informationen geben können.

Hamburg hatte eine fast schon auffällig niedrige Todesrate. Zumindest der offiziellen Toten, welche vermisst wurden oder vermisst werden könnte und der große Rest interessiert keinen. Denk mal nach warum? Hamburg war und ist das Tor zur Welt, dort kommt fast alles rein.“ Nur nicht alles wieder raus.
 
"In einer halben Stunden." Damit war für den Italiener das Telefongespräch beendet und er begab sich zum Pavillion an der Finster.

Der Gedanke das sie nur noch zwei Schirme benötigten um den Eindruck zweier sehr aufällig unauffälligen Spione zu erwecken entzog sich dem den Menschen im Allgemeinen eher fernen Scholar. Stattdessen sah Vicente der Gelegenheit entgegen endlich ein konstruktives Gespräch bezüglich seiner Expertise zu führen, des Auftrags der ihn in dieses gottverlassene Land geführt hatte. Dementsprechend positiv gestimmt wirkte der Nekromant als Michael auf ihn zukam. Auch wenn die Körpersprache des Mörders recht eigen war es zum Ausdruck zu bringen. Ein neutraler Gesichtausdruck und eine Haltung die einen Stock nahelegte, die knappe Geste mit den Armen sowie die Bewegung des Kopfs wiesen auf ein 'frohes Gemüt' hin.

Ein Moment verstrich in der sich Vicente vorbereitete seinen Ansatz darzulegen.
Als Michael anhob hielt der Italiener ein, als er sprach unterbrach er den Deutschen nicht, folgte den Worten welche seine Erwartung betrogen unbewegt. Vicente schritt einen Schritt an Michael heran, unterschritt damit die Distanz welche man für gewöhnlich aufgrund des 'persöhnlichen Bereich' nicht unterschritt. Er verhaarte dort einige Augenblicke unbewegt. Ließ die Worte nochmals Revue passieren. Erinnerte sich daran das Emotionen einen Betrug am Charakter darstellten.

"Es fehlt dir an fundamentaler Einsicht und Einblick in meine Kreise um die Auswirkung deines Vorschlag beurteilen zu können.
Es fehlt dir an Einsicht und Verständnis meiner Moral, meiner Ethikvorstellungen und der Handlungsweise die sich daraus ableiten.
Es besteht kein Zweifel an meiner Loyalität."

Vicente machte einen halben Schritt zurück, räumte mehr Raum zum atmen ein, entfernte sich aus dem persönlichen Kreis, während er den Blickkontakt aufrecht hielt. Die Festellungen die er eisern und bestimmt vorgertragen hatte sollten den Anspruch genügen sowohl seinen Standpunkt zu verdeutlichen als sich auch nicht zu offensiv zu sein,

"Ich verweigere dir nicht meine Unterstützung als Familienmitglied. Deine Forderung mir gegenüber bedeuten das ich die Position die ich für die Familie und für das Studium anstrebe und einnehme verliere.
Du bietest mir deine Unterstützung an, ziehst sie jedoch zurück um deine Moralvorstellungen gegen die meinen durchzusetzen wohlwissend um den Schaden den ich durch dieses Spiel deinerseits ertragen muss. Ungeachtet das ich darauf wert legte dich in einem Bereich um Unterstützung zu bitten der nicht fern von dem ist was die Humanitas zum Ziel erklärt. Verwundete zu heilen, Sterbende zu retten."

Erneut hielt er knapp ein. Erinnerte sich daran nicht zu weitschweifig zu sein, nicht weiter auf die Provokationen einzugehen.

"Was die Familie betrifft so habe ich mit Abgesandten gesprochen als ich mich um die nachwehen des Schußwechsel kümmerte. Als ich der Familie gab, was der Familie ist.
Man zeigte sich mehr als misstrauisch mir gegenüber obwohl ich tat was geheissen war, was die Loyalität verlangt.
Ich gehe davon aus das du - nach all den Zitaten der Familie - ebenfalls mit den Gesandten sprachst, deinen Tribut leistete, das vollbrachtest wofür wir entsandt wurden."

Es war deutlich das die Kritik die seitens der Abgesandten gefallen war an dem 'Caitiff' mehr als deutlich nagte. Ebenso wie das sein Loyalitätsverständnis einen vollständigen Tribut ohne weitere Ansprüche mit einschloß.
 
„Doch mir ist schon klar, dass Du wenn dies rauskommt Deine Postion“ bei dem Dreckhaufen verlierst.“ Bei dem Dreckhaufen fügte Michael gedanklich nur ein. Man muss Vicente nicht zusätzlich reizen.

„Was glaubst Du eigentlich was bei mir passiert, alle werden Verständnis haben, dass man Kriminelle behandelt.“ Dies wird man ihm noch nicht zu Vorwurf machen, aber dann müsste man sofort die Polizei rufen und die Kreaturen aus dem Verkehr ziehen.

„Vicente verkauf mich nicht für einen Trottel.“ Michael wiederholte Vicente Worte. „Verwundete zu heilen, Sterbende zu retten; Du vergisst aber das wesentliche, nicht die Polizei zu rufen, was man eigentlich tun muss, um die Menschen vor Ihnen zu schützen.

Ich verliere, wenn dies rauskommt genauso meine Position wie Du die Deine,“ nur das wenn ich dies mache noch ein paar Verbrecher mehr rumlaufen, anstatt aus dem Verkehr gezogen zu werden.

Was meine Vicente nur mit Abgesandten, fragte sich Michael. Sie waren gerade mal vier Tage hier, da hatte man noch nicht mal Zeit eine Wohnung zu finden, geschweigeden die Verhältnisse der Stadt zu erkunden.
 
"Ich habe dich gebeten dich um Verletzte und Sterbende zu kümmern. Du hast mir dies zugesichert. Ich habe berichtet das ich einen Arzt gefunden habe."
Der Italiener sprach ruhig, bestimmt und bar jeder Menschlichkeit. Die Haltung blieb starr, einem Toten ähnlichen, unbewegt. Der Blickkontakt gehalten.

"Du sprichst von Loyalität, brichst jedoch das mir gegebene Wort. Zwingst mich dazu auf die meinen zuzugehen und einzuräumen das ich sie belogen habe."
Nachwievor zeigte der Bestatter keine äußerliche Reaktion, lieferte keinen Anhalt ob die Worte eine nüchterne Wiedergabe waren oder eine Drohung.

"Der Grund. Du stehst vor mir und erklärst mir das dich dein Pfad zwingt die Polizei zurufen. Etwas von dem wir beide wissen das es eine Lüge ist.
Es ist nicht dein Pfad der dich zwingt Menschen zu helfen und sie zu strafen.
Die Humanitas kennt das Konzept der Strafe nicht. Es ist deine Selbstsucht, deine Herrlichkeit die Menschen nach ihren Taten gerichtet sehen will.
Es ist das was dir und anderen es nicht nur unmöglich macht den Pfad zu beschreiten den ich gewählt wahle sondern der auch dem fundamentalen Verständnis entgegen steht."
Der Nekromant pausierte in den Worten während der Körper weiterhin kein Leben zeigte.

"Entgegen deiner Vorstellung töte ich nicht weil ich Menschen geringer schätze. Ich unterteile nicht in jene die das Leben verdienen, jene die den Tod verdienen.
Nicht in jene die Recht getan haben, in jende die Unrecht getan haben. In jene die ich schätze, in jene die ich verachte.
Der Tod kennt keinen Unterschied. Auch ich maße mir nicht an eine Unterscheidung zu treffen. Es gibt nur den Tod und das Studium des Todes."
Vicente schloß die Ausführungen ab, hob in einer präzise bemessenen Geste die Hand, zeigte die Fläche, gebot Einhalt.

"Du forderst das ich Soldaten, Führende mit dem Tod drohe. Du forderst das ich sie ermorde. Du zeichnest einen emotionalen aufgrund dieser Tat.
Ich sage dir das es irrational ist."
Er verstummte die Hand blieb einen Moment lang gehalten, ebenso wie der Blickkontakt. Dann sank die Hand herab.

Der Italiener verhaarte der Blick ging zur Finster, die Mimik bewegte sich minimal.
"Die Familie dient dir nur soweit wie du sie als Projektionsfläche für deine sinnentstellende Hetze nutzt.
Vielleicht übersehe ich auch den Grund wieso du mich unter falschen Vorwand von meinen Absichten hören zu wollen hier her bestellst und meine Worte mit Ignoranz bestrafst."
Vicente wandte sich wieder Michael zu, den Blick starr auf ihn gerichtet, der Kiefer deutlich angespannt aufeinander gepresst die Stimme eisiger als zuvor. Er hatte den Angriff durchaus weder vergessen noch vergeben.
 
„Nur eine kurze Zwischenfrage, wie reagierst Du wenn jemand Dich, die Dir Anvertrauten, oder Deinen Besitz, deine Tarnung etc. angreift oder versucht zum beschädigen.“ Mehr wollte Michael erst mal nicht wissen. Auf den Rest würde später antworten.

Eines, zwei drei... bis Hundert Zählen hilft auch hier.
 
Die Mine des Nekromanten blieb starr, die Haltung weiterhin unbewegt.
Die dunklen Augen durchdringen auf seinen Gegenüber gerichtet.

"Keine Ablenkung!" Die Aussage kam deutlich, unmissverständlich, scharf bar einer menschlichen, gar warmen Intonation.

Vicente verhaarte weiterhin. Er hatte sich die Worte, den Wortbruch mit einer unmenschlichen emotionalen Distanz zu geführt.
Während der Blick sich in seinen gegenüber bohrte rief der Verstand des Nekromanten den Seinen herbei. Nicolo!
Ihm würde nicht erneut der Fehler unterlaufen sich derart lange provozieren zu lassen bis er die Kontrolle verlor.
Hinter ihn! Bei der Bank! Halt dich bereit!
Das Tier versuchte die Emotionen hochzupeitschen doch der Leichenschänder kannte es zu gut. Wusste um die Notwendigkeit eines präzisen und vorallem kontrollierten Schlag wider dem Mann der sich in kaum minderer Form als Verräter zu beweisen suchte als Koslow. Die Muskelmasse spannte sich an, die Sinne schärften sich. Erneut schritt er in den persönlichen Bereich des gegenüber. Setzte diesesmal jedoch das Blut in Bewegung, schärfte die Reaktion.

"Du greifst meinen meinen Besitz an.
Du bedrohst meinen Anvertrauten, du bedrohst mich mit der Vernichtung.
Du bestellst mich unter einem Vorwand mit einer Lüge zu diesem Ort.
Du brichst das Wort das du mir vor zwei Nächten gegeben hast ohne Grund.
Du ziehst den Namen der Familie für die Rechtfertigung deines Verrat in den Dreck.
Meine Langmut ist am Ende."

Kein kindisches herum zählen. Keine stumpfen, bedeutungslosen Mantra.
Jeder Ansatz zur Flucht, jede weitere Provokation des Deutschen würde in einem Angriff resultieren.
 
Vicente hielt den Blick aufrecht, fokussiert und vollständig auf die Situation konzentriert. Während er auf die Antwort wartete brachte der Verstand an das Michael Familie war.
Ob es ihm passte oder nicht, unabhängig davon ob Michael ihn und den seinen angegriffen hatte, losgelöst von den Schmähung. Unter normalen Umständen war es nicht an ihm, aber die Stadt, der Auftrag war nicht normal.

Ein Grollen erhob sich in der Stille. Schob sich zwischen die Kainiten. Wurde stärker.
Die Bank bei der sich Nicolo befand began zu klappern, das Holz zu ächzen und von den Streben des Pavillons erklang ein metallisches knirschen. Die Erde bebte und der Boden unter den beiden Kainiten zitterte.

Eine kleine Geste mit der Hand, der Italiener sicherte den Stand, begab sich einen Schritt zurück und einen weiteren seitlich.
Zurück! Der Befehl zuckte durch den eigenen Geist, war an Nicolo gerichtet der dem Willen seines Herrn folge leistete.
Der Blick Vicentes glitt an den Streben hoch, versuchte abzuschätzen wie lange das Erdbeben anhalten würde.

Die Erde schwieg wieder. Einige Augenblicke wartete der Bestatter auf Nachbeben. Nichts.
Der Blick richtete sich zurück an Michael, nicht herzlicher, jedoch weniger fokussiert, offensichtlich durch das Geschehen abgelenkt.

"Nachdem du mit dein Wort gegeben hast, habe ich meine Kontakte informiert. Ein Bruch deines Wort ist ein Bruch meines Wort.
Wenn du dich dazu entscheidest, obwohl ich dir jede Unterstützung im vernünftigen Rahmen zugestehe; es ist ein Dolchstoß.
Ein vernünftiger Rahmen bedeutet das ich nicht nach belieben Personen mit den Tod drohen oder sie töten kann. Es ist in keiner Gesellschaft ein akzeptables verhalten und hat in jeder Konsequenzen."

Die Stimme war weiterhin kalt, nüchtern. Der Versuch eines Angebot und einer Erklärung.
Vielleicht dachte der Deutsche vor ihm das es, aus welchen Gründen auch immer, irgendwie möglich wäre, für einen neu dazu gezogenen, Mitglieder in einer kriminellen Organisation, die Kontakte hatten, vernetzt waren, zu bedrohen und zu ermorden. Das war es sicherlich nicht.

"Meine Anvertrauten sind mein Blut. Jeder, ob Ghul, Wraith oder Spectre. Sie folgen mir im absoluten Gehorsam, ich verantworte ihre Taten und ich verantworte ihr Sein.
Ein Wort gegen meine Anvertrauten ist ein Wort gegen mich. Eine Drohung gegen meine Anvertrauten ist eine Drohung gegen mich. Ein Schlag gegen meine Anvertrauten ist ein Schlag gegen mich.
Du fragst wie ich reagiere wenn man einen mir Anvertrauten beleidigt, bedroht und schlägt?
Du siehst wie ich reagiere wenn es jemand ist der vom ähnlichen Blut ist. Es fällt schwer, es hinzunehmen. Dir die Frist zu geben. Den Umstand zu akzeptieren das du die Tat verantwortest und billigst."
Der Nekromant presste kurz den Kiefer aufeinander. Es machte ihn offensichtlich selbst dann zu schaffen wenn man denjenigen aus seinem Gefolge Angriff den man für den monströsesten hielt.
"Bei jedem anderen hätte ich nicht nur Satisfaktion gefordert, ich hätte sie mir genommen." Der Kiefer entspannte sich wieder.
"Ich verstehe das du nicht auf mich zu gehen willst wie es meines Erachtens notwendig werden.
Ich selber kann es jedoch ebenso nicht hinnehmen. Die Geschehnisse werden weitergereicht und sollen bis zu einer Entscheidung unsere Zusammenarbeit nicht belasten."
Die Hände untermalten die Worte langsam, der Tonfall war sanfter geworden, offensichtlich hielt der Italiener es für einen freundlichen Vorschlag es der Familie vorzutragen.

Eine Pause entstand. "Ich glaube nicht das das Beben ein Zufall ist." ein weiter Blick zu Michael. "Allerdings habe ich verstanden das du nicht planst dich mit mir hinsichtlich des Okkulten auszutauschen?"
Die Worten des Nekromanten waren nicht mit Leben erfüllt, sie klangen für den Moment schlicht resigniert. Eigentlich war es das Thema weswegen er hergekommen war, zudem noch kein Wort fiel.
 
Das Beben hatte Michael auch leider mitbekommen.

„Da gebe ich Dir Recht. Zufall ist nur ein Wort für Unwissen oder Unvermögen die gesamten Zusammenhänge vollständig und in ihrer Gänze zu erkennen und zu verstehen. Ich hoffe nur Mina kann nicht dieses Beben auslösen. Dann möchte ich ihr nicht unbedingt begegnen, zumindest nicht ohne richtige und umfangreiche Vorbereitung.“ Von Wraith die dies konnte hatte Michael noch nie gehört. Laut Garbriela waren wohl mächtigen Vampire und Mage dazu in der Lage, aber ob die wirklich stimmte , hatte er noch nie verifizieren können.


Vicente rede immer von Studium des Todes, dabei hat er noch nicht mal den Unterschied zwischen Sterben und Tod verstanden. Der Tod ist nur ein Zustand. Der Tod in der stofflichen Welt ist die Geburt in der geistigen Welt. Die Seele und der Geist sind unsterblich, nur der Körper, das Ego und der Verstand sind vergänglich. Die Geburt hier ist der Tod in der geistigen Welt. Der Tod ist ein Zustand und Sterben ist der Übergang von einem Zustand zum anderen.

„Außerdem knüpfe ich meine Hilfe nur an Bedingungen. Ich helfe Dir weil Du mein Clanbruder bist und somit ein Anspruch auf die Hilfe hast, nicht weil ich diese Personen schätze. Wenn Ich Dich wirklich auflaufen lassen wollte, würde Dir überhaupt nichts sagen und genau wenn Du die Hilfe brauchst verweigern. Du willst Deine Tarnung nicht gefährden, dafür habe ich sogar Verständnis. Aber ich will auch nicht meine Tarnung nicht gefährden, also genau das Gleiche wie Du. Ich will nur die Situation vermeiden, dass jemand zu mir kommt und zum Beispiel mich mit der Veröffentlichung einer alten Hilfe versucht zu einem Verhalten zu erpressen, was ich nicht will. Genau dies sollst Du verhindern. Du musst sie ja nicht bedrohen oder umbringen, offen gesagt ist es mir völlig gleichgültig wie Du dies erreichst, wenn sie einfach auf Dein Bitte Bitte auch reagieren auch gut, sogar besser. Aber, stimmt ich kenne die Gebräuche nicht, deswegen bin ich davon ausgegangen, wenn Du von Totschlag oder Drohung mit Totschlag sprichst, dass dies einzige Sprache ist, welche diese Personen verstehen. Ich persönlich gehe davon aus, dass man diesen Personenkreis nur mit Gewalt überzeugen kann und nicht mit Mitgefühl oder menschliche Werte.

Wenn Du damit auskommst, dass ich ein Familienmitglied von Dir bin und die Drohung, was sie mir antun Dir antun und sie deswegen entsprechend reagieren, gut, wenn nicht bist Du für die Erledigung des Problems zuständig. Ist dies jetzt klar und verständlich.

Ich folge keinen Pfad, sondern habe meine menschliche Wertevorstellungen einfach beibehalten. Da wir im Abendland wohnen haben wir als Grundkonzept, die christliche Werte mit den 10 Geboten und daran abgeleitet unser Rechtssystem und dies nun mal vor, dass man die Gesellschaft vor Subjekten, welche gesellschaftsschädlich sind, zu schützen ist. Da Du im katholischen Glauben erzogen bist, müsste gerade Dir die Konzept der Strafe bekannt sein. Gerade die katholischen Kirche arbeite gerade mit Strafe und Verdammnis.“

Und du willst irgendwelche christliche Vorstellungen zu eigen haben, was für eine Lüge und lächerlich, ansonsten könnest Du nicht so was von Dir geben. „Genau aus dieser Wertevorstellung behandele ich, wenn ich nur eine Person retten kann, dann das Opfer der Gewalttat und nicht den Täter. Mir persönlich ist Strafe ziemlich unerheblich, aber wichtig ist für mich der Schutz von opfer oder möglichen Opfern., Wenn dieser nur mit Einspeeren erreichen kann, ist dies leider so. Dies bedeute aber auch nicht in sie einfach in ein Verlies zu werfen und verhungern lassen. “

Vicnete schätzte das Leben überhaupt, damit hatte er wohl mit seiner Aussage über die Geringschätzung von Mensch recht. Er schätze überhaupt kein Leben, egal von welchem Wesen.

„Wenn Du dies an die Familie zur Einscheidung weiter geben willst, kann ich nicht darin hindern. Ich weiß nur nicht, ob Dir Dir und uns damit einen Gefallen tust. Lasse mir bitte erst aussprechen. Ich kenne nur eine Anziani gut genug, um deren Reaktion halbwegs vorhersagen zu können.

Sie würde fragen, ob ein Schaden erfolgt ist, nein, also wegen einer Ohrfeige wird sie belästigt. Selbst wir kommen noch aus einer Zeit, wo das Schlagen zum Beispiel von Kindern zur Erziehung als vollkommen normal galt. Mein Vater hat sich nicht aufgeregt, wenn ich mir eine Ohrfeige vom meinem Onkel eingefangen habe, sondern eher habe ich noch von ihm ein Zweite bekommen. Auch wenn wir als Kinder uns mal untereinander beharkt, haben, ist nicht gleich ein Erwachsener angelaufen gekommen. Ihre Stimmungänderung kannst Du Dir sicherlich selber ausrechnen.“ Aber tu was Du nicht lassen kannst.

„Dann habe ich mal eine Frage, wie sollte ich denn nach Deiner Meinung reagieren.“
 
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