[28.04.2008]The Brujah-Wrap-up...

Dragoner

Hannah Kelly - Brujah
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29. Oktober 2008
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Ich weiß nicht, ob Salem und Max jetzt mit Hannah mitkommen oder nicht, daher lasse ich das oben einfach offen und unterstelle, dass sie im Zweifel eben bei ihr sind. *grinst* In dem andern Beitrag hier warte ich noch auf eine Meldung von Salem, bevor ich das Intime mit den anderen Zuende bringe. Das ist sozusagen auch gleichzeitig der Vorgängerbeitrag zu diesem hier. Da hier eigentlich nur noch "kurz" ein bissel Gespräch stattfinden soll, haben wir beschlossen, das anschließend hier her zu verlagern.

Es war nicht sehr viel später in der Nacht, nachdem Hannah sich wieder mit Max getroffen und die letzten Informationen ausgetauscht hatte, als sie bei der Adresse ankam, die ihr von Fabian genannt worden war. Sie hatte sich inzwischen wirklich soweit wieder gefangen, dass sie zumindest nicht mehr vorhatte ihre Pläne für den Rest der Nacht in den Wind zu schießen.

Sie hatte sich das Haus in Ruhe im Vorbeifahren angesehen - schick. Und in etwa wirklich das, was sie Fabian von seinem Ruf her zugetraut hätte. Zu schick für ihren Geschmack. Und die Gegend war auch eher das Gegenteil von dem, was sie selbst bevorzugte. Es passte nicht, es war, als würde sie ein Stück weit verleugnen, woher sie kam.

Nicht, dass sie das durch ihre Existenz als Untote nicht ohnehin schon tat.

Die Brujah hatte nicht vor von vorne einfach zu dem Haus hinzulatschen und zu klingeln. Stattdessen wollte sie sich das Haus zuerst auch einmal von hinten ansehen, was wohl bedeuten würde, durch die Gärten der Nachbarn zu stolzieren. Aber damit hatte sie kein Problem.

So kam sie schließlich tatsächlich von hinten an Fabian Mahlers Haus und klopfte gegen die Terassentür.
 
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Nachdem Max einen ruhigen Parkplatz für seinen Wagen gefunden hatte folgte er ihr, Max selbst kannte den Weg zum Haus noch nichtmal. Die Wohngegend störte Max nicht wirklich, seine Gedanken fürs Teure im Leben wurden immer mal wieder laut. Ebenso hatte er keine Probleme damit nen kreativen Weg zur Hintertür zu gehen, wen störten schon ein paar zertretene Blumen?
 
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Das große Haus mit den weißen kahlen Außenwänden lag im Dunkeln. Durch die Terassentür konnten sie trotzdem ins Innere sehen, und was sie sahen, sah mehr wie eine Bruchbude, denn wie ein teures Luxusapartement aus.
Von Fabian war keine Spur zu sehen. Der Boden war übersäht von zerbrochenen Teilen der Möbel, es lagen leere und Halbvolle Flaschen, mit alkoholischem Inhalt herum und neben Müllbergen, halb gegessenen Pizzas, waren auch jede Menge Glassplitter am Boden zu sehen.

Als Hannah erneut klopfte, machte sie letztendlich doch eine Bewegung aus. Die Türe zum Wohnzimmer, das zur Terasse führte, wurde geöffnet und Licht strahlte herein. Dann schloss sich die Türe erneut und Fabian stand im dunklen Raum und blickte zu der Glastüre. Seine Augen stellten sich langsam auf das Dunkel ein, dann lächelte er seinen wartenden Clanskollegen zu. Er begann durch das Chaos zu stampfen und trat hie und da auf einen knirschenden Teil eines Möbelstücks.
Als er an der türe angekommen war, schloss er sie auf und schob sie dann zur Seite.
"Ahh, Familie. Freut mich dich wiederzusehen."
Er sah zu Hannah und blickte dann zu Max, dem er kurz zunickte.

Seine Hand wies in das Innere der Wohnung.
"Macht es euch bequem..."
Kurz flackerte ein breites Grinsen auf, dass dann jedoch wieder verschwand. Er selbst ging zu einem umgestürzten Regal und lehnte sich darauf an. Die einzige weitere Sitzgelegenheit war ein zerschlissenes schwarzes Ledersofa, das wohl mal sehr teuer gewesen war.
Fabian blickte zu Max.
"Du musst der andere Neue sein, richtig?"
Er wartete bis Max sich vorgestellt hatte, dann nickte er.
"Also, was kann ich für euch tun?"
 
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Hannah nickte Fabian zu und es lag eine gewisse... ja... Respektsbekundung in der Geste. Sie hatte den jungen Brujah nun genug unterschätzt, hatte sie beschlossen. Ihre Stimme war einigermaßen Ernst, als sie begann zu sprechen.

Schön dich hier heil zu sehen, Fabian. Oder ist dier deSade lieber? Das hier ist Max.

Sie wartete kurz auf eine Erwiderung der beiden Jüngeren, bevor sie nickte und weitersprach.

Die Geissel war tatsächlich da und hat mich auch ziemlich kalt erwischt. Mag ein bischen Paranoid sein, aber das ist auch der Grund, warum wir hier hinten herum reinkommen.

Die Brujah zog ihre Jacke aus, damit auch Fabian das Werk des Samedis sehen konnte. Ihre Miene sprach Bände von der Wut, die in ihrem Innern wie ein Feuer loderte. Sie überprüfte selbst noch einmal, ob der Zustand ihres Armes sich irgendwie verändert hatte oder gar ausgebreitet hatte und lies sich dann auf das Sofa fallen. Der gesamte Abfall und Dreck schien sie recht wenig zu ignorieren, sie schob es lediglich ein wenig zur Seite.

Wollte dich noch warnen, aber der Mistkerl hat mich in 'ne Raserei getrieben und ich bin wohl ziemlich ausgetickt. Wie dem auch sei... du hast am Telefon gesagt, dass du offen sprechen willst. Wir sind hier und ich für meinen Teil bin mehr als gespannt, was du zu sagen hast.

No-Nonsense und kein Bullshit. Hannah kam direkt zur Sache, für heute Nacht hatte sie wirklich genug von Spielchen. Ihr Blick ging zu Fabian und auch darin lag ein gewisser Ernst, dem man sich nur schwer entziehen konnte. In Fabians Miene jedenfalls fehlte ebenfalls das Grinsen, das er noch bei ihrer ersten Begegnung ständig aufgesetzt hatte. Es fiel wahrlich erheblich leichter, ihn so ernst zu nehmen und plötzlich konnte sie sich einiges im Zusammenhang mit dem DJ viel besser vorstellen, als noch vor einigen Stunden.
 
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Sehr nett

Waren die Gedanken die Max zur Inneneinrichtung übrig hatte. Er nickte Fabian kurz zu, als dieser ihn als den "anderen" neuen erkannte. Max nickte einfach alles ab und überliess Hannah das reden, damit kam sie ja noch deutlich besser zurecht als er. Max interessierte sich dabei vor allem für das spontante Konzert und ob es tatsächlich eins gab, aber vorerst behielt er dies für sich. Das Ledersofa passte irgendwie zur Jacke von Max als dieser es sich darauf gemütlich machte. Beide hatten eindeutig schon bessere Tage erlebt.
 
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Fabian blickte über das Trümmerfeld, das sein Wohnzimmer war, während Hannah sprach. Dann sah er kurz zu der Türe, unter der immer noch Licht hervor schien. Als sie geendet hatte, blickte er sie wieder an.
Lediglich den Arm hatte er kurz gemustert, als sie ihn enttblöste. Er hatte keine Ahnung, was das war, aber es sah nicht gut aus.
"Wächst das wieder nach?"
Spöttisch Frage mit grinsendem Gesichtsausdruck. Doch der alte Fabian verschwand recht schnell wieder.
"Fabian ist vollkommen in Ordnung."

Er stand auf und begann ein wenig durch die Trümmer zu laufen, scheinbar suchte er etwas.
"Ja, die Geissel. Wer ist der Typ? Ich habe Peter Crain getroffen, einen Ravnos, der mir auch von der Geissel und einem Nosferatu erzählt hat."
Kurz blitzte wieder ein grinsen auf.
"Aber reden wir Klartext. Die Menschenansammlung war von mir organisiert. Ich habe einen gewissen Einfluss in der Menschenwelt, sowohl bei Gangs, als auch bei dem normalen Mann auf der Straße und natürlich durch meinen Ruf als DJ..."
Er lies dies Sacken, bückte sich nach einer Flasche mit ranzigem Inhalt und warf sie dann achtlos hinter sich. Das Glas zersplitterte und der Duft geronnenen Blutes und Alkohol durchzog den Raum. Doch es war eher abstoßend als anregend.
"Jenny, die du ja auch schon kennengelernt hast, hat mir dabei geholfen, wenn auch nur trivial, aber dennoch, sie ist ebenfalls Anarchin."
Ebenfalls? War er Anarch?

Dann drehte er sich zu den beiden Brujah um.
"Was wolltet ihr auf der Demo? Ich gehe mal davon aus, das wir sehr wahrscheinlich ähnliche Ziele haben."
Was seine Ziele waren, nannte er jedoch nicht. Oder setzte er vorraus, dass das inzwischen klar war?
Seine Schritte führten ihn an dem Sofa vorbei und er bückte sich erneut, diesesmal eine verkorkte Weinflasche. Er entkorkte sie, schnüffelte daran, probierte einen Schluck und auch diese Flasche landete mit einem Klirren am Boden.
"Hm, nichts gutes zu trinken hier..."
Er setzte sich erneut auf das umgekippte Regal und sah zu den beiden Brujah.
"Wie auch immer, was genau erwartet ihr hier?"
 
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Hannah sah Fabian einige Augenblicke an, während sie ihre Gedanken ordnete. Auf seine Frage, ob der Arm wohl heilen würde zuckte sie leicht mit den Schultern, was ihr allerdings schmerzen zu bereiten schien, wenn man dem Ausdruck in ihrem Gesicht glauben durfte. Sie antwortete allerdings nicht direkt darauf. Wozu auch, sie hatte nicht die leiseste Ahnung.

Dann begann Fabians "Klartext" - wie er es nannte und sie hörte interessiert zu.

Ich denke, wir suchen alle nach Verbündeten. Max und ich sind erst kurz in der Stadt und kennen uns wohl oder übel noch nicht wirklich hier aus. Aber ja, ich halte es für durchaus Möglich, dass unser aller Interessen sich überschneiden, zumindest kann man leicht den Eindruck gewinnen. Sicher, sie mögen nicht in allen Punkten - vielleicht nichteinmal in den meisten Punkten - übereinstimmen und unsere Methoden unterscheiden sich mit ziemlicher Sicherheit auch ein wenig... aber am Ende stehen wir gar nicht so weit von entfernt, glaube ich. Zumindest wären wir dann jetzt nicht hier.

Sie setzte sich etwas aufrechter hin und betrachtete ihre beiden Clansbrüder. Sie klang interessiert, ehrlich neugierig und ihr Blick fiel letztlich doch wieder auf Fabian.

Ich weiß nicht so recht, wie meine Erwartungshaltung ist, aber mich interessieren so einige Dinge. Die Motivation, die Hintergründe... und nicht zuletzt Methoden natürlich, denn das, was du da auf die Beine gestellt hast ist schon ein netter Auftritt. Fangen wir doch beim Ersten an: Warum das Ganze? Wenn man Leute über dich reden hört, bekommt man schnell den Eindruck, du würdest nur für die Befriedigung deiner eigener Langeweile arbeiten. Ist es wirklich so simpel? So eine Verschwendung?

Hannah ging nicht weiter auf die Bemerkung zu Jenny oder Anarchen ein. Das wollte sie sich für später aufsparen, falls es nötig werden sollte. Zunächst wollte sie wirklich hören, ob der DJ sie wirklich so enttäuschen würde, wie man aufgrund des Rufs, den man ihm nachsagte, vermuten würde. Sie zog eine Augenbraue nach oben, als sie ihre Frage gestellt hatte und betrachtete ihren Gastgeber.
 
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Ja, warum waren die beiden hier, zumindest leichte Antworten gab es dafür schon. Max hörte aufmerksam zu und machte sich seine eigenen Gedanken dabei. Wollte er den Marsch nur aufgrund der Gewalt erleben oder steckte mehr dahinter? Er wusste noch nicht genug über die Würdenträger der Stadt um für sich entscheiden zu können ob es sinnvoll war oder nicht, aber da er es bevorzugte zu handeln anstatt nur zu meckern war der Marsch die bessere alternative für die Bürger als ein Abend vor dem Fernseher.

Ja, Verbündete suchten sie wohl alle, ob sie Anarchen waren stand aber noch nicht fest. Max hatte eine leichte Neigung zur Anarchie, aber die Gedanken an Reichtum und Macht die er manchmal hatte passten damit nicht unbedingt zusammen. Im Hinterkopf von Max blieb auch noch eine Frage übrig.

Wir ham uns noch nichtmal gesehn und ich soll schon für dichs Alibi abgeben, wirste mir auch noch erklären.

Aber das hatte noch Zeit.
 
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Fabian sah zu Hannah. Sie war definitiv die Intelligente hier. Wenn nicht sogar die Intelligenteste. War sie eine Gefahr? Eine Gefaher für was?
Er begann seicht zu lächeln und winkte dann ab, als sie mit seinem Ruf ankam.
"Nicht der Rede wert..."
Es schien ihn aber irgendwo zu freuen, dass man ihn in der Stadt unter einem gewissen Bild kannte.

Dann holte er weit aus.
"Ich bin daran interessiert Spass zu haben, ja."
Kurze Pause, sein Blick glitt über die Wohnung.
"Doch seit ich hier in der Stadt bin, wurde mir mit jedem Schritt ein Bein in den Weg gestellt. Schon beim Empfang lies mich der damalige Seneschall Maler spüren, dass wir Brujah hier nicht sonderlich erwünscht sind."
Er winkte ab.
"Hat ein paar Hintergründe, da war irgendwas innerpolitisches, irgendein Brujah hat einen Würdeträger angegriffen, oder so...

Auf jeden Fall fing es damit an. Weiter ging es dann damit, dass mir der Prinz, nach einem kleinen Zwischenfall verboten hat, Ghule zu zeugen. Und das obwohl ich für die Stadt am Tage des 6.6. mehr als all die Sesselfurzer von Toreador zusammen getan habe. Ich habe die Stadt mit meinem Leben beschützt und ohne mich hätte der Sabbat wahrscheinlich ohne erkannt zu werden Chaos über die Stadt ausgeschüttet."
Eigentlich Ironie, kam das doch von demjenigen, der heute für Chaos gesorgt hatte.
"Ich habe herausgefunden, wer hinter den Anschlägen stand und mitgeholfen, diese Tzimisce-Engel-Kreatur vom Himmel zu holen."
Er lies das sacken.
"Und wie hat man mir es gedankt? Mit einem Blutsband zu einer Toreador, ich glaube sie heißt O'Niel, hatte nie viel Kontakt mit ihr...

Und dann als ich anfange meine Rechte einzufordern, was passiert? Enio Paretto, Brujah wird Sheriff und Primogen und sagt mir, ich soll mich aus seinem Kram raushalten und zur Verfügung stehen, wenn es meine Pflicht ist."
Er lachte auf.
"Ha, Pflicht, das hatte ich bereits hinter mir."
Er stand auf und ging zu der weiblichen Brujah.
"Ich weiß nicht wie das mit dir steht, aber ich will dem verdammten Prinzen und seinen Lakaien ihre Pflicht den Hintern hochschieben, Stück für Stück."
Nach einem kurzen Seitenblick zu Max drehte er sich wieder um und ging zwei Schritte, nur um dann noch energisch herumzuwirbeln und sie anzugrinsen.
"Und klar wird mir das Spass bereiten. Einen Höllenspass..."

Reden konnte er schwingen. Und was passierte, wenn seine Reden auf den richtigen Acker trafen, hatten sie auch gesehen. Scheinbar hatte sich der Brujah wirklich gewandelt. Oder war er schon immer so gewesen? Was hatte ihn letztendlich überhaupt ausgemacht? Hatte sich jemals jemand darüber Gedanken gemacht, was hinter der Fassade steckte? Ob das, was das Gesicht von Fabian Mahler darstellte, nicht einfach nur eine Maske war?

Er lies sich zurück auf das Regal plumpsen.
"Und jetzt beginnt der Spass erst. Ich habe meine Kontakte aufgebaut, ich habe meinen Einfluss spielen lassen. Jetzt werden wir sehen, wie der Prinz regiert. Wahrscheinlich überhaupt nicht. Er wird seinen Schosshund Enio Paretto losschicken und mir eine ordentliche Tracht Prügel verpassen. Er wird mich brechen wollen, mir zeigen wollen, dass es ohne seine Eminenz nicht geht, dass die Autorität die er besitzt gerechtfertigt ist."
Er blickte die beiden interessiert an, wie sie reagierten.
"Und ich werde ihm zustimmen. Werde jedes verdammte Wort abnicken. Werde meine Treue zur Stadt und zu ihren Ahnen schwören. Werde am Boden kriechen, wenn es sein muss...

Doch wenn ich wieder da draußen in der Stadt bin, dann werde ich weiter daran arbeiten, dass der verdammte Lack abfällt und der Prinz und sein Sheriff ihr hässliches Gesicht zeigen. So wie die Nosferatu..."
Kurz ging sein Blick zu dem beleuchteten Raum.
"Irgendwann hat jede Stadt genug. Irgendwann haben sie genug von der Gewalt und da die Macht des Prinzen rein auf Gewalt beruht, werden sie auch genug von ihm haben. Und dann...dann macht es keinen Unterschied mehr, ob ich lediglich meinen Spass wollte. Ob ich lediglich Langeweile vertreiben wollte..."
Er betonte das Wort etwas verächtlich und verstummte dann. War es das was die beiden hören wollten? Klartext!
 
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Die grauen Zellen im Kopf von Max waren am arbeiten, schwer sogar. Moral war für ihn unbedeutend, aber einen guten Grund wollte er schon hören. Und was er für einen hörte. In einer anderen Stadt hatte er ähnliches getan, sorgte für Unruhe und Gewalt wenn jemand in seinen Augen mit Verantwortung nicht umgehen konnte.

Aber im Gegensatz zu Fabian dankte man Max dafür das er sich in die Schussbahn stellte. Wenn es darum ging Drecksarbeit zu erledigen und zu kämpfen war er sofort da, der Tatsache verdankte Max es nicht so offensichtlich kriechen zu müssen das es schon in den Knien wehtat. Aber letzten Endes war er damit auch nur ein Werkzeug gewesen.

Nein, er konnte Fabian keine Vorwürfe machen, nicht bei seinen Motiven. Diesmal war es Max der das Wort erhob.

"Okay, klingt fürs erste gut. Kann ich verstehn, hab ich auch schon versucht, nur'n paar Nummern kleiner.Aber eins intressiert mich grad wirklich.Auf der Demo ham wir wen getroffen, der hat uns gesagt du hast'n Konzert und wir sollen allen sagen wie geil das war. Willste uns dabei nur als einfaches Alibi ohne uns davor zu sagen warum, weil du eben denkst die neuen im Clan wern schon zu dir stehen oder willst du uns mit im Boot habn?"

Es war ihm anzusehen das ihn diese Situation ein wenig wütend machte. Bei solchen Motiven half Max gern, aber wenn dann sollte man ihm verdammt nochmal davor davon erzäheln.

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Wie wärs, würden wir auch so langsam ab wegen Sonnenaufgang und so?
 
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Hannah lehnte sich zurück, während die Worte auf sie eindrangen. Und sie lächelte das Lächeln eines Jägers. Die Brujah nickte leicht, bevor sie wieder sprach.

Vor gut fünf bis sechshundert Jahren gab es eine Menge Kainskinder, die ganz ähnlich dachten, wie du jetzt. Es hat ihnen gereicht, Spielzeuge ihrer Alten zu sein, lediglich als Werkzeuge oder in schlimmsten Fällen Kanonenfutter gesehen zu werden. Ihre Wut - ihren Zorn - bündelten zuerst wenige, die sich dann gegen ihre Ältesten auflehnten. Es wurden mehr, die Neuigkeiten und der Wille zur Rebellion verbreitete sich im damaligen Europa wie ein Lauffeuer. Ahnen, Methusalems, selbst Vorsintflutliche sollen unter ihrem Zorn gefallen sein und gezittert haben.

Diese jungen Kainskinder nannte man damals Anarchen und sie waren es, die den Grundstein zur Anarchenrevolution bildeten. Der Krieg zwischen den Alten und den Jungen, zwischen Erzeuger und Kind währte über ein Jahrhundert. Hunderte - Junge, wie Alte - wurden vernichtet. Aber all das schien nur wenig zu bewirken, ausser einem immer blutigeren Krieg.

Irgendwann vor 1500 kam es dazu, dass die Alten triumphierten. Natürlich... älter... stärker... erfahrener...
Ein offener Konflikt - wenn auch anstrengend und mit schweren Opfern verbunden - konnten sie nur für sich entscheiden. Es kam zu der Unterzeichnung eines Vetrags, bei dem die Alten den Jungen vergeben wollten, die Jungen sich wieder eingliedern in die blutsaugende Gesellschaft der Nacht und dieser Krieg sollte damit enden.


Hannah hielt noch immer dasselbe Lächeln bei, wie zuvor, lies aber beiden einen Augenblick Zeit, sich zu fragen, wohin ihre seltsame Ansprache führen sollte. Sie hob ihre gesunde Hand um eventuelle Einwürfe gleich zu unterbrechen.

Dennoch gab es einige Kainskinder, die nicht damit zufrieden waren, sich zu beugen. Sie waren berauscht von ihrer Macht, der Zerstörung, die sie anrichten konnten und dem Blut, dass sie auf ihren Lippen noch immer schmecken konnten. Sie weigerten, sich den Vertrag zu unterzeichnen. Stattdessen vernichteten sie das nächstgelegene Dorf und jeden einzelnen Sterblichen darin als Zeichen dafür, dass sie nicht mehr so sein wollten, wie diejenigen, die sie zu beugen versuchten. Wisst ihr, wie man diese Arschlöcher heute nennt?

Wieder hielt die Brujah kurz inne, beugte sich ein wenig vor und ihre Stimme klang beinahe ein wenig verschwörerisch, bis sie allerdings zu dem letzten Satz kam. Da wandelte sich ihr Lächeln von einem Augenblick zum nächsten in eine abfällige Grimasse und sie spieh die Frage beinahe aus.

Sabbat! Scheiß-Bestien. Und mal im Ernst, der Pfad zwischen diesen kann ein ziemlich enger sein. Aber das soll keine Geschichtsstunde werden, keine Sorge. Auch kein Tadel oder so'n Scheiß - bloß nicht. Ich hol nur 'n bisschen weiter aus.

Hannah lehnte sich wieder zurück und ihre Gesichtsausdruck wurde wieder erheblich freundlicher, ihre Stimme schwang wieder in einen mitreissenden Tonfall um. Außerdem schmunzelte sie wieder.

Damals wurde diese wundervolle Institution gegründet, die man Camarilla nannte. Da haben sich alle bis auf die Sabbatfreaks also eingefunden und waren 'ne große Happy Family, right? Klar, wir wissen's alle besser. Du hast den Begriff eben schon gebraucht, Fabian, ich hab's auch eben schon verwendet, aber vorsicht, dass überdehnt man leicht.

Anarchen. Viele der heutigen Anarchen sind nach wie vor Fackelträger, zufrieden damit, 'n Gutshaus oder so'n Schloß oder so anzuzünden und sich dran zu erfreuen, wenn irgend ein verstaubter Ahn dabei gleich mit abbrennt. Scheiße, ein Großteil unseres Clans könnte man demnach Anarchen nennen. Aber was bringt das? Was bewegt das? Ohne eine Idee, ein Ideal? Ohne eine Vorstellung, was man ansonsten haben will bewegt das überhaupt nichts. Außer 'n wenig Asche. Wenn das alles wäre, was die Anarchenbewegung - um mal dein Wort auszuleihen, Fabian - ausmacht, dann würden die meisten Vampire das aus gutem Grund einfach ignorieren.

Aber wenn man eine Idee hat... oder gar eine Vision - und damit mein ich nicht diesen Malkavianermist - großartig! Dann kann man vielleicht tatsächlich etwas ändern und bewegen. Oder sogar etwas schaffen. Und das versuchen die Kainskinder, die sich heute Anarchen nennen. Manche von ihnen lehnen die Camarilla offen ab, andere existieren inmitten der Camarilla und versuchen von Innen heraus ihr Ding zu machen. Andere sind vielleicht eigentlich nur Typen, die ihre Ruhe haben wollen, andere wären vielleicht beim Sabbat besser aufgehoben. Aber was solls. Die meisten von ihnen wollen wirklich etwas bewegen und die meisten haben auch eine grobe Vorstellung, was. Eine Idee.

Du hast also auch eine Idee? Oder willst du die Ordnung der Stadt einfach nur brennen sehen?


Sicher dauerte es einen Augenblick, bis das Gesagte seinen Weg an die richtigen Stellen gefunden hatte und man registrierte, dass Hannah nun ruhig da saß und Fabian eine Frage gestellt hatte. Aber da saß sie, das Raubtierlächeln war wieder verschwunden und wieder war ehrliches Interesse in ihrem Gesichtsausdruck zu erkennen. Und ja, es interessierte sie wirklich. Würde Fabian damit fertig sein, wenn er sein Ziel hier in der Stadt erreicht hätte? Trieb ihn einfach nur Rache? Langeweile war es jedenfalls offenbar nicht, wie sie zufrieden feststellte. Hatte er wirklich höhere Ideale? Lag ihm auch etwas an den Anderen oder war es nur sein eigenes Schicksal, das ihn so antrieb?
 
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Fabian sah Max an und blickte kurz verwirrt drein.
Konzert, Typen? Achja, Jennys Kommando...
"Oh, das hat Jenny organisiert, sie hat heute dafür gesorgt, dass ich ein Allibi hatte. Was genau sie angestellt hat, weiß ich allerdings nicht."
Er zuckte mit den Schultern und schien damit jedwedige Schuld von sich zu weißen.

Dann begann Hannah zu sprechen. Erst wollte er schon losgähnen, was interessierte ihn Geschichte. Aber das was sie erzählte war interessant. Das gab guten Stoff um ihn gegen die Mauern aus Ohren zu schmeißen. Also lies er das alte Fabianverhalten hinter sich und hörte stattdessen interessiert zu.
Scheinbar hatte er recht gehabt mit der Annahme, dass Hannah die Intelligente hier war. Als sie langsam zum Ende kam, merkte Fabian, wohin sie wollte. Sie schien noch nicht befriedigt zu sein. Und sie schien selbst eine Idee...ja eine Vision zu haben. Auch interessant. Besonders wenn man herausfinden konnte, was diese Vision war.

Nachdem er kurz nachgedacht hatte, nickte er.
"Gute Geschichtsstunde, doch was damals oder da draußen geschieht, interessiert mich nicht so sehr."
Er deutete mit der Hand nach draußen.
"Ich will hier etwas verändern, direkt hier, wo ich stehe, wo ich mich bewege..."
Nun fuhr seine Hand erst zu seinem Herzen und deutete dann auf den Boden.
"Eine Idee? Mir scheint, du trägst bereits eine in dir?"
Er gab diese Frage zurück, ohne sie wirklich zu beantworten.
Dann schwang er sich auf.
"Tut mir Leid unser kleines Intermezzo unterbrechen zu müssen, aber wir haben nicht mehr wirklich viel Zeit, denn sicherlich werden hier bald ein paar Schnüffler auftauchen."
Er sah wieder zu dem erleuchteten Raum.

Dann blickte er wieder freundlich in Hannahs Gesicht.
"Aber ja, ich habe eine Idee. Aber die beginnt sich gerade erst zu entwickeln. Und Hilfe von Freunden ist natürlich gerne gesehen."
Kurz kam ein Grinsen zum vorschein, dann ging er zu der Tür.
"Bin gleich zurück..."
Er ging in den hell erleuchteten Raum, die beiden konnten ein wenig poltern hören, dann kam er mit einem Kanister zurück, den er gesenkt hielt, so dass das Benzin langsam herausfloss.
Als er am Sofa angekommen war, stellt er ihn ab.
"So, ich würde sagen die Anhörung ist beendet, wir sind tot, also haben wir jede Menge Zeit, noch mehr zu palavern..."
Er grinste breit und wies den beiden mit der Hand an, sich zur Türe zu begeben.
 
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Hannah erhob sich von dem Sofa und nickte. Sie lies ihren Blick über das Trümmerfeld "Wohnzimmer" schweifen, folgte der Spur des Benzins und nickte erneut. Dann nahm sie - weiterhin Wortlos - ihre Jacke und streifte sie sich wieder umständlich über.

Du weißt, wie du mich erreichen kannst. Wenn du weiterhin unter der Nummer erreichbar bist, die ich hier habe, dann bin ich sicher, dass wir bald wieder voneinander hören, Fabian.

Als sie die Jacke übergestreift hatte, bot sie ihm letzlich noch die Hand an.

Viel Glück, mate.

Das waren die letzten Worte, die sie an ihn richtete, bevor sie mit Max zusammen wieder in den Garten hinaustrat. Es war wirklich nicht mehr so lange bis Sonnenaufgang. Und sie hatte noch eine letzte Sache zu erledigen heute. Zeit zu gehen.
 
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Max verfolgte das ganze mit starrem Gesicht. Ja, manchmal waren Regeln nicht wirklich befolgt wenn man etwas ändern wollte. Ja, manchmal wurden Gesetze nicht einfahc gebrochen, sie existierten einfach nicht. Und ja, manchmal wurde Gewalt verwendet um etwas zu ändern, aber den Leute die etwas verändern wollten mit dem Abschaum des Sabbath zu vergleichen war doch etwas viel.

Die Geschichtsstunde von Hannah drohte gerade Max zum kotzen zu bringen, aber als sie auf den Punkt kam war er größtenteils ihrer Meinung. Natürlich konnte Gewalt manchmal einfach zum Ventil für aufestautes werden, sie sollte nur nicht dauerhaft nur um Gewalt erzeugt zu haben eingesetzt werden. Hannah hat mit ihren Worten noch die Kurve gekriegt ihr konnte er zustimmen, aber Fabian?

Max sah wie Fabian mit dem Benzinkanister zurückkam. Auch er machte sich darauf bereit die Bude zu verlassen.

"Aber's nächste mal kommst du auf'n Punkt. Hast die Eier was durchzuziehn, bleibt nur die Frage was genau.Sollten echt noch mal drüber palavern..."

Seinem Blick allerdings war durchaus anzusehen das er mit den Methoden einverstanden war und sie weit mehr als nur aktzeptierte.
 
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Er nickte und schien mit seinem Mund sowas wie "Sorry" zu formen. Scheinbar war es das was Max hoeren wollte, auch wenn Fabian nicht ganz klar war, wofuer er sich entschuldigen sollte. Manches Mal waren ihm die Motive seiner Mitmen...personen eben doch noch verschlossen.

Auf jeden Fall nickte er den beiden zu.
"Achja, kann ich deine Nummer auch noch haben, dann kann ich gleich zur Sache kommen, wenn es um Eier geht."
Tja, der alte Fabian war eben doch noch da, und kam hin und wieder zum Vorschein.
Nachdem sie die Nummer ausgetauscht hatten, blickte Fabian ihnen nach, wie sie durch den Garten und dann ueber die Nachbargaerten verschwanden.

Er zuckte mit den Schultern, griff erneut nach dem Benzinkannister und setzte das fort, was er angefangen hatte. Bald war der Kannister leer und Fabian sah von drausen ins Gebaeude.
Bis bald Karl...
Er griff nach den Streichhoelzern und riss eines an. Das Feuer flammete auf und Fabian betrachtete es fasziniert.
 
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