AW: Maskerade vs. Requiem
Dann muss für dich jeder Szenario-Band bzw Vorschlag im Regelwerk beispielsweise die ToJ-Bände eine herbe Entäuschung (gewesen) sein? :]
Gruß der Nachtmensch 🙂
Ich war zwar nicht gefragt, aber ja waren sie. Ich hab sie nicht gelesen, sondern nur einmal durchgeblättert und mir den Inhalt aus zweiter Hand geholt, aber trotzdem empfinde ich sie als Rausgeschmissenes Geld.
Der Versuch so vielen Spielern wie möglich ein Ende zu servieren, was ihnen gefällt ging völlig nach hinten los.
Als ich im Magusband in irgendeinem Kapitel was von "Was noch passieren könnte" gelesen habe, habe ich mal eben gekotzt, da die Vorschläge alle an den Haaren herbei gezogen waren. Aber bei Magus hat man es sowieso geschaft, das ganze Spiel damit zu versauen, allein schon weil man Heyel wieder hat auftauchen lassen. Oder zu mindestens einen Charakter, den man als eine Inkarnation Heyels ansehen könnte.
Mir wäre es lieber gewesen man hätte sich an Wraith orientiert und ein stimmungsvolles, schlüssiges Ende geliefert, anstatt zu versuchen es allen recht zu machen. Aber das war wohl nicht möglich, da Wraith im Gegensatz zu den anderen von Anfang an so geplant war.
Und auch wenn es mir überhaupt nicht gefällt wie Wraith endet, würde ich es nicht ändern, da sonst eine in sich geschlossene Geschichte geändert wird und sie keinen Sinn mehr ergibt.
In wie weit Requiem irgendwann mal einen Metaplot verpaßt bekommt kann niemand von uns vorhersagen, auch wenn einige so tun als wenn sie es könnten. Aber ich denke, daß White Wolf aus seinen Fehlern lernen wird und zum einen darauf achten wird, daß der Metaplot, wirklich ein Metaplot bleibt und nicht zu einem simplen Plot verkommt, der mit seinen unnötigen Details den Spielern Knüppel zwischen die Beine wirft. Das schwache Argument, man könnte das ja alles ignorieren, hilft vielleicht um das Spiel angenehmer zu gestalten, kann aber nicht wirklich darüber hingetäuschen, daß die Autoren ihre Bücher mit Details füllen, die nutzlos sind. Zum anderen hoffe ich, daß man dann mal seinen Metaplot auf Schlüssigkeit hin prüft und uns Ereignisse im Stil Samuel Haights erspart bleiben. Autoren schreiben etwas, es kommt in die Bücher, es wird verkauft und hinterher muß der Verlag fast wortwörtlich zugeben, das die Autoren keine Ahnung von dem hatten, was sie dort schrieben und das was als Metaplot verkauft wurde, muß zur Hälfte gestrichen werden