Visuell lassen sich gut Merkmale im Gesicht, Körperbau oder der Haarschnitt verändern. Das ermöglicht es, später nicht einwandfrei erkannt zu werden – sollte das notwendig sein. Man kann Nachrichten verschicken, in dem man sie irgendwo auf Sicht an die Wand neben jemandem „schreibt“, der sie bekommen soll. Oder man überdeckt ein Gang Symbol und andere Warnungen, falls man möchte, dass sich jemand in ein Territorium wagt, wo er eigentlich nichts zu suchen hat. Genauso lassen sich auch Ausbeulungen von Waffen entsprechend verstecken. Es lassen sich Schatten so manipulieren, als würde jemand hinter einem Vorhang oder in einer Seitengasse stehen, wo eigentlich niemand ist. Wenn man jemanden auf subtile Art nervös machen will, können Silhouetten und Bewegungen aus dem Augenwinkel recht erfolgreich eingesetzt werden.
Auditiv lässt sich ganz ähnlich nutzen. Man kann die eigene Stimmlage verändern. Nachrichten an jemanden versenden der weiter weg ist, ohne schreien zu müssen. Das Miauen einer Katze, entfernte Sirenen, das Klingeln eines Telefons, Kichern, Sexgeräusche oder das Glucksen eines Säuglings in der Nacht....all das kann, wenn es sinnvoll und sparsam eingesetzt wird, einiges an Ablenkung verursachen.
Wer den Geruchssinn manipuliert, beherrscht auf subtile Art das Erinnerungsvermögen eines Menschen, kann zum Beispiel Appetit verursachen oder Ekel. Alleine hier gibt es vielerlei Möglichkeiten, sich manipulativ auszutoben, und sei es bloß, um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen oder jemanden anderen schlecht aussehen zu lassen. Und das nicht bloß subtil, sondern auch In Your Face, wenn gewünscht. („Warum stinkt die Harpy so penetrant nach Kanal?“) Auch der Geruch von Gas oder Benzin kann einiges an Ablenkung verursachen, vor allem dort, wo solche Gerüche für gewöhnlich eine Gefahr darstellen.
Ähnliches gilt auch für den Geschmackssinn. Wer dafür einen Sinn hat, kann den Geschmack von Blut (und Nahrung generell) in jeder erdenklichen Art und Weise manipulieren. (Wobei ich annehme, dass dies uralten Vampiren schwerer fallen wird, sich an Apfelstrudel mit Vanillesosse zu erinnern, als einem jüngeren Ravnos. Das könnte auch dem Vorteil, noch Nahrung aufnehmen zu können, eine gewisse zusätzliche Attraktivität verleihen.) Das kann sowohl positiv („Mmmh, lecker. Der Proteinriegel schmeckt wie Apfelstrudel.“) als auch negativ („...und jetzt wie saure Milch. Ööörks.“) eingesetzt werden. Ich nehme auch an, dass der Geschmack des eigenen Blutes unattraktiver wird, sobald es nach Maschinenöl schmeckt, wer es also mit einem Diableristen zu tun bekommt, kann hier eventuell ein oder zwei wertvolle Sekunden gewinnen, um dem anderen den Schädel einzuschlagen.
Letztlich ist eben auch der Tastsinn hervorragend nutzbar, um Ablenkung zu schaffen. Türklinken sind plötzlich klebrig, die Klamotten fühlen sich nass an, es juckt, die Pistole ist plötzlich kochend heiß oder die Suppe kalt.
Ausserdem funktioniert Schimären 1 allgemein auch bombig, um einsamen Hausfrauen erotische Mindfucks zu verschaffen. Oder geghulten Leibwachen, wenn es denn angemessen erscheint. 😉